Die Rote-Liste der Pflanzengesellschaften Deutschlands

Ergebnisse des Symposiums

Koordinator: Erwin Rennwald, Verlag für interaktive Medien GbR, Tel. 07242/952614

      email Rennwald@vim.de, homepage http://www.vim.de

im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz, Bonn

Stand:16.07.00 04:14:09

KLA x   Lemnetea minoris De Bolòs et Masclans 1955  
Anmerkung SyntaxonomieWasserschweber-Gesellschaften sind fast immer sehr artenarm, oft genug bestehen ihre Bestände nur aus einer einzigen Art. "In Anbetracht der wenigen Arten, die die Lemnetea zusammensetzen, ist es erstaunlich, vieviele verschiedenene Gliederungsvorschläge in der Literatur angeboten werden. Neben der floristischen gewinnen strukturelle, ökologische, dominanzgeprägte und geographische Gesichtspunkte in einem viel höheren Maß an Bedeutung, als "normalerweise" in der pflanzensoziologischen Systematik" (Schratt 1993). Es ist ausgeschlossen, hier ein Konzept zu finden, das allen Wünschen gerecht wird. Gefolgt wird hier einem Konzept, das die Klasse in die zwei Ordnungen Lemnetalia minoris und Hydrocharitetalia mit - in unserem Gebiet - jeweils nur einem Verband (Lemnion minoris bzw. Hydrocharition morsus-ranae) ausgeht. Die - vielfach empfohlene - Aufteilung des Lemnion minoris in drei Verbände ist ökologisch zwar durchaus nachvollziehbar, floristisch aber keineswegs zwingend, weshalb hier darauf verzichtet wird. Die Zuordnung des Hydrocharition-Verbandes (im hier verwendeten Umfang) zu den Potamogetonetea wird nur von wenigen Autoren akzeptiert und bietet wenig Vorteile. Noch umstrittener ist die Zuordnung der beiden Wasserschlauch-Gesellschaften. Passarge (1999) faßt sie mit den Torfmoos-Wasserschlauchgesellschaften in der Klasse Utricularietea intermedio-minoris zusammen, wobei er für sie einen eigenen Verband (Utricularion vulgaris Pass. 64) und eine eigene Ordnung (Lemno-Utricularietea vulgaris. 78) vorsieht. Schratt (1993) akzeptiert den Verband Utricularion vulgaris Passarge 1964, stellt ihn aber mit der Ordnung Utricularietea minoris Den Hartog et Segal 1964 zu den Lemnetea minoris. Zumindest floristisch ist dieser Anschluß überzeugender. Unsere Mitarbeiter befürworten aber fast durchweg deren Anschluß im Hydrocharition-Verband.
ASS s                 Lemna minor-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieDie meisten Dominanzbestände von Lemna minor lassen sich dem Lemno-Spirodeletum eingliedern, wo dies nicht der Fall ist, können die Bestände einer weit gefaßten Lemna-minor-Basalgesellschaft der Klasse Lemnetea zugeordnet werden, wie sie z.B. von P. Wolff vertreten wird. Andere Mitarbeiter akzeptieren das Lemnetum minoris als Assoziation, wobei hier - mangels Kennarten - von einer Zentralassoziation des Lemnion minoris ausgegangen werden muß. Da im Einzelbestand die Unterscheidung von Lemnetum minoris und Lemna minor-Dominanzgesellschaft ausgeschlossen ist, werden die beiden Einheiten hier zusammengefaßt.

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Hügel-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Lemna minor-Gesellschaft  ** ** ** ** Wasserpfla
Anmerkung GefährdungVon Dierschke im Flach- und Hügelland in V eingestuft, von allen anderen mit * oder (öfter) **.

 

ORD x       Lemnetalia minoris De Bolòs et Masclans 1955  
VBD x           Lemnion minoris De Bolòs et Masclans 1955  
ASS x                 Lemnetum gibbae (W. Koch 1954) Miyawaki et J. Tx. 1960  
Anmerkung SyntaxonomieHilbig schreibt: "Das Wolffieto-Lemnetum gibbae von Bennema [nicht et al.] entspricht dem Lemnetum gibbae nur p.p. Da es nicht als Lemnetum gibbae beschrieben wurde, kann es auch nicht von Miyaw. u. J. Tx. emendiert werden. Koch hat zuerst das Lemnetum gibbae als Subass. gefaßt, daher Autorenzitat (W. Koch 54) Miyaw. et J. Tx. 60".

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Hügel-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Lemnetum gibbae (W. Koch 1954) Miyawaki et J. Tx. 1960 * * - * Wasserpfla

 

ASS x                 Lemno-Spirodeletum polyrhizae W. Koch 1954  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Lemno-Spirodeletum polyrhizae W. Koch 1954 * * - * Wasserpfla
Anmerkung Gefährdungin den Alpen fehlend, sonst meist * bis **, regional auch V oder 3; Wolff erläutert für Rheinland-Pfalz: "in den Strom- und großen Flußauen ungefährdet; außerhalb davon deutlich zurückgegangen;- das Eindringen von L. minuta u. L. turionofera bewirkt kein "deutliches Verdrängen"".

 

ASS x                 Lemna turionifera-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieWiegleb befürwortet die Aufstellung einer eigenen Assoziation "Lemnetum turioniferae Wolff et Jentsch 92", "weil häufig und offenkundig eingebürgert". Wolff hingegen kommentiert die "Lemna minuta-Lemna turionifera-Ges.": Lemna minuta- und Lemna turionifera-Dominanzbestände verhalten sich antagonistisch, räumlich und zeitlich: s. Wolff & Orschiedt 1993; Wolff, Diekjobst & Schwarzer 1994; Wolff 1995. Also sind die Arten keinesfalls für die gleiche Vegetationseinheit charakteristisch ! Keine L. turionifera-Assoziation, weil höchste Stetigkeit der Art im Lemnion trisulcae; die Dominanzgesellschaft gehört aber ins Lemnion gibbae. Das "Lemnetum turioniferae" hätte demnach keine Kennart. Pietsch betrachtet die Bestände als Ausbildung des Lemno-Spirodeletum.

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Lemna turionifera-Gesellschaft  * * - * Wasserpfla
Anmerkung GefährdungWolff teilt mit: "Lemna turionifera ist erst seit 1965 in Deutschland bekannt". Die Gesellschaft hat sich in tieferen Lagen erheblich ausgebreitet (1991 erstmals auch im Saarland), insgesamt ist über die Verbreitung aber noch wenig bekannt. Eine Gefährdung ist nicht zu erkennen.

 

ASS n                 Azolla filiculoides-Gesellschaft Felzines et Loiseau 1991 nom. invers. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieWolff plädiert dafür, den Namen Azollo filiculoidis-Lemnetum minusculae zu verwenden, also eine Assoziation anzuerkennen. Im Workshop wurde hingegen der neutralere Name "Azolla filiculoides-Gesellschaft" bevorzugt. Wolff hält allerdings weiterhin die Assoziation Azollo filiculoidis-Lemnetum minutae Felzines et Loiseau 1991 nom. invers. propos. für gerechtfertigt und notwendig. Begründung siehe Wolff, Diekjobst & Schwarzer 1994: 349, 368. Mit der jetzigen Gesellschaft gemeint sind hier alle von Azolla filiculoides (und Lemna minuta) dominierten Bestände. Die Gesellschaft wird von einigen Mitarbeitern auch als Lemna minuscula-Azolla filiculoides-Gesellschaft bezeichnet, von anderen verschiedenen Lemnion minoris-Gesellschaften als Varianten untergeordnet. Nach Wolff ist Azolla filiculoides "am ehesten eine Verbandscharakterart des Lemnion gibbae, jedenfalls in Deutschland". Außerhalb des dauerhaften Azolla-Areals können die Bestände nicht zum mediterranen Lemno minoris-Azolletum filiculoidis Br.-Bl. 1952 gerechnet werden. Anders ist es mit Lemna minuta (= L. minuscula). Die seit 1966 aus Deutschland bekannte Art hat sich hier fest eingebürgert und bildet - oft zusammen mit Azolla - eigene Bestände. Wolff, Diekjobst & Schwarzer 1994 schlugen daher die Namensinversion für die ursprünglich als Lemno minusculae-Azolletum filiculoidis beschriebene Gesellschaft vor.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Azolla filiculoides-Gesellschaft Felzines et Loiseau 1991 nom. invers. propos. * * - * Wasserpfla
Anmerkung GefährdungWolf kommentiert seine Assoziation: "Die Art (gültiger Name: L. minuta H., B. & K.) ist erst seit 1966 in Deutschland bekannt". Sie hat sich (bes. in SW-Deutschland) deutlich ausgebreitet." Wegen des positiven Trends wird die Gesellschaft auch im Flachland als ungefährdet betrachtet. Passarge nannte für Berlin Kategorie R und betonte das Fehlen in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Nach Wiegleb "Nur unbeständiges Vordringen in warmen Sommern (NW-Deutschland)."

 

ASS n                 Lemnetum trisulcae Knapp et Stoffers 1962  
Anmerkung SyntaxonomieHier verwendet im Sinne der Umgrenzung von Wolff, Diekjobst & Schwarzer (1994). [[Achtung: im workshop wurde als Autor "Den Hartog 1963 em. Wolff, Diekjobst et Schwarzer 1994" empfohlen. Die Nennung der Emendationsautoren ist laut Code (2. Fassung) verzichtbar, laut neuem Code sogar verboten; was aber spricht für "Den Hartog 1963" als Autor ? Ist die ältere Beschreibung von Knapp et Stoffers 1962ungültig ???]]
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Lemnetum trisulcae Knapp et Stoffers 1962 3 3 - 3 Wasserpfla
Anmerkung GefährdungNach Passarge in MV, BB und ST noch ungefährdet, von Wolff für das Flachland bereits als gefährdet eingestuft, für das Bergland ebenso. Regional noch stärker gefährdet (im Saarland nach Wolff "nur noch 2 ungefährdete Bestände bekannt; die übrigen gefährdet oder erloschen; - im vorigen Jahrhundert "fast überall" (für die Art: Schultz 1863)"). In den Alpen fehlend.

 

ASS n                 Riccietum fluitantis Slavnic 1956  
Anmerkung SyntaxonomieHier verwendet im Sinne der Umgrenzung von Tüxen (1974). Wie im Workshop beschlossen wird dabei das Riccietum rhenanae ausdrücklich einbezogen. Wolff und Passarge befürworteten die Beibehaltung eines eigenständigen Riccietum rhenanae neben einem Riccietum fluitantis mit Riccia fluitans s.str. in Deutschland. Alle anderen Mitarbeiter lehnten das ab oder waren unentschlossen. Wir folgten im ersten Vorschlag der Roten Liste daher Hilbig, der schrieb: "Wenn sich Riccia fluitans und R. rhenana nur durch die Ploidie unterscheiden (diploid, tetraploid) und es nicht klar ist, daß es sich in Deutschland alles eindeutig um R. rhenana handelt, muß die Assoziation Riccietum fluitantis Slavn. 56 heißen". Wolff verteidigte im Workshop Wasserpflanzen ausdrücklich nochmals seine Auffasung von der Selbständigkeit der beiden Assoziationen (die beiden AC sind zwei gute Arten), er war jedoch für die Naturschutzpraxis mit der beschlossenen Lösung der Zusammenfassung einverstanden, da die Arten im Gelände selbst für den Spezialisten nicht immer sofort erkennbar sind.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Riccietum fluitantis Slavnic 1956 3 3 - 3 Wasserpfla
Anmerkung GefährdungNur von Zacharias / von Drachenfels für das niedersächsische Flachland und Hügelland und von Wolff für das Saarland als noch ungefährdet bezeichnet, ebenso von Workshop-Teilnehmern für die Oberrheinebene. Sonst meist mit 3 eingestuft. In den Alpen fehlend.

 

ASS n                 Ricciocarpetum natantis Tx. 1974  
Anmerkung SyntaxonomieHier verwendet im Sinne der Umgrenzung von Tüxen (1974). Segal (1963) als Autor ist wegen unzureichender Originaldiagnose ungültig (vgl. Schratt 1993). [[muß die Gesellschaft - wie Passarge 1996 vorschlägt - "Lemno-Ricciocarpetum Segal 1966" heißen ?]]
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Ricciocarpetum natantis Tx. 1974 2 2 - 2 Wasserpfla
Anmerkung GefährdungNur Rademacher meldet die Gesellschaft aus dem südwestlichen Baden-Württemberg als ungefährdet, alle anderen stufen die Gesellschaft mit 3 oder - meist - 2 ein. In der Aussprache im workshop kam man zum Ergebnis, daß Kategorie 2 im Flach- und Bergland angebracht ist.. In den Alpen fehlend.

 

ASS n                 Spirodelo-Salvinietum natantis Slavnic 1956  
Anmerkung SyntaxonomieHier verwendet im Sinne der Umgrenzung von Müller & Görs (1960). In der Literatur z.T. zu einem eigenen Verband Lemno minoris-Salvinion natantis Slavnic 1956 bzw. Slavnic 1956 em. Tx. et Schwabe in Tx. 1981 gestellt.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Spirodelo-Salvinietum natantis Slavnic 1956 1 1 - 1 Wasserpfla
Anmerkung GefährdungNur Rademacher meldet die Gesellschaft aus dem südwestlichen Baden-Württemberg als ungefährdet, alle anderen Stufen die Gesellschaft mit 2 oder regional sogar 1 oder 0 ein. In den Alpen fehlend. [[Achtung: wenn es noch ungefährdete Bestände gibt, ist Kategorie 1 nicht angebracht !! Irrt Rademacher ?? Oder muß der workshop sein Ergebnis überdenken ?]]
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ASS x                 (Lemno minoris-)Wolffietum arrhizae Miyawaki et J. Tx. 1960  
Anmerkung SyntaxonomieNach den Daten unserer Mitarbeiter tritt Wolffia arrhiza in Deutschland immer nur sporadisch auf, so daß hier kein selbständiges Wolffietum arrhizae Miyawaki et J. Tx. 1960 (= Wolffio-Lemnetum gibbae Bennema in Bennema et Westhoff 1943) ausgebildet wird. Wolffia arrhiza-Bestände lassen sich im Gebiet in aller Regel dem Lemno-Spirodeletum polyrhizae oder dem Lemnetum gibbae anschließen. Hilbig allerdings schreibt: "Ja, es gibt, selten, ein eigenständiges Wolffietum arrhizae Miyaw. et J.Tx. 60, es wurde sporadisch in nährstoffreichen Kleingewässern in Brandenburg und Mecklenburg beobachtet und erfaßt." Von den Teilnehmern am Workshop Wasserpflanzen verteidigte nur Pietsch ausdrücklich die Selbständigkeit des Wolffietum arrhizae in Deutschland.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   (Lemno minoris-)Wolffietum arrhizae Miyawaki et J. Tx. 1960 D - - D Wasserpfla
Anmerkung GefährdungNach den Daten unserer Mitarbeiter tritt Wolffia arrhiza in Deutschland immer nur sporadisch auf, so daß hier kein selbständiges Wolffietum arrhizae Miyawaki et J. Tx. 1960 (= Wolffio-Lemnetum gibbae Bennema in Bennema et Westhoff 1943) ausgebildet wird. Wolffia arrhiza-Bestände lassen sich im Gebiet in aller Regel dem Lemno-Spirodeletum polyrhizae oder dem Lemnetum gibbae anschließen. Hilbig allerdings schreibt: "Ja, es gibt, selten, ein eigenständiges Wolffietum arrhizae Miyaw. et J.Tx. 60, es wurde sporadisch in nährstoffreichen Kleingewässern in Brandenburg und Mecklenburg beobachtet und erfaßt." Auch Pietsch verteidigt ausdrücklich die Selbständigkeit des Wolffietum arrhizae in Deutschland. Wir möchten die Gesellschaft mit Kategorie "D (Datenmangel)" in die Rote Liste aufnehmen.

 

ORD x       Hydrocharitetalia Rübel 1933  
Anmerkung SyntaxonomieWir stellen den Verband und die Ordnung hier zu den Lemnetea. Einige Mitarbeiter würden einen Anschluß bei den Potamogetonetea bevorzugen. Tatsächlich bestehen zu beiden Klassen mehr oder weniger enge Beziehungen.
VBD x           Hydrocharition Rübel 1933  
Anmerkung SyntaxonomieWir stellen den Verband und die Ordnung hier zu den Lemnetea. Einige Mitarbeiter würden einen Anschluß bei den Potamogetonetea bevorzugen.
ASS x                 Hydrocharitetum morsus-ranae van Langendonck 1935  
Anmerkung SyntaxonomieWiegleb (1976) macht darauf aufmerksam, daß Hydrocharis morsus-ranae und Stratiotes aloides ein ähnliches ökologisches Verhalten aufweisen. Müller (1977) faßt alle Vorkommen der beiden Arten in einer Gesellschaft Hydrocharitetum morsus-ranae zusammen. Dem stimmten seither etliche Pflanzensoziologen inhaltlich zu, vermerkten aber, daß der name "Stratiotetum aloidis Nowinski 1930) Priorität hat. Widerspruch gab es nicht nur von der "ostdeutschen Schule", sondern auch von Autoren, die nach dem Kennartenprinzip arbeiten, z.B. von Schratt (1993). Auch von unseren Mitarbeitern drängten etliche auf eine Trennung der beiden Gesellschaften - zumindest im Hinblick auf die Rote Liste. Diesem Wunsch wurde im Workshop Wasserpflanzengesellschaften - gegen den gut begründeten Widerstand von Ch. Blümel (Herr Wiegleg war nicht anwesend) - nachgegeben. [[Achtung: E.R. empfiehlt hier die Zusammenfassung zum Stratiotetum al. und der getrennten Bewertung von Stratiotetum s.str. und Hydrocharitetum für die RL, können die workshop-Teilnehmer dem zustimmen ??]]
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Hydrocharitetum morsus-ranae van Langendonck 1935 3 2 - 3 Wasserpfla
Anmerkung GefährdungNach Wiegleb im Flachland ungefährdet, sonst meist als stark gefährdet eingestuft; im Workshop Wasserpflanzen erfolgte eine Einigung auf Kategorie 3. Im Bergland teilweise als gefährdet, teilweise auch als vom Verschwinden bedroht eingestuft; insgesamt stark gefährdet. In den Alpen fehlend.
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ASS x                 Stratiotetum aloidis Nowinski 1930  
Anmerkung SyntaxonomieWiegleb (1976) macht darauf aufmerksam, daß Hydrocharis morsus-ranae und Stratiotes aloides ein ähnliches ökologisches Verhalten aufweisen. Müller (1977) faßt alle Vorkommen der beiden Arten in einer Gesellschaft Hydrocharitetum morsus-ranae zusammen. Dem stimmten seither etliche Pflanzensoziologen inhaltlich zu, vermerkten aber, daß der name "Stratiotetum aloidis Nowinski 1930) Priorität hat. Widerspruch gab es nicht nur von der "ostdeutschen Schule", sondern auch von Autoren, die nach dem Kennartenprinzip arbeiten, z.B. von Schratt (1993). Auch von unseren Mitarbeitern drängten etliche auf eine Trennung der beiden Gesellschaften - zumindest im Hinblick auf die Rote Liste. Diesem Wunsch wurde im Workshop Wasserpflanzengesellschaften - gegen den gut begründeten Widerstand von Ch. Blümel (Herr Wiegleg war nicht anwesend) - nachgegeben. [[Achtung: E.R. empfiehlt hier die Zusammenfassung zum Stratiotetum al. und der getrennten Bewertung von Stratiotetum s.str. und Hydrocharitetum für die RL, können die workshop-Teilnehmer dem zustimmen ??]]
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Stratiotetum aloidis Nowinski 1930 2 [S] - 2 Wasserpfla
Anmerkung GefährdungIm Flachland stark gefährdet; im Bergland nur synanthropes Auftreten.
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ASS x                 Lemno-Utricularietum vulgaris Soó 1947  
Anmerkung SyntaxonomieWährend alle anderen Mitarbeiter den Namen "Utricularietum vulgaris (Soó 1947) Passarge 1961" ablehnen, hält Wolff ihn für den wahrscheinlich gültigen. [[Was stimmt hier ?]] Die Gesellschaft wird je nach Autor zu verschiedenen Verbänden (Lemnion minoris, Hydrocharition, Utricularion vulgaris, Nymphaion) und zu verschiedenen Klassen (Lemnetea minoris, Potamogetonetea pectinati, Utricularietea) gestellt.
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Lemno-Utricularietum vulgaris Soó 1947 2 2 - 2 Wasserpfla
Anmerkung GefährdungKein einziger Mitarbeiter hält die Gesellschaft irgendwo in Deutschland für ungefährdet. Im Flachland scheint die Gesellschaft im Nordosten "nur" gefährdet zu sein, vielfach aber stärker gefährdet, ähnliches gilt für das Bergland, für das teilweise auch "vom Verschwinden bedroht" vergeben wird. Wie die Aussprache im workshop "Wasserpflanzen-Gesellschaften" gezeigt hat, ist generell Kategorie 2 angebracht.

 

ASS x                 Utricularietum neglectae T. Müller et Görs 1960  
Anmerkung SyntaxonomieDie Gesellschaft wird je nach Autor zu verschiedenen Verbänden (Lemnion minoris, Hydrocharition, Utricularion vulgaris, Nymphaion) und zu verschiedenen Klassen (Lemnetea minoris, Potamogetonetea pectinati, Utricularietea) gestellt.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Utricularietum neglectae T. Müller et Görs 1960 3 3 - 3 Wasserpfla
Anmerkung GefährdungBlümel (email 4.7.2000) vermerkt zu Mecklenburg-Vorpommern: "Utricularia neglecta gibt es bei uns nicht. Alle vorliegenden Belege wurden durch J. Casper (Casper & Krausch: Süßwasserflora Mitteleuropas Bde. 23, 24) revidiert."

