| Rang | wissenschaftlicher Name | deutscher Name | D | FL | BL | AL | |
| XI | FOR | XI. Waldgesellschaften | |||||
| XI | KLA | Alnetea glutinosae Br.-Bl. et Tx. ex Westhoff et al. 1946 | Erlen-Bruchwälder | ||||
| Alnetea glutinosae Br.-Bl. et Tx. 1943 | Erlenbruchwälder | ||||||
Mit Ausnahme von Entwässerungsstadien. |
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| XI | ORD | Alnetalia glutinosae Tx. 1937 | Erlenbruchwälder | ||||
| Erlenbrücher | |||||||
Mit Ausnahme von Entwässerungsstadien. |
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| XI | ASS | Rubus idaeus-Alnus glutinosa-Gesellschaft | Himbeeren-Schwarzerlen-Bruchwald | * | * | * | - |
Heinken schreibt zur Myosotis palustris-Alnus incana-Ges. (des Alnion): "Streichen. Stattdessen sollte ergänzt werden innerhalb der Klasse Alnetea glutinosae: Rubus idaeus-Alnus glutinosa-Gesellschaft (entwässserte Erlen-Bruchwälder); s. Doering-Mederake (1991): Scripta Geobot. Mast (1999): Archiv naturwiss. Diss." Mast und Dinter stellen die Gesellschaft zu den Alnetalia glutinosae. Mast begründet: "s. Doering-Mederake 1991, Mast 1999, Brand 1992, 2000) [Entwässerter Erlenbruch]". |
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| XI | ZEH | Urtico-Alnetum (Scamoni 1935) Fukarek 1961 | Brennessel-Schwarzerlen-Bruchwald | * | * | * | - |
Hier als Entwässerungsstadium von Erlenbruchwäldern der Rubus idaeus-Alnus glutinosa-Gesellschaft zugeordnet; keine eigenständige Assoziation. Dierßen empfiehlt: "entwässerte und Urtica-reiche Bruch- und Auenwälder sind als hemerophile Entwicklungsstadien am besten bei den standortgemäßen Ausgangsassoziationen (als Abbaustadien) anzuschließen". |
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| XI | VRB | Alnion glutinosae Malcuit 1929 | Erlen-Bruchwälder | ||||
| Irido-Alnetalia glutinosae Passarge et Hofmann 1968 | Erlenbruch-Wälder | ||||||
Autor evtl. Meijer-Drees 1936, wird z.Z. geprüft (Weber). Wir folgen hier der für die Synopsis der Pflanzengesellschaften Deutschlands geplanten Gliederung von Dinter & Mast (in prep.). Danach umfaßt das Alnion glutinosae in Deutschland nur zwei Assoziationen, das Carici elongatae-Alnetum reicherer Standorte und die Torfmoos-Erlenwälder des Sphagno-Alnetum. Beide Gesellschaften werden gegenüber ihren ursprünglichen Abgrenzungen verändert. Das Carici laevigatae-Alnetum wird vollständig aufgelöst und überwiegend dem Sphagno-Alnetum zugerechnet. Diverse andere Gesellschaften werden hier dem Carici elongatae-Alnetum zugeordnet. Dabei ist aber darauf hinzuweisen, daß etliche dieser Gesellschaften auch Affinitäten zum Alno-Ulmion aufweisen, mit einem Teil der Aufnahmen also auch dorthin gestellt werden könnten. Nach Auskunft von Mast gehört auch das aus den Hochlagen der Rhön etc. angeführte Equiseto-Betuletum carpaticae Lohmeyer et Bohn 1972 - trotz des Fehlens von Erlen! - eindeutig hierher. Kennarten fehlen hier und als lokale Gesellschaft kann im Rahmen der Deutschland-Übersicht auf diese Einheit verzichtet werden. |
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| XI | ASS | Alnion glutinosae-Basalgesellschaft | D | - | R | D | |
Hier werden Equiseto-Betuletum carpaticae und Alnus incana-Sumpfwald zusammengefaßt, die beide nicht als Assoziationen anerkannt werden, die aber auch nicht den beiden akzeptierten Assoziationen unterstellt werden können. |
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| XI | ZEH | Equiseto-Betuletum carpaticae Lohmeyer et Bohn 1972 | Schachtelhalm-Karpatenbirken-Bruchwald | R | - | R | R |
| XI | ZEH | Alnus incana-Sumpfwald | Grauerlen-Sumpfwald | D | - | R | D |
| XI | ASS | Carici elongatae-Alnetum glutinosae Schwickerath 1933 | Walzenseggen-Erlen-Bruchwald | 2 | 2 | 2 | R |
| Carici elongatae-Alnetum glutinosae W. Koch 1926 Carici elongatae-Alnetum W. Koch 1926 Carici elongatae-Alnetum Bodeux 1955 Carici elongatae-Alnetum glutinosae (W. Koch 1926) Tx. et Bodeux 1955 Carici elongatae-Alnetum glutinosae W. Koch 1926 ex Tx. 1931 Carici elongatae-Alnetum glutinosae W. Koch 1926 ex Tx. 1937 Hottonio-Alnetum glutinosae Hueck 1929 Irido-Alnetum glutinosae Doing 1962 Cardamino-Alnetum (Meyer-Drees 1936) Passarge 1968 Symphyto-Irido-Alnetum (Bodeux 1955) Passarge 1968 Urtico-Alnetum (Scamoni 1935) Fukarek 1961 Urtico-Alnetum Fukarek 1961 Urtico-Alnetum glutinosae (Scamoni 1935) Fukarek 1961 Caltha palustris-Alnus glutinosa-Gesellschaften Crepis paludosa-Alnus glutinosa-Gesellschaft Salix fragilis-Alnus glutinosa-Gesellschaft Myosotis palustris-Alnus incana-Gesellschaft (des Alnion) Athyrio-Alnetum Passarge 1968 |
Walzenseggen-Erlenbruch-Wald Schwarzerlen-Bruchwald |
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Noch immer Rückgang durch Entwässerung. Nach Dinter in den Alpen (Tieflagen) Kategorie R. Zahlheimer meint: "Ich halte Gefährdungsstufe 2 für Hügelland und Deutschland für übertrieben (angemessen: 3)." Dinter teilt mit: "Autor der Ass. ist Schwickerath 1933 (vgl. Döring-Mederake 1991, Wittig & Dinter 1991). Die Assoziation umfasst nach einer in Vorbereitung befindlichen Emendation (Dinter & Mast in prep.) alle Erlenbruchwälder reicherer Standorte (ohne Torfmoose), d.h. auch das Carici laevigatae-Alnetum valerianetosum nach Bodeux 1955." |
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| XI | ASS | Sphagno palustris-Alnetum Allorge ex Lemée 1939 | Torfmoos-Erlen-Bruchwald | 2 | 2 | 2 | R |
| Sphagno-Alnetum Lemée 1937 nom. invers. propos. Sphagno palustris-Alnetum Allorge ex Lemée 1939 em. Dinter et Mast in prep. Carici elongatae-Alnetum betuletosum Bodeux 1955 Carici laevigatae-Alnetum Schwickerath 1938 Alno-Betuletum pubescentis Scamoni 1959 Alno glutinosae-Betuletum pubescentis Scamoni 1959 Alno-Betuletum Scamoni (1954) 1960 Blechno-Alnetum Oberd. 1957 Carex nigra-Alnus glutinosa-Gesellschaft Lysimachio nemorum-Alnetum glutinosae Liepelt et Suck 1990 Lysimachio nemorum-Alnetum glutinosae Liepelt et Suck 1989 |
Torfmoos-Erlenbruch-Wald | ||||||
Nach Dinter in den Alpen (Tieflagen) Kategorie R. Bushart / Suck machen darauf aufmerksam, daß das hier einbezogene "Lysimachio nemorum-Alnetum glutinosae" vom Verschwinden bedroht ist, da es fast vollständig überfichtet wurde und wird. Hier in der emendierten Form von Dinter & Mast (in prep.). Als Autor der Gesellschaft wird in der Literatur fast durchweg Lemée 1937 genannt. Das ist aber nicht korrekt. Dinter teilt hierzu mit: "1) Lemée bezieht sich ausdrücklich auf Allorge (1922), 2) Bei Lemée ist der betreffende Abschnitt erst im 1939 erschienenen Teil einer 1937 begonnenen Publikation enthalten, 3) Der Name ist in Sphagno palustris-Alnetum zu präzisieren (Dinter & Mast in prep.). Weitere syntaxonomische Anmerkung: Die Ass. umfaßt nach einer in Vorbereitung befindlichen Emendation (Dinter & Mast in prep.) alle Torfmoos-Erlenbruchwälder, d.h. auch das Carici elongatae-Alnetum betuletosum (Bodeux 1955). Das Carici laevigatae-Alnetum Schwick. 1938 ist einzubeziehen und nicht als getrennte Ass. zu führen". Dazu gehört demnach auch der weit überwiegende Teil des "Lysimachio nemorum-Alnetum glutinosae Liepelt et Suck 1989" das Bushart /Suck nach wie vor als selbständig ansehen und bewerten möchten [dessen von Seibert (1992) vorgenommene Einbeziehung im Alno-Ulmion ist nach Bushart auf jeden Fall völlig falsch]. Da die Emendation noch nicht gültig publiziert ist, der Umfang der Einheit aber durch sie völlig neu definiert wird, soll hier die von Dinter, Mast und Heinken gestützte Neugliederung mit dem "in prep."-Namen akzeptiert werden (in der Hoffnung, daß bis zur Publikation der Roten Liste die entsprechende Arbeit zumindest im Druck ist). Die Meinungen zum nährstoffarmen Flügel der Erlenbruchwälder gehen ansonsten nach wie vor weit auseinander. |
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| XI | KLA | Erico-Pinetea Horvat 1959 | Schneeheide-Kiefernwälder | ||||
| Alpisch-Dinarische Karbonat-Kiefernwälder Schneeheide-Föhrenwälder |
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| XI | ORD | Erico-Pinetalia Horvat 1959 | Schneeheide-Kiefernwälder | ||||
| Alpisch-Dinarische Karbonat-Kiefernwälder Schneeheide-Föhrenwälder |
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| XI | VRB | Erico-Pinion sylvestris Br.-Bl. in Br.-Bl. et al. 1939 nom. invers. propos. | Ostalpisch-Dinarische Karbonat-Schneeheide-Kiefernwälder | ||||
| Brachypodium pinnatum-Pinus sylvestris-Gesellschaft Anthericum liliago-Pinus nigra-Gesellschaft |
Schneeheide-Kiefernwälder | ||||||
Scheuerer empfiehlt: "Im Erico-Pinion ist zu ergänzen: Brachypodium pinnatum-Pinus sylvestris-Gesellschaft. Diese nur im Bergland, hier ungefährdet, da auf Kosten von Magerrasen und anderen Erico-Pinion-Gesellschaften in Ausbreitung." M. Schmidt bezeichnet die von ihm neuerdings (Schmidt 2000) aus dem nördlichen Mittelgebirgsraum beschriebene "Anthericum liliago-Pinus nigra-Gesellschaft" (Pinus nigra hier auf Pflanzung beruhend) als ungefährdet. Aus praktischen Gründen wird hier weitgehend der Synopsis der Pflanzengesellschaften Deutschlands gefolgt, bei der die Erico-Pinetea von Hölzel (1996) bearbeitet wurden. Es sei aber ausdrücklich darauf hingewiesen, daß insbesondere die Herabwürdigung und Zusammenfassung der schon klassischen jurassischen Relikt-Kiefernwälder (Cytiso nigricantis-Pinetum, Coronillo vaginalis-Pinetum, z.T. auch Calamagrostio variae-Pinetum) keineswegs von allen Mitarbeitern mitgetragen wird. |
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| XI | ASS | Calamagrostio variae-Pinetum sylvestris Oberd. (1950) 1957 | Randalpischer Buntreitgras-Kiefernwald | V | - | 3 | V |
Ewald vermerkt: "Hölzel hat bereits die jurassischen Bestände deutlich von den alpischen abgetrennt. Gefährdung im Bergland ist Frage des Bezugszeitraums. Ich bin mir ziemlich sicher, daß alluviale Calamagrostio-Pineten in den letzten 50 Jahren infolge von Flußausbauten an der Isar zuungunsten von Schotterfluren und Myricarieten zugenommen haben, am Lech dagegen in den Staustufenseen versanken. Angesichts dessen erscheint mir 2 übertrieben. Im Alpenraum ist die einzige Gefährdungsursache m. E. die Sukzession zum Bergmischwald, die (dem Schalenwild sei Dank!) nicht allzu schnell verläuft. Deshalb: Ass Calamagrostio variae-Pinetum FL: - BL: 3 ALP: V". Hier im Sinne der Emendierung durch Hölzel (1996). Walentowski kommentiert: "Die von Hölzel vorgenommene Emendierung auf Assoziationsebene war keinesfalls zwingend; man hätte die bei Oberdorfer (1992) dargestellten Einheiten auch ohne weiteres beibehalten können." |
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| XI | ASS | Cephalanthera longifolia-Pinus mugo-Gesellschaft | Mesophiler Mergelrutschhang-Bergkiefernwald | R | - | R | R |
Nach Ewald "langfristig möglicherweise durch Einschränkung von Fluß- und Wildbach-Dynamik an Rutschhängen gefährdet?" |
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| XI | ASS | Molinia arundinacea-Pinus sylvestris-Gesellschaft | Alluvialer Streunutzungs- und Weide-Pfeifengras-Kiefernwald | * | - | * | - |
| Molinio-Pinetum E. Schmid 1936 Molinio-Pinetum E. Schmid 1936 em. Seibert 1962 Molinio-Pinetum E. Schmidt 1936 em. Oberd. 1987 Molinio litoralis-Pinetum Schmid ex Etter 1947 nom. invers. propos. Molinio-Pinetum Etter 1947 Salici-Pinetum Oberd. (1938) 1957 |
Pfeifengras-Kiefernwald | ||||||
Abweichend vom Beschluß des Workshops "Nadelwald" sieht Zahlheimer eine erhebliche Gefährdung der Gesellschaft: "Drastischer, wenn auch zum Teil schleichender Rückgang und Verluste durch Sukzession der durch Wald-Nebennutzungen geformten Halbkultur-Formation: Gef. St. 3!" Ewald sieht ebenfalls eine stärkere Gefährdung, will aber "G" vergeben:"Ges. auch primär nur als Sukzessionsstadium, durch Waldweide, Streumahd und gelegentlich Brand erhalten, heute Einwanderung von Laubsträuchern und Edellaubbäumen (Entwicklung zu Adoxo-Aceretum)". Mehrere Mitarbeiter sind der Meinung, daß die Gesellschaft doch besser als Assoziation zu führen sei. Pott (1995) gliedert die Gesellschaft an das Erico-Pinetum sylvestris an, Oberdorfer (1994) und Wallnöfer (in Mucina et al. 1993) akzeptieren sie als eigenständige Gesellschaft, die nach letzterem Autor "Molinio litoralis-Pinetum Schmid ex Etter 1947 nom. inv." heißen muß. |
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| XI | ASS | Thesium bavarum-Pinus sylvestris-Gesellschaft | Südjurassische Relikt-Kiefernwälder | 3 | - | 3 | - |
| Calamagrostio variae-Pinetum sensu auct. Coronillo variae-Pinetum Richard 1972 Cytiso nigricantis-Pinetum Br.-Bl. 1932 |
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Nach Ewald "örtlich u.U. Beeinträchtigung durch Kletterer u. Tourismus an Aussichtsfelsen?" Nach Hölzel et al. 1996 gehören der größte Teil des Cytiso nigricantis-Pinetum hierher, ebenso das Coronillo vaginalis-Pinetum und Teile des Calamagrostio variae-Pinetum. Witschel kommentiert kritisch: "Hier kann der Synopsis und N. Hölzel nicht gefolgt werden, da die aussagekräftigen Gesellschaften Cytiso-Pinetum u. Coronillo-Pinetum von mindestens Regionalrang, aber eigentlich für das ganze Juragebiet, auch Schweiz, anwendbar unter den Tisch fallen. Hölzel hat seine Neugliederung aus der Sicht vom Zentrum der Vorkommen in den Alpen entworfen. Das ist aber ein fragwürdiges pflanzensoziologisches Vorgehen, denn genau am Rande der Verbreitung sind besondere Vorkommen von Aussagekraft und stehen im Rang einer Gesellschaft. Die Moorwaldsynsystematik wird ja auch nicht von Skandinavien aus bestimmt. Für Baden-Württemberg gibt es folgende 4 Erico-Pinion-Gesellschaften: Molinio-Pinetum, Cytiso-Pinetum, Coronillo-Pinetum, Calamagrostio-Pinetum; in Franken kommt noch das Buphthalmo-Pinetum dazu." |