 

ASS n                 Aldrovanda vesiculosa-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieDer Workshop Wasserpflanzen einigte sich - mit Vorbehalten - auf die Beibehaltung einer ranglosen "Aldrovanda vesiculosa-Gesellschaft" innerhalb der Hydrocharitetalia. Die Gesellschaft ist nach Pietsch in Brandenburg auch an die Utricularietea minoris anschließbar (als Utriculario-Aldrovandetum Pietsch 1973) [nach Passarge in litt. 23.6.2000 "Utriculario-Aldrovandetum Pietsch 1975" innerhalb des Sphagno-Utricularion]. Aldrovanda vesiculosa kann außerdem in Potamogetonetea- und Charetea-Gesellschaften auftreten.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Aldrovanda vesiculosa-Gesellschaft  1 0 - 1 Wasserpfla
Anmerkung GefährdungDie Gesellschaft tritt in Deutschland meist nur unbeständig auf. Im Flachland wurde sie von den Mitarbeitern mit 1 oder R eingestuft (im workshop zusammenfassend mit 1); im Bergland wird sie als verschwunden (Kategorie 0) geführt. [[ehemalige Vorkommen im Bergland wo ???]]
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KLA x   Charetea fragilis Fukarek ex Krausch 1964  
ORD x       Nitelletalia flexilis W. Krause 1969  
VBD x           Nitellion flexilis Dambska 1966  
Anmerkung Syntaxonomie[[Wiegleb lehnt Dambska 1966 als Autor ab. Warum ?]]
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ASS x                 Nitelletum flexilis Corillion 1957  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Nitelletum flexilis Corillion 1957 3 2 - 3 Wasserpfla

 

ASS x                 Charetum braunii Corillion 1957  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Charetum braunii Corillion 1957 2 1 - 1 Wasserpfla
Anmerkung Gefährdung[[Änderungsvorschlag gegenüber workshop: im Flachland 1 statt 2]]: email Klaus van de Weyer 4.7.2000: "Das Charetum braunii ist im Flachland (besser: Tiefland, Flachland gibt es auch in den Bergen) und Hügelland wohl besser jeweils mit 1 einzustufen. Es liegen nur wenige Vorkommen aus Hessen, Baden-Württemberg und Hessen vor. Daher haben wir auch die Art (SCHMIDT et al. 1996) bundesweit mit 1 eingestuft."
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ASS x                 Nitelletum capillaris Corillion 1957  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Nitelletum capillaris Corillion 1957 1 1 - 1 Wasserpfla
Anmerkung GefährdungBundesweit vom Verschwinden bedroht, nur von Pietsch aus der Niederlausitz noch mit Kategorie 2 gemeldet.

 

ASS x                 Nitelletum gracilis Corillion 1957  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Nitelletum gracilis Corillion 1957 2 2 - 2 Wasserpfla
Anmerkung Gefährdung[[Änderungsvorschlag gegenüber workshop: im Flachland 1 statt 2]]: email Klaus van de Weyer 4.7.2000: "Woher kommt beim Nitelletum gracilis, zu dem wir einige Aufnahmen aus NRW haben, die Einstufung 2/2/-/2? Hier sei auch wieder auf Schmidt et al. (1996) verwiesen. In NRW ist diese Gesellschaft mit 1 einzustufen."
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ASS x                 Nitelletum translucentis Corillion 1957  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Nitelletum translucentis Corillion 1957 1 1 - 1 Wasserpfla
Anmerkung GefährdungWorkshop-Ergebnis: "Gesamtlage überprüfen !" Dazu email Klaus van de Weyer 4.7.2000: "Zum Nitelletum translucentis haben wir 10 Vegetationsaufnahmen aus NRW."
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ASS x                 Chara delicatula-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomiePietsch betont die Eigenständigkeit dieser Gesellschaft.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Chara delicatula-Gesellschaft  3 3 G 3 Wasserpfla

 

VBD x           Nitellion syncarpo-tenuissimae W. Krause 1969  
ASS x                 Nitelletum opacae Corillion 1957  
Anmerkung SyntaxonomieDazu email Klaus van de Weyer 4.7.2000: "Wenn das Nitelletum opacae als eigenständige Ass. aufgeführt wird, muss auch das Nitelletum mucronatae Doll 1989 ergänzt werden; ich würde dies gegenüber einem weit gefassten Nitello-Vaucherietum dichotomae Krausch 1964 vorziehen." [[Bitte um Kommentare zu diesem Vorschlag; falls ja, welche Gefährdungsgrade ??]]
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Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Nitelletum opacae Corillion 1957 2 3 - 3 Wasserpfla
Anmerkung GefährdungIn der badischen Oberrheinebene nach Pätzold "nur" Kategorie 3 - eine Einstufung die auch für das Hügel- und Bergland und Deutschland als Ganzes übernommen wird. Nach Wolff schon "in der Pfalz höchstens fragmentarisch denkbar, keine rezenten Nachweise".
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ASS x                 Nitelletum syncarpo-tenuissimae   
Anmerkung SyntaxonomieDazu email Klaus van de Weyer 4.7.2000: "Analog bliebe zu prüfen, ob das Nitelletum syncarpae-tenuissimae Krause 1969 nicht in zwei Assoziationen (Nitelletum syncarpae Corillion 1957 und Nitelletum tenuissimae Schäfer-Guigner 1994). In NRW ist eine Aufteilung durchaus sinnvoll, auch wenn nur sehr wenige Aufnahmen vorliegen. [[Bitte um Kommentare zu diesem Vorschlag; falls ja, welche Gefährdungsgrade ??]]
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Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Hügel-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Nitelletum syncarpo-tenuissimae  2 3 - 3 Wasserpfla
Anmerkung GefährdungIm Flachland nach Dierßen 1, nach Pietsch 2; im Bergland für Baden-Württemberg (Pätzold) und das bayerische Alpenvorland (Schneider) mit 3 eingestuft, von anderen Bearbeitern teilweise auch wesentlich höher.
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ASS x                 Tolypelletum proliferae Krause 1969  
Anmerkung SyntaxonomieDie Gesellschaft ist keineswegs unumstritten. Pietsch bestritt ausdrücklich ihre Selbständigkeit, akzeptierte sie im Workshop Wasserpflanzen dann aber doch. Dazu email Klaus van de Weyer 4.7.2000: "Das Tolypelletum proliferae gehört in das Charion vulgaris. Pott hat sehr viele Fähigkeiten, nur bei seiner Beschreibung, die auf einen Diplomanden zurückgeht, liegt eine Verwechslung mit Nitella translucens vor (vgl. Wagner 1995). Zudem liegt meines Wissens eine ältere Beschreibung der Ass. von Guerlesquin 1961 vor. Auch beim Tolypelletum proliferae sei auf Schmidt et al. (1996) verwiesen, eine Einstufung als 2 ist m.E. nicht nachvollziehbar, besser wäre 1/1/-/1.
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Tolypelletum proliferae Krause 1969 2 2 - 2 Wasserpfla
Anmerkung GefährdungIm Flachland nach Dierßen 1, nach Pietsch 2; im Bergland nur in der badischen Oberrheinebene (nach Pätzold 2). Dazu email Klaus van de Weyer 4.7.2000: "Auch beim Tolypelletum proliferae sei auf Schmidt et al. (1996) verwiesen, eine Einstufung als 2 ist m.E. nicht nachvollziehbar, besser wäre 1/1/-/1. [[Bitte um Stellungnahme zu diesem Änderungsvorschlag !!]]
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ORD x       Charetalia hispidae Sauer ex Krausch 1964  
Anmerkung SyntaxonomieDie Gliederung der Charetalia hispidae wird unterschiedlich gehandhabt. Abgetrennt wird meist ein ein Verband Charion canescentis, der die halophilen Gesellschaften, vor allem das Charetum canescentis, daneben - je nach Auffassung, auch das Charetum balticae, das Charo-Tolypelleteum nidificae und die Chara-filiformis-Gesellschaft (Charetum filiformis) umfaßt. Schon Pott (1995) macht darauf aufmerksam, daß dieser Verband nur äußerst schwach gegen den nicht halophilen Charion fragilis-Verband (als Charion hispidae bezeichnet) differenziert ist. Standörtlich gibt es enge Verzahnungen mit den Ruppietea. Wir folgen hier Dierßen und Pietsch, die empfehlen, das (Charo-)Tolypelletum nidificae ganz aus den Charetea zu lösen und zu den Ruppietea zu stellen. Zwei ephemere Initialgesellschaften, das Charetum vulgaris und das Charo-Tolypelletum intricatae, werden je nach Autor als Unterverband Charenion vulgaris oder als Verband Charion vulgaris zusammengefaßt. Der ganze Rest an Gesellschaften bleibt als Sammeltopf beieinander. Auch wenn dieses Konzept nicht sonderlich befriedigt, wird es hier beibehalten. Alternative wäre ein einheitlicher Charion fragilis-Verband mit allen genannten Gesellschaften.
VBD x           Charion fragilis Krausch 1964  
Anmerkung SyntaxonomieTrotz erheblicher Bedenken wird die von den meisten Autoren befürwortete Aufteilung der Charetalia hispidae in die drei Verbände Charion fragilis, Charion vulgaris und Charion canescentis hier beibehalten.
ASS x                 Charo-Tolypelletum glomeratae Corillion 1957  

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Charo-Tolypelletum glomeratae Corillion 1957 2 3 G 3 Wasserpfla

 

ASS x                 Charetum asperae Corillion 1957  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Charetum asperae Corillion 1957 3 3 G 3 Wasserpfla

 

ASS x                 Charetum strigosae Melzer 1976  
Anmerkung SyntaxonomieEventuell mit dem Charetum asperae zusammenzufassen. [[was spricht gegen die Priorität des Namens "Charetum strigosae Dambska 1966" ?]]

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Charetum strigosae Melzer 1976 2 2 G 2 Wasserpfla

 

ASS n                 Magnocharetum hispidae Corillion 1957  
Anmerkung Syntaxonomie[[Achtung: Das "Charetum hispidae Corillion 1957" wurde von allen unseren Bearbeitern anerkannt, obwohl es sich dabei nach Schratt (1996) um einen Phantomnamen handelt - im Rote Liste-Entwurf wurde deshalb der nach Schratt (l.c.) korrekte Name "Magnocharetum hispidae Corillion 1957" verwendet. Die Workshop-Teilnehmer Wasserpflanzen-Gesellschaften verständigten sich wieder auf den Namen Charetum hispidae. Ich bitte um eine Begründung dafür, daß er nicht als "Phantomname" aufzufassen sei.]] Oft mit hier einbezogen wird das Charetum equisetinae, dessen Eigenständigkeit allerdings von Pietsch befürwortet wird, was der Workshop Wasserpflanzen mehrheitlich akzeptierte.
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Magnocharetum hispidae Corillion 1957 2 3 3 3 Wasserpfla

 

ASS +                 Charetum equisetinae Schmidt 1981  
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop + Charetum equisetinae Schmidt 1981 2 2 Wasserpfla

 

ASS x                 Charetum intermediae Melzer 1976  
Anmerkung SyntaxonomieAnmerkung W.Krause und G.Lang 1975 in Oberdorfer 1977: "Einartassoziation aus der von Ch.hispida habituell unterschiedenen Ch.intermedia A.Br. [= Chara hispida var. major f. intermedia (A.Br.) R.D.W.]. Seltener als das Charetum hispidae und offensichtlich nicht im Bereich des kalt-stenothermen Wassers. In Oberbayern häufig im Ostersee-, seltener im Eggstättersee-Gebiet. [[Die Gesellschaft wurde von allen unseren Bearbeitern anerkannt, heißt das, daß auch die Artrechte von C. intermedia akzeptiert werden ? Ist der ältere Name "Charetum aculeolatae Dambska 1966" bzw. angepaßt "Charetum intermediae Dambska 1966" ungültig ?]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Charetum intermediae Melzer 1976 3 2 3 2 Wasserpfla

 

ASS x                 Charetum tomentosae Corillion 1957  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Charetum tomentosae Corillion 1957 3 2 G 3 Wasserpfla
Anmerkung GefährdungIm Flachland nach Dierßen 2, nach Pietsch 3; im Bergland nach Dierßen 2, in Baden-Württemberg D (Rademacher), in Rheinland-Pfalz verschwunden (Kategorie 0: Wolff), nur im bayerische Alpenvorland 3 (Schneider); in den Alpen G (Schneider).

 

ASS x                 Nitellopsidetum obtusae Sauer ex Dambska 1961  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Nitellopsidetum obtusae Sauer ex Dambska 1961 2 3 G 3 Wasserpfla

 

ASS x                 Charetum fragilis Fijalkowski 1960  
Anmerkung SyntaxonomieDierßen empfiehlt die Fassung als "Chara fragilis-Basalgesellschaft", die anderen Mitarbeiter befürworten die Fassung als Assoziation.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Charetum fragilis Fijalkowski 1960 * * * * Wasserpfla

 

ASS x                 Charo-Tolypelletum intricatae Corillion 1957  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Charo-Tolypelletum intricatae Corillion 1957 1 2 - 2 Wasserpfla
Anmerkung GefährdungIn einem email von Klaus van de Weyer wird die vom workshop vorweggenomme Einstufung im Flachland in Kategorie 1 befürwortet: "Auch beim Charo-Tolypelletum intricatae würde ich im Tiefland eine 1 für sinnvoller halten."

 

ASS s                 Charetum filiformis Jeschke (1959) 1961  
Anmerkung SyntaxonomieUmgrenzung und Nomenklatur der Chara-Sippe wie auch der zugehörigen Gesellschaft oder Assoziation sind noch mit großen Unsicherheiten behaftet.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Charetum filiformis Jeschke (1959) 1961 1 - - 1 Wasserpfla

 

VBD x           Charion vulgaris (W. Krause et Lang 1977) Krause 1981  
ASS x                 Charetum vulgaris Corillion 1957  
Anmerkung Syntaxonomie[[mehrere Mitarbeiter empfehlen als gültigen Namen "Charetum vulgaris Krause 1969"; was spricht gegen Corillion 1957 als Autor ?]]
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Charetum vulgaris Corillion 1957 * * V * Wasserpfla

 

ASS +                 Charetum contrariae Corillion 1957  
Anmerkung SyntaxonomiePietsch befürwortet die Eigenständigkeit als Assoziation, die auch vom Workshop Wasserpflanzen als solche akzeptiert wurde. Die Chara contraria-Gesellschaft oder das Charetum contrariae werden ansonsten meist beim Charetum vulgaris einbezogen.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop + Charetum contrariae Corillion 1957 3 * - 3 Wasserpfla

 

VBD x           Charion canescentis Krausch 1964  
Anmerkung SyntaxonomieDieser Verband von Brackwasser-Characeen-Gesellschaften ist sehr schlecht charakterisiert und vielleicht doch besser beim Charion fragilis einzubeziehen. das oft hierher gestelte (Charo-)Tolypelletum nidificae wurde von uns den Ruppietea zugeordnet.
ASS x                 Charetum canescentis Corillion 1957  
Anmerkung SyntaxonomieHier in der emendierten Form sensu van Raam & Schaminée (1988).

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Charetum canescentis Corillion 1957 2 - - 2 Wasserpfla

 

KLA x   Zosteretea marinae Pignatti 1953  
ORD x       Zosteretalia marinae Beguinot 1941  
VBD x           Zosterion marinae Christiansen 1934  
ASS x                 Zosteretum marinae Borgesen ex van Goor 1921  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Zosteretum marinae Borgesen ex van Goor 1921 3 - - 3 Salzpflanz
Anmerkung GefährdungWorkshop-Ergebnis: Ostsee derzeit ungefährdet.

 

ASS x                 Zosteretum noltii Harmsen 1936  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Zosteretum noltii Harmsen 1936 3 - - 3 Salzpflanz
Anmerkung GefährdungWorkshop-Ergebnis: Ostsee R, stabil.

 

KLA x   Thero-Salicornietea Pignatti 1953  
Anmerkung SyntaxonomieHier in der emendierten Form von Tüxen in Tüxen & Oberdorfer (1958).
ORD x       Thero-Salicornietalia europaeae Pignatti 1953  
Anmerkung SyntaxonomieHier in der emendierten Form von Tüxen in Tüxen & Oberdorfer (1958).
VBD x           (Thero-)Salicornion strictae Br.-Bl. 1933  
Anmerkung SyntaxonomieHier in der emendierten Form von Tüxen (1950). Die von einigen Autoren und Mitarbeitern empfohlene Auftrennung in zwei Verbände "Salicornion strictae" und "Salicornion ramosissimae" ist floristisch kaum zu begründen.
ASS x                 Salicornietum strictae Christiansen 1955 ex Tx. 1974  
Anmerkung Syntaxonomie[[Salicornietum dolichostachyae Knauer 1952 als gültiger Name ?]]
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Salicornietum strictae Christiansen 1955 ex Tx. 1974 * - - * Salzpflanz
Anmerkung GefährdungOstsee bei Kattegatt

 

ASS x                 Salicornietum brachystachyae Christiansen 1955  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Salicornietum brachystachyae Christiansen 1955 3 3 - 3 Salzpflanz
Anmerkung GefährdungOstseeküste 3, Binnenland 2 an primären Standorten. An der Nordsee ungefährdet. [[Bergland: Zacharias fragen im Binnenland.]]
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ASS x                 Salicornietum decumbentis (König 1960) Schwabe et Tx. 1974  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Salicornietum decumbentis (König 1960) Schwabe et Tx. 1974 R - - R Salzpflanz

 

ASS x                 Suaedetum maritimae (Conard 1935) Pignatti 1953  
Anmerkung SyntaxonomieSuaeda flexilis ist als Taxon mit Artrang umstritten; so ist es nicht möglich, darauf eine Gesellschaft aufzubauen. Die Bestände gehören zum Suaedetum maritimae.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Suaedetum maritimae (Conard 1935) Pignatti 1953 3 - - 3 Salzpflanz

 

ASS x                 Suaedo-Bassietum hirsutae Br.-Bl. 1928  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Suaedo-Bassietum hirsutae Br.-Bl. 1928 R - - R Salzpflanz
Anmerkung Gefährdunghochdisjunkte Vorkommen an Nord- und Ostsee

 

KLA x   Cakiletea maritimae Tx. et Preising 1950  
ORD x       Cakiletalia maritimae Tx. in Oberd. (1949) 1950  
VBD x           Atriplicion littoralis Atriplicion littoralis  
ASS x                 Polygonetum raii Nordhagen 1940  
Anmerkung SyntaxonomieHier excl. "Atriplicetum glabriusculo-calothecae (Fröde) Tx. 1950 ex Fröde 1958", das manchmal hier einbezogen, des öfteren aber als selbständige Assoziation geführt wird.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Polygonetum raii Nordhagen 1940 R - - R Salzpflanz

 

ASS +                 Atriplicetum glabriusculo-calothecae (Fröde) Tx. ex Fröde 1958  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop + Atriplicetum glabriusculo-calothecae (Fröde) Tx. ex Fröde 1958 2 - - 2 Salzpflanz
Anmerkung GefährdungHiddensee und Rügen

 

ASS x                 Atriplicetum littoralis (Warming 1906) Tx. 1937  
Anmerkung Syntaxonomie[[Passarge lehnt Feekes 1936 als nomen nudum ab, weshalb Tx. 1937 als gültiger Autor nachrücken müßte - hat er recht ?]]
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Atriplicetum littoralis (Warming 1906) Tx. 1937 * - - * Salzpflanz

 

KLA +   Honckenyo-Elymetea Tx. 1966  
ORD +       Honckenyo-Elymetalia Tx. 1966  
Anmerkung Syntaxonomie[Autor: Galiano ????###]
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VBD +           Agropyro-Rumicion Nordhagen 1940  
ASS x                 Crambeetum maritimae (Eklund 1932) Eigner 1973  
Anmerkung SyntaxonomieDie Gesellschaft wurde bisher meist zum Atriplicion littoralis und damit zu den Crambetea maritimae gestellt. Dierßen empfiehlt die Zuordnung zur Klasse Honckenyo-Elymetea und dort zum Verband Agropyro(Elymo)-Rumicion. Auch Türk spricht sich für eine Zuordnung zur Klasse Honckenyo-Elymetea aus und begründet die Abtrennung von den Crambetea maritimae damit, daß desen typische Arten nach Norden hin in der Gesellschaft nahezu ausfallen.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Crambeetum maritimae (Eklund 1932) Eigner 1973 2 - - 2 Salzpflanz
Anmerkung GefährdungSchleswig-Holstein: Ostseeküste 3

 

ASS x                 Cakiletum maritimae Van Dieren 1934  
Anmerkung SyntaxonomieNach Ansicht des Workshops Salzpflanzengesellschaften nicht - wie bisher üblich - zu den Cakiletea, sondern den Honckenyetea zu stellen. [[Passarge lehnt van Dieren 1934 als Autor ab und möchte statt dessen Nordhagen 1940 einsetzen - warum ? ist van Dieren 1934 ungültig ?]]
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Cakiletum maritimae Van Dieren 1934 3 - - 3 Salzpflanz
Anmerkung GefährdungNordsee 3, Ostsee 2; überall stark gefährdete Untereinheiten

 

ASS x                 Beta maritima-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieDierßen erkennt diese Gesellschaft nicht als eigenständig an und sieht in ihr einen Bestandteil des Festuco-Leymetum arenariae, also einer Gesellschaft der nordischen Klasse Honckenyo-Elymetea bzw. des dortigen Verbandes Agropyro(Elymo)-Rumicion. Des öfteren wurden die Wildrüben-Spülsäume Helgolands auch zu den Cakiletea gestellt.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Beta maritima-Gesellschaft  R - - R Salzpflanz

 

VBD x           Honkenyion peploidis Tx. in Br.-Bl. et Tx. 1952  
ASS x                 Elymo-Agropyretum juncei Br.-Bl. et de Leeuw 1936  
Anmerkung SyntaxonomieUnter Vorbehalt hierher gestellt wird die Honkenya peploides-Gesellschaft. Die Pionierbestände von Honkenya lassen sich vielfach dem Elymo-Agropyretum juncei angliedern, teilweise gehören sie aber auch in ganz andere Klassen.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Elymo-Agropyretum juncei Br.-Bl. et de Leeuw 1936 * - - * Salzpflanz
Anmerkung GefährdungMecklenburg-Vorpommern 2, Schleswig-Holstein und Niedersachsen *

 

ASS x                 Atriplici-Elymetum pycnanthi Br.-Bl. et De Leeuw 1936  
Anmerkung SyntaxonomieDierßen schreibt zur Gesellschaft: "als Atriplici-Elymetum pycnanthi zu bezeichnen. Keine Auftrennung in Atriplici-Agropyretum pungentis und Astero-Agropyretum repentis. Elymus repens ssp. littoralis-Ges. = Agropyretum repentis * arenosi Nordh. 1940 --> AD Agropyro(Elymo-)Rumicion--> Honckenyo-Elymetea ferner Elymus x acutus-Ges. und Lepidium latifolium-Ges. zu der Klasse Honckenyo-Elymetea." Die Gesellschaft wird oftmals zum Armerion maritimae gestellt. Erkennt man die Klasse Honkenyo-Elymetea auch für Deutschland an, ist sie besser hierher zu stellen.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Atriplici-Elymetum pycnanthi Br.-Bl. et De Leeuw 1936 * - - * Salzpflanz

 

KLA x   Spartinetea maritimae Tx. 1961  
ORD x       Spartinetalia maritimae Conard 1935  
VBD x           Spartinion maritimae Conard 1952  
ASS x                 Spartinetum anglicae Corillion 1953  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Spartinetum anglicae Corillion 1953 ** - - ** Salzpflanz

 

KLA x   Ammophiletea arenariae Br.-Bl. et Tx. 1943  
ORD x       Ammophiletalia Br.-Bl. 1933  
VBD x           Ammophilion arenariae Br.-Bl. 1933  
ASS x                 Elymo-Ammophiletum Br.-Bl. et de Leeuw 1936  
Anmerkung SyntaxonomieDierßen und Türk plädieren dafür, das "Potentillo-Elymetum arenariae Tx. 1966" nicht hier einzuschließen, sondern als eigene Assoziation in der Klasse "Honckenyo-Elymetea (Leymetea) Tx. 1966" zu führen. Dazu gehörten dann auch Teile der "Honckenya peploides-Gesellschaft" sowie evtl. auch das Crambetum maritimae Eklund 1932 (nach Türk enthalten beide Gesellschaften im Norden kaum noch Cakiletea-Arten, so daß ihr Anschluß dort wenig Sinn macht).

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Elymo-Ammophiletum Br.-Bl. et de Leeuw 1936 * - - * Salzpflanz
Anmerkung GefährdungMecklenburg-Vorpommern 3, Schleswig-Holstein und Niedersachsen *; regional Schwund bezeichnender Sippen

 

KLA x   Juncetea maritimi Br.-Bl. 1931  
ORD x       Glauco-Puccinellietalia Beeftink et Westhoff 1962  
Anmerkung SyntaxonomieNicht akzeptiert wird hier die "Atriplex salina-Aster tripolium-Geselschaft". Es handelt sich hierbei um eine Überlagerung von Juncetea maritimi- und Cakiletea-Beständen, vielfach einfach um Fragmente. Außerdem ist Atriplex salina nach Wisskirchen (1999) kein gültig beschriebenes Taxon - auf ihm kann also auch keine Syntaxon aufgebaut werden.
VBD x           Puccinellion maritimae Christiansen 1927  
Anmerkung SyntaxonomieHier nicht als getrennte, für Deutschland relevante Assoziation geführt wird das "Spergulario salinae-Juncetum ranarii Passarge 1999". Der Workshop Salzpflanzen-Gesellschaften notierte: "Auf dem strandtopographischen Niveaeu des Verbandes können an der Nordsee Plantago maritima und Limonium vulgare aspektbestimmend auftreten ("Plantagini-Limonietum" auct.)" [[Die einzige positive Rückmeldung zum Spergulario salinae-Juncetum ranarii Passarge 1999 bzw. zum Juncetum ranarii ass. coll. Passarge 1999 stammt von Passarge. Es ist geplant, diese allenfalls regional bedeutsame und praktisch nicht durch Kennarten charakterisierte für die Bundesliste wegzulassen. Gibt es hierzu Kommentare ??]]
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ASS x                 Puccinellietum maritimae Christiansen 1927  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Puccinellietum maritimae Christiansen 1927 * D - * Salzpflanz
Anmerkung GefährdungOstsee potentiell positiv; regional Schwund bezeichnender Sippen, Halimione pedunculata durch Nutzungsauflassung

 

ASS x                 Halimionetum portulacoidis Kuhnholtz-Lordat 1927  
Anmerkung SyntaxonomieDas Plantagini-Limonietum (Christiansen 1927) Westhoff et Segal 1961 wird von Vahle und einigen anderen als eigenständige Assoziation anerkannt. Seine Eigenständigkeit ist aber umstritten. Gute Kennarten fehlen. Wir stellen die Gesellschaft hier - Dierßen folgend - zum Halimionetum in den Puccinellion maritimae-Verband.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Halimionetum portulacoidis Kuhnholtz-Lordat 1927 3 - - 3 Salzpflanz
Anmerkung Gefährdungpositive Entwicklung durch Rücknahme der Beweidung

 

ASS x                 Spergulario-Puccinellietum distantis Feekes (1934) 1943  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Spergulario-Puccinellietum distantis Feekes (1934) 1943 3 * - 3 Salzpflanz
Anmerkung Gefährdungungefährdet an Sekundärstandorten, gefährdet an Primärstandorten; im Bergland nur an Sekundärstandorten vorhanden und dort ungefährdet.

 

ASS x                 Puccinellietum retroflexae (Almquist 1929) Beeftink 1965  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Puccinellietum retroflexae (Almquist 1929) Beeftink 1965 D - - D Salzpflanz

 

VBD x           Armerion maritimae Br.-Bl. et de Leeuw 1936  
ASS x                 Juncetum gerardii Nordhagen 1923 nom. conserv. propos.  
Anmerkung Syntaxonomiehier inklusive binnenländischer Fragmente (Juncus gerardi-Gesellschaft). Nach Dierßen und dem Workshop Salzpflanzen-Gesellschaften handelt es sich beim hier ins Juncetum gerardi eingezogenen Junco-Caricetum extensae Br.-Bl. et De Leeuw 1936 um keinen eigenständigen Vegetationstyp. Andere Autoren betonen hingegen die Eigenständigkeit der Gesesellschaft und nennen Carex extensa sowie Odontites verna ssp. serotina als Kennarten. Da der Nordhagen'sche Name mit der 3. Ausgabe des Code (ICPN) ungültig wird, wird hier vom Workshop Salzpflanzen dessen Konservierung empfohlen.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Juncetum gerardii Nordhagen 1923 nom. conserv. propos. * 3 - * Salzpflanz
Anmerkung GefährdungRegional seltene Ausbildungen Gefährdungsgrad 3, Carex extensa-Ausbildung (= Junco atricapilli-Caricetum extensae) Gefährdungsgrad 2. In Bayern (Fränkische Saale) 1.

 

ASS -                 Junco-Caricetum extensae Br.-Bl. et De Leeuw 1936  
Anmerkung SyntaxonomieNach Dierßen und dem Workshop Salzpflanzen-Gesellschaften handelt es sich beim hier ins Juncetum gerardi eingezogenen Junco-Caricetum extensae Br.-Bl. et De Leeuw 1936 um keinen eigenständigen Vegetationstyp. Andere Autoren betonen hingegen die Eigenständigkeit der Gesesellschaft und nennen Carex extensa sowie Odontites verna ssp. serotina als Kennarten.

 

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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ASS - Junco-Caricetum extensae Br.-Bl. et De Leeuw 1936   2 - - 2 Salzpflanz

 

ASS x                 Artemisietum maritimae Br.-Bl. et de Leeuw 1936  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Artemisietum maritimae Br.-Bl. et de Leeuw 1936 * 2 - * Salzpflanz
Anmerkung Gefährdungprimäre Vorkommen im Binnenland (Thüringen) Gefährdungsgrad 2

 

ASS x                 Blysmetum rufi G.E. et G. Du Rietz 1925 nom. conserv. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieDas Blysmetum rufi ist als Assoziation unumstritten. Wir stellen es hier mit der Mehrzahl der Autoren zum Armerion maritimae, also zu den Juncetea maritimi. Dierßen empfiehlt eine Zuordnung zum Bolboschoenion maritimi. Da der Du Rietz'sche Name mit der 3. Ausgabe des Code (ICPN) ungültig wird, wird hier vom Workshop Salzpflanzen dessen Konservierung empfohlen.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Blysmetum rufi G.E. et G. Du Rietz 1925 nom. conserv. propos. 2 - - 2 Salzpflanz

 

ASS x                 Ononis spinosa-Carex distans-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieDierßen schreibt zum "Ononido-Caricetum distantis Tx. 1955 em. Pott 1992": Die Gesellschaft ist weder von Tx. 1955 gültig beschrieben worden, noch von Pott 1992 den Nomenklaturregeln gemäß emendiert. Sie sollte vor ihrer den Nomenklaturregeln entsprechenden Beschreibung als Gesellschaft geführt werden. Was hier auch geschieht. Wahrscheinlich sind auch die kennartenlosen Syntaxa Deschampsio-Caricetum distantis und Trifolio fragiferae-Caricetum distantis (bzw. Agrostio maritimae-Trifolietum fragiferae Westhoff (1947) ex Sykora 1982) hier einzuschließen.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Ononis spinosa-Carex distans-Gesellschaft  3 2 - 3 Salzpflanz
Anmerkung GefährdungNur Küste; ähnliche Vergesellschaftungen an Salzstellen des Binnenlandes Gefährdungskategorie 2.

 

ASS x                 Oenantho-Juncetum maritimi Tx. 1937  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Oenantho-Juncetum maritimi Tx. 1937 3 - - 3 Salzpflanz

 

ASS x                 Armerion-Gesellschaften   
Anmerkung SyntaxonomieHierher Festuca rubra ssp. litoralis-Gesellschaft, Ononis spinosa-Carex distans-Gesellschaft (Gefährdungsgrad 3), Hordeum secalinum-Gesellschaft (Gefährdungsgrad 3); an der Ostsee treten Limonium-reiche Bestände faziesbildend im Armerion auf.

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Armerion-Gesellschaften  * * - * Salzpflanz
Anmerkung GefährdungHierher Festuca rubra ssp. litoralis-Gesellschaft, Ononis spinosa-Carex distans-Gesellschaft (Gefährdungsgrad 3), Hordeum secalinum-Gesellschaft (Gefährdungsgrad 3);

 

VBD x           Bolboschoenion maritimi Dahl et Hadac 1941  
Anmerkung SyntaxonomieÜbereinstimmenden Vorschlägen von Dierßen und Nowak / Flintrop folgend wird der Verband hier aus den Phragmitetalia australis ausgelagert und den Juncetea maritimi (Asteretea tripolii) zugewiesen. Nicht näher ausgewiesen wird die "Scirpus tabernaemontanus-Bolboschoenion maritimi-Gesellschaft" (Scirpetum tabernaemontani). Gemeint sind hier nur Bestände im Brackwasserbereich. Die Gesellschaft kann nicht als Assoziation anerkannt werden, da die Art in verschiedenen Verbänden und (je nach Auffassung) verschiedenen Klassen aspektbestimend auftritt. Dierßen schreibt dazu: "heterogen; unter brackigen Verhältnissen zum Bolboschoenion, Bolboschoenetum; im Binnenland als Phragmition-Basalgesellschaft".
ASS x                 Bolboschoenetum maritimi Van Langendonck 1931  
Anmerkung SyntaxonomieEinschließlich Astero-Phragmitetum Krisch 1974; die sippensystematische Gliederung von Bolboschoenus maritimus und die pflanzensoziologische Zuordnung bedarf weiterer Klärung. Hier einbezogen werden größere Teile des "Scirpetum tabernaemontani", allerdings nur Bestände im Brackwasserbereich. Die Gesellschaft kann nicht als Assoziation anerkannt werden, da die Art in verschiedenen Verbänden und (je nach Auffassung) verschiedenen Klassen aspektbestimend auftritt. Dierßen schreibt dazu: "heterogen; unter brackigen Verhältnissen zum Bolboschoenion, Bolboschoenetum; im Binnenland als Phragmition-Basalgesellschaft".

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Bolboschoenetum maritimi Van Langendonck 1931 * D - * Salzpflanz
Anmerkung GefährdungEinzelne Untereinheiten regional gefährdet (Kategorie 3 oder 2)

 

ASS -                 Scirpus tabernaemontanus-Bolboschoenion maritimi-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieHier nur Bestände im Brackwasserbereich. Die Gesellschaft kann nicht als Assoziation anerkannt werden, da die Art in verschiedenen Verbänden und (je nach Auffassung) verschiedenen Klassen aspektbestimend auftritt. Dierßen schreibt dazu: "heterogen; unter brackigen Verhältnissen zum Bolboschoenion, Bolboschoenetum; im Binnenland als Phragmition-Basalgesellschaft".

 

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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ASS - Scirpus tabernaemontanus-Bolboschoenion maritimi-Gesellschaft    * * - * Salzpflanz

 

ASS x                 Eleocharitetum uniglumis Almquist 1929 nom. conserv. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieEleocharis uniglumis tritt im Binnenland in sehr verschiedenen Klassen auf, kann also nicht ohne weiteres Kennart einer Assoziation sein. Mengenmäßig spielen diese Binnenlandvorkommen aber keine größere Rolle, und außerdem erreicht E. uniglumis in keiner dieser Einheiten nennenswerte Stetigkeiten, so daß der Workshop Salzpflanzen empfahl, das Eleocharitetum uniglumis Almquist 1929 doch als Assoziation der Küsten anzuerkennen und nicht brackig wachsende Eleocharis uniglumis-Polykormone innerhalb von Potentillion anserinae, Caricion davallianae und Molinion-Gesellschaften davon auszuschließen. Die Vorkommen im Brackwasserbereich werden hier also als Assoziation akzeptiert; manchmal werden sie auch als verarmtes Juncetum gerardii interpretiert, als dessen Kennart E. uniglumis dann gilt.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Eleocharitetum uniglumis Almquist 1929 nom. conserv. propos. * - - * Salzpflanz

 

KLA x   Saginetea maritimae Westhoff, van Leeuwen et Adriani 1962  
Anmerkung SyntaxonomieDie Klasse Saginetea maritimae ist umstritten. Ihr einziger Verband, das Saginion maritimae, wird von einigen Mitarbeitern der Klasse Juncetea maritimi unterstellt. Petersen vermerkt dazu: "Saginetea maritimae wird innerhalb der Synopsis d. Pfl.-Ges. Deutschlands bearbeitet (im Jahr 2001) und ist u.a. sowohl bei Pott (1995) als auch bei Schaminee et al. (1995) - beide beinhalten Küsten-Ass. - enthalten. Diese Einheiten sind eindeutig etwas eigenes (floristisch als auch ökologisch) und können nicht als Verband der Juncetea maritimi sondern müssen als eigene Klasse geführt werden!!" Die Klasse soll also auch hier beibehalten werden.
ORD x       Saginetalia maritimae Westhoff, van Leeuwen et Adriani 1962  
VBD x           Saginion maritimae Westhoff, van Leeuwen et Adriani 1962  
ASS x                 Sagino-Cochlearietum danicae Tx. et Gillner 1957  
Anmerkung SyntaxonomieEingeschlossen werden hier die von manchen Autoren und Mitarbeitern als getrennte Assoziationen geführten Einheiten "Bupleuro-Plantaginetum coronopi Fröde ex Voderberg 1955" und "Saginetum maritimae Westhoff 1947". Nicht mit berücksichtigt sind hier Cochlearia danica-Bestände an Binnensalzstellen und Autobahnmittelstreifen, an denen die Art stellenweise in Ausbreitung begriffen ist.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Sagino-Cochlearietum danicae Tx. et Gillner 1957 * R - * Salzpflanz
Anmerkung GefährdungRegional seltenere Ausbildungen gefährdet

 

ASS x                 Centaurio litoralis-Saginetum nodosae Diemont, Sissingh et Westhoff 1940  
Anmerkung Syntaxonomie[[Nach Dierßen lautet der korrekte Name der Gesellschaft "Gentianello-Centaurietum littoralis Br.-Bl. et De Leeuw 1936", alle anderen - auch der Workshop Salzpflanzengesellschaften - bleiben beim "Centaurio litoralis-Saginetum nodosae Diemont, Sissingh et Westhoff 1940"; was stimmt hier ??]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Centaurio litoralis-Saginetum nodosae Diemont, Sissingh et Westhoff 1940 3 - - 3 Salzpflanz

 

KLA x   Crithmo-Limonietea vulgaris Br.-Bl. 1947  
ORD x       Crithmo-Limonietalia Br.-Bl. 1942  
VBD x           Crithmo-Limonion Mol. 1934  
ASS x                 Cardario-Brassicetum oleraceae Wealbrun 1986  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Cardario-Brassicetum oleraceae Wealbrun 1986 * - - * Salzpflanz
Anmerkung GefährdungIn Deutschland auf Helgoland beschränkte Gesellschaft.

 

KLA x   Asplenietea trichomanis Br.-Bl. in Meier et Br.-Bl. 1934  
ORD x       Potentilletalia caulescentis Br.-Bl. in Br.-Bl. et Jenny 1926  
Anmerkung SyntaxonomieAus dieser Ordnung sind sowohl aus den deutschen Alpen als auch im gesamten Mittelmeerraum eine Reihe von Lokalgesellschaften benannt worden, die durchaus von hoher Naturschutzrelevanz sind, die aber bundesweit besser nicht als eigenständiges Syntaxon geführt werden sollen. Zu nennen wären hier die Primula auricula-Hieracium humile-Ges. (ganz lokal im Südschwarzwald, Baden-Württemberg, zum Potentillion caulescentis), die Saxifraga paniculata-Polypodium-Ges. (nur bei Kirn im Nahetal, Rheinland-Pfalz, zum Poteltillion caulescentis), die Polypodium vulgare-Ges. als noch stärkeres Fragment, das Galio pumili-Asplenietum rutae-murariae Stöcker 1962 (nur Harz und Thüringer Schiefergebirge, als Gesellschaft umstritten, wird hier dem Asplenietum trichomano-rutae-murariae unterstellt), das Cardaminopsietum petraeae Thorn 1958 (umstrittenes Syntaxon, zum Potentillion caulescentis) das Minuartietum rupestris Trepp 1978 (ebenfalls umstritten wird hier beim Androsacetum helveticae angeschlossen), die Cystopteris fragilis-Gesellschaft (tritt insbesondere in tieferen Lagen auf und wird hier als Fragment zum Asplenio-Cystopteridetum fragilis, das wohl Cystopteridetum fragilis Oberd. 1938 heißen muß, gestellt). Ganz abgelehnt wird die Carex mucronata-Gesellschaft aus den berchtesgadener Alpen. Schuhwerk schreibt dazu: "Die große Menge der publ. Vegetationsaufnahmen läßt sich dem Caricetum firmae zuordnen. Der nicht zuordenbare Rest ist wohl auf 2 Ges. zu verteilen: eine der Asplenietea + eine der Seslerietea (Mehrz.)."
VBD x           Potentillion caulescentis Br.-Bl. in Br.-Bl. et Jenny 1926  
Anmerkung SyntaxonomieEine Reihe lokaler Bestände und Gesellschaften - durchaus von hoher Naturschutzrelevanz und z.T. hochgradig gefährdet, soll hier nicht getrennt bewertet werden. Zu nennen sind: "Primula auricula-Hieracium humile-Gesellschaft": Mehrere Mitarbeiter empfehlen, diese Gesellschaft von sehr lokalem Charakter für die Bundesliste wegzulassen. Dem soll gefolgt werden. Schuhwerk meldet konkret: "Die Oberdorfer'sche Tabelle konzentriert sich auf das einzige Vorkommen von Hieracium humile im Schwarzwald ! Sollte als ± künstliches Produkt (auch auf Gesellschafts-Ebene) vielleicht besser fallen gelassen werden." "Saxifraga paniculata-Polypodium-Gesellschaft": Die Gesellschaft tritt nur bei Kirn im Nahetal (Rheinland-Pfalz) auf. Als sehr lokale Erscheinung soll sie - trotz ihrer hohen Naturschutzrelevanz - nicht in die Standardliste und Rote Liste von Deutschland aufgenommen werden. Ein Mitarbeiter formulierte das so: "es gibt auch noch einen Artenschutz unabhängig von Pflanzengesellschaften". "Carex mucronata-Gesellschaft": Unter großem Vorbehalt hierher gestellt. Nach Brandes eine "seltene Gesellschaft aus dem Bereich der Berchtesgadener Alpen und des Kaisergebirges (Tirol). Einstufung dieser fraglichen Ges. kann wegen mangelnder Kenntnis nicht erfolgen." Schuhwerk erläutert: "Die große Menge der publizierten Vegetationsaufnahmen läßt sich dem Caricetum firmae zuordnen. Der nicht zuordenbare Rest ist wohl auf 2 Gesellschaften zu verteilen: eine der Asplenietea und eine der Seslerietea (Mehrzahl)". Pott (1995) trägt hier mit zur Steigerung der Verwirrung bei: beim Potentillion caulescentis erwähnt er ein "Caricetum mucronatae (Holzner et Hübl 1977) Smettan 1981", beim Caricion firmae (Seslerietalia albicantis) dann ein "Caricetum mucronatae Thomaser 1977". Beides ist aber genau dasselbe und wird von Grabherr et al. (1993) unter dem gültigen Namen "Caricetum mucronatae (Br.-Bl. in Br.-Bl. et Jenny 1926) Thomaser 1977" ins Caricion firmae gestellt. Hier nicht getrennt bewertet wird ferner die "Polypodium vulgare-Gesellschaft", die Bettinger aus dem Saarland angibt. Beim "Cardaminopsietum petraeae Thorn 1958" folgen wir Dierßen, der schreibt: "rudimentäre Gebietsassoziation; schwach charakterisiert, auf Bundesebene m.E. ohne Bedeutung; Basalgesellschaft Potentillion caulescentis". [[Die Gesellschaft wird also in der Bundesliste nicht erwähnt werden, es sei denn, die Befürworter bringen überzeugende Argumente !!]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!
ASS x                 Androsacetum helveticae Lüdi ex Br.-Bl. in Br.-Bl. et Jenny 1926  
Anmerkung SyntaxonomieHier einbezogen wird auch das Minuartietum rupestris. Es wird als Gesellschaft in Deutschland von mehreren Mitarbeitern abgelehnt. Zum einen fehlt es an Aufnahmematerial, zum anderen deutet sich eine Zuordnung zum Androsacetum helveticae an, die hiermit vorgenommen wird.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Androsacetum helveticae Lüdi ex Br.-Bl. in Br.-Bl. et Jenny 1926 - - R R Schuttflur

 

ASS x                 Hieracio humilis-Potentilletum caulescentis Br.-Bl. in Meier et Br.-Bl. 1934  
Anmerkung SyntaxonomieDierßen teilt mit: "nomenklatorisch korrekter Name: Hieracio humilis-Potentilletum caulescentis Br.-Bl. in Meier et Br.-Bl. 1934; wenn man die Einheit von Aichinger als eigenen Typus akzeptiert, ist sie südostalpin, also Dolomiten, Karawanken, und somit nicht im Gebiet."