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| XI | ASS | Buphthalmum salicifolium-Pinus sylvestris-Gesellschaft | Dolomit-Kiefernwald der Nördlichen Frankenalb | 2 | - | 2 | - |
| Buphthalmo salicifolii-Pinetum sylvestris Hemp 1995 Anemono-Pinetum Hohenester 1960 Anemone sylvestris-Pinus sylvestris-Gesellschaft |
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Eine Meldung von Walentowski: "Der Dolomitkiefernwald der Nördlichen Frankenalb durch Umwandlung in Laubwald (gezielte Unterpflanzung) und Aufgabe der Streunutzung vom Aussterben bedroht. Sukzession (Einwanderung von Halbschatt- und Schattbaumarten)". In der Regel als "Anemono-Pinetum Hohenester 1960" geführt. Walentowski vermerkt: "(Buphthalmo salicifolii-Pinetum sylvestris Hemp 1995): Der Dolomitkiefernwald der Nördlichen Frankenalb ... vom Aussterben bedroht." Er und Türk sind der Meinung, daß die Gesellschaft doch besser als Assoziation zu führen sei. Auch Bushart und Suck sprechen sich für die Akzeptanz der Assoziation aus, die "Anemono-Pinetum Hohenester 1960" zu heißen hätte. Schließlich plädiert auch Welß für die getrennte Bewertung: "Anemono-Pinetum Hohenester 1960 (Erico-Pinion): als lokale Dolomitsandgesellschaft der nördlichen Frankenalb (dort Gefährdung 2) besitzt es eine deutliche Eigenständigkeit und sollte gerade in einer RL nicht fehlen". |
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| XI | ASS | Sanguisorba minor-Pinus sylvestris-Gesellschaft | Wiesenknopf-Waldkiefern-Steilhangwald | R | - | R | - |
| Carici humilis-Pinetum Br.-Bl. 1939 Carici humilis-Pinetum Br.-Bl. 1954 |
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Heinken meldet: "Leichte Zunahme durch natürl. Sukzession auf anthropogen ausgeweideten Blaugras-Halden u. Trockensäumen." M. Schmidts Angaben zielen in die gleiche Richtung. Hier nicht als eigene Assoziation akzeptiert wird das Carici humilis-Pinetum Br.-Bl. 1939 (= Carici humilis-Pinetum Br.-Bl. 1954), das sicher ins Erico-Pinion gehört, von unseren Mitarbeitern aber ganz verschiedenen Gesellschaften zugeordnet wird. Ewald möchte die Gesellschaft als Sanguisorba minor-Pinus sylvestris-Gesellschaft fassen. Heinken schreibt zum Carici humilis-Pinetum: "nicht akzeptiert, keine Charakterarten. Anmerkung: auch im nördlichen deutschen Mittelgebirgsraum gibt es Erico-Pinetea-Bestände ähnlich denen der Schwäbisch-Fränkischen Alb (kleinflächig auf Waldgrenzstandorten), die in der Synopsis der Pflanzengesellschaften Deutschlands nicht berücksichtigt sind. Aktuelle Bearbeitung durch Schmidt (2000, Diss. Bot.), dort als "Sanguisorba minor-Pinus sylvestris-Gesellschaft" bezeichnet; Ewald unterstützt diese Zuordnung. |
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| XI | VRB | Erico-Pinion mugo Leibundgut 1948 nom. invers. propos. | Subalpine Latschengebüsche auf Karbonat | ||||
Die Einordnung der subalpine Latschenwälder und -gebüsche erfolgte bisher meist bei den Erico-Pinetea und dort im Erico-Pinion sylvestris, was aber nicht befriedigen kann. Wallnöfer (1993) faßte entsprechende Bestände in einem eigenen Verband "Erico-Pinion mugo Leibundgut 1948 nom. inv." zusammen, den er innerhalb der Erico-Pinetea dem Erico-Pinetum sylvestris gegenüberstellte. Gleichzeitig betonte er die große Nähe dieser Bestände zu den Vaccinio-Piceetea. |
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| XI | ASS | Rhododendro hirsuti-Pinetum mugo Br.-Bl. et al. 1939 nom. invers. propos. | Karbonat-Alpenrosen-Latschengebüsch | * | - | - | * |
| Rhododendro hirsuti-Pinetum mugi Br.-Bl. et al. 1939 Mugeto-Rhodoretum hirsuti Br.-Bl. in Br.-Bl. et al. 1939 Rhododendro hirsuti-Pinetum uncinatae Br.-Bl. in Br.-Bl. et al. 1939 corr. Ellenberg et Klötzli 1972 Erico carneae-Pinetum uncinatae Br.-Bl. in Br.-Bl. et al. 1939 corr. Ellenberg et Klötzli 1972 Erico-Pinetum mugi (Mugetum) Br.-Bl. (1939) 1954 Erico-Mugetum Br.-Bl. 1939 Mugeto-Ericetum Br.-Bl. in Br.-Bl. et al. 1939 Erico-Rhododendretum mugetosum (Br.-Bl. in Br.-Bl. et al. 1939) Oberd. in Oberd. et al. 1967 Rhododendro hirsuti-Vaccinietum myrtilli Vaccinio-Rhododendretum hirsuti Br.-Bl. 1931 Rhodothamno-Rhododendretum hirsuti (Aichinger 1933) Br.-Bl. et Sissingh in Br.-Bl. et al. 1939 em. Wallnöfer 1993 Rhodothamno-Rhodoretum hirsuti (Aichinger 1933) Br.-Bl. et Sissingh in Br.-Bl. et al. 1939 |
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Hölzel schreibt: "Das Rhododendro hirsuti-Pinetum mugi ist in den Bayerischen Kalkalpen oberhalb ca. 1600 m großflächig verbreitet. Durch Aufgabe der Almwirtschaft ist in den letzten Jahrzehnten ein erheblicher Flächenzuwachs zu verbuchen." Ewald formuliert ähnlich: "Schwendungen im Rahmen der Almpflege wurden durch Sukzession nach Weideaufgabe mehr als kompensiert!" Die bundesdeutschen subalpinen und alpinen Latschengebüsche über Karbonat werden hier in einer einzigen Assoziation vereinigt. Ewald kommentiert: "Ass Rhododendro- und Erico-Pinetum mugi: Beide Beschreibungen stammen aus dem zentralalpinen Engadin und bezeichnen Bestände der aufrechten Hakenkiefer, während bei uns in aller Regel Pinus mugo ssp. mugo vorherrscht. Aus bayerischer Sicht ist eine Trennung frischer und mäßig trockener Ausbildungen auf Assoziationsebene nicht angezeigt, man kann also beide Assoziationen zusammenfassen. Die verbreitetere Einheit ist in Bayern das Rhododendro-Pinetum. Klar ist, daß weder das eine noch das andere in den Alpen gefährdet ist." Er und andere plädieren dafür, die Gesellschaft bei den Erico-Pinetea unterzubringen, was Hölzel ablehnt: Eine Bindung der subalpinen randalpischen Latschengebüsche an die Klasse Erico-Pinetea ist floristisch kaum zu begründen (vgl. Hölzel 1996). Aufgrund der Dominanz von Sauerhumusarten und Mesophyten und der daraus resultierenden hohen floristische Konvergenz mit subalpinen Fichten- und Zirbenwäldern auf Karbonatsubstraten, sollten sie wie diese besser zu den Fichtenwäldern (Verband: Vaccinio-Piceion) gestellt werden. |
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| XI | KLA | Vaccinio-Piceetea Br.-Bl. in Br.-Bl. et al. 1939 | Boreal-subalpine Nadelwälder | ||||
| Boreal-alpine Nadelwälder Nordisch-alpische Nadelwälder |
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| XI | ORD | Piceetalia Pawlowski in Pawlowski et al. 1928 | Kiefern-Fichten-Wälder | ||||
| Pinetum uncinatae Kästner et Flößner 1933 | |||||||
| XI | VRB | Dicrano-Pinion (Libbert 1932) Matuszkiewicz 1962 | Sand-Kiefernwälder | ||||
| Dicrano-Pinenion Seibert in Oberd. 1992 Pulsatillo-Pinetea Oberd. 1992 Pulsatillo-Pinetea Oberd. in Oberd. et al. 1967 Pulsatillo-Pinetea (E. Schmid 1936) Oberd. in Oberd. et al. 1967 Pulsatillo-Pinetalia Oberd. in Th. Müller 1966 Cytiso ruthenici-Pinion Krausch 1962 |
Subkontinentale bodensaure Rotföhrenwälder | ||||||
Hier in der emendierten Form von Heinken & Zippel (1999). Der Verband wurde jüngst neu gefaßt. Die Emendierung des Verbandes findet sich in Heinken u. Zippel (1999, Tuexenia 19: S. 62/63 beschlossen auf der Sitzung der Arbeitsgruppe Wald innerhalb des AK Syntaxonomie der RTG am 25.02.1999). Neu sind: |
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| XI | ASS | Peucedano-Pinetum Matuszkiewicz 1962 | Haarstrang-Kiefern-Trockenwald | 1 | 1 | 1 | - |
| Pyrolo-Pinetum (Libbert 1933) E. Schmid 1936 Corynephoro-Pinetum sylvestris (Juraszek 1928) Hofmann 1964 Koelerio glaucae-Pinetum sylvestris (Steffen 1931) Krausch 1962 em. Schubert 1995 Diantho-Pinetum Krausch 1960 Festuco-Pinetum (Jurasc. 1928) Kobendza 1930 em. Soó 1960 Stipo-Pinetum (R. Knapp 1944) Hofmann 1962 Stipo-Pinetum Hofmann 1968 |
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Nach Bushart eine "Gesellschaft trockener, aber basenreicher Silikatstandorte (Sand und Festgestein) auf; Gefährdung im Flach- und Hügelland etwa 1 bis 2." Zahlheimer plädiert für Kategorie 2 im Hügel- und Bergland. Als Probleme genannt werden Seltenheit und Aufdüngung der Standorte durch Immissionen, sowie Sukzession (Aufgabe der Streu- und Weidenutzung) und Bodenversauerung. Heinken bemerkt zu letzterer: "ehemals Flächenausdehnung durch kalkhaltige Emissionen. Fast alle Bestände werden nach Beendigung der Emissionen verschwinden. Flächensicherung kaum möglich. Zu Entstehung, Flächenentwicklung und Gefährdung im nordostdt. Tiefland s. Heinken & Zippel (1999), Tuexenia 19: 88 ff.". Die Assoziation umfaßt in der Abgrenzung nach Heinken & Zippel (1999) einen Großteil der Dicrano-Pinion-Bestände Deutschlands. Ausgespart bleiben die Küstenbestände (Empetro nigri-Pinetum) und die als Deschampsia flexuosa-Pinus sylvestris-Gesellschaft bezeichnete Basalgesellschaft des Verbandes, in der im wesentlichen der Großteil der Kiefernforsten auf bodensauren Standorten gesammelt wird. Im Peucedano-Pinetum eingeschlossen wird damit außer dem Großteil des Pyrolo-Pinetum sylvestris auch das von Schubert et al. (1995) als eigenständig akzeptierte "Koelerio glaucae-Pinetum sylvestris (Steffen 1931) Krausch 1962 em. Schubert 1995" sowie die von Schubert et al. (1995) dort eingeschlossenen Einheiten Diantho-Pinetum Krausch 1960, Festuco-Pinetum (Jurasc. 1928) Kobendza 1930 em. Soó 1960 und Stipo-Pinetum (R. Knapp 1944) Hofmann 1962. Der von Schubert et al. (1995) ebenfalls als Assoziation akzeptierte Silbergras-Kieferntrockenwald (Corynephoro-Pinetum sylvestris (Jurasc. 1928) Hofmann 1964) ["Für Dünenfestlegung wichtige, gefährdete Waldgesellschaft"] dürfte zum größeren Teil zum Empetro-Pinetum gehören, teilweise auch zum Peucedano-Pinetum oder zur Deschampsia flexuosa-Pinus sylvestris-Gesellschaft. |
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| XI | ASS | Empetro nigri-Pinetum Libbert 1940 nom. invers. propos. | Küsten-Kiefern-Trockenwald | 2 | 2 | - | - |
| Empetro nigri-Pinetum sylvestris Corynephoro-Pinetum sylvestris (Juraszek 1928) Hofmann 1964 |
Krähenbeeren-Kiefern-Trockenwald | ||||||
Zur Verbreitung und Dynamik dieser Küsten-Pyrolaceen-Kiefernwälder s. Heinken & Zippel 1999, Tuexenia 19: S. 87 ff. Heinken empfiehlt, das Empetro-Pinetum der Küsten neu in die Standardliste und Rote Liste aufzunehmen. Er verweist aber selbst darauf, daß gute Kennarten (weitgehend?) fehlen. Aber er verlangt: "Die Küsten-Pyrolaceen-Kiefernwälder sollten getrennt bewertet werden, selbst wenn sie in das "Pyrolo-Pinetum" einbezogen werden sollten." Nach Heinken & Zippel (1999, S. 62/63, S. 87 ff., dort auch provisorische Gliederung u. Benennung [vorgeschlagene Namensinversion]) gehören die in Deutschland als "Pyrolo-Pinetum" geführten Bestände nicht in die Klasse Pulsatillo-Pinetea (die damit für Deutschland zu streichen ist!), sondern zum Dicrano-Pinion. Der Name Pyrolo-Pinetum Schmidt 1936 wird nicht akzeptiert, weil floristisch stark abweichende und syntaxonomisch vermutlich nicht hierher gehörende Bestände aus den Alpen dort beschrieben wurden. Voraussichtlich handelt es sich in Deutschland um 2 Assoziationen: |
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| XI | ASS | Hieracio schmidtii-Pinetum Stöcker 1965 | Habichtskraut-Kiefernwald | R | - | R | - |
| Hieracio pallidi-Pinetum Stöcker 1965 Hieracio pallidi-Pinetum Stöcker 1967 Hieracio schmidtii-Pinetum Stöcker 1965 |
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Silikat-Felskieferwald. Nach Schubert et al. (1995) ein "langsamwüchsiger Kiefernwald auf schwer zugänglichen Felspodesten und Felsrippen sowie Steilhängen der Durchbruchstäler des Harzes ... Wichtige Reliktwaldgesellschaft des Praeboreal, unbedingt erhaltenswert!". Schubert et al. (1995) akzeptieren die Eigenständigkeit des Hieracio pallidi-Pinetum Stöcker 1965 (bzw. Hieracio schmidtii-Pinetum Stöcker 1965) von Steilhängen in den Durchbruchstälern des Harzes und schreiben: "Wichtige Reliktwaldgesellschaft des Praeboreal, unbedingt erhaltenswert!" Heinken vermerkt hingegen: "Eigenständigkeit sehr fraglich. Wenn eigenständig, dann zum Dicrano-Pinion (bodensaurer Standort!). Endgültige Klärung erst mit der Synopsis d. Pflanzenges. (Heinken (et al.) in Vorbereitung) möglich. Einheit steht ökologisch zwischen Dicrano-Pinion und Luzulo-Quercetum silenetosum". Schuhwerk empfiehlt Unterordnung unter das Dicrano-Pinetum (Leucobryo-Pinetum) und vermerkt: "Ähnliches z.B. auch im Schwarzwald". Vom Workshop "Nadelwald" als eigene Assoziation innerhalb des Dicrano-Pinion akzeptiert. |
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| XI | ASS | Leucobryo-Pinetum Matuszkiewicz 1962 | Weißmoos-Kiefernwald | 3 | 3 | 3 | - |
| Leucobryo-Pinetum Matuszkiewicz 1962 em. Heinken et Zippel 1999 Dicrano-Pinetum sylvestris Preising et Knapp in Knapp ex Oberd. 1957 Myrtillo-Pinetum Kobendza 1930 Calluno-Pinetum Passarge 1969 Vaccinio vitis-idaeae-Pinetum sylvestris |
Sand-Kiefernwald | ||||||