 

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Bewertung im Workshop ASS   Hieracio humilis-Potentilletum caulescentis Br.-Bl. in Meier et Br.-Bl. 1934 - G * * Schuttflur

 

ASS x                 Drabo-Hieracietum humilis Oberd. (1970) 1977  
Anmerkung SyntaxonomieDierßen formuliert: "als Gebietsassoziation der südl. Schichtstufenlandschaft akzeptabel."

 

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Bewertung im Workshop ASS   Drabo-Hieracietum humilis Oberd. (1970) 1977 - 3 - 3 Schuttflur

 

ASS x                 Asplenium trichomanes-Asplenium ruta-muraria-Gesellschaft   

 

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Bewertung im Workshop ASS   Asplenium trichomanes-Asplenium ruta-muraria-Gesellschaft  3 3 * 3 Schuttflur
Anmerkung GefährdungEs handelt sich um eine im süddeutschen Raum weit verbreitete Gesellschaft ohne eigene Assoziations-Kennarten innerhalb der Ordnung Potentilletalia caulescentis (von Dierßen als Basalgesellschaft der Ordnung Potentilletalia caulescentis aufgefaßt). Die Gesellschaft verarmt nach N hin rasch. Sehr oft tritt sie nur noch in Form von Einartbeständen von Asplenium trichomanes (Asplenium trichomanes-Gesellschaft) auf. Bei Fassung der Gesellschaft als (Zentral-)Assoziation hat Kuhn 1937 als Autor zu gelten (Asplenietum trichomano-rutae-murariae Kuhn 1937). Hier mit einbezogen wird als lokale und nicht durch gute Kennarten charakterisierte Erscheinung das "Galio pumili-Asplenietum rutae-murariae Stöcker 1962". Die Gesellschaft scheint auf Harz und Thüringer Schiefergebirge beschränkt zu sein und wurde für Thüringen auch in die Rote Liste aufgenommen. Bettinger vermerkt zum Saarland: "bei uns im Saarland tritt in Vulkanitfelsen (sekundär) sowie an Vulkanitmauern im Prims-Nahe-Bergland Galium pumilum vereinzelt mit Asplenium ruta-muraria auf; es sind jedoch keine stabilen Gesellschaften; man sollte sie hier zu dem Asplenietum trichomano-rutae-murariae stellen; wird deshalb auch nicht explizit bewertet".

 

ASS -                 Potentilletum nitidae Wikus 1959  [-]

 

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Vorschlag ASS - Potentilletum nitidae Wikus 1959  [-] - - - - Schuttflur
Anmerkung GefährdungDie Gesellschaft kommt in Deutschland nicht vor und wird daher aus der Bundesliste gestrichen !

 

VBD x           Cystopteridion fragilis J.L. Richard 1972  
Anmerkung SyntaxonomieDierßen vermerkt: "Nordhagen hat den Verband nicht beschrieben !" Autor ist also alleine J.L. Richard 1972.
ASS x                 Cystopteridetum fragilis Oberd. 1938  
Anmerkung SyntaxonomieStöcker (1962) beschrieb ein Bartramio-Cystopteridetum fragilis, das im Harz schattig-feuchte Silikatfelsen besiedelt. Schubert et al. (1995) führen die Gesellschaft ebenfalls unter diesem Namen und stellen sie in den Verband Androsacion vandellii, also zu den Androsacetalia vandellii. Schubert empfiehlt ausdrücklich, diese Gesellschaft als eigenes Syntaxon beizubehalten. Im bundesweiten Rahmen möchten wir sie hier aber doch in das Cystopteridetum fragilis einbeziehen.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Cystopteridetum fragilis Oberd. 1938 3 V * * Schuttflur

 

ASS x                 Heliospermo-Cystopteridetum alpinae J.L. Richard 1972 corr. Pott 1992  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Heliospermo-Cystopteridetum alpinae J.L. Richard 1972 corr. Pott 1992 - V V V Schuttflur

 

ASS x                 Asplenio-Caricetum brachystachyos Richard 1972  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Asplenio-Caricetum brachystachyos Richard 1972 - D D D Schuttflur
Anmerkung GefährdungNach Dierßen in Bergland und Alpen *, nach Preiß / Mayer in Alpen R, nach Schuhwerk und Wilmanns im Schwarzwald 1. Klärungsbedarf !!
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ASS -                 Drabo stellatae-Potentilletum clusianae Hörandl et Greimler in Mucina 1993  [-]
Anmerkung SyntaxonomieDas Drabo stellatae-Potentilletum clusianae Hörandl et Greimler in Mucina 1993 (= Potentilletum clusianae Höpflinger 1957) ist für Deutschland nicht nachgewiesen. Potentilla clusiana tritt in den Berchtesgadener Alpen auf, Vegetationsaufnahmen, die dieser Gesellschaft zugeordnet werden könnten, fehlen aber.

 

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Vorschlag ASS - Drabo stellatae-Potentilletum clusianae Hörandl et Greimler in Mucina 1993  [-] - - D D Schuttflur
Anmerkung Gefährdungnach Preiß / Mayer in Bayern R, aber Kommentar: "Art vorhanden, aber ob als Gesellschaft anzusprechen ?" Wohl zu streichen !! Schuhwerk kann noch konkreter berichten: "3 unpublizierte Aufn. von mir (Bericht an LfU 1987) aus Berchtesgaden lassen den Anschluß der dortigen Bestände an fragmentarisches (Felsflanken-) Caricetum firmae zu."

 

ASS -                 Cystopteridetum dickieanae Dierßen 1992  [-]
Anmerkung SyntaxonomieCystopteris dickieana ist aus Bayern (keine neueren Vorkommen ?) und dem Schwarzwald bekannt. Nach Schuhwerk haben die süddeutschen Vorkommen der Pflanze - bis auf 1 oder zwei Moosarten und eben Cystopteris dckieana - nichts mit der aus Grönland etc. beschriebenen Gesellschaft gemein. Die deutschen Bestände des Farns der Art sind demnach anderswo anzuschließen.

 

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Vorschlag ASS - Cystopteridetum dickieanae Dierßen 1992  [-] - - - - Schuttflur
Anmerkung GefährdungWohl zu streichen !!

 

ORD x       Androsacetalia vandellii Br.-Bl. in Meier et Br.-Bl. 1934  
VBD x           Asplenion septentrionalis Oberd. 1938  
Anmerkung SyntaxonomieDer Verband "Asplenion serpentini" wird für Deutschland durchweg abgelehnt. Dierßen formulierte knapp: "Verband überflüssig und nicht gültig publiziert; einziehen, Gesellschaften zum Asplenion septentrionalis". Für die Bundesliste nicht als getrennte Einheiten geführt werden sollen einige Lokalgesellschaften von durchaus hohem Naturschutzwert, vor allem die Saxifraga sponhemica-Gesellschaft (könnte in der Pfalz in Kategorie "R" gestellt werden) oder die analoge Saxifraga decipiens-Geselschaft, die in Sachsen mit "R" zu fassen wäre.
ASS x                 Sileno rupestris-Asplenietum septentrionalis Oberd. 1934 nom. prov.  
Anmerkung SyntaxonomieFlintrop /Nowak lehnen die Assoziation ab und möchten sie ins Asplenietum septentrionali-adianti-nigri einziehen. Alle anderen akzeptieren den Assoziationsrang, wobei aber über Sinn und Unsinn der beiden in der Literatur benutzten Namen Sileno rupestris-Asplenietum septentrionalis Malcuit 1929 ex Oberd. 1934 und Woodsio ilvensis-Asplenietum septentrionalis Tx. 1937 gestritten wird. Tatsächlich schließen sich Silene rupestris- und Woodsia ilvensis-Vorkommen vielfach aus. Damit bietet sich obiger Ansatz eigentlich an, sowohl die Bestände mit Silene rupestris als auch die mit Woodsia in ein weiter gefaßtes Asplenietum septentrionali-adianti-nigri einzubeziehen. Nach Mucina (1993) ist Malcuits (1929) "Association fragmentaire à Asplenium septentrionale et Silene rupestris" nicht Code-gerecht beschrieben (Verstoß gegen Art. 2b). Das "Woodsio ilvensis-Asplenietum septentrionalis Tx. 1937" hat also im Falle der Zusammenfassung eindeutig nomenklatorische Priorität - bei einer Zusammenfassung mit dem "Asplenietum septentrionali-adianti-nigri Oberd. 1938" sogar gegenüber diesem. Da Bestände der drei als Kennarten der Assoziationen genannten Arten (Silene rupestris, Woodsia ilvensis und Asplenium adiantum-nigrum) nur selten zusammen wachsen, folgen wir hier Mucina (1993), der alle 3 Syntaxa als getrennte Assoziationen anerkennt. Schuhwerk (email 27.6.2000) kommentiert allerdings: "Diese Lösung finde ich garnicht gut. Letztlich aus Namens-Verlegenheit 3 Assoziationen statt 1 zu unterscheiden, nein. Silene rupestris ist keinesfalls Kennart; sie darf auch die Ges. nicht charakterisieren, da die eine sonst nur in Teilen Südschwarzwald und lokal Hochallgäu vorkommt und es dann große Reste nur mit Asplenium septentrionale gäbe." Hier mit eingeschlossen wird das "Biscutello-Asplenietum septentrionalis Korneck 1974".

 

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Bewertung im Workshop ASS   Sileno rupestris-Asplenietum septentrionalis Oberd. 1934 nom. prov. 3 V R V Schuttflur

 

ASS x                 Woodsio ilvensis-Asplenietum septentrionalis Tx. 1937  
Anmerkung SyntaxonomieFlintrop /Nowak lehnen die Assoziation ab und möchten sie ins Asplenietum septentrionali-adianti-nigri einziehen. Alle anderen akzeptieren den Assoziationsrang, wobei aber über Sinn und Unsinn der beiden in der Literatur benutzten Namen Sileno rupestris-Asplenietum septentrionalis Malcuit 1929 ex Oberd. 1934 und Woodsio ilvensis-Asplenietum septentrionalis Tx. 1937 gestritten wird. Tatsächlich schließen sich Silene rupestris- und Woodsia ilvensis-Vorkommen vielfach aus. Damit bietet sich obiger Ansatz eigentlich an, sowohl die Bestände mit Silene rupestris als auch die mit Woodsia in ein weiter gefaßtes Asplenietum septentrionali-adianti-nigri einzubeziehen. Nach Mucina (1993) ist Malcuits (1929) "Association fragmentaire à Asplenium septentrionale et Silene rupestris" nicht Code-gerecht beschrieben (Verstoß gegen Art. 2b). Das "Woodsio ilvensis-Asplenietum septentrionalis Tx. 1937" hat also imFalle der Zusammenfassung eindeutig nomenklatorische Priorität - bei einer Zusammenfassung mit dem "Asplenietum septentrionali-adianti-nigri Oberd. 1938" sogar gegenüber diesem. Da Bestände der drei als Kennarten der Assoziationen genannten Arten (Silene rupestris, Woodsia ilvensis und Asplenium adiantum-nigrum) nur selten zusammen wachsen, folgen wir hier Mucina (1993), der alle 3 Syntaxa als getrennte Assoziationen anerkennt. Schuhwerk (email 27.6.2000) kommentiert allerdings: "Diese Lösung finde ich garnicht gut. Letztlich aus Namens-Verlegenheit 3 Assoziationen statt 1 zu unterscheiden, nein. Silene rupestris ist keinesfalls Kennart; sie darf auch die Ges. nicht charakterisieren, da die eine sonst nur in Teilen Südschwarzwald und lokal Hochallgäu vorkommt und es dann große Reste nur mit Asplenium septentrionale gäbe."

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Woodsio ilvensis-Asplenietum septentrionalis Tx. 1937 - 2 - 2 Schuttflur
Anmerkung GefährdungScheuerer (email 3.7.2000) kommmentiert: "Die Kategorie R ist falsch, da die Kennart an vielen Standorten bei insgesamt nur geringer Verbreitung erloschen ist. Da aber wohl noch stabile Populationen vorhanden, muss RL 2 sein (vgl. Bennert et al. 1999).

 

ASS x                 Asplenietum septentrionali-adianti-nigri Oberd. 1938  
Anmerkung SyntaxonomieUnsere Mitarbeiter betonen, daß diese Gesellschaft zu den Asplenietea septentrionalis bzw. Andosacetalia vandellii gehört und nicht - wie bei Mucina (1993) - zum Cymbalario-Parietarion. Konsequenterqweise mit hier einbezogen wird die Asplenium septentrionale-Sedum dasyphyllum-Gesellschaft, die auf Mauerkronen in Süddeutschland zu finden ist, und die bereits viele Alysso-Sedion-Arten aufnimmt. Ganz von einer Bewertung ausgeschlossen bleiben hier sehr artenarme Fragmente mit Dominanzen von Sedum dasyphyllum bzw. Sedum album, die Mucina 81993) als Sedum dasyphyllum-(Cymbalario-Asplenion)- bzw. als Sedum album-(Cymbalario-Asplenion)-Gesellschaft führt.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Asplenietum septentrionali-adianti-nigri Oberd. 1938 D V - V Schuttflur
Anmerkung GefährdungViele Widersprüche in den Einstufungen

 

ASS x                 Asplenietum serpentini (G. Knapp 1942) Gauckler 1954  
Anmerkung SyntaxonomieDas für Sachsen genannte Festuco rubrae-Asplenietum cuneifolii Irmscher 1997 wird - da ohne eigene Kennarten - hier einbezogen. Das Asplenietum serpentini wird hier zum Asplenion septentrionalis zugeordnet und nicht einem eigenen - nur schwach begründeten Verband Asplenion serpentini unterstellt.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Asplenietum serpentini (G. Knapp 1942) Gauckler 1954 3 2 - 2 Schuttflur
Anmerkung GefährdungDas Asplenietum i.e.S. fehlt im Flachland.

 

ASS n                 Cryptogramma crispa-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieSchuhwerk formuliert unmißverständlich: "Die dt. Mittelgebirgs-Bestände haben mit dem echten Cryptogrammetum nichts zu tun. Ranglose Ges., teils eher zum Asplenion septentrionalis ! Gefährdung im Schwarzwald je nach Population zw. 1 und * schwankend, im BayW m.E. stärker gefährdet (Tourismus, Klettern)". Hier als ranglose Gesellschaft - der Empfehlung von Schuhwerk (email 27.6.2000) folgend - zum Asplenion septentrionalis gestellt.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Cryptogramma crispa-Gesellschaft  3 3 3 Schuttflur
Anmerkung GefährdungNach Scheuerer: "Fehlt in den Alpen. Im Bergland RL 2 (Rückgang durch Klettern, ohnehin nur wenige Wuchsorte), dann auch bundesweit RL 2." [[wohl Korrektur nötig !]]
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

VBD -           Asarinion procumbentis Br.-Bl. in Meier et Br.-Bl. 1934  [-]
Anmerkung SyntaxonomieDie Zuordnung der deutschen Asplenium billotii-Vorkommen zu diesem westmediterranen Verband ist zweifelhaft, die einzige aus dem Gebiet genannte Gesellschaft (das Crocynio-Asplenietum billotii G. Schulze et Korneck 1971) sehr umstritten.
ASS -                 Crocynio-Asplenietum billotii G. Schulze et Korneck 1971  [-]
Anmerkung SyntaxonomieDer Assoziationsrang der Asplenium billotii-Vorkommen in Deutschland wird bezweifelt, die Gesellschaft mitsamt dem zugehörigen Verband (Asarinion procumbentis) daher für Deutschland gestrichen. Asplenium billotii strahlt als westmediterran-atlantisch verbreitete Art gerade noch in die tiefgelegenen Buntsandsteingebiete der Südpfalz ein. Ferner ist aus dem benachbarten Baden-Württemberg ein weiteres, sehr individuenarmes Vorkommen am Westrand des Nordschwarzwaldes bekannt, von dem es nach Philippi (1990) keine Vegetationsaufnahmen gibt. Nach Meinung mehrerer Mitarbeiter ist die Gesellschaft extrem schwach charakterisiert (nur durch Asplenium billotii als einzige stete Art), ihr Assoziationswert damit zweifelhaft ! [eventuell als ranglose Gesellschaft doch in die Rote Liste aufnehmen (Kategorie D oder R)].

 

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Vorschlag ASS - Crocynio-Asplenietum billotii G. Schulze et Korneck 1971  [-] - R - R Schuttflur
Anmerkung GefährdungVon Dierßen und Wilmanns mit R aus dem Bergland (Schwarzwald); nach anderen Mitarbeitern in Deutschland fehlend.

 

VBD -           Androsacion vandellii Br.-Bl. in Br.-Bl. et Jenny 1926  [-]
Anmerkung SyntaxonomieBei der hier vorgenommenen engeren Fassung nicht in Deutschland vertreten.
ASS -                 Androsacetum vandellii Br.-Bl. 1926  [-]

 

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Vorschlag ASS - Androsacetum vandellii Br.-Bl. 1926  [-] - - - - Schuttflur
Anmerkung GefährdungFehlt in Deutschland !

 

ASS -                 Asplenio-Primuletum hirsutae Br.-Bl. in Meier et Br.-Bl. 1934  [-]
Anmerkung SyntaxonomieIn Deutschland nur sehr fragmentarisch und zerstreut, die einzelnen Arten z.T. auch nicht gemeinsam. Somit wird die Gesellschaft von unseren Mitarbeitern für Deutschland einhellig abgelehnt. Schuhwerk macht darauf aufmerksam, daß aus dem Gebiet auch kein Aufnahme-Nachweis vorliegt. Bei engerer Fassung entfällt damit auch der Verband Androsacion vandellii für Deutschland.

 

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Vorschlag ASS - Asplenio-Primuletum hirsutae Br.-Bl. in Meier et Br.-Bl. 1934  [-] - - D D Schuttflur
Anmerkung GefährdungBrandes gibt die Gesellschaft mit R aus den Alpen an. Andere Mitarbeiter lehnen ein Vorkommen in Deutschland ab.