Im Hügel- und Bergland regional auch mit 2 eingestuft; Bushart widerspricht dem vehement: "das Leucobryo-Pinetum ist in Nordbayern eine verbreitete Forstgesellschaft und insgesamt keineswegs gefährdet; flechtenreiche Ausbildungen im Hügelland wohl 2" [letztere bei uns wenigstens teilweise als Cladonio-Pinetum gefaßt]. Walentowski bemerkt ebenfalls in bezug aufbayern: "In Sandgebieten der Hügelländer z.T. großflächig verbreitet, i.d.R. als sekundäre Waldszustandsform mit Oberbodendegradation. Größte Flächenausdehnung auf mäßig trockenen bis mäßig frischen Standorten; stark gefährdet durch Flächenrückgang (früher durch Stroben-Anbau, heute durch gezielte Düngung und Laubholzeinbringung) und durch Zerstörung von Standorten (Kiesesand-Abbau)". Die auch von anderen Mitarbeitern vielfach gemeldeten Flächenverluste und Bedrohungen bestehen u.a. in der Buchenausbringung und der Aufgabe der Streunutzung; betroffen sind dabei vor allem die vielen Sekundärvorkommen. Nach Himmler ist "Pflege durch Waldweide und Streurechen denkbar". Hier in der emendierten Form von Heinken & Zippel (1999). Heinken notiert: "Erneute Emendierung nach Abtrennung des Cladonio-Pinetum, Begründung bei Heinken + Zippel (1999), S. 86 (Tuexenia 19). Neu aufzunehmen in die Liste: Cladonio-Pinetum Juraszek 1927 oder Kobendza 1930 (Prüfung steht noch aus) (Flechten-Kiefernwald). Abgrenzung s. Heinken u. Zippel S. 64 ff. Ausführliche Begründung: S. 75 f. Auch für die Bewertung in der Roten Liste empfiehlt sich eine Abtrennung der Flechten-Kiefernwälder!" Dierßen empfiehlt - Wallnöfer (1993) folgend - als gültigen Namen "Dicrano-Pinetum sylvestris Prsg. et Knapp in Knapp ex Oberd. 1957" zu verwenden. Nach Wallnöfer (l.c.) handelt es sich beim Leucobryo-Pinetum Matuszkiewicz 1962 um eine unberechtigte Umbenennung. Passarge füllte einen ergänzenden Bewertungsbogen aus mit "Vaccinio-vitis-idaeae-Pinetum sylvestris". Dabei dürfte es sich in Ostdeutschland kaum um das Vaccinio vitis-idaeae-Pinetum sylvestris H. Mayer et A. Hofmann 1969 handeln, das nach Wallnöfer in Österreich auf die montane Stufe der niederschlagsarmen Innen- und Zwischenalpen beschränkt ist. Die Angaben von Passarge werden hier mit zum Leucobryo-Pinetum gestellt, evtl. gehören sie auch teilweise zur Deschampsia flexuosa-Pinus sylvestris-Gesellschaft? Die Gesellschaft wurde vom Workshop "Nadelwald" gestrichen. |
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| XI | ASS | Cladonio-Pinetum Juraszek 1927 | Flechten-Kiefernwald | 1 | 1 | 1 | - |
| Cladonio-Pinetum Kobendza 1930 Cladonio rangiferinae-Pinetum sylvestris Leucobryo-Pinetum cladonietosum Matuszkiewicz 1962 |
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Zahlheimer hält Kategorie 2 für ausreichend. Als Problem angeführt wird vor allem das fehlende Streurechen und der Sandabbau. Ewald bemerkt dazu:"Langfristige Erhaltung nur durch modifizierten Sandabbau ohne "Rekultivierung"?" Walentowski, der Kategorie 1für zwingend ansieht, begründet seine Einschätzung: "Die meisten Vorkommen sind als Folge der Humusregeneration seit Aufgabe der Streunutzung (forciert durch atmogene Stickstoffeinträge) in den letzten Jahrzehnten erloschen". Zu Verbreitung, Sukzession, Rückgang im Norddeutschen Tiefland etc. s. Heinken & Zippel (1999, Tuexenia 19: 68 ff.). Heinken notiert: "Erneute Emendierung nach Abtrennung des Cladonio-Pinetum, Begründung bei Heinken + Zippel (1999), S. 86 (Tuexenia 19). Neu aufzunehmen in die Liste: Cladonio-Pinetum Juraszek 1927 oder Kobendza 1930 (Prüfung steht noch aus) (Flechten-Kiefernwald). Abgrenzung s. Heinken u. Zippel S. 64 ff. Ausführliche Begründung: S. 75 f. Auch für die Bewertung in der Roten Liste empfiehlt sich eine Abtrennung der Flechten-Kiefernwälder!" Von Drachenfels / Zacharias, Ewald, Walentowski und Passarge schließen sich dieser Empfehlung an, wobei die meisten von ihnen auch für die Abtrennung auf Assoziationsebene plädieren. T. Fischer lehnt die Fassung als eigenständige Assoziation ausdrücklich ab, da die entsprechenden Flechten, wenn auch in geringerer Stetigkeit und viel geringerer Menge, auch sonst überall im Leucobryo-Pinetum zu finden sind; er - und andere - befürworten die alternative Fassung als Leucobryo-Pinetum cladonietosum. |
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| XI | ASS | Deschampsia flexuosa-Pinus sylvestris-Gesellschaft | Drahtschmielen-Kiefernwald | * | * | * | - |
| Avenella flexuosa-Pinus sylvestris-Gesellschaft | |||||||
Dynamik, Verbreitung etc. s. Heinken & Zippel (1999), Tuexenia 19, S. 90 ff. Drachenfels / Zacharias vermerken: "Zu ergänzen als Basalgesellschaft des Dicrano-Pinion: Deschampsia flexuosa-Pinus sylvestris-Ges. (s. Heinken u. Zippel (1999). Umfaßt den Großteil der Kiefernforsten auf bodensauren Standorten, aber auch Sukzessionsbestände. Auch Heinken empfiehlt eine eigene Bewertung dieses Syntaxons. |
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| XI | ASS | Betula pubescens-Sorbus aucuparia-Gesellschaft | Birken-Blockwälder | R | - | R | - |
| Vaccinium myrtillus-Betula cfr. carpatica-Gesellschaft Betulo carpaticae-Sorbetum aucupariae Lohmeyer et Bohn 1972 Betula pendula-Sorbus aucuparia-Gesellschaft (Bohn 1981) Vaccinium myrtillus-Betula carpatica-Gesellschaft |
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Die synsystematische Stellung der (Moor-)Birken-Blockwälder ist unklar (zwischen Dicrano-Pinion u. Piceion). Sie soll im Rahmen der anstehenden Synopsis der Pflanzengesellschaften Deutschlands geklärt werden. Die Unterscheidung von Betula pubescens und Betula carpatica ist problematisch; im Rahmen der syntaxonomischen Gliederung scheint eine Trennung der beiden Sippen wenig sinnvoll. Für Standardliste und Rote Liste werden alle diese Einheiten zu einer einzigen Gesellschaft zusammengefaßt. |
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| XI | VRB | Piceion abietis Pawlowski in Pawlowski et al. 1928 | Mitteleuropäische Fichtenwälder | ||||
| Vaccinio-Abietenion Oberd. 1962 Vaccinio-Piceenion Oberd. 1962 |
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Auf die Aufteilung in Unterverbände (Vaccinio-Abietenion Oberd. 1962 und Vaccinio-Piceenion Oberd. 1962) kann an dieser Stelle verzichtet werden. |
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| XI | ASS | Luzulo nemorosae-Abietetum Oberd. 1957 nom. conserv. propos. | Hainsimsen-Fichten-Tannenwald | 3 | - | 3 | 3 |
| Luzulo-Abietetum Oberd. 1957 Luzulo-Abietetum (Zeidler 1953) Oberd. 1957 Luzulo nemorosae-Piceetum (Schmid et Gaisberg 1936) Br.-Bl. et Sissingh in Br.-Bl. et al. 1939 |
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Ewald kommentierte: "Einstufung stark Tannen-abhängig. Wenn Tanne nicht nötig, dann Bergland: *, Alpen: *. Wenn doch Bergland: V, Alpen: 3". Walentowski sieht ein weiteres Problem: "Gefährdung resultiert z.T. aus Forstwegebau". Reif macht sich grundsätzliche Gedanken: "Viele Luzulo-Abieteten sind sekundäre Wälder. Zum Erhalt würden sie der Pflege bedürfen. Ob das sinnvoll ist, wäre fallweise zu diskutieren". Nach Wallnöfer (1993:293) stellt die in Deutschland übliche Bezeichnung "Luzulo-Abietetum Oberdorfer 1957" eine unberechtigte Umbenennung des Luzulo nemorosae-Piceetum (Schmid et Gaisberg 1936) Br.-Bl. et Sissingh in Br.-Bl. et al. 1939 dar. Unsere Mitarbeiter aus Deutschland sehen das aber ganz anders: Sie bewerten hier keine Fichtenwälder, sondern Tannenwälder! Insbesondere Walentowski (Promotion, S. 167) kam auf der Grundlage umfangreicher Tabellen zum Schluß, daß die beiden Einheiten nicht deckungsgleich sind. Im Workshop "Laubwald" wurde das "Luzulo-Abietetum" zur Konservierung vorgeschlagen. Möglicherweise ist das aber nicht nötig, wenn das "Luzulo nemorosae-Piceetum" etwas ganz anderes darstellt. |
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| XI | ASS | Betula carpatica-Picea abies-Gesellschaft | Karpatenbirken-Fichten-Wald | R | - | R | - |
| Betulo carpaticae-Piceetum Stöcker 1967 | |||||||
Meist als "Betulo carpaticae-Piceetum Stöcker 1967" bezeichnete Regionalgesellschaft des Ostharzes. Wegen fehlender Kennarten hier als "Betula carpatica-Picea abies-Gesellschaft" geführt. |
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| XI | ASS | Vaccinio-Abietetum Oberd. 1957 | Preiselbeer-Fichten-Tannenwald | 3 | - | 3 | - |
| Myrtillo-Abietetum Grüneberg et Schlüter 1957 Abietetum-Pinetum Reinhold 1944 Molinio-Piceetum (Reinhold 1939) Grosser 1964 |
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Nach Ewald "Tannenrückgang infolge Verbißbelastung, Tannensterben und ungeeigneter Verjüngungsverfahren". Reif ergänzt: "Gefährdung sekundärer Vaccinio-Abieteten durch "naturnahe Waldwirtschaft"". In bezug auf Ostdeutschland meldet P. Schmidt: "früher Westerzgebirge und Vogtland, heute allenfalls fragmentarisch oder kaum noch der Ges. zuzuordnende Restbestände, die forstlich überprägt sind und kaum noch Tanne aufweisen". Das hier einbezogene "Molinio-Piceetum" kommentiert er: "auf jeden Fall interessanter u. auch gefährdeter Vegetationstyp, jedoch Syntaxonomie noch zu klären; der Name wurde nicht nur im Sinne von Grosser 1964 verwendet, sondern z.T. auch für Fichtenwälder (bzw. -forsten) in Randlagen von Gebirgs-Regenmooren (Erzgebirge)". Seibert (1992) beschreibt: "... hat im Vergleich zum Luzulo-Abietetum einen mehr boreal-kontinentalen Charakter und ist daher im Osten des Gebietes stärker vertreten, wie er überhaupt eine großflächig auftretende Gesellschaft ist. Ursprünglich dürfte er im ostbayerischen Grenzgebirge vom Bayerischen Wald bis zum Frankenwald auf sehr basen- und nährstoffarmen Standorten weit verbreitet gewesen sein. Nach Westen reicht er über die Schwäbisch-fränkischen Waldberge bis in den Schwarzwald, wo er vor allem auf dessen Ostabdachung zu finden ist. Der Fichten-Tannenmischwald ist in Höhenlagen bis 1200 m angesiedelt. Während er im Westen seine untere Grenze bei wenig unter 600 m findet, geht er im Osten (Oberpfalz, Frankenwald) bis unter 400 m hinunter." |
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| XI | ASS | Calamagrostio villosae-Fagetum Mikyska 1972 | Reitgras-Fichten-Buchenwald | 3 | - | 3 | - |
| Acero-Piceetum Reinhold 1939 | |||||||
Nach Bushart Vorkommen in Thüringen, Sachsen-Anhalt, aber auch in Bayern. Nur regional gefährdet. P. Schmidt meint: "immissionsbedingte Auflichtung der Restbestände fördert Dominanz von Calamagrostis villosa; derzeitiger Waldumbau führt zur Erhöhung des Buchenanteiles in der Baumschicht, diesbezüglich steigende Tendenz". Walentowski schätzt: "Kann womöglich im Falle weiterer Klimaerwärmung in die tiefsubalpine Fichtenwald-Höhenstufe des Calamagrostio villosa-Piceetum (die es nach pollenanalytischen Befunden offenbar erst seit dem Hochmittelalter gibt), vordringen." Hier nur unter großem Vorbehalt akzeptiert; möglicherweise ganz aufzulösen [Beschluß Workshop "Nadelwald"] oder besser als ranglose Gesellschaft zu führen. Seibert (1992) schreibt zum Calamagrostio villosae-Fagetum: "Der Reitgras-Fichtenwald ist aus den herzynischen Gebirgen vom Bayerischen und Böhmerwald bis zum Fichtel- und Erzgebirge belegt. Er bildet hier sozusagen das kontinentale Gegenstück zu dem subatlantischen Luzulo-Abietetum des Schwarzwaldes ... das Calamagrostio-Fagetum ist in der montanen und hochmontanen Stufe (Berglandstufe) etwa zwischen 700 und 1200 m weit verbreitet ...". Türk wehrt sich gegen die Möglichkeit der Auflösung der Assoziation: "unbedingt belassen! Großflächige Vorkommen z. B. im Thüringer Wald; bildet hier die pnV der Hochlagen oberhalb 700 m NN (hier keine natürliche Fichtenstufe!). Auch als schmale, aber typische hochmontane Höhenstufe unterhalb der Fichtenwälder im Fichtelgebirge und im Bayerischen Wald sowie im Erzgebirge!" |
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| XI | ASS | Bazzanio-Piceetum Br.-Bl. et Sissingh in Br.-Bl. et al. 1939 | Peitschenmoos-Fichtenwald | * | - | * | * |
| Vaccinium uliginosum-Picea-Gesellschaft | |||||||
Ewald meldet: "Ass. Bazzanio-Piceetum. Wenn das Pino-Sphagnetum (Oxycocco-Sphagnetea) in den Alpen als * bewertet, dann muß auch hier * vergeben werden. Ich würde aufgrund von Entwässerungen beide für die Alpen als 3 führen!" Walentowski fordert: "Vor allem die Vorkommen als Moorrandwald in präalpiden Hochmoorkomplexen sollten dringend unter Schutz gestellt werden." Ewald möchte die Primärbestände getrennt betrachten und schreibt zu ihnen: "Rückgang durch Vererdung von Moorkörpern und nachfolgende Eutrophierung wird durch Zuwachs aus Moorsukzessionen mindestens kompensiert. Zu schützen sind Primärbestände in kompletten Hochmoorzonationen (B.-P. sphagnetosum magellanici)". P. Schmidt merkt an: "es ist noch ungeklärt, ob im Erzgebirge vorkommende, der Ges. nahekommende Bestände wirklich dazu gehören oder nicht eher dem Vaccinio uliginosi-Piceetum oder dem Calamagrostio villosae-Piceetum sphagnetosum zuzuordnen sind; Problem befindet sich derzeit in Diskussion". |
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| XI | ASS | Calamagrostio villosae-Piceetum (Tx. 1937) Hartmann et Schlüter 1966 nom. conserv. propos. | Reitgras-Fichtenwald | 3 | - | 3 | - |
| Calamagrostio villosae-Piceetum (Tx. 1937) Hartmann 1953 ex Schlüter 1969 Soldanello montanae-Piceetum Volk in Br.-Bl. et al. 1939 Acero-Piceetum Reinhold 1939 Anastrepto-Piceetum Stöcker 1967 |