 

ORD x       Parietarietalia judaicae Rivas-Martinez 1960 ex Br.-Bl. 1963 corr. Oberdorfer 1977  
Anmerkung SyntaxonomieWir folgen hier Brandes (1992, 1998), nach dem die Parietarietalia judaicae als Ordnung den Asplenietea trichomanis zugeordnet werden. Eine eigene Klasse (Parietarietea judaicae Rivas-Martinez in Rivas-Goday 1964) ist damit entbehrlich. Mucina (1993) trennt die mitteleuropäischen Bestände von denjenigen Südeuropas als eigene Ordnung Tortulo-Cymbalarietalia Segal 1969 ab. Hier wird auf der Ordnungsebene die "klassische" Zuordnung beibehalten und nur ein eigener temperater Verband Cymbalario-Asplenion akzeptiert. Nicht getrennt behandelt wird die "Cheiranthus cheiri-Gesellschaft". Es handelt sich zumeist um ehemalige Verwilderungen von Cheiranthus cheiri, die auch nach Jahrzehnten noch immer als Einartbestände auftreten, z.T. auch zusammen mit anderen Asplenietea- oder Ruderal-Arten. Schubert et al. (1995) rechnen nur Vorkommen der rein gelb blühenden Wildform zum Cheiranthetum cheiri Segal 1962 (weshalb sie die Gesellschaft als in Mittel- und Nordostdeutschland verschwunden werten), doch ist diese Abgrenzung auf Assoziationsebene nicht korrekt, zumal auch die Vorkommen der Wildform auf Verwilderungen beruhen dürften. Von Drachenfels / Zacharias machen darauf aufmerksam, daß Cheiranthus cheiri in seinem deutschen Schwerpunkt, dem Mittelrheingebiet, nicht nur fest eingebürgert und ungefährdet (Felshänge im Umfeld von Burgen) ist, sondern dort vor allem im Artemisio-Melicetum ciliatae auftritt, also keine eigene Parietarietalia-Gesellschaft bildet. Deshalb wird hier ganz auf diese Einheit verzichtet.
VBD x           Cymbalario-Asplenion Segal 1969  
Anmerkung SyntaxonomieHier in der emendierten Form von Mucina (1993). Mucina (1993) griff für die Bestände des temperaten Europa den Verbandsnamen Cymbalario-Asplenion Ségal 1969 auf, erweiterte ihn aber um das Parietarion judaicae des selben Autors, das nicht identisch mit dem Centhrantho-Parietarion judaicae Rivas-Martinez 1960 ist. Mitteleuropäische Bestände, die unter letzterem Namen beschrieben wurden, gehören hierher. Von den aus Deutschland in diesem Rahmen genannten Gesellschaften wird keine einzige von allen Mitarbeitern als Assoziation akzeptiert (was zur Folge hätte, daß der für die mitteleuropäischen Vorkommen aufgestellte Verband Cymbalario-Asplenion auch entfallen würde). Andererseits wird vielfach darauf hingewiesen, daß die allermeisten Vorkommen der Arten erheblich gefährdet sind. Verzichtet wird hier z.B. auf die Darstellung der Ceterach offininarum-Gesellschaft, nach Bettinger eine "von jeher seltene Gesellschaft an Mauern der Siedlungen im wärmeliebenden Saar- und Moseltal ...", die vom Melder zu den Parietarietalia gerechnet wird. Für die Bundesliste soll auf dieses Syntaxon von lokaler Bedeutung verzichtet werden, zumal Ceterach durch die ganze Klasse Asplenietea streut.
ASS x                 Parietaria judaica-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieNach Brandes handelt es sich bei den als Parietarietum judaicae genannten Beständen um Dominanzbestände der namengebenden Art, die nur z.T. der Klasse Asplenietea resp. Parietarietea zugeordnet werden können. Dierßen sieht in ihnen ebenfalls keine Assoziation sondern eine Basalgesellschaft der Ordnung Parietarietalia judaicae.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Parietaria judaica-Gesellschaft  G G - G Schuttflur

 

ASS x                 Cymbalaria muralis-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieEs handelt sich um Cymbalaria muralis-Dominanzbestände, die besser nicht als Assoziation zu führen sind. Dierßen empfiehlt, sie zum Corydalidetum lutei Kaiser 1926 stellen, doch wäre sie auch als weit verbreitetes Fragment anderer Geselllschaften zu deuten. Hier als ranglose Gesellschaft akzeptiert.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Cymbalaria muralis-Gesellschaft  3 * G * Schuttflur

 

ASS x                 Corydalis lutea-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieAuch das als Corydalietum luteae Kaiser 1926 beschriebene Vorkommen des Gelben Lerchensporns (Corydalis lutea = Pseudofumaria lutea) wird hier nicht als eigene Assoziation, sondern nur als ranglose Gesellschaft geführt. Abweichend von Dierßen werden hier die viel häufigeren reinen Cymbalaria muralis-Vorkommen ausgeklammert und getrennt bewertet.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Corydalis lutea-Gesellschaft  * * - * Schuttflur

 

KLA x   Thlaspietea rotundifolii Br.-Bl. 1948  
Anmerkung SyntaxonomieBettinger meldet für das Saarland drei fragmentarische Lokalgesellschaften der Thlaspietea, die regional durchaus naturschutzrelevant sind, die für die Bundesliste aber entfallen können (Iberis umbellata-Gesellschaft, Polystichum aculeatum-Gesellschaft, Polystichum setiferum-Gesellschaft).
ORD x       Androsacetalia alpinae Br.-Bl. in Br.-Bl. et Jenny 1926  
VBD x           Androsacion alpinae Br.-Bl. in Br.-Bl. et Jenny 1926  
ASS x                 Sieversio-Oxyrietum Friedel 1956  
Anmerkung SyntaxonomieHier in der emendierten Form von Englisch et al. (1993). Englisch et al. (1993) machen darauf aufmerksam, daß Lüdis (1921) Tabelle des Oxyrietum digynae Aufnahmen zugrundeliegen, die nicht hierher, sondern eher zum Luzuletum spadiceae zu stellen sind. Damit steht der Name Oxyrietum digynae nicht mehr zur Beschreibung einer Silikat-Schuttassoziation zur Verfügung. P.Seibert (1974 in Oberdorfer 1977) vermerkt: Neben dem Oxyrietum digynae auf Fleckenmergelböden des Allgäu über 2400 m auch Fragmente einer nivalen Gentiana rotundifolia-Gesellschaft, die zum zentralalpinen Androsacetum alpinae überleitet". Die Gesellschaft ist nicht durch Aufnahmen belegt, aber sicher nur als Fragment zu deuten. Da das Androsacetum alpinae in Deutschland fehlt, werden diese Fragmente hier beim Sieversio-Oxyrietum einbezogen. Ebenfalls hier angeschlossen wird das in der Roten Liste von Salzburg (Wittmann & Strobl 1990) - ohne Diagnose - genannte "Trifolietum pallescentis", desen Assoziationsberechtigung nach Englisch et al. (1993) sehr fraglich ist.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Sieversio-Oxyrietum Friedel 1956 - - R R Schuttflur

 

ASS -                 Androsacetum alpinae Br.-Bl. in Br.-Bl. et Jenny 1926  [-]

 

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Vorschlag ASS - Androsacetum alpinae Br.-Bl. in Br.-Bl. et Jenny 1926  [-] - - - - Schuttflur
Anmerkung GefährdungFehlt in Deutschland !

 

ASS -                 Androsacetum wulfenianae Franz 1988  [-]

 

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Vorschlag ASS - Androsacetum wulfenianae Franz 1988  [-] - - - - Schuttflur
Anmerkung GefährdungAndrosace wulfeniana fehlt in Deutschland, ebenso die zugehörige Gesellschaft; sie wird also nicht in die Standardliste aufgenommen.

 

ORD -       Drabetalia hoppeanae Zollitsch 1966  [-]
VBD -           Drabion hoppeanae Zollitsch 1966  [-]
ASS -                 Drabetum hoppeanae Friedel 1956  [-]
Anmerkung SyntaxonomieNicht in Deutschland ! Dierßen vermerkt außerdem: "Trisetum spicatum ist Thlaspietalia-Ordnungs-Kennart (oder Klassen-Kennart) und damit für Assoziationsbeschreibungen ungeeignet." Englisch et al. (1993) machten darauf aufmerksam, daß das Trisetetum distichophylli Friedel 1956 ein Homonym zum Trisetetum distichophylli Gams 1927 darstellt und daher ungültig ist.

 

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Vorschlag ASS - Drabetum hoppeanae Friedel 1956  [-] - - R R Schuttflur
Anmerkung GefährdungNicht in Deutschland !

 

ASS -                 Saxifragetum biflorae Zollitsch 1966  [-]
Anmerkung Syntaxonomienicht in Deutschland, für Standardliste zu streichen ! Schuhwerk vermerkt: "Potts (1995) Angabe [stammt] vom Kratzerjoch (Allgäu). Die Art fehlt nach Hörandl & Gutermann (1994); im Allgäu nur S. x kochii (=S. biflora x oppositifolia). Preiß /Mayer argumentieren ähnlich: "nach Hegi 4/2A 1995 kommt S. biflora nicht in Deutschland vor. - biflora-ähnliche Pflanzen am Kratzer (Allgäuer Alpen) = - macropetale sind nach Gutermann Bastarde aus S. biflora und - oppositifolia".

 

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Vorschlag ASS - Saxifragetum biflorae Zollitsch 1966  [-] - - - - Schuttflur
Anmerkung GefährdungNicht in Deutschland !

 

ASS -                 Herniarietum alpinae Zollitsch 1968  [-]

 

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Vorschlag ASS - Herniarietum alpinae Zollitsch 1968  [-] - - - - Schuttflur
Anmerkung GefährdungUnsere Mitarbeiter sind sich einig, daß die Gesellschaft aus Deutschland zumindest nicht durch Vegetationsaufnahmen belegt ist und sehr wahrscheinlich auch gar nicht vorkommt.

 

ASS -                 Campanulo ceniseae-Saxifragetum oppositifoliae Oberd. ex Zollitsch 1968  [-]

 

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Vorschlag ASS - Campanulo ceniseae-Saxifragetum oppositifoliae Oberd. ex Zollitsch 1968  [-] - - - - Schuttflur
Anmerkung GefährdungNach Ansicht unserer Mitarbeiter fehlt die Gesellschaft (sehr wahrscheinlich) in Deutschland. Für die Standardliste ist sie also zu streichen. von Drachenfels / Zacharias vermerken, daß Campanula cenisea hier fehlt und Saxifraga oppositifolia unterschiedlich vergesellschaftet ist.

 

ASS -                 Saxifragetum rudolphianae Friedel 1956  [-]

 

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Vorschlag ASS - Saxifragetum rudolphianae Friedel 1956  [-] - - - - Schuttflur
Anmerkung GefährdungIn Deutschland fehlend.

 

ORD x       Thlaspietalia rotundifolii Br.-Bl. 1948  
VBD x           Thlaspion rotundifolii Jenny-Lips 1930  
ASS x                 Thlaspietum rotundifolii Jenny-Lips 1930  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Thlaspietum rotundifolii Jenny-Lips 1930 - - * * Schuttflur

 

ASS x                 Crepidetum terglouensis Seibert 1977  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Crepidetum terglouensis Seibert 1977 - - R R Schuttflur

 

ASS x                 Leontodontetum montani Jenny-Lips 1930  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Leontodontetum montani Jenny-Lips 1930 - - R R Schuttflur

 

VBD x           Petasition paradoxi Zollitsch ex Lippert 1966  
ASS x                 Moehringio-Gymnocarpietum robertiani (Jenny-Lips 1930) Lippert 1966  
Anmerkung SyntaxonomieHier bestehen noch erhebliche Unklarheiten ! Vorläufig wird hier die vage Zweiteilung in ein alpines Moeringio-Gymnocarpietum robertiani und ein in tieferen Lagen Mitteleuropas zu findendes Gymnocarpietum akzeptiert. Seibert (1977) stellte alle seine Aufnahmen aus Süddeutschland zum Moeringio-Gymnocarpietum robertianae innerhalb des Petasition paradoxi und notierte: "Offene bis lückige Dauergesellschaft auf grobblockigem, oft stark bewegtem Felsschutt, vorwiegend in N-Exposition in der subalpinen und montanen Stufe; im ganzen Alpenraum gleichförmig ausgebildet". Bei Oberdorfer (1994) finden sich gleich 2 Gesellschaften mit Gymnocarpium robertianum: ein Moehringio-Gymnocarpietum robertiani Lippert 1966 und ein Gymnocarpietum robertiani Kuhn 1937, Tx. 1937. Ersteres wird zum Petasition paradoxi (Thlaspietalia rotundifolii) gestellt, letzteres zu den Stipetalia calamagrostis. Auch Pott (1995) akzeptiert beide Gesellschaften mit Gymnocarpium robertianum in den entsprechenden Verbänden - die Gesellschaften heißen bei ihm Moehringio-Gymnocarpietum robertiani (Jenny-Lips 1930) Lippert 1966 [zu dem er als Synonym das Dryopteridetum robertianae Kuhn 1937 stellt] und Gymnocarpietum robertiani (Kaiser 1926) Tx. 1937. Schon Englisch et al. (1993) hatten ausdrücklich auf die unterschiedliche Stellung der beiden Gesellschaften hingewiesen, für Österreich aber nur das Moehringio-Gymnocarpietum robertiani (Jenny-Lips 1930) Lippert 1966 innerhalb des Petasition paradoxi akzeptiert. Dierßen möchte hingegen alle Aufnahmen aus Deutschland dem Gymnocarpietum robertianae Kuhn 1937 innerhalb des Stipion calamagrostis zuordnen - das Moehrigio-Gymnocarpietum robertiani wird dann als dessen Höhenform betrachtet. Schubert et al. stellen die ostdeutschen Bestände ebenfalls zum Stipion calamagrostis, beziehen sich aber auf Kaiser 1926 als Autor des Gymnocarpietum robertianae. Schuhwerk (email 27.6.2000) plädiert ausdrücklich für die Beibehaltung der Oberdorfer'schen Lösung mit Aufteilung der Vorkommen von Gymnocarpium robertianum auf zwei Assoziationen in getrennten Verbänden.
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Bewertung im Workshop ASS   Moehringio-Gymnocarpietum robertiani (Jenny-Lips 1930) Lippert 1966 3 * * * Schuttflur
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ASS x                 Petasitetum paradoxi Beger 1922  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Petasitetum paradoxi Beger 1922 - V * * Schuttflur

 

ASS x                 Athamanto-Trisetetum distichophylli (Jenny-Lips 1930) Lippert 1966  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Athamanto-Trisetetum distichophylli (Jenny-Lips 1930) Lippert 1966 - - * * Schuttflur

 

ASS x                 Dryopteridetum villarii Jenny-Lips 1930  
Anmerkung SyntaxonomieIn Anlehnung an Seibert (1977) schließen wir die Doronicum grandiflorum-Arabis alpina-Ges. von Lippert 1966 hier mit ein. Auch Englisch et al. (1993) bezweifeln die Eigenständigkeit jener Gesellschaft und lehnen den Assoziationsrang (Doronicetum grandiflori) rundweg ab. Die einzige Rote Liste im deutschsprachigen Bereich, die solche Vorkommen aufgreift, spricht einfach von einer "Doronicum grandiflorum-Gesellschaft" (Walentowski et al. 1992).

 

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Bewertung im Workshop ASS   Dryopteridetum villarii Jenny-Lips 1930 - - * * Schuttflur

 

ASS x                 Anthyllido-Leontodentetum hyoseroidis Zoller 1951  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Anthyllido-Leontodentetum hyoseroidis Zoller 1951 - R * * Schuttflur

 

ASS x                 Cystopteridetum montanae Richard 1972  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Cystopteridetum montanae Richard 1972 - - * * Schuttflur

 

ASS x                 Polystichum lonchitis-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieIn Deutschland tritt das Polystichetum lonchitidis Oberd. ex Béguin 1972 durchweg fragmentarisch auf, wobei die Vorkommen besser als ranglose Polystichum lonchitis-Gesellschaft (im Sinne einer Basalgesellschaft der Thlaspietalia) gefaßt werden.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Polystichum lonchitis-Gesellschaft  - * * * Schuttflur

 

ASS x                 Adenostyles glabra-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieWird von den meisten Mitarbeitern als Einheit akzeptiert und zu den Thlaspietea (Petasition paradoxi) gestellt.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Adenostyles glabra-Gesellschaft  - - * * Schuttflur

 

ASS x                 Petasites albus-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieHier als ranglose Gesellschaft geführt. Seibert (1977) schrieb zu seiner Petasites albus-Gesellschaft (sensu H. Koch et E. von Gaisberg 1938) in Süddeutschland: "Lückige Pioniergesellschaft auf feuchten durchsickerten Mergelhalden und Abbruchwänden ausschließlich in N-Exposition unterhalb der Aufschlagzone des Steinschutts ... Da Petasites albus - im Gebiet auch im Fagion weit verbreitet - nicht als Kennart bewertet werden kann, ist die Gesellschaft vielleicht als Subassoziation des Anthyllido-Leontodontetum aufzufassen." Beide deutschsprachigen Roten Listen mit Vorkommen entsprechender Bestände (Walentowski et al. 1992, Westhus et al. 1993) sprechen von einer ranglosen Petasites albus-Gesellschaft. Dierßen lehnt auch diese als zu inhomogen ab. Demgegenüber akzeptieren Englisch et al. (1993) für Österreich die Eigenständigkeit des Petasitetum albi (Koch et E. von Gaisberg 1938) T. Müller 1973.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Petasites albus-Gesellschaft  - * * * Schuttflur

 

ORD x       Epilobietalia fleischeri Moor 1958  
VBD x           Salicion incanae Aichinger 1933  
Anmerkung SyntaxonomieEnglisch et al. (1993) begründen, warum das Epilobion G. et J. Br.-Bl. als nomen ambiguum zu verwerfen ist. Das Epilobion fleischeri sensu auct. muß deshalb in die Synonymie zum Salicion incanae gestellt werden.
ASS x                 Myricario-Chondrilletum chondrilloidis Br.-Bl. in Volk 1939  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Myricario-Chondrilletum chondrilloidis Br.-Bl. in Volk 1939 - 0 1 1 Schuttflur
Anmerkung GefährdungNach Scheuerer (email 3.7.2000): "Besser RL 1, weil da wo noch in Resten vorhanden, die Verbuschung rasch voranschreitet. Fehlt inzwischen im Alpenvorland, d. h. Bergland = RL 0; bundesweit dann ebenfalls RL 1."
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ASS x                 Calamagrostietum pseudophragmitis Kopecký 1968  
Anmerkung SyntaxonomieBalátová-Tuláckova et al. (1993) stellen die Gesellschaft nicht zum Epilobion fleischeri, sondern in den Phalaridion-Verband, also zu den Röhrichten - einem Vorgehen, das in Deutschland noch keine Anhänger fand.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Calamagrostietum pseudophragmitis Kopecký 1968 1 2 2 2 Schuttflur

 

ASS x                 Epilobio-Scrophularietum caninae Br.-Bl. et Koch ex Müller 1974  
Anmerkung SyntaxonomieNach Schuhwerk (email 27.6.2000) "mit hoher Vorsicht zu bewerten! Ob wirklich in D? Eher ruderale Ges. (aus Tschechien als Ass beschrieben), was sich auch im Material der Tab. 12 in SüdPflaGes andeutet, zumal die dortige Silene v. * prostrata mit Sicherheit ssp. vulgaris ist."

 

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Bewertung im Workshop ASS   Epilobio-Scrophularietum caninae Br.-Bl. et Koch ex Müller 1974 - * 3 * Schuttflur

 

ASS -                 Epilobietum fleischeri Frey 1922  [-]

 

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Vorschlag ASS - Epilobietum fleischeri Frey 1922  [-] - - - - Schuttflur
Anmerkung GefährdungDie Gesellschaft wird für Deutschland abgelehnt. Preiß / Mayer schreiben: "nach unserer Kenntnis sehr fraglich ob die Einzelvorkommen der namengebenden Art im Allgäu etwas mit der zentralalpin verbreiteten Gesellschaft zu tun haben." Schuhwerk formuliert entsprechend: "Die namengebende Art in Bayern, die Ass. aber wohl nicht, jedenfalls nicht durch Aufnahmen nachgewiesen. Zu streichen." Scheuerer (email 3.7.2000) hingegen meint: "Nur in den Allgaeuer Alpen, hier fragmentarisch. Ganz verzichten sollte man auf die Gesellschaft nicht, auch wenn nur fragmentarisch vorhanden. Dann RL 1."