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In der weit gefaßten Form nach Ansicht etlicher Mitarbeiter insgesamt nicht gefährdet, bei engerer Fassung als "Soldanello montanae-Piceetum je nach Auffassung stark gefährdet oder - viel wahrscheinlicher - gar nicht vorkommend. In den Alpen fehlend! Nach Schuhwerk sind "die sog. "Auen-Fichtenwälder" im Bayerischen Wald (das eigentliche Soldanello-Piceetum) dort deutlich stärker gefährdet als die der Hochlagen." Türk meldet: "starker Rückgang durch "Neuartige Waldschäden"", weshalb die Gesellschaft hier doch in Kategorie 3 aufgenommen wird. Walentowski kommentiert ausführlich: "Waldverjüngung des hercynischen Fichten-Hochlagenwaldes ist außerhalb von Nationalpark und Naturreservaten vielfach in Frage gestellt. Ursache ist ein Faktorenkomplex von drastischer Waldauflichtung (Entnahme von Kiefernholz), Walddüngung (gegen die Hochlagenversauerung) und hygienisch sauberer Waldräumung. Folgen: üppigstes Wachstum von Gras- und Farnteppichen, Fehlen von Jungbäumen vor Konkurrenz und Gleitschnee schützenden Kleinstrukturen (Rannen, umgestürzte Wurzelteller, etc.)." Nach Wallnöfer (1993:291) stellt der in Deutschland üblicherweise verwendete Name "Calamagrostio villosae-Piceetum (Tx. 1937) Hartmann 1953 ex Schlüter 1969" eine unberechtigte Umbenennung des Soldanello montanae-Piceetum Volk in Br.-Bl. et al. 1939 dar. Von einem Teil der Mitarbeiter wird die weite Fassung dieser Assoziation ausdrücklich begrüßt, doch es gibt auch viele Gegenstimmen. So kommentiert P.A. Schmidt kritisch: "Die herzynischen Fichtenwälder dem Soldanello-Piceetum zuzuordnen, halte ich für inakzeptabel". Ewald meint vorsichtiger: "Mir gefällt Calamagrostio villosae-Piceetum als große herzynische Assoziation wesentlich besser. In den deutschen Alpen wenige Vorkommen von Soldanella montana, aber keine Bestände dieser Assoziation!". Auch A. Fischer schließt sich dieser Haltung an und betont, daß das Soldanello-Piceetum eine reine Lokalassoziation ist, deren Namen nicht auf das Calamagrostio villosae-Piceetum übertragen werden sollte. Der Workshop "Nadelwald" empfahl die Konservierung des Namens Calamagrostio villosae-Piceetum gegenüber dem Soldanello-Piceetum. Hölzel macht dabei nochmals ausdrücklich darauf aufmerksam, daß das Calamagrostio-Piceetum in den Alpen fehlt und dort durch das Homogyno-Piceetum ersetzt wird. Dierßen lehnt den Vorschlag der Konservierung des Calamagrostio villosae-Piceetum ausdrücklich ab, weil Calamagrostis villosa viel zu gesellschaftsvag ist, als daß sie eine Assoziation charakterisieren könnte - und ein entsprechend nichtssagender Name dann auch nicht vor der Ausmusterung geschützt werden sollte. |
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| XI | ASS | Homogyno-Piceetum Zukrigl 1973 nom. conserv. propos. | Alpenlattich-Fichtenwald | * | - | - | * |
| Larici-Piceetum (Br.-Bl.et al. 1954) Ellenberg et Klötzli 1972 | |||||||
Nach Ewald "Bestand in den letzten 50 Jahren ± stabil - aber: Reduktion der natürlichen Verbreitung im Mittelalter, daher heute geringe Flächenausdehnung". Reif sieht aktuelle Schädigung durch Emissionen. Wallnöfer (1993:289) bemerkt: "In der österreichischen Literatur ist der Name Homogyno-Piceetum Zukrigl 1973 für die Assoziation der subalpinen Silikat-Fichtenwälder allgemein gebräuchlich. Nach Grundsatz IV des Codes der pflanzensoziologischen Nomenklatur ist jedoch der früher veröffentlichte Name von Ellenberg & Klötzli (1972) als korrekter Name des Syntaxons zu akzeptieren." Die Gesellschaft kommt auch im deutschen Alpenraum in Höhen oberhalb 1000 m auf Silikat vor. Auch hier wurde sie stets mit dem Namen "Homogyno-Piceetum" belegt. Ewald (1999 und schriftl.) und Heinken möchten diesen Namen (nach Abtrennung des Adenostylo glabrae-Piceetum) beibehalten, Schuhwerk und Dierßen beugen sich dem Code. Der Workshop "Nadelwald" beschloß die Beantragung der Namenskonservierung für das Homogyno-Piceetum. |
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| XI | ASS | Adenostylo glabrae-Piceetum M. Wraber ex Zukrigl 1973 | Alpendost-Fichtenwald | * | - | - | * |
| Adenostyles alpina-Picea abies-Gesellschaft | |||||||
Ewald erläutert: "Die Einschätzung bezieht sich auf das subalpine, oberhalb 1400 m in den Bayerischen Alpen verbreitete Adenostylo glabrae-Piceetum". Die Fassung der bisher meist zum Larici-Piceetum (= Homogyno-Piceetum) gerechneten Adenostyles alpina-Picea abies-Ges. (Alpen oberhalb 1400 m) als selbständige Assoziation "Adenostylo glabrae-Piceetum" durch Ewald (1999, Tuexenia 19 Tab. S. 114, Syntaxonomie S. 118) fand bei unseren Mitarbeitern breite - wenn auch nicht vollständige - Zustimmung. |
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| XI | ASS | Asplenio-Piceetum Kuoch 1954 | Strichfarn-Fichtenwald | * | - | R | * |
| Block-Fichtenwald Blockschutt-Fichtenwald |
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Ewald befürwortet für das Hügel- und Bergland Kategorie R und kommentiert: "wenige Vorkommen unsicherer Natürlichkeit an der hohen westlichen Schwäb. Alb)". |
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| XI | ASS | Vaccinio-Pinetum cembrae (Pallmann et Haffter 1933) Oberd. 1962 | Lärchen-Arven-Wald | R | - | - | R |
| Laricetum Laricetum deciduae Bojko 1931 Rhodothamno-Laricetum Zukrigl 1973 |
Lärchen-Zirben-Wald | ||||||
Ewald fordert: "Bestände sollten beobachtet werden (Naturverjüngung), u.U. Stützung durch forstliche Maßnahmen prüfen". Anders als in Österreich von Wallnöfer (1993) akzeptieren unsere Mitarbeiter kein eigenständiges Laricetum deciduae Bojko 1931 bzw. Rhodothamno-Laricetum Zukrigl 1973. Nach Meinung mehrerer Mitarbeiter gehört es eindeutig zum Vaccinio-Pinetum cembrae (Lärchen-reiche Initialphase). |
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| XI | VRB | Linnaeo-Piceion Br.-Bl. et Sissingh in Br.-Bl. et al. 1939 corr. Oberd. 1979 | Boreale Fichtenwälder | ||||
Der Verband und seine Gesellschaften kommen nur in Skandinavien vor, nicht in Deutschland! |
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| XI | KLA | Vaccinio uliginosi-Pinetea sylvestris Passarge et Hofmann 1968 | Moorwälder | ||||
| Uliginosi-Betulo-Pinetea (Passarge 1968) Scamoni 1984 Vaccinietea uliginosi Lohmeyer et Tx. in Tx. 1955 Vaccinietea uliginosi Lohmeyer et Tx.1955 Molinio-Betuletea pubescentis Passarge et Hofmann 1968 Eriophoro-Betuletea Passarge1973 |
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Der Beitrag von Wagner & Wagner (2000) in diesem Band beschreibt Umfang und Grobgliederung des Verbandes. Die Klasse im Umfang dieser Publikation wurde in den Workshops "Laubwald" und "Nadelwald" ausdrücklich als eigenständige Klasse befürwortet und deshalb hier - in Abweichung zur Klassenübersicht bei Mucina (1997) - als solche akzeptiert. Die Klasse war und ist nicht unumstritten und wird - auch im Kreise der Mitarbeiter - vielfach völlig abgelehnt. A. Fischer hält die Einführung der Klasse für zumindest sehr verfrüht, da noch nicht ausreichend Tabellenmaterial gesichtet und die Klasse ausführlich diskutiert worden sei. Dierschke empfiehlt ähnlich: "Die Klasse Vaccinio uliginosi-Pinetea sollte man einer gründlichen Arbeit überlassen. Es reicht, wenn ihre Möglichkeit angegeben ist. Weit entfernt von den Vaccinio-Piceetea ist sie ohnehin nicht." Dierßen kommentiert: "Die Ausgliederung der Moorwälder finde ich ok., denke aber, daß dies auf Ordnungsebene der Vaccinio-Piceetea ausreicht: Vaccinio uliginosi-Pinetalia bei den Vaccinio-Piceetea." Dierßen fordert ausdrücklich das Einziehen der Klasse; Mast besteht ausdrücklich auf deren Beibehaltung. Die Diskussion über die Berechtigung der Klasse ist also keineswegs abgeschlossen. |
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| XI | ASS | Molinia caerulea-Betula pubescens-Gesellschaft | Pfeifengras-Moorbirken-Wald | * | * | * | - |
| XI | ORD | Vaccinio uliginosi-Pinetalia sylvestris Passarge et Hofmann 1968 | Moorwälder ombrotropher Standorte | ||||
| Sphagno-Betuletalia Lohmeyer et Tx. 1955 Eriophoro-Pinetalia Passarge et Hofmann 1968 |
Rauschbeeren-Kiefern-Moorwälder | ||||||
Hier in der emendierten Form nach Schubert et al. (1995). Vgl. hierzu auch den Beitrag von Wagner & Wagner (2000) in diesem Band. |
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| XI | VRB | Betulion pubescentis Lohmeyer et Tx. ex Scamoni et Passarge 1959 | Beerstrauch- und Torfmoos-Moorwälder | ||||
| Betulion pubescentis Lohmeyer et Tx. ex Oberd. 1957 | Birken- und Kiefern-Bruchwälder | ||||||
Der Großteil der Mitarbeiter ist sich darin einig, daß das Piceo-Vaccinienion uliginosi nicht als Unterverband beim Dicrano-Pinion bleiben kann. Wallnöfer (1993) stellte die entsprechenden Einheiten als Verband Betulion pubescentis Lohmeyer et Tx. in Tx. ex Oberd. 1957 neben das Dicranio-Pinion und das Piceion excelsae zu den Vaccinio-Piceetea. Akzeptiert man eine eigene Moorwald-Klasse, gehört das Betulion pubescentis eindeutig hierher. So schreibt Mast ausdrücklich: "Dieser Unterverband ist aus dem Dicrano-Pinion auszugliedern und als Betulion pubescentis in eine eigene Klasse zu stellen. [s. Dierschke, Syntax. Übersicht in "Pflanzensoziologie", 1994, s. Mast (1999), Archiv naturwiss. Dissertationen, S. 107, s. Heinken u. Zippel, Tuexenia 19 (1999): S. 62 f.]; Vaccinietea uliginosi (prov.); Vaccinietalia uliginosi (prov.); Betulion pubescentis Lohm. et R. Tx. ex Scamoni et Pass. 59; hierher alle Birken-, Kiefern-, Fichtenmoorwälder". Siehe hierzu insbesondere auch das Gliederungsschema der Moorwald-Klasse von Wagner & Wagner (2000) in diesem Band. |
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| XI | ASS | Vaccinio uliginosi-Betuletum pubescentis Libbert 1933 | Birken- und Kiefern-Bruchwälder | 3 | 3 | 3 | * |
| Betulion pubescentis-Basalgesellschaft | |||||||
Die Gesellschaft wird hier in der emendierten Form von Mast (1999) betrachtet. Die Bestände des Betulion pubescentis werden hier in einer einzigen Gesellschaft zusammengefaßt. Als Assoziation einbezogen wird also für Deutschland insbesondere das Vaccinio uliginosi-Pinetum sylvestris Kleist 1929 em. Matuszkiewicz 1962 (= Ledo-Pinetum sylvestris Tx. 1955), die Blechnum-Betula pubescens-Gesellschaft (Betuletum pubescentis Tx. 1937 p.p.), das Vaccinio uliginosi-Pinetum rotundatae Oberd. 1934 em Seibert in Oberd. 1992, Teile des Bazzanio-Piceetum sensu auct., das Betulo carpaticae-Piceetum Stöcker 1967 [Schuhwerk befürwortet die Eigenständigkeit dieser Gesellschaft] u.a. Wegen fehlender Kennarten eingeschlossen wird hier auch das Empetro-Betuletum carpaticae Van der Werf ex Westhoff et van Oosten 1991, das Westhoff et al. (1993) in ihrer Roten Liste des Wattenmeers u.a. für Niedersachsen und Schleswig-Holstein anführen. Nach Dierßen gibt es hierzu jedoch keine Belege aus Deutschland. Möglicherweise hierher gehört das von anmoorigen Dünentälern genannte Salici repentis (arenariae)-Betuletum pubescentis Preising 1984. Hier mit eingeschlossen wird auch das Sphagno girgensohnii-Piceetum Kuoch 1954 das Wallnöfer für Österreich als eigenständige Assoziation anerkennt. Auf die getrennte Ausweisung einer "Betulion pubescentis-Basalgesellschaft" - wie bei Mast (1999) - kann im Rahmen der Erstellung einer Roten Liste verzichtet werden. |
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| XI | ZEH | Vaccinio-Betuletum pubescentis Libbert 1933 s.str. | Birken-Bruchwald | 3 | 3 | 2 | - |
| Sphagno-Betuletum pubescentis (Libbert 1933) Passarge 1968 Blechnum-Betula pubescens-Gesellschaft Vaccinio uliginosi-Betuletum carpaticae Lohmeyer et Bohn 1972 Betuletum carpaticae Lohmeyer et Bohn 1972 Betulo carpaticae-Piceetum Stöcker 1967 Eriophoro-Betuletum pubescentis Hueck 1925 em. Passarge 1968 Carici-Betuletum pubescentis (Steffen 1931) Passarge 1968 Pleurozio-Betuletum pubescentis Hueck 1925 em. Passarge 1968 Empetro-Betuletum carpaticae Van der Werf ex Westhoff et van Oosten 1991 Salici repentis (arenariae)-Betuletum pubescentis Preising 1984 |
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Mast faßtzusammen: "Tendenz leicht zunehmend (durch Sukzession entwässerter Hochmoore -> Sekundärstandorte); Tendenz stark abnehmend (in der Vergangenheit)". Walentowski kommentiert: "Moorbirkenreiche Moorwälder dürften v.a. im Ostbayerischen Grenzgebirge (40), im Voralpinen Hügel- und Moorland (03) und in den Bayerischen Alpen (01, 02) oft nur Degradationsstadien oder Initialphasen von Kiefern- und Spirken-Moorwäldern darstellen. Natürliche Relikt-Standorte in Bayern wohl nur in der Hohen Rhön. Gefährdet vor allem durch Entwässerung, Eutrophierung der Landschaft und Umwandlung in Fichtenforst." |
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| XI | ZEH | Vaccinio-Pinetum sylvestris De Kleist 1929 | Rauschbeeren-Kiefern-Moorwald | 3 | 3 | 3 | R |
| Vaccinio uliginosi-Pinetum sylvestris De Kleist 1929 em. Matuszkiewicz 1962 Ledo-Pinetum sylvestris (Hueck 1929) R. Tx. 1955 Ledo-Pinetum Tx. 1955 em. Passarge 1961 Eriophoro-Pinetum Hueck 1925 em. Passarge 1968 |
Waldkiefer-Bruchwald | ||||||
Nach Türk eine "in Ostbayern sowie im NO-Deutschen Tiefland verbreitete (aber nicht häufige!) Assoziation". Bushart hält die vom Workshop "Nadelwald" vorgenommene Einschätzung für zu optimistisch: "die relativ günstige Einschätzung überrascht doch einigermaßen. In Rheinland-Pfalz nur geringste Restvorkommen (1), in Nordbayern kaum besser (1-2) und im gesamten deutschen Mittelgebirgsraum nicht gerade das Paradebeispiel einer Gesellschaft, der man laufend begegnet. Etwas besser vielleicht die Situation in den kristallinen Grenzgebirgen: Bayerischer / Oberpfälzer Wald etwa 2, kaum 3. Die günstige Bewertung im Hügel- und Bergland könnte also höchstens durch die ausgedehnte präalpine Moorlandschaft kommen, die aber ja nun gerade durch vielerlei Faktoren bis heute stark gefährdet (2) ist." |
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| XI | ZEH | Vaccinio-Pinetum rotundatae Oberd. 1934 | Spirken-Moorwald | 3 | - | 3 | * |
| Pino rotundatae-Sphagnetum Kästner et Flößner 1933 Pino rotundatae-Sphagnetum Kästner et Flößner 1933 em. Neuhäusl 1969 Pino mugo-Sphagnetum magellanici Kästner et Flößner 1933 em. Neuhäusl 1969 corr. Dierßen 1977 Sphagnetum magellanici pinetosum rotundatae Sphagnetum magellanici-recurvi pinetosum |
Moorkiefer-Bruchwald | ||||||
Wieder einmal sind besonders primäre Vorkommen gefährdet. Größere Flächenanteile der Gesellschaft stehen unter Naturschutz. Im Sinne der Emendierung durch Seibert in Oberdorfer (1992); bisher oftmals als "Sphagnetum magellanici pinetosum rotundatae" bei den Oxycocco-Sphagnetea untergebracht. |