 

ORD x       Galio-Parietarietalia officinalis Boscaiu et al. 1966  
VBD x           Stipion calamagrostis Jenny-Lips ex Br.-Bl. et al. 1952  
ASS x                 Stipetum calamagrostis Br.-Bl. 1918  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Stipetum calamagrostis Br.-Bl. 1918 - * * * Schuttflur

 

ASS x                 Gymnocarpietum robertiani Kuhn 1937  
Anmerkung Syntaxonomievgl. Moehringio-Gymnocarpietum robertiani (Petasition paradoxi). Hier bestehen noch erhebliche Unklarheiten ! Vorläufig wird hier die vage Zweiteilung in ein alpines Moeringio-Gymnocarpietum robertiani un ein in tieferen Lagen Mitteleuropas zu findendes Gymnocarpietum akzeptiert. Seibert (1977) stellte alle seine Aufnahmen aus Süddeutschland zum Moeringio-Gymnocarpietum robertianae innerhalb des Petasition paradoxi und notierte: "Offene bis lückige Dauergesellschaft auf grobblockigem, oft stark bewegtem Felsschutt, vorwiegend in N-Exposition in der subalpinen und montanen Stufe; im ganzen Alpenraum gleichförmig ausgebildet". Bei Oberdorfer (1994) finden sich gleich 2 Gesellschaften mit Gymnocarpium robertianum: ein Moehringio-Gymnocarpietum robertiani Lippert 1966 und ein Gymnocarpietum robertiani Kuhn 1937, Tx. 1937. Ersteres wird zum Petasition paradoxi (Thlaspietalia rotundifolii) gestellt, letzteres zu den Stipetalia calamagrostis. Auch Pott (1995) akzeptiert beide Gesellschaften mit Gymnocarpium robertianum in den entsprechenden Verbänden - die Gesellschaften heißen bei ihm Moehringio-Gymnocarpietum robertiani (Jenny-Lips 1930) Lippert 1966 [zu dem er als Synonym das Dryopteridetum robertianae Kuhn 1937 stellt] und Gymnocarpietum robertiani (Kaiser 1926) Tx. 1937. Schon Englisch et al. (1993) hatten ausdrücklich auf die unterschiedliche Stellung der beiden Gesellschaften hingewiesen, für Österreich aber nur das Moehringio-Gymnocarpietum robertiani (Jenny-Lips 1930) Lippert 1966 innerhalb des Petasition paradoxi akzeptiert. Dierßen möchte hingegen alle Aufnahmen aus Deutschland dem Gymnocarpietum robertianae Kuhn 1937 innerhalb des Stipion calamagrostis zuordnen - das Moehrigio-Gymnocarpietum robertiani wird dann als dessen Höhenform betrachtet. Schubert et al. stellen die ostdeutschen Bestände ebenfalls zum Stipion calamagrostis, beziehen sich aber auf Kaiser 1926 als Autor des Gymnocarpietum robertianae.
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Bewertung im Workshop ASS   Gymnocarpietum robertiani Kuhn 1937 D * D * Schuttflur
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ASS x                 Rumicetum scutati Faber 1936  

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Bewertung im Workshop ASS   Rumicetum scutati Faber 1936 - V * * Schuttflur
Anmerkung GefährdungNach Scheuerer (email 3.7.2000): "In den Alpen sicherlich ungefährdet, im Bergland mit Ausnahme von Rheinland-Pfalz vor allem in Süddeutschland gefährdet (Kalkabbau, Verbuschung). Im Bergland daher besser RL 3, zumindest aber V."

 

ASS x                 Galeopsietum angustifoliae (Büker 1942) Bornkamm 1960  

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Bewertung im Workshop ASS   Galeopsietum angustifoliae (Büker 1942) Bornkamm 1960 * * - * Schuttflur

 

ASS x                 Vincetoxicum hirundinaria-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieDie Gesellschaft wird hier nicht - wie bei Oberdorfer (1994) beim Geranion sanguinei untergebracht, sondern beim Stipion calamagrostis. Auch zu den Seslerietea bestehen Beziehungen. Wegen der Streuung der Schwalbenwurz durch verschiedene Klassen wird hier der Name "Vincetoxicetum hirundinaceae Kaiser 1926" bzw. "Vincetoxicetum hirundinaceae (Kaiser 1926) Schwickerath 1944" nicht benutzt, zumal dessen formale Gültigkeit auch noch umstritten ist.

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Vincetoxicum hirundinaria-Gesellschaft  3 * - * Schuttflur

 

ORD x       Galeopsietalia segetum Oberd. et Seibert in Oberd. 1977  
Anmerkung SyntaxonomieEventuell bei den Androsacetalia alpinae einzubeziehen.
VBD x           Galeopsion segetum Oberd. 1957  
ASS x                 Epilobio lanceolati-Galeopsietum segetum Büker 1942  
Anmerkung SyntaxonomieFlintrop / Nowak möchten das Syntaxon mangels guter Kennarten als ranglose Galeopsis segetum-Gesellschaft werten, Nezadal erwägt die Eingliederung in das Teesdalio-Arnoseridetum.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Epilobio lanceolati-Galeopsietum segetum Büker 1942 - * - * Schuttflur

 

ASS x                 Anarrhinetum bellidifolii (Korneck 1974) Seibert in Oberd. 1977  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Anarrhinetum bellidifolii (Korneck 1974) Seibert in Oberd. 1977 - 2 - 2 Schuttflur
Anmerkung GefährdungRaum Trier - Saarbrücken. Scheuerer (email 3.7.2000) kommentiert: "In Bayern gab es nur eine Wuchsort von A. bellidifolium, dieser ist erloschen. Es ist zweifelhaft, ob die Gesellschaft als solches jemals in Bayern existierte. Ansonsten nur im Bezirk Trier, hier deutlich rückläufig: RL 2 [[Ralf Hand fragen!]]. In den Alpen keine Nachweise!"
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ASS x                 Teucrio botryos-Senecionetum viscosi (Kersberg 1968) Korneck 1974  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Teucrio botryos-Senecionetum viscosi (Kersberg 1968) Korneck 1974 - * - * Schuttflur

 

ASS x                 Epilobium lanceolatum-Galeopsis ladanum-Gesellschaft   

 

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Bewertung im Workshop ASS   Epilobium lanceolatum-Galeopsis ladanum-Gesellschaft  - G - G Schuttflur

 

ORD x       Arabidetalia caeruleae Rübel ex Br.-Bl. 1948  
Anmerkung SyntaxonomieIn der deutschen Literatur wurde die Ordnung des öfteren auch zu den Salicetea herbaceae gestellt.
VBD x           Arabidion caeruleae Br.-Bl. in Br.-Bl. et Jenny 1926  
ASS x                 Salicetum retuso-reticulatae Br.-Bl. in Br.-Bl. et Jenny 1926  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Salicetum retuso-reticulatae Br.-Bl. in Br.-Bl. et Jenny 1926 - - * * Schuttflur

 

ASS x                 Arabidetum caeruleae Br.-Bl. 1918  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Arabidetum caeruleae Br.-Bl. 1918 - - R R Schuttflur

 

ASS x                 Arabido-Rumicetum nivalis (Jenny-Lips 1930) Oberd. 1957 nom. invers. propos.  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Arabido-Rumicetum nivalis (Jenny-Lips 1930) Oberd. 1957 nom. invers. propos. - - R R Schuttflur

 

ASS x                 Soldanella pusilla-Homogyne discolor-Gesellschaft   
Anmerkung Syntaxonomie[[Die von Springer (1993) angeführte "Soldanella pusilla-Homogyne discolor-Gesellschaft" könnte in der Deutschland-Übersicht auch weggelassen werden.]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Bewertung im Workshop ASS   Soldanella pusilla-Homogyne discolor-Gesellschaft  - - R R Schuttflur

 

KLA x   Stellarietea mediae Tx. et al. in Tx. 1950  
Anmerkung SyntaxonomieDas Für und Wider von ein oder zwei Klassen bei den Acker-Unkraut-Gesellschaften wurde schon oft kontrovers diskutiert. Beide Modelle lassen sich rechtfertigen. Unsere Mitarbeiter bevorzugen mehrheitlich ganz klar die Zusammenfassung zu einer Klasse Stellarietea mediae, weshalb ihnen gefolgt sei. Oberdorfer (Pflanzensoziologische Exkursionsflora, 7. Aufl. 1993 und auch Druckfahne zur 8. Auflage) gibt zu bedenken: "Die Secalietea und die Chenopodietea können regional (aber kaum überregional) als Unterklassen einer Klasse Stellarietea mediae Tx. et al. 1950 zusammen gefaßt werden. Weitergehende Zusammenfassungen dr Hackunkraut- und Segetalgesellschaften (Sperguletalia arvensis, Papaveretalia rhoeadis) sind nur territorial praktikabel." Die Klasse Stellarietea wird vielfach in die beiden Unterklassen Violenea arvensis und Sisymbrienea untergliedert, worauf an dieser Stelle aber verzichtet werden soll. Eine Reihe von beschriebenen Acker-Unkraut-Gesellschaften ist nach der Kennartenmethode so schlecht charakterisiert, daß sie nicht einmal eindeutig einzelnen Ordnungen zugewiesen werden können. Abzulehnen sind hier z.B.: Legousietum speculi-veneris (Kruseman et Vlieger 1939) Sissingh 1950, das Passarge 1996 neben das Papaveretum argemones in den Scleranthion annui-Verband stellt, obwohl die namengebende Art vor allem über verschiedene Caucalidion-Gesellschaften hinweg streut; Avenetum fatuae Kruseman et Vlieger 1939;
ORD x       Centaureetalia cyani Tx., Lohmeyer et Preising in Tx. 1950  
Anmerkung SyntaxonomieWorkshop-Ergebnis: "Benennung der Ordnung unklar --> Secalietalia Br.-Bl. 1936 em. J. et R. Tx. in Mal.-Bel. et al. 1960". Dieser auf dem Workshop "Ruderal-, Ackerunkraut-Gesellschaften vorgeschlagene Name ist nach Mucina (1993) vor allem wegen fehlender Diagnose (Zuordnung einer Untereinheit) ungültig. Es soll deshalb der bei jener Quelle benutzte Namen verwendet werden. [[Bitte um Stellungnahmen !!]] Inhaltlich folgen wir hier der Umgrenzung und Gliederung von Hüppe & Hofmeister (1990). Der Name Papaveretalia rhoeadis ist aber als nicht Code-gerecht abzulehnen. Mucina 1993 begründet: "Hüppe & Hofmeister (1990) haben die Ordnungen Aperetalia, Secalietalia und Polygono-Chenopodietalia aufgelöst und sie durch neue nomenklatorische Schöpfungen - die Sperguletalia arvensis und Papaveretalia rhoeadis - ersetzt. Dieser Schritt ist nomenklatorisch nicht korrekt, die neuen Namen außerdem ungültig (fehlende nomenklatorische Typi) veröffentlicht. Da der nomenklatorische Typus der Ordnung Centaureetalia (Caucalidion lappulae) in die Papaveretalia von Hüppe & Hofmeister (l.c.) eingegliedert wurde, muß der alte Name Centaureetalia beibehalten werden. Auch die Umstellung des Veronico-Euphorbion aus der Ordnung Chenopodietalia albi in die Centaureetalia cyani kann keinen Einfluß auf die Beibehaltung des Namens Centaureetalia cyani haben." Für die Standardliste und Rote Liste zu streichen ist die "Fumaria vaillanti-Gesellschaft". Sie wird von unseren Mitarbeitern nahezu einhellig abgelehnt. Die Meinungen, ob Fumaria vaillanti-Bestände zum Caucalidion oder zum Veronico-Euphorbion gehören, gehen aber auseinander.
Bitte Name kritisch prüfen !!!
VBD x           Veronico-Euphorbion Sissingh ex Passarge 1964  
Anmerkung SyntaxonomieNicht als Assoziation zu halten ist das "Veronicetum persicae Passarge et Jurko 1975". Ebenfalls nicht zu halten ist auch das "Euphorbietum pepli Passarge 1981" (= "Aethuso-Euphorbietum peplidis Passarge 1981", das mit zur Basalgesellschaft des Verbandes gerechnet werden kann. Es hat seinen Schwerpunkt in Gärten.
ASS x                 Mercurialetum annuae Kruseman et Vlieger 1939  
Anmerkung SyntaxonomieDas Mercurialetum annuae wird hier weit gefaßt; auf Wunsch von Hofmeister und anderen Mitarbeitern umfaßt es auch das "Soncho-Veronicetum agrestis Br.-Bl. 1948 em. Th. Müller et Oberd. in Oberd. 1983".

 

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Bewertung im Workshop ASS   Mercurialetum annuae Kruseman et Vlieger 1939 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Thlaspio-Fumarietum officinalis Görs in Oberd. et al. 1967 ex Passarge et Jurko 1975  
Anmerkung SyntaxonomieNezadal akzeptiert die Gesellschaft, stellt aber fest: "Artenkombination, Standort, Verbreitung wie Papaveri-Melandrietum. Nur mit Mühe vom Papaveri-Melandrietum zu trennen, dessen Hackfruchtausprägung es ist." Hofmeister empfiehlt beim von Hüppe & Hofmeister (1990) noch als eigenständig akzeptierten "Soncho-Veronicetum agrestis": "Aufnahmen dieses Vegetationstyps sollten dem Thlaspio-Fumarietum angeschlossen werden." Weitere Mitarbeiter sehen das ähnlich; Flintrop / Nowak möchten das Syntaxon lieber in Mercurialietum einschließen.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Thlaspio-Fumarietum officinalis Görs in Oberd. et al. 1967 ex Passarge et Jurko 1975 V V - V Ruderal-

 

ASS x                 Geranio-Allietum vinealis (v. Rochow 1948) Tx. 1950  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Geranio-Allietum vinealis (v. Rochow 1948) Tx. 1950 - 2 - 2 Ruderal-
Anmerkung GefährdungNach Wilmanns im Kaiserstuhl und dessen Umgebung nach wie vor ungefährdet: festzustellen ist aber doch ein gewisser "Rückgang durch Einsaat und Mulchen in Rebkulturen"; Rademacher stuft die Gesellschaft für das gleiche Gebiet in V ein; im Saarland führt Bettinger sie mit 3, in Rheinland Pfalz Himmler mit 2; andernorts gilt sie fast überall als vom Verschwinden bedroht. Der Workshop "Ruderal-, Ackerunkraut-Gesellschaften" kam insgesamt zu Kategorie 2. Scheuerer (email 3.7.2000) bestätigt diese Einschätzung: "Anhand einer synthetischen potentiellen Verbreitungskarte dieser Gesellschaft konnten wir zeigen, dass sie potentiell weit über viele Weinanbaugebiete verbreitet war. Sie ist heute auf wenige Kerngebiete des Weinanabaus zurückgeschrumpft und wenn sie auch dort noch in Teilen gefährdet ist muss sie in 2 oder geringstenfalls in 3 eingestuft werden."

 

VBD x           Caucalidion platycarpu (Tx. 1950) v. Rochow 1951 nom. mutat. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieDer Artname Caucalis lappula wird seit Jahrzehnten in allen gängigen Floren durch Caucalis platycarpos ersetzt. Entsprechend muß der von Mucina (1993) empfohlene ursprüngliche Name Caucalidion lappulae nicht mehr beibehalten werden. Nicht eindeutig gültigen Assoziationen zuzuordnen sind das "Ranunculetum arvensis Passarge 1964" und das "Galietum spurii Passarge 1978" bzw. "Galio spurii-Matricarietum chamomillae Passarge 1978" (eventuell auch zu Sileno linicolae-Linetum); Passarge besteht auf deren Eigenständigkeit und getrennte Aufnahme in die Rote Liste, was sich mit der Kennarten-Methodik nicht vereinbaren läßt. Von Schubert et al. (1995) wird auch das "Physalido-Campanuletum rapuncoloides Hilbig 1963" in den Caucalidion-Verband gestellt. Entsprechend der Originalbeschreibung handelt es sich dabei um eine seltene Unkrautgesellschaft wenig bearbeiteter, ungedüngter Pfingstrosenkulturen auf flachgründigem Muschelkalk bei Jena. Nach Schubert et al. (1995) handelt es sich um eine "sehr stark gefährdete Ackerflur einer Sonderkultur, nur durch deren Beibehaltung zu schützen". Die Assoziation kann nach der Kennartenmethode nicht akzeptiert werden, da Physalis in Deutschland vielfach in Atropion oder verschiedenen Saumgesellschaften verwildert ist, von obiger Ausnahme abgesehen aber kaum in Äckern. Außerdem ist die Assoziation nach Dierßen nicht gültig im Sinne des ICPN beschrieben. Lokal schützenswert ist sie dennoch. Von Schubert et al. (1995) ebenfalls im Caucalidion-Verband geführt wird das "Stellario mediae-Papaveretum rhoeadis Schubert (1989) 1995", dessen Eigenständigkeit von Schubert erneut betont wird. Wie Schubert et al. (1995) ausführen handelt es sich um die letzten, stark verarmten und als solche nicht gefährdeten Fragmente des Verbandes auf stärker gedüngten und bewirtschafteten Äckern. Nicht als Assoziation oder Gesellschaft anerkannt wird hier das Apero-Lathyretum aphacae "Tx. et v. Rochow 1951 nom. invers. propos." Die meisten Mitarbeiter lehnen die Existenz bzw. Eigenständigkeit dieser Gesellschaft ab. Hofmeister formuliert am deutlichsten: "Für Deutschland nicht aufrecht zu erhalten. Bestände mit Lathyrus aphaca lassen sich anderen Caucalidion-Gesellschaften zuordnen." Empfohlen wird vielfach eine Zuordnung zum Euphorbio-Melandrietum (z.B. als bodensaure Subassoziation aperetosum). Die Befürworter der Gesellschaft sind vor allem im Südwesten Deutschlands zu finden, also dem Gebiet, aus dem die Assoziation beschrieben wurde. Oberdorfer (1983) hatte hier formuliert: "Wenn auch Einzelfunde der Rankenplatterbse, wohl meist von ruderalen Standorten, noch aus Niedersachsen, Thüringen und Ostbayern gemeldet werden, so ist die Art als signifikanter Bestandteil von Getreide-Unkrautgesellschaften nur aus dem Südwesten unseres Gebietes belegt. Lathyrus aphaca-reiche Segetalgesellschaften begleiten das oberrheinische Hügelland oder die Rheinniederung von Basel bis Mannheim und reichen von hier über den Kraichgau noch in das mittlere Neckartal bis zur südwestlichen und mittleren Schwäbischen Alb. Während die Art hier aber an ihrer ± bodenständigen Ostgrenze ganz in das Gefüge des Caucalido-Adonidetum eingeht, bildet sie im Rhein- und Neckargebiet einen eigenen Secalietea-Typus, der zwar mit dem Kickxietum eng verwandt ist, doch eine Sonderstellung verdient ... Der Gesamtvergleich ergibt aber so gravierende Unterschiede, einmal in der vertikalen und horizontalen Verbreitung, dann aber auch in der Artenzusammensetzung der beiden Gesellschaften, daß die Beibehaltung einer eigenen Assoziation mit der Kennart Lathyrus aphaca gerechtfertigt erscheint."
ZEH -                 Apero-Lathyretum aphacae Tx. et v. Rochow 1951 nom. invers. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieHier zunächst mit Vorbehalt als eigene, vom Caucalido-Adonidetum und Kickxietum spuriae getrennte Assoziation aufgefaßt, dann aber vom Workshop "Ruderal-, Ackerunkraut-Gesellschaften" gestrichen. Die meisten Mitarbeiter lehnen die Existenz bzw. Eigenständigkeit dieser Gesellschaft ab. Hofmeister formuliert am deutlichsten: "Für Deutschland nicht aufrecht zu erhalten. Bestände mit Lathyrus aphaca lassen sich anderen Caucalidion-Gesellschaften zuordnen." Empfohlen wird vielfach eine Zuordnung zum Euphorbio-Melandrietum (z.B. als bodensaure Subassoziation aperetosum). Die Befürworter der Gesellschaft sind vor allem im Südwesten Deutschlands zu finden, also dem Gebiet, aus dem die Assoziation beschrieben wurde. Oberdorfer (1983) hatte hier formuliert: "Wenn auch Einzelfunde der Rankenplatterbse, wohl meist von ruderalen Standorten, noch aus Niedersachsen, Thüringen und Ostbayern gemeldet werden, so ist die Art als signifikanter Bestandteil von Getreide-Unkrautgesellschaften nur aus dem Südwesten unseres Gebietes belegt. Lathyrus aphaca-reiche Segetalgesellschaften begleiten das oberrheinische Hügelland oder die Rheinniederung von Basel bis Mannheim und reichen von hier über den Kraichgau noch in das mittlere Neckartal bis zur südwestlichen und mittleren Schwäbischen Alb. Während die Art hier aber an ihrer ± bodenständigen Ostgrenze ganz in das Gefüge des Caucalido-Adonidetum eingeht, bildet sie im Rhein- und Neckargebiet einen eigenen Secalietea-Typus, der zwar mit dem Kickxietum eng verwandt ist, doch eine Sonderstellung verdient ... Der Gesamtvergleich ergibt aber so gravierende Unterschiede, einmal in der vertikalen und horizontalen Verbreitung, dann aber auch in der Artenzusammensetzung der beiden Gesellschaften, daß die Beibehaltung einer eigenen Assoziation mit der Kennart Lathyrus aphaca gerechtfertigt erscheint."

 

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Vorschlag ZEH - Apero-Lathyretum aphacae Tx. et v. Rochow 1951 nom. invers. propos.   - 2 - 2 Ruderal-

 

ASS x                 Caucalido daucoidis-Scandicetum pecten-veneris Tx. 1937  
Anmerkung SyntaxonomieViele unserer Mitarbeiter bevorzugen den - z.B. von Hofmeister & Hüppe (1990) verwendeten - Namen "Caucalido-Adonidetum flammeae Tx. 1950". Auch wenn dieser Name die Gesellschaft besser umreißt, muß er doch mit Mucina (1993) als "unberechtigte Umbenennung" im Sinne des ICPN verworfen werden; aus Prioritätsgründen muß der Name "Caucalido daucoidis-Scandicetum pecten-veneris Libbert 1930" oder der Name "Caucalido daucoidis-Scandicetum pecten-veneris Tx. 1937" für den ganzen Umfang der Gesellschaft beibehalten werden. Wir folgen hier Oberdorfer (1993:30, Fußnote), der - abweichend von Mucina (1993) - formuliert: "Priorität hat wohl die Bezeichnung Caucalido-Scandicetum Tx. 37. Bei Libbert (1930) findet sich nur eine Artenaufzählung ohne quantitative Angaben". Eventuell reicht die Libbert'sche Diagnose aber doch aus. Workshop-Ergebnis: das Thlaspio-Veronicetum politae Görs 1966 wird als Synonym mit hier einbezogen.
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Bewertung im Workshop ASS   Caucalido daucoidis-Scandicetum pecten-veneris Tx. 1937 1 2 - 2 Ruderal-
Anmerkung GefährdungNezadal vermerkt: "Grenzertragsäcker (Kalkscherbenäcker). Verbessertes Ackerrandstreifenprogramm dringend nötig".