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| XI | ZEH | Vaccinio-Piceetum Tx. 1955 | Rauschbeeren-Fichten-Moorwald | 3 | - | 3 | - |
| Sphagno-Piceetum Kuoch 1954 Sphagno girgensohnii-Piceetum Kuoch 1954 Sphagnum-Picea abies-Gesellschaft Piceo abietis-Sphagnetum magellanici Krisai 1988 Piceo-Sphagnetum magellanici Krisai 1988 Piceo-Sphagnetum Vaccinio uliginosi-Piceetum R. Tx. 1955 Vaccinium uliginosum-Picea-Gesellschaft |
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Nach Quinger "im Alpenvorland an den Moorrändern, wurden nicht selten durch forstliche Nutzungen geschädigt". |
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| XI | ORD | Carici lasiocarpae-Pinetalia sylvestris Wagner nom. prov. | Moorwälder ombrominerotropher Standorte | ||||
Vgl. hierzu den Beitrag von Wagner & Wagner (2000) in diesem Band. |
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| XI | VRB | Carici lasiocarpae-Pinion sylvestris Wagner nom. prov. | Fadenseggen-Moorwälder | ||||
Vgl. hierzu den Beitrag von Wagner & Wagner (2000) in diesem Band. |
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| XI | ASS | Carex lasiocarpa-Pinus rotundata-Gesellschaft | Fadenseggen-Moorkiefern-Wald | 2 | 2 | 3 | R |
Nach einem Beschluß des Workshop "Nadelwald" gehören Carex lasiocarpa-Pinus rotundata-Gesellschaft, Rhamnus cathartica-Betula carpatica-Gesellschaft ("Rhamno-Betuletum Kloss 1965") und Carex fusca-Betula pubescens-Gesellschaft nicht ins Betulion pubescentis sondern in einen eigenen Verband minerotropher Moorwälder; Wagner & Wagner (2000) - vgl. den Beitrag in diesem Band - führen ihn als "Carici lasiocarpae-Pinion sylvestris" in der Ordnung "Carici lasiocarpae-Pinetalia sylvestris". |
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| XI | ASS | Rhamnus cathartica-Betula carpatica-Gesellschaft | Kreuzdorn-Moorbirken-Wald | R | - | R | R |
| Rhamno-Betuletum carpaticae Kloss 1962 Rhamno-Betuletum Kloss 1965 |
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Wegen unklarer synsystematischer Stellung wird das "Rhamno-Betuletum" hier als ranglose Gesellschaft gefaßt. Nach einem Beschluß des Workshop "Nadelwald" gehören Carex lasiocarpa-Pinus rotundata-Gesellschaft, Rhamnus cathartica-Betula carpathica-Gesellschaft ("Rhamno-Betuletum Kloss 1965") und Carex fusca-Betula pubescens-Gesellschaft nicht ins Betulion pubescentis sondern in einen eigenen Verband minerotropher Moorwälder; Wagner & Wagner (2000) - vgl. den Beitrag in diesem Band - führen ihn als "Carici lasiocarpae-Pinion sylvestris" in der Ordnung "Carici lasiocarpae-Pinetalia sylvestris". Dierßen wehrt sich gegen den Workshop-Beschluß: "Rhamno-Betuletum Kloss und Carex fusca-Betula pubescens-Gesellschaft halte ich für kaum identifizierbare bzw. unterscheidbare Einheiten. Sie sollten nicht in der Roten Liste erscheinen". |
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| XI | ASS | Carex fusca-Betula pubescens-Gesellschaft | Braunseggen-Moorbirken-Wald | 1 | 1 | - | - |
Nach einem Beschluß des Workshop "Nadelwald" gehören Carex lasiocarpa-Pinus rotundata-Gesellschaft, Rhamnus cathartica-Betula cathartica-Gesellschaft ("Rhamno-Betuletum Kloss 1965") und Carex fusca-Betula pubescens-Gesellschaft nicht ins Betulion pubescentis sondern in einen eigenen Verband minerotropher Moorwälder; Wagner & Wagner (2000) - vgl. den Beitrag in diesem Band - führen ihn als "Carici lasiocarpae-Pinion sylvestris" in der Ordnung "Carici lasiocarpae-Pinetalia sylvestris". Dierßen wehrt sich gegen den Workshop-Beschluß: "Rhamno-Betuletum Kloss und Carex fusca-Betula pubescens-Gesellschaft halte ich für kaum identifizierbare bzw. unterscheidbare Einheiten. Sie sollten nicht in der Roten Liste erscheinen". |
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| XI | KLA | Querco-Fagetea Br.-Bl. et Vlieger in Vlieger 1937 | Eurosibirische Fallaubwälder | ||||
| Sommergrüne Laubwälder Buchen- und Sommergrüne Eichenwälder Europas Europäische Sommerwälder außerhalb der Naßstandorte |
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| XI | ORD | Quercetalia roboris Tx. 1931 | Bodensaure Eichenmisch- und Buchenwälder | ||||
| Eichen-Birken-Wälder Bodensaure Eichen-Birkenwälder |
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| XI | VRB | Quercion roboris Malcuit 1929 | Bodensaure Eichenmischwälder | ||||
| Tilio-Quercetum Markgraf | |||||||
Großer bemerkt zum hier nicht akzeptierten Tilio-Quercetum": "Gehört zu den Zielbestimmungen des Waldumwandlungsprogrammes (Sachsen und Brandenburg)". Nicht zugeordnet wurde hier das "Tilio-Quercetum Markgraf " (trockene, basenarme Tal- und Flugsande; planar, subkontinental; Berlin (Jungfernheide)), da völlig unklar ist, wohin es soziologisch gehört. Hier unberücksichtigt bleiben die Prunus serotina-Gesellschaft und die Amelanchier lamarckii-Gesellschaft, die als Vorwaldstadien im Bereich des Quercion roboris auftreten und die hier in den Gesellschaftskreis urban-industrieller Gebüsche gestellt werden. |
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| XI | ASS | Betulo pendulae-Quercetum roboris Tx. 1930 nom. invers. propos. | Hängebirken-Stieleichenwälder | 2 | 2 | 3 | - |
| Betulo-Quercetum roboris Tx. 1930 Betulo-Quercetum roboris Tx. 1937 Querco roboris-Betuletum Tx. 1937 Querco roboris-Betuletum verrucosae Betulo-Quercetum roboris Tx. (1936) 1937 Fago-Quercetum petraeae sensu Tx. 1955 Vaccinio vitis-idaeae-Quercetum Oberd. 1957 Molinio-Quercetum (Tx. 1937) Scamoni et Passarge 1959 Molinio caeruleae-Quercetum (Tx. 1937) Scamoni et Passarge 1959 Rhamno-Quercetum roboris (Succow 1970) Knapp et al. 1985 Lysimachio-Quercetum roboris Passarge 1968 Stellario-Quercetum Wiedenroth 1964 Stellario holosteae-Quercetum Scamoni 1960 Agrostio-Quercetum roboris Passarge (1953) 1968 Agrostio tenuis-Quercetum roboris Passarge 1968 Melampyro-Quercetum roboris (Tx. 1930) Passarge 1968 Holco-Quercetum robori-petraeae Holco mollis-Quercetum roboris Lemée 1937 Holco-Quercetum roboris Lemée 1937 em. Oberd. 1992 Holco mollis-Quercetum Lemée 1937 nom. invers. et em. Oberd. 1987 Holco molis-Quercetum (robori-petraeae) Lemée 1937 corr. et em. Oberd. 1992 Violo-Quercetum Oberd. 1957 Violo rivinianae-Quercetum roboris Oberd. 1957 Populo-Quercetum petraeae Tx. 1951 Populo-Quercetum petraeae Tx. 1952 Populo tremulae-Quercetum petraeae Tx. (1951) 1952 Vaccinio vitis-idaeae-Quercetum petraeae Oberd. 1957 em. Neuhäusl et Neuhäuslova-Novotna 1967 Vaccinio-(Pino)-Quercetum petraeae (Reinhold 1939) Oberd. 1957 Ilici-Quercetum Tx. 1930 Betulo-Quercetum petraeae Schwickerath 1933 Betulo-Quercetum petraeae Tx. 1937 Periclymeno-Quercetum petraeae Knapp per Sauer 1955 |
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Hölzel kommentiert: "Im Hügelland fast ausschließlich sekundär auf Standorten des Luzulo-Fagetum (Haubergswirtschaft); dort langfristig durch Sukzession "bedroht" - ob negativ?" Mast bemerkt zur Assoziation: "überwiegend durch Waldweide entstanden, durch dynamische Vorgänge (Zunahme von Buche) erfolgt vielfach "Umwandlung" in Buchenwald". Härdtle formuliert: "Bestände sind syndynamisch betrachtet sehr jung und entwickeln sich vielerorts weiter zu Buchen-dominierten Gesellschaften". Auch Heinken sieht beim Flächenverlust: "Heutige Hauptursache: Sukzession zum Luzulo-Fagion". P. Schmidt erwähnt: "Nährstoffeinträge und Waldumbau von Kiefernforsten auf potentiellen Standorten dieser Ges. können Tendenz-Angabe beeinflussen". Pallas nennt auch andere Gefährdungsfaktoren: "Gefährdung durch Verbiß der Naturverjüngung durch überhöhte Wildbestände (m.E. sehr wesentlich); wechselfeuchte Ausbildungen gefährdet durch Entwässerungsmaßnahmen". Die von Härdtle et al. (1997) extrem weit gefaßte Assoziation wird von den meisten Mitarbeitern akzeptiert oder zumindest geduldet. Walentowski wehrt sich heftig gegen die sehr weite Fassung der Assoziation: "Die bei Härdtle et al. (1997) vorgelegte Fassung des Betulo-Quercetum, welche das Vaccinio vitis-idaeae-Quercetum einbezieht, wird entschieden abgelehnt. Ich bewerte hier das Betulo-Quercetum Tx. (1929) 1937 em. Oberdorfer 1985 in Oberdorfer 1992, das in Bayern nur kleinflächig im Odenwald-Spessart-Gebiet vorkommt. Gesondert bewerte ich das Vaccinio vitis-idaeae-Quercetum und das Genisto tinctoriae-Quercetum (letzteres entspricht dem Luzulo-Quercetum bei Härdtle et al. 1997)." Bushart sieht das ganz ähnlich und lehnt vor allem die Einbeziehung des Vaccinio vitis-idaeae-Quercetum kategorisch ab. Schubert (vgl. auch Schubert 1995) besteht auf der getrennten Bewertung von Betulo pendulae-Quercetum roboris (i.e.S.), Agrostio-Quercetum und Holco mollis-Quercetum. Pallas, Mitautor der Synopsis von Härdtle et al. (1997), hat selbst Bedenken gegen die sehr weite Fassung der Gesellschaft nach Süden und Westen (dort Einbeziehung des Ilici-Quercetum). Auch P.A. Schmidt beklagt die sehr weite Fassung der Assoziation, die jetzt eine kaum noch überschaubare Fülle von Untereinheiten umfaßt. |
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| XI | ASS | Deschampsio flexuosae-Quercetum roboris Passarge 1966 | Drahtschmielen-Stieleichenwald | 2 | 2 | - | - |
| Deschampsio flexuosae-Quercetum sessiliflorae Firbas et Sigmond 1928 Dicrano-Quercetum roboris Barkman 1975 |
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Großer kommentiert die Vorkommen in der Oberlausitz: "Wurden vermutlich schon im XIII. Jh. als Hutewälder genutzt, z. T. auch Mittelwaldbetrieb. Der rel. geringen Ertragsfähigkeit wegen schon im XIX. Jh. in Kiefern-Forsten umgewandelt (Oberlausitzer Heideland, Naturraum 89)." Pallas sieht eine "Gefährdung der Eichennaturverjüngung durch Wildverbiß durch überhöhten Wildbesatz". Härdtle erwähnt: "Direkte Eingriffe: In älteren Beständen Syndynamik in Richtung bodensaurer Buchenwald. Floristische Verarmung: schleichende Zunahme von Nitrophyten". Die Abtrennung des (in Deutschland auf die Nord- und Nordwestdeutsche Tiefebene beschränkten) Deschampsio flexuosae-Quercetum roboris vom Betulo-Quercetum roboris wird nicht von allen Mitarbeitern mitgetragen, zumal letztere Assoziation sehr weit gefaßt wurde und eine Reihe anderer, eher als getrennt akzeptierter Syntaxa (Süddeutschlands) dort einbezogen wurden. Ewald ist der Überzeugung: "man sollte mit 3 Quercion-Ass. (Betulo-Quercetum, Luzulo-Quercetum, Calamagrostio-Quercetum in D auskommen!" |
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| XI | ASS | Luzulo-Quercetum petraeae Hilitzer 1932 nom. invers. propos. | Hainsimsen-Traubeneichenwälder | 3 | 2 | 3 | - |
| Quercus sessilis-Luzula nemorosa-Assoziation Hilitzer 1932 Luzulo-Quercetum Hilitzer1932 Genisto tinctoriae-Quercetum Klika 1932 Genisto tinctoriae-Quercetum petraeae Klika 1932 Luzulo-Quercetum petraeae Hilitzer 1932 nom. invers. propos. Luzulo-Quercetum (Hilitzer 1932) Passarge 1953 em. Neuhäusl et Neuhäuslova 1967 Luzulo-Quercetum petraeae Knapp 1942 em. Luzulo-Quercetum petraeae Knapp 1948 em. Oberd. 1950 Luzulo albidae-Quercetum petraeae Knapp 1942 em. Oberd. 1967 Luzulo luzuloides-Quercetum petraeae Knapp 1942 em. Oberd. 1967 Luzulo-Quercetum Passarge 1953 Genisto germanicae-Quercetum Aichinger 1933 Quercetum medioeuropaeum sensu auct. Quercetum peucedanetosum Zeidler et Straub 1967 Quercetum petraeae Issler 1926 Cynancho-Quercetum Passarge 1957 Vincetoxico-Quercetum roboris Passarge 1957 Violo-Quercetum sensu Welß 1985 Querceto-Cytisetum nigricantis Pauca 1941 Cytiso-Quercetum Pauca 1941 Cytiso nigricantis-Quercetum petraeae Pauca 1941 Viscario-Quercetum Stöcker 1960 Viscario-Quercetum Stöcker 1965 Calluno-Quercetum Schlüter 1959 Pyrolo-Quercetum petraeae Passarge 1957 Calamagrostio arundinaceae-Quercetum petraeae sensu auct. non (Hartmann 1934) Scamoni et Passarge 1959 Calamagrostio villosae-Quercetum Passarge 1969 |
Hainsimsen-Habichtskraut-Traubeneichenwälder | ||||||
Ewald formuliert: "Tendenz: leicht abnehmend ? Bergland: Aufgabe von Niederwald-, Streu- und Weidenutzung, Sukzession zum Buchenwald; gebietsweise auch Zunahme als Zwischenwald nach Kiefer?" Härdtle resümiert: "Ursachen der Gefährdung von Pflanzengesellschaften: teils auf potentiell Buchen-fähigen Standorte (-> Zunahme von Fagus); floristische Verarmung: schleichende Zunahme von Nitrophyten; Schutzmaßnahmen: (P) - für einen Teil der Bestände (z.B. Niederwälder)". Für die Pfalz bemerkt Himmler: "Früher in Kiefernforste umgewandelt; die meisten Eichenbestände des Pfälzerwaldes gehören eher zum Luzulo-Fagetum. Luzulo-Quercetum wohl fast nur am Haardtrand, dort Expansion der Kastanie und Robinie." In der Synopsis der Pflanzengesellschaften Deutschlands verwendeten Härdtle et al. (1997) den Namen "Luzulo-Quercetum petraeae Hilitzer 1932 nom. invers." Dieser Name wird von vielen Mitarbeitern abgelehnt, nach Aussprache im Workshop "Laubwald" hier aber dennoch benutzt. Wilmanns schlug vor den Namen Luzulo-Quercetum petraeae als nomen ambiguum zu verwerfen, da z.B. in Süddeutschland unter diesem Begriff vielfach auch eichenreiche Bestände des Luzulo-Fagetum subsumiert wurden. Schmidt kommentierte noch drastischer: "Name verworfen, wieder ausgegraben, emendiert - furchtbarer nomenklatorischer Salat!" Walentowski schließt sich an: "ich würde mit derselben Begründung wie Oberdorfer in Oberdorfer 1992 den Namen "Genisto tinctoriae-Quercetum (petraeae) Klika 1932" vorziehen, da der Name "Luzulo-Quercetum" zu vieldeutig geworden ist. Pallas macht darauf aufmerksam, daß der Name Genisto-Quercetum allerdings ebenfalls für sehr verschiedene Dinge verwendet wurde. Nomenklatorisch ist das Luzulo-Quercetum petraeae Hilitzer 1932 korrekt - wenn der Name später auch für anderes verwendet wurde, ändert das nichts an der Brauchbarkeit der Originalbeschreibung. |
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| XI | ZEH | Cladonio portentosae-Quercetum Pallas 1996 | Bodensaurer Flechten-Eichenwald | R | - | R | - |
Pallas kommentiert: "Gefährdung kann ich nicht bewerten, passende Standorte sind wohl von Natur aus selten. Genau studiert hat diese Wälder H. Schöller. Abb.: Schöller 1991, Bibl. Lichenologica 42, p. 89 Abb. 54 Schöller 1997, Kleine Senckenberg-Reihe 27, p. 102, Abb. 77". Unsere Gefährdungseinschätzung erfolgte in Abstimmung mit Herrn Schöller. Aus der Eifel beschriebene, kaum belegte und umstrittene Gesellschaft, die zwischen Genisto tinctoriae-Quercetum (bzw. Deschampsio-Quercetum) und Cladonio-Pinetum vermittelt. Hier nicht als Assoziation sondern als flechtenreiche Ausbildung des Luzulo-Quercetum gewertet, aber getrennt (und unter dem provozierenden Arbeitsnamen "Cladonio portentosae-Quercetum" belassen) für die Rote Liste bewertet. Die Meinungen zu dieser Gesellschaft gehen aber nach wie vor sehr weit auseinander. Viele Mitarbeiter halten sie für völlig verzichtbar. |
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| XI | ASS | Calamagrostio arundinaceae-Quercetum petraeae (Hartmann 1934) Scamoni et Passarge 1959 | Waldreitgras-Traubeneichenwälder | 2 | 2 | 2 | - |
| Pino sylvestris-Quercetum petraeae (Hartmann 1934) Reinhold 1944 nom. illegit. Pino-Quercetum petraeae (Hartmann 1934) Reinhold 1939 Vaccinio vitis-idaeae-Quercetum petraeae Vaccinio vitis-idaeae-Quercetum Oberd. 1957 |
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Die Gesellschaft wurde im Hügel- und Bergland teilweise "nur" als gefährdet eingestuft. Hölzel erläutert aber: "auch im Hügelland Kategorie 2, aktuell z. B. in Nordbayern fast nicht existent (Umwandlung in Kiefernforste)." Türk meldet: "Wenn hierunter auch das Vaccinio-Quercetum subsumiert wird, von dem es z.B. im Nordostbayerischen Grenzgebirge einige schöne, naturnahe Bestände gibt, dann 2/2/-/2; besser wäre das Vaccinio-Quercetum als eigene Ass. beizubehalten, da es sich um einen Stiel(!)eichenwald handelt, der z.B. auf den Sandstandorten Nordbayerns auf umfangreichen Flächen die pnV bildet (vgl. neueste Veg.karte: "Regionale natürlichen Waldzusammensetzung Bayerns", Walentowski et al. 2000)". Auch mit dieser Gesellschaft sind nicht alle Mitarbeiter einverstanden; es werden dabei verschiedene Anschlußmöglichkeiten an andere Quercion roboris-Gesellschaften diskutiert. Mit einbezogen wird hier der größere Teil des "Vaccinio vitis-idaeae-Quercetum Oberd. 1957". |
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| XI | VRB | Luzulo-Fagion Lohmeyer et Tx. in Tx. 1954 | Hainsimsen-Buchenwälder | ||||
| Luzulo-Fagenion Lohmeyer et Tx. in Tx. 1954 Luzulo-Fagenion (Lohmeyer ex Tx. 1954) Oberd. 1957 Luzulo-Fagetalia Scamoni et Passarge 1959 Ilici-Fagenion (Br.-Bl. 1967) Tx. 1979 em. Oberd. 1984 Ilici-Fagion |
Bodensaure, nährstoffarme Buchenwälder | ||||||
Das Luzulo-Fagion wird hier - wie bei Härdtle - als Gegenstück zum Quercion roboris in die Quercetalia roboris gestellt. Grundsätzlich wäre auch die Ausweisung einer eigenen Ordnung Luzulo-Fagetalia Scamoni et Passarge 1959 möglich, die dann mit den Quercetalia roboris zu einer Klasse Quercetea roboris Br.-Bl. et Tx. 1943 zusammengefügt neben die (restliche) Klasse Querco-Fagetea gestellt werden müßte. Der Ausweisung eines Unterverbandes Luzulo-Fagenion innerhalb des Fagion wird ganz überwiegend eine Absage erteilt. Nicht gesondert ausgewiesen wird hier das Ilici-Fagenion bzw. Ilici-Fagion. Die von Oberdorfer 1992 vorgeschlagene Ilex aquifolium-Fagus-Gesellschaft wird von dem meisten Mitarbeitern als überflüssig betrachtet und zum Luzulo-Fagion gerechnet, die Deschampsia flexuosa-Fagus sylvatica-Gesellschaft zeigt zwar Anklänge an diesen mediterranen Verband, läßt sich aber ebenfalls beim Luzulo-Fagion unterbringen. |
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| XI | ASS | Luzulo-Fagetum Meusel 1937 | Hainsimsen-Buchenwald | 3 | 2 | 3 | 3 |
| Luzulo-Fagetum Meusel 1937 em. Heinken 1995 Luzulo luzuloides-Fagetum Meusel 1937 Luzulo albidae-Fagetum Meusel 1937 Luzulo-Fagetum silvaticae Meusel 1937 Fago-Quercetum Tx. 1955 Fago-Quercetum petraeae Tx. 1955 Calamagrostio villosae-Fagetum Mikyska 1972 Violo-Quercetum (Tx. 1937) Oberd. 1957 Violo-Quercetum petraeae (Tx. 1937) Oberd. 1957 Holco-Quercetum Aceri-Fagetum J. Bartsch et M. Bartsch 1940 Majanthemo-Fagetum Passarge 1959 Maianthemo-Fagetum Passarge 1960 Maianthemo-Fagetum Passarge 1959 em. Schubert 1995 Luzula pilosa-Fagus sylvatica-Gesellschaft Luzulo pilosae-Fagetum Matuszkiewicz 1973 Carici piluliferae-Fagetum Passarge 1956 Carici piluliferae-Fagetum Passarge et Hofmann 1968 Pino-Fagetum Scamoni (1956) 1959 Pino-Fagetum Scamoni 1959 Myrtillo-Fagetum Passarge 1965 Myrtillo-Fagetum Passarge (1966) 1968 Myrtillo-Fagetum Passarge 1968 Rhytidiadelpho-Fagetum Passarge 1966 Petraeo-Fagetum Scamoni 1959 Mnio-Fagetum Passarge 1966 Trientali-Fagetum Jeschke 1964 Molinio-Fagetum Scamoni 1959 Frangulo-Fagetum (Hartmann 1941) Scamoni 1959 Leucobryo-Fagetum Scamoni 1963 Dicrano-Fagetum Passarge et Hofmann 1965 Milio-Fagetum Burrichter 1973 Milio-Fagetum Burrichter et Wittig 1977 Milio-Fagetum Burrichter et Wittig 1977 non Frehner 1963 Oxali-Fagetum Burrichter et Wittig 1977 Oxali-Fagetum von Glahn 1981 Ilex aquifolius-Fagus-Gesellschaft Lycopodium annotinum-Fagus sylvatica-Assoziation Lycopodio-Fagetum Dryopteris-Fagus-Gesellschaft Maianthemum bifolium-Carpinus betulus-Mittelwald-Gesellschaft als Nutzungsform des Luzulo-Fagetum milietosum Sileno-Fagetum Passarge Melampyro-Fagetum Oberd. 1957 Galio harcynici-Fagetum Stöcker 1964 Polygonato verticillati-Fagetum Oberd. 1957 |
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Hölzel widerspricht der Einschätzung im Workshop "Laubwald": "3 für Hügelland und Alpen halte ich für völlig übertrieben, insbesondere auch im Vergleich zur Einschätzung der anderen Buchenwälder. Während der vergangenen 50 Jahre dürfte es kaum noch zu massiven Flächenverlusten durch Nadelholzanbau gekommen sein! Großflächige naturnahe Bestände noch in zahlreichen Mittelgebirgen!" Zahlheimer bezeichnet die Einstufungen ebenfalls als "übertrieben". Für eine aktuelle Gefährdung sprechen vor allem die unabsehbaren Folgen von "saurem Regen" und den darauf folgenden Kalkungen. Hier in der emendierten Form von Heinken (1995) gefaßt und bewertet. Heinken kommentiert: "Zum Luzulo-Fagetum-Komplex. Bei Beachtung der Prioritätsregel (!) können folgende Namen als Diskussionsgrundlage dienen: |
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| XI | ZEH | Deschampsio-Fagetum Schröder 1938 | Planarer Drahtschmielen-Buchenwald | 2 | 2 | - | - |
| Deschampsio flexuosae-Fagetum silvaticae Schröder 1938 nom. invers. propos. Fagus silvatica-Aira flexuosa-Ass. Schröder 1938 Deschampsio-Fagetum Schröder 1938 Deschampsio-Fagetum Schröder 1938 em. Schubert 1995 Deschampsio (flexuosae)-Fagetum Schröder 1938 Deschampsio-Fagetum Passarge 1956 Deschampsia flexuosa-Fagus sylvatica-Gesellschaft Avenello-Fagetum Passarge 1960 Deschampsia flexuosa-Fagus sylvatica-Gesellschaft (sensu Passarge 1956) |
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Härdtle betont die "floristische Verarmung durch schleichende Zunahme von Nitrophyten". Auch Reif sieht als Hauptproblem "Eutrophierung, Immissionen". |
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| XI | ZEH | Periclymeno-Fagetum Passarge 1956 | Bodensaurer atlantischer Drahtschmielen-Buchenwald | 3 | 2 | 3 | - |
| Periclymeno-Fagetum Passarge 1957 Lonicero periclymeni-Fagetum Passarge 1957 |
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Pallas bemerkt: "Es gibt Bestände dieser Ass., noch vielfach kleinflächig, es fehlen aber großflächige und optimal entwickelte Bestände in Schutzgebieten, die speziell den Erhalt von "Vorzeige-Periclymenco-Fagetum" zum Ziel hätten. (evtl. in Ostniedersachsen in Naturwaldreservaten ausreichend repräsentiert)". Berechtigung der Gesellschaft umstritten. |
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| XI | ZEH | Maianthemo-Fagetum, ärmere Ausbildungen Passarge 1960 | Maiglöckchen-Buchenwald nährstoffarmer Standorte | 3 | 2 | 3 | - |
Berechtigung der Gesellschaft umstritten. |
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| XI | ORD | Quercetalia pubescentis Klika 1933 | Wärmeliebende Eichenmischwälder | ||||
| Quercetalia pubescentis Br.-Bl. 1931 Quercetalia pubescentis Tx. 1931 Quercetalia pubescentis (Br.-Bl. 1932) Klika 1933 Quercetalia pubescenti-petraeae Klika 1933 corr. Moravec in Béguin et Theurillat 1984 Quercetalia pubescenti-petraeae Klika 1933 Quercetalia pubescentis-petraeae Klika 1933 Quercetea pubescentis Doing-Kraft ex Scamoni et Passarge 1959 Orno-Ostryon (Tom.) Br.-Bl. 1950 Anemono-Quercetum Oberd. 1957 Anemono sylvestris-Quercetum Oberd. 1957 Anemoneto sylvestris-Quercetum Oberd. 1957 Scorzonero-Quercetum (Meusel 1939) Förster 1968 |
Flaumeichenwälder Xerotherme Eichenmischwälder Xerotherme submediterrane Flaumeichenwälder und subkontinentale Eichen-Steppenwälder Wärmegebundene Eichenmischwälder |
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Die Aufteilung der Ordnung in zwei Verbände (Quercion pubescenti-petraeae Br.-Bl. 1932 nom. mut. propos. und Potentillo albae-Quercion petraeae Zólyomi et Jakucs 1957 nom. nov. Jakucs 1967) ist nicht zwingend, und wird hier nicht nachvollzogen. Auf die Ausweisung einer eigenen Klasse wird ebenfalls verzichtet. Von den vielen aus dieser Ordnung genannten Syntaxa sollen zwei nicht näher zugeordnet werden, beide aus der Roten Liste der DDR von Knapp et al. (1985): das Anemono-Quercetum Oberd. 1957 (= Anemoneto sylvestris-Quercetum Oberd. 1957) und das Scorzonero-Quercetum (Meusel 1939) Förster 1968. Beide zeigen Beziehungen zu trockenen Kiefernwäldern (z.B. des Pyrolo-Pinetum) und könnten teilweise auch dort zugeordnet werden. Beide Einheiten sind eventuell zu komplex aufgenommen. |
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| XI | VRB | Quercion pubescenti-petraeae Br.-Bl. 1932 nom. mutat. propos. | Wärmeliebende Eichenmischwälder Mitteleuropas | ||||
| Quercion pubescentis-sessiliflorae Br.-Bl. 1932 Quercion pubescenti-sessiliflorae Br.-Bl. 1932 Quercion pubescenti-petraeae Br.-Bl. 1932 em. Rivas-Martínez 1972 Quercion pubescentis Tx. 1931 Quercion pubescentis Br.-Bl. 1932 em. Rivas-Martínez 1972 Buxo-Quercetum Br.-Bl. 1931 Potentillo albae-Quercion petraeae Zolyomi et Jakucs 1957 nom. nov. Jakucs 1967 |
West-submediterrane Flaumeichenwälder Flaumeichenwälder |
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Hier ohne nähere Zuordnung angeschlossen und als Assoziation für Deutschland abgelehnt wird das "Buxo-Quercetum". Schmidt und Passarge akzeptieren diese Gesellschaft, kennen sie aber nicht aus ihrem eigenen Bearbeitungsgebiet. Zacharias / von Drachenfels notieren: "An der Untermosel gibt es sehr kleinflächig Buxus-Eichen-Hainbuchen-Niederwälder (u.a. mit Helleborus foetidus) auf mäßig basenreichen Silikatstandorten. Gehören diese zum Buxo-Quercetum? Im Kontakt zu Felshängen vermutlich auch natürliche Waldgesellschaft". Eben diese Bestände wurden - z.B. in der ausführlichen Bearbeitung des Verbandes durch Müller (1992) auch schon ins Aceri monspessulani-Quercetum petraeae (Knapp 1944) Oberd. 1957 gestellt. Müller betont dabei, daß es sich bei letzterer Gesellschaft um eine artenverarmte Gebietsassoziation handelt. Das Buxo-Quercetum war in Deutschland immer wieder von einem Punkt an der Grenze zur Schweiz angeführt worden, dem Grenzacher Horn am Hochrhein. Müller (1992) bringt eben diese Bestände beim Quercetum robori-petraeae unter und auch Oberdorfer (1994) hält einen solchen Anschluß für akzeptabel ("viell. incl. eines bei Grenzach (Hü) artenverarmten Buxo-Quercetum Br.-Bl. 1931"). Alle anderen Mitarbeiter, die das Buxo-Quercetum bewerten, lehnen ein Vorkommen dieser Gesellschaft in Deutschland ab. Die Einheit ist für Deutschland also wohl zu streichen. |
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| XI | ASS | Quercetum pubescenti-petraeae Imchenetzky 1926 nom. invers. propos. | Eichen-Elsbeeren-Wald | 3 | 2 | 3 | - |
| Quercetum pubescenti-petraeae (Imchenetzky 1926) Heinis 1933 Querco-Lithospermetum Gauckler 1938 Lithospermo-Quercetum Br.-Bl. 1932 Lithospermo-Quercetum petraeae Br.-Bl. 1932 Lithospermo purpureocoerulei-Quercetum petraeae Br.-Bl. 1932 nom. invers. propos. Clematido rectae-Quercetum montanum Oberd. 1957 Carex alba-Quercus robur-Gesellschaft Carici-Tilietum cordatae Th. Müller et Görs 1958 Cytiso nigricantis-Quercetum roboris (Oberd. 1957) Th. Müller in Oberd. 1992 Viscario-Quercetum Stöcker 1960 Dictamno-Quercetum cytisetosum Förster 68 Lathyro nigri-Quercetum petraeae sensu Richard 1961 non Horvát 1959 Genista sagittalis-Quercus petraea-Gesellschaft Cytiso nigricantis-Quercetum petraeae Pauca 1941 |
Mitteleuropäischer Flaumeichen-Mischwald | ||||||