 

ZEH -                 Thlaspio-Veronicetum politae Görs 1966  
Anmerkung SyntaxonomieWorkshop-Ergebnis: "synonym zum Caucalido-Adonidetum"

 

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Vorschlag ZEH - Thlaspio-Veronicetum politae Görs 1966   G * - G Ruderal-
Anmerkung GefährdungDie einzige Postivmeldung aus dem Bergland stammt von Dierßen, der die Gesellschaft für nicht gefährdet hält.

 

ASS x                 Euphorbio exiguae-Melandrietum noctiflori G. Müller 1964  
Anmerkung SyntaxonomieFür die Gesellschaft stehen zwei Namen zur Verfügung, die beide auch jeweils mehrere Verfechter unter unseren Mitarbeitern finden: Wir folgen hier der Auffassung von Hilbig, der schreibt: "Das Papaveri-Melandrietum Wasscher 1941 ist nur mit geringem Aufnahmematerial belegt und umfaßt eine Ausbildung mit Säurezeigern im Bandbereich der Verbreitung des "Melandrietum". Das Oberdorfersche Lathyro-Melandrietum gibt die charakt. Ausbildung des "Melandrietum" wieder unter Ausschluß der Ausbildungen der höheren kollinen Lagen (diese als eigenes Sedo-Neslietum). Aus Mitteldeutschland wurden weitere Gebietsassoziationen des "Melandrietum" beschrieben. G. Müller (1964) hat diese Assoziationen zu dem als Zentralass. des Caucalidion zu bezeichnenden Euphorbio-Melandrietum zusammengefaßt und edaphisch-standörtlich und klimatisch untergliedert. Daher sehe ich diese Bezeichnung als die gültige an, da der Name Papaveri-Melandrietum nicht emendiert wurde und nur einen kleinen randlichen Teil des Gesamtumfanges des "Melandrietum" erfaßt. Auch das Thlaspio-Veronicetum politae gehört zum Euphorbio-Melandrietum !" Ebenfalls hier einbezogen wird das Sedo-Neslietum paniculatae Oberd. 1957, das als Hochlagenform der Gesellschaft im Bereich der Schwäbischen Alb gedeutet werden kann. Einbezogen wird ferner das Camelino-Consolidetum regalis Passarge (1964) 1978 [[für die Rote Liste getrennt bewerten ??]]. Fraglich erscheint, ob für die Gesellschaft nicht doch der von Passarge empfohlene Name "Papaveri-Melandrietum noctiflori Wasscher 1941 ex Passarge in Scamoni et al. 1963" nomenklatorische Gültigkeit auch für die inhaltlich jetzt viel weiter gefaßte Gesellschaft hat. Eingezogen wurde die "Ranunculus arvensis-Delphinium consolida-Gesellschaft", eine von nahezu sämtlichen Mitarbeitern abgelehnte Einheit, die auf jedem Fall zum Caucalidion gehört und die hier dem Euphorbio-Melandrietum zugeordnet wird. Überwiegend hierher, teilweise vielleicht auch zum Caucalido-Adonidetum gehört das "Setario-Veronicetum Oberd. 1957" (= "Thlaspio-Veronicetum politae Görs 1966"), das als Hackfruchtausbildung der Gesellschaft zu interpretieren ist.
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Bewertung im Workshop ASS   Euphorbio exiguae-Melandrietum noctiflori G. Müller 1964 3 3 - 3 Ruderal-
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ASS x                 Kickxietum spuriae Kruseman et Vlieger 1939  
Anmerkung SyntaxonomieHilbig und Schubert empfehlen, die Gesellschaft ins Euphorbio-Melandrietum noctiflori einzuschließen, alle anderen Mitarbeiter akzeptieren hingegen ausdrücklich die Eigenständigkeit der Gesellschaft oder äußern sich nicht. Illig möchte auch ostdeutsche Kickxia elatine-Vorkommen im Kontakt mit dem Euphorbio-Melandrietum in ein weit gefaßtes Kickxietum stellen.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Kickxietum spuriae Kruseman et Vlieger 1939 2 2 - 2 Ruderal-

 

ASS x                 Adonido-Iberidetum amarae (Allorge 1922) Tx. 1950  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Adonido-Iberidetum amarae (Allorge 1922) Tx. 1950 - D - D Ruderal-
Anmerkung GefährdungIberis amara ist in den meisten Bundesländern Deutschlands ausgestorben bzw. tritt nur (noch) ab und zu verwildert auf. Lediglich in Bayern gilt die Pflanze noch aktuell als "vom Aussterben bedroht". Vegetationsaufnahmen der Gesellschaft aus Deutschland gibt es nicht. So ist es nicht zu entscheiden, ob es das Adonido-Iberidetum umbellatae jemals in Deutschland gab. Sauer & Weyrath (1989) führten es in der Roten Liste des Saarlandes als verschwunden, Bettinger & Faust (2000) möchten diesem Beispiel in der Neuauflage der Roten Liste folgen. Andere Mitarbeiter lehnen die Gesellschaft für Deutschland wegen der fehlenden Aufnahmen ab. Im Workshop "Ruderal-, Ackerunkraut-Geselschaften" wurde beschlossen, die Gesellschaft mit in die Rote Liste Deutschlands aufzunehmen und dort in Kategorie "D (Datenmangel)" zu stellen. Ein früheres Vorkommen im Saarland und westlichen Rheinland-Pfalz ist wegen der Vorkommen im angrenzenden östlichen Frankreich (incl. Elsaß) ziemlich wahrscheinlich.

 

ORD x       Chenopodietalia albi Tx. (1937) 1950  
Anmerkung SyntaxonomieWir folgen hier der Umgrenzung der Ordnung durch Hüppe & Hofmeister (1990); der dort verwendete Name ("Sperguletalia arvensis Hüppe et Hofmeister 1990") ist aber ungültig und muß aus Prioritätsgründen durch den älteren Namen Chenopodietalia albi Tx. (1937) 1950 ersetzt werden (Begründung siehe Mucina 1993:122). [[Bitte um Stellungnahmen !!]] Der Workshop "Ruderal-, Ackerunkraut-Gesellschaften" empfahl, den Namen "Aperetalia spicae-venti J. et R. Tx. in Malato-Beliz et al. 1960" zu verwenden. Diesem Vorschlag soll hier nicht gefolgt werden: auch wenn dieser Name inhaltlich nicht ganz deckungsgleich mit dem hier verwendeten ist, kann der ältere Name (Typus-Verband "Panico-Setarion Sissingh in Westhoff et al. 1946") doch nicht ohne weiteres verworfen werden. Nicht weiter zuordenbar (allenfalls einer Chenopodietalia-Basalgesellschaft) ist u.a. das "Galinsogetum ciliatae Passarge 1981" (= "Euphorbio-Galinsogetum ciliati (Weinert 1956) Pass. 1981").
Bitte Name kritisch prüfen !!!
VBD x           Scleranthion annui (Kruseman et Vlieger 1939) Sissingh in Westhoff et al. 1946  
Anmerkung SyntaxonomieÖfter unter dem Namen "Aphanion arvensis J. et R. Tx. in Malato-Beliz et al 1960" zu finden und so auch vom Workshop "Ruderal-, Ackerunkraut-Gesellschaften" empfohlen. Nach Mucina (1993) handelt es sich dabei aber um eine unberechtigte und damit Code-widrige Umbenennung des älteren Namens Scleranthion annui, weshalb dem Workshop-Vorschlag hier also nicht gefolgt werden soll. Incl. Aphanenion arvensis (Kruseman et Vlieger 1939) Sissingh in Westhoff et al. 1946 und Arnoseridenion (Malato-Beliz, J. et R. Tx. 1960, Passarge 1978) Oberd. 1983 [= Arnoseridion minimae Malato-Beliz, J. et R. Tx. 1960] Auf die Aufteilung des Verbandes in zwei Unterverbände (Arnoseridenion minimae mit Teesdalio-Arnoseridetum) und Aphanenion arvensis bzw. Scleranthenion annui kann an dieser Stelle verzichtet werden. Für die Ausgliederung der Lämmersalat-Äcker als eigener Verband Arnoseridion minimae besteht ebenfalls keine Notwendigkeit. Die Scleranthus annuus-Gesellschaft wird als eigenständiges Syntaxon von den allermeisten Mitarbeitern abgelehnt und soll (als Fragment des Scleranthion annui-Verbandes) in der Standardliste nicht erscheinen. Hofmeister sieht in der Gesellschaft aber eine eigenständige Einheit neben dem Teesdalio-Arnoseridetum, in das die Gesellschaft eingezogen werden könnte. Dem Vorgehen von Passarge (1996), der eine Assoziationsgruppe Scleranthetum annui mit 2 Assoziationen (Scleranthetum annui Braun 1915 und Sclerantho-Hypochoeridetum glabrae (Kloß 1960) Tillich 1969) ausscheidet, kann hier nicht gefolgt werden.
Bitte Name kritisch prüfen !!!
ZEH -                     Scleranthus annuus-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieWird als eigenständiges Syntaxon von den allermeisten Mitarbeitern abgelehnt und soll (als Fragment des Scleranthion annui-Verbandes) in der Standardliste nicht erscheinen. Hofmeister sieht in der Gesellschaft aber eine eigenständige Einheit neben dem Teesdalio-Arnoseridetum, in das die Gesellschaft eingezogen werden könnte. Dem Vorgehen von Passarge (1996), der eine Assoziationsgruppe Scleranthetum annui mit 2 Assoziationen (Scleranthetum annui Braun 1915 und Sclerantho-Hypochoeridetum glabrae (Kloß 1960) Tillich 1969) ausscheidet, kann hier nicht gefolgt werden.

 

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Vorschlag ZEH - Scleranthus annuus-Gesellschaft    3 * - * Ruderal-

 

ASS x                 Teesdalio-Arnoseridetum minimae (Malcuit 1929) Tx. 1950  
Anmerkung SyntaxonomieBei der Frage, was denn hier der richtige Name sei, sind sich unsere Mitarbeiter noch nicht einig. Die allermeisten akzeptierten den vorgeschlagenen Namen "Teesdalio-Arnoseridetum minimae (Malcuit 1929) Tx. 1937". Passarge empfiehlt "Teesdalio-Arnoseridetum minimae (Malcuit 1929) Tx. 1950" als gültigen Namen; Passarge 1996 hatte noch "Teesdalio-Arnoseridetum minimae (Malcuit 1929) Tx. (1937) 1950" empfohlen. Dierßen hält den Namen "Sclerantho-Arnoseridetum minimae Tx. 1937" für den gültigen, worin er Mucina (1993) folgt; dort taucht nur "Teesdalio-Arnoseridetum minimae Tx. 1950" in der Synonymie auf. Bis zur Klärung wird hier der Name "Teesdalio-Arnoseridetum minimae (Malcuit 1929) Tx. 1950" verwendet.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Teesdalio-Arnoseridetum minimae (Malcuit 1929) Tx. 1950 2 1 - 2 Ruderal-

 

ASS x                 Papaveretum argemones Kruseman et Vlieger 1939  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Papaveretum argemones Kruseman et Vlieger 1939 2 2 - 2 Ruderal-
Anmerkung GefährdungDie Gesellschaft wird meist mit 2 oder 3 (so z.B. in Mecklenburg-Vorpommern) eingestuft, vereinzelt aber auch mit * oder gar **.

 

ASS x                 Aphano-Matricarietum chamomillae Tx. 1937 nom. mut. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieWir folgen hier der Empfehlung von Hüppe & Hofmeister (1990), die den Namen "Alchemillo-Matricarietum chamomillae" durch "Aphano-Matricarietum chamomillae" ersetzen. Vom Code her ist dies noch nicht zwingend, aber doch naheliegend. Aphanes wird in allen gängigen Floren seit mindestens 20 - 30 Jahren aus der Gattung Alchemilla ausgegliedert und sehr einheitlich verwendet, so daß die Anpassung des Gesellschaftsnamens (der auf Aphanes arvensis = Alchemilla arvensis beruht) angebracht erscheint. "emend."-Autoren sind dazu nicht nötig. Hier einbezogen werden auch zahlreiche Fragmentgesellschaften, wie sie heute vielfach auch großflächig zu finden sind, etwa die Aphanes arvensis-Gesellschaft sensu Meisel 1967 oder die heute sehr häufige Vogelmieren-Windhalm-Gesellschaft (Apera spica-venti-Gesellschaft). Letztere wird von Schubert (in Schubert et al. 1995) als Assoziation geführt (Stellario-Aperetum spicae-venti (Schubert 1989) Schubert 1995), was mangels Kennarten aber nicht aufrecht erhalten werden kann. Besondere Probleme bereitet das "Vicietum tetraspermae". Unsere Mitarbeiter sind sich nicht einig, ob sie die Gesellschaft für Polen akzeptieren sollen oder nicht. In Deutschland kommt dieses Syntaxon jedenfalls nicht vor. Vicia tetrasperma kann hier als holde Kennart des Aphano-Matricarietum chamomillae gelten, entsprechende Bestände in Deutschland können also problemlos dieser Assoziation zugeordnet werden. Dierßen empfiehlt Bewertung als Scleranthion-Basalgesellschaft.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Aphano-Matricarietum chamomillae Tx. 1937 nom. mut. propos. 3 3 - 3 Ruderal-

 

ZEH +                     Myosuro-Alopecuretum Nezadal 1972  

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop + Myosuro-Alopecuretum Nezadal 1972 - 2 - 2 Ruderal-

 

ASS n                 Holcus mollis-Galeopsis tetrahit-Gesellschaft   
Anmerkung Syntaxonomie[[Bitte um Mithilfe !!! Der Workshop "Ruderal-, Ackerunkraut-Gesellschaften" empfahl die Bezeichnung "Holco-Galeopsietum Hilbig 1967" als gültigen Namen zu verwenden. Dem kann hier nicht ohne weiteres gefolgt werden (s.u.)]] Die Gesellschaft wird im gesamten deutschsprachigen Raum meist als Holco-Galeopsietum Hilbig 1967 geführt. Dies ist aus zweierlei Hinsicht nicht ganz korrekt. Zum einen müßte wohl aus Prioritätsgründen der wesentlich ältere Name Spergulo-Scleranthetum annui Kuhn 1937 beibehalten werden, auch wenn nur noch ein Teil des ursprünglichen Umfangs der Assoziation hier gemeint ist. Zum anderen fehlen der Gesellschaft gute Kennarten. Sie ließe sich allenfalls als Zentralassoziation des Verbandes werten, was aber auch nicht befriedigt. Wegen des Fehlens der Kennarten wird hier von einer (weit verbreiteten und durch die typische Artenkombination auch leicht ansprechbaren) ranglosen Holcus mollis-Galeopsis tetrahit-Gesellschaft gesprochen. Eingeschlossen ist hier das "Galeopsio-Sperguletum arvensis Passarge in Passarge et Jurko 1975".
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Bewertung im Workshop ASS   Holcus mollis-Galeopsis tetrahit-Gesellschaft  - 3 3 3 Ruderal-

 

ASS +                 Galeopsis segetum-Scleranthus annuus-Gesellschaft   

 

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Bewertung im Workshop + Galeopsis segetum-Scleranthus annuus-Gesellschaft  - 1 - 1 Ruderal-

 

VBD x           Digitario-Setarion Sissingh 1946 nom. mutat. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieHier in der emendierten Fassung im Sinne von Hüppe & Hofmeister (1990).
ASS x                 Spergulo-Chrysanthemetum segetum Br.-Bl. et De Leeuw ex Tx. 1937  
Anmerkung SyntaxonomieDer Umfang des hier sehr weit gefaßten "Spergulo-Chrysanthemetum" deckt sich weitgehend mit dem "Galeopsio-Sperguletum arvensis Passarge et Jurko 1957 em. Schubert 1989" bei Schubert et al. (1995). Es schließt die von Hüppe & Hofmeister (1995) noch getrennt geführten Syntaxa "Setario-Stachyetum arvensis" und "Lycopsietum arvensis" zum jeweils größten Teil mit ein. Passarge (in litt 23.6.2000) wünscht ausdrücklich die Beibehaltung der Trennung der beiden Einheiten. Schubert et al. (1995) empfehlen (aus ostdeutscher Sicht) die Auflösung dieser subatlantisch verbreiteten Gesellschaft, die ihrer Ansicht nach zum Teil zum Aphano-Matricarietum chamomillae, z.T. zum Galeopsio-Sperguletum arvensis gehört. Da die meisten anderen Autoren die Gesellschaft akzeptieren, soll sie hier - unter Vorbehalt - beibehalten werden, wie bei Schubert et al. (1995) wird aber der größere Teil des nicht haltbaren "Setario-Stachyetum arvensis Oberd. 1957" hier einbezogen. Hilbig schreibt dazu: "auch die seltene Stachys arvensis eignet sich nicht zur Assoz.ausscheidung. Aufnahmen des Setario-Stachyetum sind völlig nach dieser Art ausgerichtet". Ebenfalls hier einbezogen wird das "Lycopsietum arvensis Raabe ex Passarge 1964 em. Th. Müller et Oberd. in Oberd. 1983". Nach Hilbig ist das "die dritte der nur durch 1 Art gekennzeichneten Polygono-Chenopodion-Assoziationen, während die übrigen Arten in allen 3 sonst ± gleichmäßig auftreten. Hinzu kommt, daß die 3 namengebenden Arten Chrysanthemum segetum, Stachys arvensis, Lycopsis arvensis durchaus auch in Getreide, wenn auch z.T. seltener auftreten".

 

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Bewertung im Workshop ASS   Spergulo-Chrysanthemetum segetum Br.-Bl. et De Leeuw ex Tx. 1937 3 2 - 3 Ruderal-
Anmerkung GefährdungGebietsweise stärker, gebietsweise aber anscheinend auch wenig (Mecklenburg-Vorpommern nach Manthey V) oder nicht gefährdet.

 

ASS x                 Setario-Galinsogetum parviflorae Tx. 1950  
Anmerkung SyntaxonomieHier in der emendierten Fassung im Sinne von Müller & Oberdorfer in Oberdorfer (1983 ). Die bei Hüppe und Hofmeister (1990) unterschiedenen Syntaxa "Setario-Galinsogetum parviflorae Tx. 1950 em. Th. Müller et Oberd. in Oberd. 1983" und "Spergulo-Echinochloetum cruris-galli (Kruseman et Vlieger 1939) Tx. 1950" werden hier zusammengefaßt (Hofmeister schreibt zu letzterem: "Aufnahmen mit Echinochloa crus-galli lassen sich als besondere Rasse dem Setario-Galinsogetum parviflorae zuordnen"). Nach Dierßen und Mucina (1993) lautet der korrekte Name dafür "Echinochloo-Setarietum pumilae Felföldy 1942".

 

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Bewertung im Workshop ASS   Setario-Galinsogetum parviflorae Tx. 1950 ** ** - ** Ruderal-

 

ASS x                 Digitarietum ischaemi Tx. 1950 nom. mutat. propos.  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Digitarietum ischaemi Tx. 1950 nom. mutat. propos. * * - * Ruderal-
Anmerkung GefährdungIm Tiefland vielfach mit 3 eingestuft, in Mecklenburg-Vorpommern (Manthey) gar mit 2; von Brandes und Dierßen aber in *, von Illig sogar in **. Insgesamt hier noch ungefährdet. Im Bergland nur von Oesau für Rheinland-Pfalz als gefährdet gewertet, sonst meist Kategorie * oder gar ** (starke Zunahme in Maisäckern).

 

VBD x           Spergulo-Oxalidion Görs in Oberd. et al. 1967  
Anmerkung SyntaxonomieMucina (1993) begründet die Ablehnung des häufig benutzten Namens "Polygono-Chenopodion W. Koch 1926" damit, daß der Verband vom Autor nur mit seinem "Bidentetum tripartitae" in Verbindung gebracht wurde, das als typisches nomen ambiguum aber nicht aufrecht erhalten werden kann. Damit geht auch der Verband verloren. Der Name "Eu-Polygono-Chenopodion" von Sissingh et al. ist gleich aus mehreren Gründen illegitim. Einbezogen werden hier eine Reihe von Bezeichnungen, die keiner der akzeptierten Gesellschaften eindeutig zuzuordnen sind: "Atriplex patula-Urtica urens-Polygono-Chenopodion-Ges.", Setario-Stachyetum arvensis Oberd. 1957 (von einem Teil der Mitarbeiter akzeptiert, von anderen zum Spergulo-Chrysanthemetum oder zum Galeopsio-Sperguletum gestellt oder pauschal abgelehnt), das Lycopsietum arvensis Raabe 1944 ex Passarge 1964 em. Th. Müller et Oberd. in Oberd. 1983 (von unseren Mitarbeitern teilweise akzeptiert, ansonsten aber auch vier verschiedenen (!) anderen Assoziationen zugeordnet).
ASS x                 Chenopodio-Oxalidetum fontanae Sissingh 1950 nom. conserv. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieHier wird vorgeschlagen, den seit vielen Jahren gebräuchlichen Namen zu konservieren. Der Name "Chenopodio-Oxalidetum fontanae Sissingh 1950 nom. inv. Th. Müller et Oberd. in Oberd. 1983" ist seit langem gebräuchlich. Die originale Reihenfolge der Arten im Namen (Oxalido-Chenopodietum polyspermae Sissingh 1950), findet kaum noch Verwendung. Dierßen schlägt vor, auf den noch älteren Namen "Setario pumilae-Chenopodietum polyspermae Tx. 1937" bzw. "Setario (glaucae)-Chenopodietum polyspermae Tx. 1937" zurückzugreifen, der bei Mucina (1993) noch in der ursprünglichen Form "Panico-Chenopodietum polyspermi Tx. 1937" geführt wird. Die noch von Hüppe et Hofmeister (1990) akzeptierte Eigenständigkeit des "Galeopsietum speciosae Kruseman et Vlieger 1939" wird mittlerweile von vielen Mitarbeitern abgelehnt, ausdrücklich auch von Hofmeister ! Die Gesellschaft wird deshalb - in Übereinstimmung mit dem Workshop "Ruderal-, Ackerunkraut-Gesellschaften" mit ins Chenopodio-Oxalidetum einbezogen. Auf Empfehlung des Workshops wird ferner das "Rorippo-Chenopodietum polyspermi Köhler 1962" hier eingegliedert.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Chenopodio-Oxalidetum fontanae Sissingh 1950 nom. conserv. propos. 3 3 3 3 Ruderal-
Anmerkung GefährdungIm Flachland und gleichermaßen im Bergland fast überall in 3 eingestuft (in Mecklenburg-Vorpommern nach Manthey 2), in Teilen aber auch als nicht gefährdet betrachtet. Brandes meldet das hier einbezogene "Galeopsietum speciosae Kruseman et Vlieger 1939 em. Passarge 1959 " aus den Alpen mit 3.