Nach Scheuerer ist das "Cytiso nigricantis-Quercetum roboris" im Hügel- und Bergland gefährdet, nach Bushart aber "in Bayern selten, aber aktuell kaum gefährdet". Himmler kommentiert in bezug auf die Pfalz die hier einbezogene "Genista sagittalis-Quercus petraea-Gesellschaft": "vor allem an Steinbruchkronen, auch an Buntsandsteinfelsen. Thermophile Ausbildungen (mit Hieracium peleterianum) durch Robinie und Kastanie bedroht". Die Assoziation wird hier weit gefaßt, ausgespart - und als eigene Gebietsassoziation gefaßt - bleibt allerdings das Aceri monspessulani-Quercetum petraeae Oberd. 1957, das bei noch weiterer Fassung ebenfalls ins Quercetum pubescenti-petraeae einbezogen werden könnte. Einbezogen werden hingegen die Buchs-Vorkommen (ohne Acer monspessulanus) in thermophilen Eichenwäldern, die des öfteren als Arealrand-Fragmente des Buxo-Quercetum Br.-Bl. 1931 gedeutet wurden [Bushart widerspricht diesem Vorgehen: "Wie bereits einmal erwähnt, gehören die rheinland-pfälzischen Buxus-Vorkommen allesamt ins Aceri monspessulani-Quercetum. An einer Einbeziehung letzterer Ges. in das Quercetum pubescentis kann ich nichts Positives finden, da es sich beim Aceri monspessulani-Quercetum immer im primäre Bestände handelt, beim Quercetum pubescentis ('Lithospermo-Quercetum') um ein Sammelsurium, welches auch Ersatzgesellschaften von Galio-Carpineten und Carici-Fageten enthält.] |
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| XI | ASS | Aceri monspessulani-Quercetum petraeae Oberd. 1957 | Felsenahorn-Traubeneichen-Wald | R | - | R | - |
| Aceri monspessulani-Quercetum petraeae (Knapp 1944) Oberd. 1957 | Traubeneichen-Wald mit Französischem Maßholder Maßholder-Eichenwald |
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Nach Bushart: "in Rheinland-Pfalz Zentrum der Vorkommen, dort selten bis sehr selten, aber aktuell kaum gefährdet. Weitere Vorkommen in Bayern (Unterfranken), dort extrem selten". Die Eigenständigkeit der Assoziation ist nicht unumstritten. Insbesondere Ewald lehnt sie ab und fordert ihre Einbeziehung ins Quercetum pubescenti-petraeae, Bergmeier möchte sie ebenfalls hier als Untereinheit einbeziehen. Müller (1992) hat sich in seiner umfassenden Bearbeitung des Quercion pubescentis dafür ausgesprochen das Aceri monspessulani-Quercetum petraeae Oberd. 1957 zu akzeptieren, auch er betont aber, daß es sich um eine artenverarmte Gebietsassoziation handelt, die überregional auch ins Quercetum pubescenti-petraeae einbezogen werden könnte. Da die Gesellschaft recht gut floristisch definiert ist und in der Literatur und von einer größeren Zahl kritischer Projekt-Mitarbeiter - wenn auch z.T. "mit Unbehagen" - als eigenständige Assoziation akzeptiert wird, wird sie hier als getrennte Einheit geführt. Zur Umgrenzung der Einheit sei ein Teil der Beschreibung von Müller (1993) angeführt: "Es besiedelt warm-trockene, ± felsige oder skelettreiche Hänge über kalkarmen aber basenreichen Gesteinen (Porphyr, Melaphyr, Schiefer) vom Donnersberg-Nahetal-Gebiet bis zum Mosel-Tal und zum Mittelrheingebiet. Bestände der Subassoziation mit Dianthus carthusianorum stocken auf besonders flachgründigen und damit auch besonders trockenen Standorten. Im Moseltal kommt an ganz entsprechenden Standorten Buxus sempervirens hinzu und verleiht der nach ihm benannten Subassoziation eine besondere, mindestens physiognomisch an das Buxo-Quercetum erinnernde Note (sie wurde deshalb auch von Dahmen 1955 als Querceto-Buxetum bezeichnet, während er die typische Subassoziation als Querceto-Lithospermetum angibt). Bei der typischen Subassoziation sind die Standortsverhältnisse nicht mehr so extrem. Noch günstiger sind sie bei der Subassoziation mit Corydalis solida, deren Bestände ausgesprochen frühjahrsfrische und humose Böden besiedeln." |
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| XI | ASS | Potentillo albae-Quercetum petraeae Libbert 1933 | Steppen-Eichenwald | 2 | 1 | 2 | - |
| Potentillo albae-Quercetum petraeae Libbert 1933 nom. invers. Oberd. 1957 em. Th. Müller 1992 Dictamno-Sorbetum Knapp 1942 Clematido rectae-Quercetum collinum Oberd. 1957 Dictamno-Quercetum Förster 1968 Galio sylvatici-Quercetum Förster 1968 Selino-Quercetum Meusel et Niemann 1971 Vincetoxico-Quercetum roboris Passarge 1957 Cynancho-Quercetum Passarge 1957 Trifolio alpestris-Quercetum Stöcker 1965 Trifolio-Quercetum Stöcker 1965 Vicio cassubicae-Quercetum petraeae Passarge 1977 |
Ostmitteleuropäisch-subkontinentaler Eichen-Trockenwald | ||||||
Bushart kommentiert: "Potentillo-Quercetum: in Rheinland-Pfalz extrem selten, dito in Bayern, gefährdet u.a. durch forstliches Durchwachsen in dichtere Bestände (Entwicklung zum Galio-Carpinetum)". Auch Ewald sieht im Hügel- und Bergland die Gefährdung in "Aufgabe von Mittel-, Niederwald, Streu- und Weidenutzung". Walentowski sieht für Bayern genauso: "Wichtigste Gefährdungsursache der kleinstflächigen Restbestände der Hute-, Nieder- und Mittelwaldnutzung". Himmler meldet aus der Pfalz: "Am Haardtrand Hauptgefährdung durch Kastanie". Härdtle bemängelt: "Im norddeutschen Tiefland nur in kleinstflächigen Reliktbeständen. Schleichender Schwund bezeichnender Sippen und Zunahme von Nitrophyten". P. Schmidt meint in bezug auf Ostdeutschland: "offensichtlich kaum noch Bestände, die sicher dieser Gesellschaft zugeordnet werden können, wohl aber vorhanden waren (deshalb auch 0 denkbar) und als potentielle Waldges. angenommen wird". Das Potentillo albae-Quercetum wird hier weit gefaßt. Müller (1993) schreibt zum Potentillo albae-Quercetum petraeae (s.str.): "Diese Gesellschaft hat in Süddeutschland ihren Verbreitungsschwerpunkt im fränkischen Raum ... Von hier aus reicht sie aber ausläuferartig über die Fränkische Alb bis in das nördliche Alpenvorland, in das mittlere Neckargebiet und erreicht sogar das nördliche oberrheinische Hügelland (rheinhessisches Hügelland: Gaualgesheimer Kopf) und die südliche Oberrheinebene (Colmarer Trockengebiet)." |
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| XI | ORD | Fagetalia sylvaticae Pawlowski in Pawlowski et al. 1928 | Mesophytische Buchen- und Laubmischwälder | ||||
| Fagetalia sylvaticae Pawlowski 1928 Carpino-Fagetalia Scamoni et Passarge 1959 Querco-Fagetalia Vanden Berghen 1958 |
Buchen- und Edellaubmischwälder Frische Sommerwälder Edellaubwälder Mesophytische, buchenwaldartige Laubwälder Europas |
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| XI | VRB | Alno-Ulmion minoris Br.-Bl. et Tx. ex Tschou 1948 / 1949 nom. conserv. propos. | Hartholz-Auenwälder | ||||
| Alno-Ulmion Br.-Bl. et R. Tx. 1943 Alnion incanae Pawlowski in Pawlowski et Wallisch 1928 Alnenion glutinoso-incanae Oberd. 1953 Ulmenion minoris Oberd. 1953 Alno-Ulmion-Basalgesellschaft Alno-Macrophorbietum Lemée 1937 Alno-Fraxinetum Beauv. 1934 Aegopodio-Fraxinetum Noirfalise et Sougnez 1961 Cirsio-Alnetum Noirfalise et Sougnez 1961 Alnetum glutinosae Roll 1938 Ribeso sylvestris-Alnetum glutinosae Tx. et Ohba 1975 Ribo sylvestris-Alnetum glutinosae Lemée 1937 corr. Tx. 1975 Luzulo sylvatici-Alnetum glutinosae Luzula sylvatica-Picea abies-Gesellschaft |
Auenwälder | ||||||
Achtung: Alle flächig (und daher gut ausgeprägten) Ausbildungen von Alno-Ulmion-Gesellschaften sind ungleich stärker gefährdet als kleine Fragmente! Da im Workshop "Laubwald" auf der Konservierung des "Alno-Ulmion" bestanden wurde, wird hier der Name "Alno-Ulmion Br.-Bl. ex Tschou 1948 / 1949" für die Konservierung vorgeschlagen. An sich stünde hier mit dem "Alnion incanae Pawlowski in Pawlowski et Wallisch 1928" ein gültiger und prioritärer Name zur Verfügung. Er wird allerdings von nahezu allen Mitarbeitern abgelehnt. Dierschke empfiehlt: "Neuerdings wird Alnion incanae als "richtiger" Name propagiert. Ich halte ihn für unsinnig; er sollte nicht in der Roten Liste benutzt werden!" Auch andere Mitarbeiter sehen das so. In Deutschland (und darüber hinaus) war der Name Alno-Ulmion über Jahrzehnte hinweg in Gebrauch. Schwarzerlen, Eschen und Ulmen prägen das Bild der meisten Gesellschaften, Grauerlen fehlen oder - schlimmer - wurden neuerdings gepflanzt ... Im Workshop Laubwald wurde daher - einem Vorschlag von Mast folgend - empfohlen, den bisher gebräuchlichen und aussagekräftigen Namen "Alno-Ulmion" als nomen conservandum zu erhalten. Dierßen gibt allerdings zu bedenken: "wenn wir bezüglich der Benennung von Einheiten traditionell argumentieren “über Jahrzehnte hinweg in Gebrauch”, bekommen wir international eine syntax. Nomenklatur, die nicht kompatibel ist (“kleinstaaterisches Denken nicht überwindet”) und syntaxonomische Regeln ignoriert. Der Name Alnion incanae ist in Polen langfristig im Gebrauch sowie in Skandinavien exzellent anwendbar; warum alles ausschließlich durch die deutsche Brille betrachten?" Dazu kommt, daß die Beschreibung sämtlicher Assoziationen und höheren Einheiten bei Braun-Blanquet (1943) ungültig nach Artikel 8 bzw. 7 CPN ist (fehlende Tabellen, keine eindeutigen bibliographischen Verweise (kein Literaturverzeichnis)). Damit kann der Name "Alno-Ulmion" prinzipiell nicht mit Autor "Br.-Bl. 1943" konserviert werden, sondern allenfalls als "Alno-Ulmion Br.-Bl. ex ...". Ältester gültiger Name ist unter dieser Vorgabe wahrscheinlich "Alno-Ulmion Br.-Bl. ex Tschou 1948 / 1949". Rennwald ist von der Idee der Konservierung des "Alno-Ulmion" unter diesen Umständen nicht überzeugt. |
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| XI | ASS | Alnetum incanae Lüdi 1921 | Grauerlen-Auwald | 3 | - | 2 | 3 |
| Myosotis palustris-Alnus incana-Gesellschaft (des Salicion albae) | Grauerlen-Auenwald Grauerlenwald |
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Die Hauptvorkommen der Gesellschaft liegen in den Alpen, wo sie gefährdet sind. Walentowski erläutert: "Formenreich! In Bayern Vorkommen der "Alpen-Variante" (Alpen, Alpenvorland bis hinab zur Donau) und der Vikariante des Bayerischen und Böhmerwaldes (v.a. hochmontane Vorkommen im Inneren Bayerischen Wald). Die Restvorkommen im Alpenvorland unterliegen einer starken Sukzessionstendenz zum Adoxo-Aceretum!" Hölzel kommentiert das Workshop-Ergebnis: "Im Alpenvorland mittelfristig stark gefährdet durch Verlust der Auendynamik, Sukzession zu Ahorn-Eschenwäldern!" Zahlheimer plädiert für Kategorie 3 im Hügel- und Bergland und Kategorie V für die Alpen. Trotz einiger Bedenken mit hierher gestellt wird die "Myosotis palustris-Alnus incana-Ges. (des Salicion albae)", die von den allermeisten Mitarbeitern als eigenständige Ges. abgelehnt wird. Walentowski meldet: "Formenreich! in Bayern Vorkommen der "Alpen-Vikariante" ... und der Vikariante des Bayerischen und Böhmerwaldes ...". Er weist aber auch darauf hin, daß bei Alnus incana-Beständen grundsätzlich auf den Status der Art zu achten ist, da Alnus incana vielfach entlang von Bächen gepflanzt wird. Mast vermerkt: "Umfang und Kennartengarnitur bedürfen Revision. Im Tiefland generell fehlend, Status von A. incana muß beachtet werden!" |
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| XI | ASS | Stellario nemorum-Alnetum glutinosae Lohmeyer 1957 | Hainmieren-Schwarzerlenwald | 3 | 2 | 3 | - |
| Schwarzerlen-Galeriewald | |||||||
Walentowskis Angabe aus Bayern gilt auch für andere Bundesländer: "Oft nur als sehr schmaler Galeriewald entlang von Silikatgebirgs-Bachläufen. Oft durch die unmittelbar angrenzende landwirtschaftliche Nutzung unmittel- oder mittelbar beeinträchtigt." Zahlheimer argumentiert entgegen: "Mit der heute vielerorts stattfindenden Verbreiterung der Gehölzstreifen an den Bächen und der Umwandlung standortfremder Erstaufforstungen in den Bachauen in standortgerechte in Ausbreitung begriffen. Im Hügelland daher allenfalls V." zur Abgrenzung siehe Mast (1999): Archiv. naturwiss. Diss. 8 |
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| XI | ASS | Pruno-Fraxinetum Oberd. 1953 | Traubenkirschen-Eschen-Auwald | 3 | 2 | 3 | - |
| Alno glutinosae-Fraxinetum Mikyska 1943 Pruno padi-Fraxinetum Oberd. 1953 Pruno padi-Fraxinetum excelsioris Oberd. 1953 Pado-Fraxinetum Oberd. 1953 Alnetum glutinosae Issler 1926 Querco-Carpinetum filipenduletosum Tx. 1937 Querco-Carpinetum alnetosum Faber 1933 Querco-Carpinetum alnetosum Oberd. 1936 Piceo-Alnetum Rubner 1954 Ribeso sylvestris-Alnetum glutinosae Tx. et Ohba 1975 Ribo sylvestris-Alnetum glutinosae Lemée 1937 corr. Tx. 1975 Alno-Fraxinetum Oberd. 1949 Filipendulo-Alnetum Passarge 1968 Filipendulo-Fraxinetum Passarge 1968 Filipendulo-Fraxinetum (Lemée 1937) Passarge 1968 Alno-Ulmetum Passarge 1953 Carici remotae-Fraxinetum typicum sensu auct. |
Traubenkirschen-Eschen-Auen-Wald Schwarzerlen-Eschenwald Schwarzerlen-Eschen-Auwald |
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Walentowski erläutert: "In Bayern weit verbreitet; viele Standorte sind wohl erst sekundär entstanden (einerseits aus Bruchwald, andererseits aus Auwald-Standorten), das Puno-Fraxinetum dürfte jedoch seinerseits vielfach durch die Umwandlung in (andere) Forste (z.B. Fichtenforst) bedroht sein, ebenso durch Siedlung (z.B. Sportplätze etc.)." Nach Türk fehlt die Gesellschaft in den Alpen, "gibt es aber im Alpenvorland, z.B. Innmoräne, Rotter Forst; hier 3!" Dierßen, Ewald und Härdtle verweisen darauf, daß - zumindest bei sehr weiter Fassung der Assoziation - der Name "Alno glutinosae-Fraxinetum Mikyska 1943" Gültigkeit haben müßte. So schlägt Ewald vor: "m.E. sollten Pruno-Fraxinetum und Carici remotae-Fraxinetum (+ einige Mikroass.) im weitgefaßten Alno-Fraxinetum zusammengefaßt werden." So weit geht beim Zusammenfassen sonst kein Mitarbeiter. Um den in Mitteleuropa über viele Jahrzehnte hinweg geläufigen Namen nicht verwerfen zu müssen, wurde an einen Konservierungsvorschlag für das "Pruno-Fraxinetum" gedacht; Mast hält das aber für überflüssig und begründet: "Das Alno-Fraxinetum Mikyska ist meiner Ansicht nicht gültig beschrieben, da in der Originalveröffentlichung Mikyska die Ass. "Alno glutinosae-Fraxinetum stellarietosum nemori" nennt (er meint damit die gesamte Gesellschaft), was dem Stellario-Alnetum inhaltlich voll entspricht. Zudem unterscheidet Mikyska innerhalb des "Alno glutinosae-Fraxinetum stellarietosum nemori" ausdrücklich zwei Subassoziationen (Subass. von Crepis paludosa mit einer starken inhaltlichen Nähe zum Stellario nemori-Alnetum crepidetosum paludosae Lohm. 1957 und Subass. von Mercurialis perennis mit inhaltlichen Überschneidungen zum Pruno-Fraxinetum mercurialietosum, s. z.B. Dierschke et al. 1987 Tuexenia 7), so dass der Name insgesamt mit dem Anhängsel "stellarietosum nemori" als ungültig anzusehen ist". |
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| XI | ZEH | Circaeo-Alnetum glutinosae Oberd. 1953 | Hexenkraut-Schwarzerlenwald | 3 | 2 | 3 | - |
| Fraxino-Alnetum glutinosae Matuszkiewicz 1952 Fraxino-Alnetum glutinosae Matuszkievicz 1952 Fraxino-Alnetum Matuszkievicz 1952 Piceo-Alnetum glutinosae Rubner 1954 Piceo-Alnetum glutinosae Rubner ex Oberd. 1957 Luzula sylvatica-Picea abies-Gesellschaft |
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Bushart meldet: "Mittelfränkische Vorkommen sind teilweise in einer deutlichen Grenzsituation zum Sphagno-Alnetum / Lysimachio nemorum-Alnetum. Stark gefährdet (2), weil meist überfichtet (was forstlich aber Unsinn ist, weil stark windwurfgefährdet, wird aber trotzdem immer wieder probiert)." Das Circaeo-Alnetum glutinosae wird hier auf Drängen einer Vielzahl von Mitarbeitern dem Pruno-Fraxinetum unterstellt, für die Rote Liste aber doch als getrennte Einheit bewertet. Der ältere Name "Fraxino-Alnetum Matuszkiewicz 1952" wird von Walentowski und Scheuerer (2000) als "Circaeo-Alnetum fraxinetosum" interpretiert. Als Assoziationsnamen ist er zu verwerfen, da er ein jüngeres primäres Homonym zum "Alno glutinosae-Fraxinetum Mikyska 1943" (= Pruno-Fraxinetum) darstellt. Das Circaeo-Alnetum wird von den meisten Mitarbeitern abgelehnt und dem Pruno-Fraxinetum zugeordnet. Die zwei wohl besten Kenner der Gesellschaft in Deutschland, Ewald und Walentowski, betrachten die Gesellschaft als unbedingt selbständig. Walentowski & Scheuerer (2000) nennen Circaea intermedia als regionale Kennart und eine Reihe von Differentialarten, meist Bodensäurezeiger, als weitere kennzeichnende Arten. |
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| XI | ASS | Carici remotae-Fraxinetum W. Koch 1926 ex Faber 1937 | Winkelseggen-Erlen-Eschenwald | 3 | 1 | 3 | V |
| Carici remotae-Fraxinetum W. Koch 1926 Carici remotae-Fraxinetum W. Koch 1926 ex Faber 1936 Equiseto telmateiae-Fraxinetum Oberd. 1957 ex Seibert 1987 Carex remota-Alnus incana-Gesellschaft Carici remotae-Alnetum incanae Feldner 1978 Carici remotae-Fraxinetum typicum sensu auct. |
Bach-Eschenwald Bach-Eschen-Wald |
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Im Schwarzwald nach Wilmanns ungefährdet. Auch Zahlheimer sieht eine schwächere Gefährdung: "M. E. im Hügelland V, in den Alpen *". Ewald vermutet: "leichte Flächenzunahme auf ehemaligen Naßwiesen des Gebirgsraumes?" Die Gesellschaft wird hier in der emendierten Form von Mast (1999) betrachtet. Sie umfaßt also nur die ehemalige Subassoziation mit Carex pendula, also den basenreichen Flügel der einst weiter gefaßten, in jener Form aber kennartenlosen Gesellschaft. Mast vermerkt dazu: "Es muss betont werden, dass die emendierte Fassung dem entspricht, was Koch und p.p. Faber beschrieben haben. Viele beziehen sich beim Carici-Fraxinetum auch auf Tüxen 1937, dessen Fassung zum guten Teil eine andere war (eben mit Carex remota als Kennart der Assoziation)". |
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| XI | ASS | Querco-Ulmetum Issler 1924 | Eichen-Ulmen-Auwald | 1 | 1 | 1 | - |
| Querco-Ulmetum minoris Issler 1924 Fraxino-Ulmetum Tx. 1952 Fraxino-Ulmetum (Tx. 1952) Oberd. 1953 Fraxino-Ulmetum campestris-effusae (Tx. 1952) Oberd. 1953 Crataego-Ulmetum minoris Crataego-Ulmetum laevis Violo odoratae-Ulmetum Ficario-Ulmetum Crataego-Quercetum Sambuco-Ulmetum minoris Passarge 1953 Carpino betuli-Ulmetum glabrae Hofmann 1960 Carpino-Ulmetum glabrae Hofmann 1960 Carpino-Ulmetum scabrae Hofmann 1960 Carpino-Ulmetum carpinifoliae Passarge 1953 Ulmo-Carpinetum Bogenrieder et Hügin 1978 non Passarge 1953 Equisetum hyemale-Quercus robur-Bestand des Alno-Ulmion Quercus robur-Auenwald |
Eichen-Ulmen-Auen-Wald Eichen-Ulmenwald Mitteleuropäischer Eschen-Ulmen-Eichen-Auwald Hartholzaue |
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Zahlheimer widerspricht der Einschätzung des Workshops "Laubwald": "Auf keinen Fall im Hügelland und in Deutschland Gef. St. 1, sondern 2." Einige Einzelstimmen: Das Querco-Ulmetum gehört zu den wenigen, von unseren Mitarbeitern uneingeschränkt akzeptierten Gesellschaften. Für die östlichen Bundesländer kommentiert Passarge: "außerdem im N: Crataego-Ulmetum minoris (Elbe) und Crataego-Ulmetum laevis (Oder)". Beide Einheiten werden - mangels Kennarten - hier mit zum Querco-Ulmetum gestellt, ebenso ein Schwarm weiterer ulmenreicher Auwald-Gesellschaften oder - als Fragmente - der "Equisetum hyemale-Quercus robur-Bestand des Alno-Ulmion" und der "Quercus robur-Auenwald" (in Trautmann et Lohmeyer 1960; Knopp 1987). Besonders zu erwähnen ist das Ulmo-Carpinetum Bogenrieder et Hügin 1978 non Passarge 1953. Es besiedelt frische bis mäßig trockene, basen- bzw. kalkreiche Auenlehme mit sporadischer Überflutung am mittleren und südlichen Oberrhein (anthropogene Galio-Carpineten?). |
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| XI | VRB | Carpinion betuli Issler 1931 | Eichen-Hainbuchen-Wälder | ||||
| Carpinion betuli Issler 1931 em. Oberd. 1953 Carpinion betuli Issler 1931 em. Oberd. 1957 Pulmonario-Carpinenion betuli Oberd. 1957 Galio sylvatici-Carpinenion betuli Oberd. 1957 Tilio cordatae-Carpinenion betuli Oberd. 1957 Carpino-Ulmetum carpinifoliae Passarge 1953 Carpino-Ulmetum minoris Passarge 1953 Carpino-Ulmetum minoris Passarge 1953 em. Schubert 1995 Carpino-Ulmetum scabrae Hofmann 1960 Carpino betuli-Ulmetum glabrae Hofmann 1960 Carpino-Ulmetum glabrae Hofmann 1960 Fagus sylvatica-Alnus glutinosa-Bestand Ulmus minor-Carpinus betulus-Mittelwald-Bestand Cypripedium calceolus-Carpinus betulus-Mittelwald |
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Die synsystematische Stellung und Gliederung der mitteleuropäischen Eichen-Hainbuchenwälder war und ist umstritten. Heinken schreibt zum Carpinion betuli: "Im Prinzip ist der gesamte Verband für Deutschland fraglich (s. Zacharias 1996), sollte aber (vorerst) beibehalten werden, weil erstens eine umfassende Neubearbeitung der Fagetalia fehlt und zweitens Eichen-Hainbuchenwälder gut erkennbar und damit für die Rote Liste gut zu bewerten sind." Auf die Gliederung des Verbandes in Unterverbände (Pulmonario-Carpinenion betuli, Galio sylvatici-Carpinenion betuli, Tilio cordatae-Carpinenion betuli) kann hier verzichtet werden. |
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| XI | ASS | Stellario-Carpinetum Oberd. 1957 | Sternmieren-Eichen-Hainbuchen-Wald | 3 | 2 | 3 | - |
| Stellario-Carpinetum betuli (Tx. 1930) Oberd. 1957 Stellario holosteae-Carpinetum betuli Oberd. 1957 Stellaria holostea-Carpinus-Fagion-Gesellschaft Querco-Carpinetum mogontiacense Knapp 1960 Querco-Carpinetum planare Oberd. 1952 Querco-Carpinetum Tx. 1937 Querco-Carpinetum medioeuropaeum Tx. 1937 Lathraeo-Carpinetum (Markgraf 1922) Scamoni et Passarge 1959 Cardamine pratensis-Carpinus betulus-Gesellschaft Ilex-Carpinus betulus-Gesellschaft Filipendulo-Carpinetum Schubert 1972 Dactylido-Carpinetum Hofmann 1959 Stachyo-Carpinetum Tx. 1930 Stachyo-Carpinetum (Tx. 1930) Passarge 1968 Carpini-Fraxinetum Dierßen 1988 |
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Bushart nimmt Stellung zum Ergebnis des Workshops "Laubwald": "Stellario-Carpinetum: ich plädiere im Bergland ebenfalls für Gefährdungsstufe 2 (und damit bundesweit ebenso). Natürliche Standorte sind hier deutlich seltener als im Flachland, aber wegen der relativen Standortsgunst ebenso oft landwirtschaftlich genutzt. Bei realen Eichen-Hainbuchenwäldern handelt es sich nicht unbedingt um Stellario-Carpineten, sondern sehr oft um wirtschaftsbedingte Eichen-Hainbuchen-Fazies von Buchenwäldern." Wie der Carpinion-Verband überhaupt, sind auch sämtliche Gesellschaften keineswegs unumstritten. Flintrop / Nowak möchten das klassische Stellario-Carpinetum am besten ganz verschwinden lassen: "Korrekt: Stellaria holostea-Carpinus-Fagion-Gesellschaft. Die Gesellschaft hat keine Kennart und gehört floristisch ins Fagion!" Da die synsystematische Neubearbeitung der Fagetalia für Deutschland noch aussteht, soll diesem tiefgreifenden Vorschlag (noch) nicht gefolgt werden. |
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| XI | ASS | Galio-Carpinetum Oberd. 1957 | Waldlabkraut-Eichen-Hainbuchen-Wald | 3 | 3 | 3 | - |
| Querco-Carpinetum submontanum Oberd. 1952 Querco-Carpinetum Tx. 1937 Querco-Carpinetum medioeuropaeum Tx. 1937 Poa chaixii-Carpinetum Oberd. 1957 Selino-Quercetum Meusel et Niemann 1971 Carex alba-Quercus robur-Gesellschaft Carici-Tilietum cordatae Th. Müller et Görs 1958 Querco-Carpinetum collinum Oberd. 1952 Tilio-Carpinetum Traczyk 1962 Polytricho-Carpinetum Scamoni 1959 |
Elsbeeren-Eichen-Hainbuchen-Wald | ||||||
In Deutschland meist anthropogen bedingte Ersatzgesellschaften von Buchenwäldern, vor allem Hordelymo-Fagetum und Carici-Fagetum. Mit allen Übergängen zu diesen. Von daher - wie der ganze Carpinion betuli-Verband - als selbständige Gesellschaft im Gebiet umstritten. Flintrop / Nowak schließen daraus: "Korrekt: Galium sylvaticum-Carpinus-Cephalanthero-Fagion-Gesellschaft. Die Gesellschaft hat keine Kennart und gehört floristisch ins Cephalanthero-Fagion!" Da die synsystematische Neubearbeitung der Fagetalia für Deutschland noch aussteht, soll diesem tiefgreifenden Vorschlag (noch) nicht gefolgt werden. Ausdrücklich hingewiesen sei aber auf eine Notiz von Türk: "Galio-Carpinetum: Natürlich gibt es Vorkommen, wo die Ass. sogar relativ großflächig die pnV bildet, z.B. im Unter- und Mittelfränkischen Trockengebiet auf Gipskeuper (azonale Standorte mit Pelosolcharakter)!" |
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| XI | VRB | Tilio platyphylli-Acerion pseudoplatani Klika 1955 | Hang- und Schluchtwälder | ||||
| Tilio-Acerion Klika 1955 Tilienion platyphylli (Moor 1975) Th. Müller in Oberd. 1992 Lunario-Acerenion pseudoplatani (Moor 1973) Th. Müller in Oberd. 1992 Deschampsio flexuosae-Acerenion pseudoplatani Th. Müller in Oberd. 1992 Dryopteris dilatata-Acer pseudoplatanus-Gesellschaft Deschampsio cespitosae-Aceretum pseudoplatani Bohn 1984 Deschampsia flexuosa-Acer pseudoplatanus-Gesellschaft Juniperus sabina-Taxus-Steilhangwald |
Schutthang-, Schlucht- und Blockwälder Linden-Ahorn-Schluchtwälder Edellaubbaum-Mischwälder, Linden-Ahornwälder, Sommerlinden-, Bergulmen- und Bergahorn-Mischwälder |
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Auf die Einteilung in Unterverbände (Tilienion platyphylli, Lunario-Acerenion pseudoplatani, Deschampsio flexuosae-Acerenion pseudoplatani) kann und soll hier verzichtet werden. Siehe hierzu auch die Diskussion der Clematis vitalba-Corylus avellana-Gesellschaften beim Berberidion. Besonders weit auseinander gehen die Vorstellungen darüber, wie die Gesellschaften im Lunario-Acerenion pseudoplatani zu fassen sind. Hier stehen mehrere Dutzend Assoziationsnamen zur Verfügung, die eine große Standortsvielfalt repräsentieren, die aber allesamt ohne gute Kennarten bleiben. Konsequenterweise könnte man alles zu einem einzigen sehr weit gefaßten Aceri-Fraxinetum zusammenfassen, was aber der Vielfalt und Eigenart der Einheiten überhaupt nicht entspricht. |
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| XI | ASS | Aceri-Tilietum platyphylli Faber 1936 nom. conserv. propos. | Spitzahorn-Sommerlinden-Wald | V | - | V | R |
| Tilio-Aceretum Faber 1936 Aceri-Tilietum Faber 1936 Aceri-Tilietum Faber 1936 ex Tx. 1952 Aceri platanoidis-Tilietum platyphylli Faber 1936 Aceri platanoidis-Tilietum platyphylli Faber 1936 ex Tx. 1952 Sorbo ariae-Aceretum pseudoplatani Moor 1952 Aceri-Tiletum myrtilletosum Oberd. 1992 Querco petraeae-Tilietum platyphylli Rühl 1967 Poo nemoralis-Tilietum cordatae Firbas et Sigmond 1928 Asperulo (odoratae)-Tilietum Keller 1974 Cynancho-Tilietum Winterhoff 1962 Vincetoxico-Tilietum platyphyllis Winterhoff 1962 |
Spitzahorn-Linden-Wald | ||||||
Nach Scheuerer im Hügel- und Bergland durch "Verfichtung" deutlich rückläufig und daher besser Kategorie V. Nach Türk hier und für Deutschland sogar Kategorie 3. Himmler schreibt zu Rheinland-Pfalz: "Sehr selten; wird von Robinien durchsetzt, auch Eutrophierung durch die Luft wirkt sich aus (-> Brombeeren)." Sonst vielfach für ungefährdet gehalten. Nach Ewald und Hölzel tritt die Gesellschaft in den Alpen nur sehr kleinflächig am Kochelsee und an Südhängen im Berchtesgadener Land, und muß dort mit "R" eingestuft werden. Bushart meldet: "Aceri-Tilietum: die Einbeziehung des Querco-Tilietum ist vor allem angesichts der Tatsache zu akzeptieren, dass eine ausreichende Gefährdungseinschätzung mangels flächendeckender Daten nicht möglich ist. Querco-Tilietum in Rheinland-Pfalz R oder G. Aceri-Tilietum im Berg-/Hügelland V, in den Alpen R (ausschließlich Berchtesgadener Land), insgesamt V." Das Aceri-Tilietum wird von den Mitarbeitern weitgehend als Assoziation akzeptiert. Nur Mast lehnt die Gesellschaft ab mit dem Hinweis: "gehört zum Fraxino-Aceretum". Müller (1992) führt neben dem Aceri-Tilietum noch das Querco petraeae-Tilietum platyphylli | |||||||