 

ORD x       Lolio remoti-Linetalia J. Tx. et. R. Tx. in Lohmeyer et. al. 1962  
Anmerkung SyntaxonomieWir akzeptieren hier die klassische Ausscheidung eines eigenen Verbandes und einer eigenen Ordnung der Leinunkrautgesellschaften. Die Unkraut-Vegetation der Leinäcker war - über Jahrtausende entwickelt - etwas Besonderes. Dennoch fragt Hilbig sicher zurecht: "Es ist zu fragen, ob auf Grund der Vorkommen der speziellen Leinunkräuter überhaupt die Ausscheidung einer eigenen Ordnung und eines eigenen Verbandes nötig waren, wobei noch die Kulturart Linum usitatiss. als Charakterart verwendet wird (was sonst nie üblich ist). In dieser Hinsicht wäre freilich auch in jetzigen Leinäckern durch die Leinunkräuter die Assoz. noch vorhanden, da ja eine Charakterart mit 100 % vorkommt !"
VBD x           Lolio remoti-Linion Tx. 1950  
ASS x                 Sileno linicolae-Linetum Tx. 1950  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Sileno linicolae-Linetum Tx. 1950 - 0 - 0 Ruderal-
Anmerkung GefährdungHier herrscht große Übereinstimmung bei den Mitarbeitern, auch wenn es praktisch keine Vegetationsaufnahmen von den früheren Leinäckern gibt. Fraglich ist nur, ob es die Gesellschaft auch im Tiefland gab.

 

ORD x       Eragrostietalia J. Tx. ex Poli 1966  
VBD x           Eragrostion minoris Tx. in Slavnic 1944  
Anmerkung SyntaxonomieVielfach besteht hier der Wunsch, diese Gesellschaften ganz oder teilweise den Trittpflanzen-Gesellschaften zuzuordnen. Das gilt z.B. für das als Assoziation zu verwerfende "Portulacetum oleraceae Felföldy 1942" (von Passarge in litt 23.6.2000 nochmals ausdrücklich befürwortet !). Dierßen schreibt dazu: "zu Eragrostion / Eragrostietalia. Portulaca selbst kann wie Eragrostis auch in Trittrasen auftreten. das Portulacetum ist eher als Ackerunkrautgesellschaft beschrieben worden; kenne ich auch so aus dem Pannonicum". Auch Passarge betont die Stellung im Eragrostion; Illig vermerkt hingegen: "wohl eher identisch mit Eragrostis-Portulaca oleracea-Ges. im Polygonion av.-Verband ! Diese im Gebiet wegen Seltenheit gefährdet !" Brandes erläutert: "Mit zahlreichen anderen C4-Pflanzen breitet sich auch Portulaca oleracea aus. Fast immer handelt es sich um artenarme Bestände, die keiner Assoziation zugeordnet werden können."
ASS x                 Digitario-Eragrostietum Tx. 1950 ex v. Rochow 1951  
Anmerkung SyntaxonomieDierßen beantwortet die Frage "[ob nicht vielleicht doch besser wie bei Pott 1995 zu den Polygono-Poetea ?" wie folgt: "nein, nach der Tabelle bei Oberdorfer nicht. Dagegen beziehen sich die Syntaxa aus Roten Listen nicht auf Oberdorfers Vegetationstyp, sondern auf das Eragrostio-Polygonetum arenastri (bei Oberdorfer Polygonetum calcati, Subass. von Eragrostis minor !), so. z.B. auch Pott. Das ist ein anderer Vegetationstyp (von Trittrasen). Eragrostis bei Oberdorfer E.megastachys !".

 

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Bewertung im Workshop ASS   Digitario-Eragrostietum Tx. 1950 ex v. Rochow 1951 * * - * Ruderal-
Anmerkung GefährdungIm Flachland zwar selten, nach Brandes aber auch dort nicht gefährdet.

 

KLA +   Sisymbrietea Gutte et Hilbig 1975  
Anmerkung SyntaxonomieEntsprechend der Empfehlung des Workshop "Ruderal-, Ackerunkraut-Gesellschaften" hier als eigene Klasse geführt, sonst oftmals auch als Ordnung Sisymbrietalia bei den Stellarietea mediae.
ORD x       Sisymbrietalia J.Tx. in Lohmeyer et al. 1962  
VBD x           Sisymbrion Tx. et al. in Tx 1950  
Anmerkung SyntaxonomieNicht als eigenständige Gesellschaften geführt werden hier die "Linaria vulgaris-Bromus tectorum-Gesellschaft" (= "Bromus tectorum-Conyza canadensis-Gesellschaft", "Linario-Brometum tectorum R. Knapp 1961"), die "Bromus sterilis-Gesellschaft" (= Brometum sterilis Görs 1966; nur teilweise zum Sisymbrion), die "Sisymbrium wolgense-Gesellschaft", die häufige "Sisymbrium officinale-Sonchus oleraceus-Gesellschaft", die "Chenopodium rubrum-Atriplex patula-Gesellschaft" (z.T. eventuell auch zu Bidentetea), die "Sisymbrium officinale-Atriplex patula-Ass.", das "Sisymbrietum officinalis Hadac 1978", das "Sisymbrietum irionis (Langer 1994) Passarge 1996", das "Senecionetum viscosi (Möller 1949) Passarge 1996", das "Lactuco-Anthriscetum caucalidis Mucina 1986" (= "Anthriscetum caucalidis"), das "Ivetum xanthiifoliae Fijalkowski 1967" (= "Iva xanthifolia-Gesellschaft"), die "Chenopodium hybridum-Gesellschaft". An der Grenze zur Eigenständigkeit steht die "Panicum capillare-Gesellschaft", die bei Mucina (1993) als Assoziation ("Panicetum capillaris Mititelu et Roman 1988") geführt wird. Sie dehnt sich herbizidbedingt im Mais aus. Ihr Anschluß ans Sisymbrion ist nicht eindeutig. Abgelehnt werden ferner "Lepidietum densiflori Passarge 1996" (Lepidium densiflorum hat eine viel zu weite ökologische Amplitude) und "Amaranthetum retroflexi Passarge 1996" (Amaranthus retroflexus wächst teilweise hochstet auch in anderen Stellarietea-Gesellschaften. Eine umstrittene Gesellschaft (Assoziation ?), die vom Workshop "Ruderal-, Ackerunkraut-Gesellschaften" gestrichen wurde ist die Anthemis cotula-Gesellschaft. Brandes notiert zu ihr: "wohl eher als Anthemis cotula-Ges. zu bezeichnen. Lt. Oberdorfer (1994) v.a. in Getreideunkrautgesellschaften. Nähere Einstufung mangels eigener Kenntnisse nicht möglich." Illig vermerkt: "Anthemis cotula selten in Äckern, häufiger auf frischen Ruderalstellen - aber nicht gesellschaftsbildend." Vom Workshop "Ruderal-, Ackerunkraut-Gesellschaften gestrichen wurde ferner das Sisymbrietum altissimi Bornkamm 1974. Der älteste und auch am meisten verwendete, durchaus passende Name ("Lactuco-Sisymbrietum altissimi") ist leider ohne ausreichende Originaldiagnose, und damit ungültig, veröffentlicht.
ZEH -                 Anthemis cotula-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieEine umstrittene Gesellschaft (Assoziation ?), die vom Workshop "Ruderal-, Ackerunkraut-Gesellschaften" gestrichen wurde. Brandes notiert: "wohl eher als Anthemis cotula-Ges. zu bezeichnen. Lt. Oberdorfer (1994) v.a. in Getreideunkrautgesellschaften. Nähere Einstufung mangels eigener Kenntnisse nicht möglich." Illig vermerkt: "Anthemis cotula selten in Äckern, häufiger auf frischen Ruderalstellen - aber nicht gesellschaftsbildend."

 

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Vorschlag ZEH - Anthemis cotula-Gesellschaft    2 2 - 2 Ruderal-

 

ASS x                 Hyoscyamo nigri-Malvetum neglectae Aichinger 1933  
Anmerkung SyntaxonomieDas "Hyoscyamo nigri-Malvetum neglectae Aichinger 1933" ist in der Literatur meist unter dem viel einleuchtenderen Namen "Urtico urentis-Malvetum neglectae Lohmeyer in Tx. 1950" zu finden. Ersterer Name hat aber nomenklatorische Priorität. Brandes empfiehlt allerdings, den Namen nochmals zu überprüfen. Hyoscyamus niger fehlt (heute) in fast allen Beständen. Hier einbezogen wird ferner das Daturo-Malvetum neglectae Lohmeyer in Tx. 1950".

 

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Bewertung im Workshop ASS   Hyoscyamo nigri-Malvetum neglectae Aichinger 1933 3 3 - 3 Ruderal-
Anmerkung GefährdungMeist mit 3 oder * eingestuft, regional auch mit 2; trotz teilweiser Zunahme von Malva neglecta zeigt die Gesellschaft insgesamt doch deutliche Rückgänge.

 

ASS x                 Malvo neglectae-Chenopodietum vulvariae Gutte 1966  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Malvo neglectae-Chenopodietum vulvariae Gutte 1966 1 1 - 1 Ruderal-

 

ASS x                 Chenopodietum stricti (Oberd. 1957) Passarge 1964  
Anmerkung SyntaxonomieEs handelt sich hier nicht um Chenopodium album-Bestände ! Hier gibt es syntaxonomische Differenzen, die nicht ganz auszuräumen sind. Brandes schreibt: "Vermutlich ist das Chenopodietum stricti eine seltene und thermophile Ruderalgesellschaft, von vielen Autoren werden alle Chenopodium album-Bestände hierhergestellt. Meine Einstufung bezieht sich auf die enge Fassung der Assoziation". Illig bemerkt zur (richtig verstandenen ?) Assoziation: "eigentlich nur die Vorstufe (Pionier) des Conyzo-Lactucetums; sehr kurzlebige Pionier-Ges. für 1/2 Jahr (Mai-Okt. !)". Nezadal bemerkt: "taxonomischer Rang umstritten. In dieser Ges. können viele gefährdete Arten (Datura, Hyoscyamus, Solan. nitidibaccatum) enthalten sein; ohne diese schwer als Ass. anzusprechen, dann auch nicht gefährdet und häufig". Hinsichtlich der Autorenschaft ist "Oberd. 1957" umstritten. Oberdorfer (1957) beschrieb ein "Chenopodietum ruderale" (Name ungültig), das von Passarge (1964) für das "Chenopodietum stricti" aufgegriffen wurde. Insofern ist "Oberd. 1957" als Klammerautor zulässig oder gar zwingend.
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Bewertung im Workshop ASS   Chenopodietum stricti (Oberd. 1957) Passarge 1964 * * - * Ruderal-
Anmerkung GefährdungDie allermeisten Mitarbeiter - und auch der Workshop "Ruderal-, Ackerunkraut-Geselschaften" stufen die Gesellschaft mit * oder ** ein; Brandes vermerkt aber dazu: "Vermutlich ist das Chenopodietum stricti eine seltene u. thermophile Ruderalgesellschaft, von vielen Autoren werden alle Chenopdium albulu-Bestände hierhergestellt. Meine Einstufung bezieht sich auf die enge Fassung der Assiziation." Er stuft die Assoziation im Flachland mit 3 ein, im Bergland mit *.

 

ASS x                 Sisymbrio-Atriplicetum nitentis Oberd. ex Mahn et Schubert 1962  
Anmerkung SyntaxonomieMeist als "Atriplicetum nitentis" mit Autor "Knapp (1945) 1948" oder "Oberd. 1957" geführt. Knapps Beschreibung von 1945 ist nicht effektiv publiziert, diejenige von 1948 ohne ausreichede Diagnose. Slavnic's "Atriplicetum nitentis" von 1951 entspricht nach Mucina (1993) nicht unserer Assoziation, damit war aber ein Homonym von Oberdorfer (1957) oder anderer Autoren illegitim. Erste gültige Beschreibung ist damit wahrscheinlich das "Sisymbrio-Atriplicetum nitentis Oberd. ex Mahn et Schubert 1962". Eine Anpassung des Artepithetons (sagittatae statt nitentis) ist noch nicht zwingend. Hier mit eingeschlossen wird die Atriplex rosea-Gesellschaft, wie dies Illig und (mit Einschränkung) Brandes empfehlen. Brandes bemerkt detaillierter: "Die im wesentlichen von mir beschriebenen Atriplex rosea-Bestände stellen artenarme Dominanz-Gesellschaften der Ordnung Sisymbrietalia. Sie haben ihren Schwerpunkt auf Bahnhöfen und Häfen des Tieflandes." Mucina (1993) erkennt entsprechende Bestände als eigenständige Assoziation ("Atriplicetum roseae Forstner in Mucina 1993") an und schreibt: "Das Atriplicetum roseae ist die seltenste Melden-Gesellschaft in Mitteleuropa. Sie wurde nur vereinzelt aus Prag (Hejný 1978), von einigen Bahnanlagen in der BRD (Brandes 1983) und mit einer Aufnahme aus Steinbrunn im Burgenland (Forstner 1984: 31, 123) angegeben. An dem letztgenannten Fundort wurde der bestand auf einem entblößten, frischen, tonigen und kalkhaltigen Boden gefunden. Die bahnbegleitenden Standorte (Brandes 1983) und Schlackedeponien (Hejný 1971) sind wahrscheinlich typischer."

 

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Bewertung im Workshop ASS   Sisymbrio-Atriplicetum nitentis Oberd. ex Mahn et Schubert 1962 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Sisymbrio-Atriplicetum oblongifoliae Oberd. 1957  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Sisymbrio-Atriplicetum oblongifoliae Oberd. 1957 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Erigeronto-Lactucetum serriolae Lohmeyer in Oberd. 1957 em Mucina 1978  
Anmerkung SyntaxonomieNach einem Vorschlag des Workshop "Ruderal-, Ackerunkraut-Gesellschaften" hier incl. Sisymbrietum altissimi Bornkamm 1974. Der älteste und auch am meisten für jene Geselschaft verwendete, durchaus passende Name ("Lactuco-Sisymbrietum altissimi") ist leider ohne ausreichende Originaldiagnose - und damit ungültig - veröffentlicht.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Erigeronto-Lactucetum serriolae Lohmeyer in Oberd. 1957 em Mucina 1978 * * - * Ruderal-

 

ZEH -                 Sisymbrietum altissimi Bornkamm 1974  
Anmerkung SyntaxonomieVom Workshop "Ruderal-, Ackerunkraut-Gesellschaften gestrichen. Der älteste und auch am meisten verwendete, durchaus passende Name ("Lactuco-Sisymbrietum altissimi") ist leider ohne ausreichende Originaldiagnose, und damit ungültig, veröffentlicht.

 

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Vorschlag ZEH - Sisymbrietum altissimi Bornkamm 1974   ** * - ** Ruderal-

 

ASS x                 Sisymbrietum sophiae Kreh 1935  
Anmerkung SyntaxonomieBrandes schreibt zum "Descurainietum sophiae Kreh 1935 em. Brandes 1983": Name nach Mucina (1993) angeblich ungültig. Von diesem Autoren als gültig angesehen Capsello-Descurainietum sophiae Mucina 1993". Als ungültig betrachtet wurde der Name vor allem deswegen, weil er sich außer auf diese, teilweise sogar ausschließlich, auch auf eine andere (Elymo repentis-Sisymbrietum loeselii Mucina 1993) Assoziation bezog. Damit müßte der Name als nomen ambiguum verworfen werden. Dengler widerspricht diesem Vorgehen. Nach hm bleibt der alte Name "Sisymbrietum sophiae Kreh 1935" (ggf. mit Emendationsvermerk) bestehen.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Sisymbrietum sophiae Kreh 1935 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Elymo repentis-Sisymbrietum loeselii Mucina 1993  
Anmerkung SyntaxonomieName lt. Schubert, Hilbig & Klotz (1995): Sisymbrietum loeselii Gutte in Rostanski et Gutte 1971 emend. Eliás 1979 Schuhwerk (email 27.6.2000) kommentiert: "Oberdorfer SüdPflaGes stellt allerdings das Sisymbrietum loeselii zum Descurainietum sophiae. Das dort in Tab 149,7 wiedergegebene Material entspricht nicht der Vergesellschaftung in Regensburg (offenbar fest eingebürgert): Alliarion-nahe Dominanz-Bestände."

 

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Bewertung im Workshop ASS   Elymo repentis-Sisymbrietum loeselii Mucina 1993 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Sisymbrio-Asperuginetum Rebholz 1931  
Anmerkung SyntaxonomieKlotz möchte die Gesellschaft mit dem Lappulo-Asperuginetum zusammenfassen; Brandes und Illig sehen hier aber getrennte Assoziationen. Brandes schreibt dabei: "Mir ist unklar, ob das S.-Asperuginetum auch in den dt. Alpen vorkommt oder nicht !" Raab kommentiert den Rote Liste-Entwurf (email 27.6.2000): "Eine Einbindung des Siysmbrio-Asperuginetum in ein Lappulo-Asperuginetum kommt in Bayern nicht in Betracht, eher ist die zusätzliche Aufführung einer Asperugo-procumbens-Gesellschaft denkbar. Diese ist spezifisch an überhängende Felsdächer (Balmen) im Jura (v.a. nördlicher Frankenjura) gebunden."

 

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Bewertung im Workshop ASS   Sisymbrio-Asperuginetum Rebholz 1931 - 2 2 2 Ruderal-
Anmerkung GefährdungVorkommen in den Alpn unklar.

 

ASS -                 Lappulo deflexae-Chenopodietum foliosi Bernátová 1986  [-]
Anmerkung SyntaxonomieNach Dierßen heißt die meist unter "Lappulo-Asperuginetum" geführte Gesellschaft: "korrekt: Lappulo deflexae-Chenopodietum foliosi Bernátová 1986. Nicht im Gebiet !" Brandes schreibt etwas vorsichtiger: Mir ist nicht bekannt, ob das Lappulo-Asperuginetum, eine alpische Gesellschaft, auch in den deutschen Alpen vorkommt."

 

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Vorschlag ASS - Lappulo deflexae-Chenopodietum foliosi Bernátová 1986  [-] 1 G - 1 Ruderal-
Anmerkung GefährdungKeine konkreten Angaben aus Deutschland; hier deshalb zu streichen. Scheuerer (email 3.7.2000) erläutert: "Lappula deflexa trat im Flachland nur verschleppt-unbestaendig auf, ist dort erloschen. Im Bergland sind Bestände mit Lappula deflexa am ehesten dem Asperuginetum zuzuordnen. Das Lappulo-Chenopodietum fehlt daher wohl im Gebiet. Falls man es aufrecht erhalten will, muss Bergland = 2 sein."

 

ASS x                 Hordeetum murini Libbert 1933  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Hordeetum murini Libbert 1933 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Cynodonto-Atriplicetum tataricae Morariu 1943  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Cynodonto-Atriplicetum tataricae Morariu 1943 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Malvetum pusillae Morariu 1943  
Anmerkung SyntaxonomieVon Nezadal mit der Begründung "keine charakt. Artenkombination" abgelehnt, sonst aber akzeptiert. Brandes stellt fest: "Ass. erreicht gerade das östl. Brandenburg".

 

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Bewertung im Workshop ASS   Malvetum pusillae Morariu 1943 3 3 - 3 Ruderal-

 

VBD -           Chenopodion muralis Br.-Bl. 1931  [-]
Anmerkung SyntaxonomieIm Sinne der Emendation durch O. de Bolòs. Unsere Mitarbeiter sind sich einig, daß die bundesdeutschen Chenopodium murale-Vorkommen leicht dem Sisymbrion angegliedert werden können. Der mediterrane Verband "Chenopodion muralis Br.-Bl. 1931 em. O. Bolós" und die Assoziation "Chenopodietum muralis Br.-Bl. et Maire 1924" kommen in Deutschland also nicht vor.
ASS -                 Chenopodietum muralis Br.-Bl. et Maire 1924  [-]
Anmerkung SyntaxonomieUnsere Mitarbeiter sind sich nahezu einig, daß die bundesdeutschen Chenopodium murale-Vorkommen leicht dem Sisymbrion angegliedert werden können. Der mediterrane Verband "Chenopodion muralis Br.-Bl. 1931 em. O. Bolós" und die Assoziation "Chenopodietum muralis Br.-Bl. et Maire 1924" kommen in Deutschland also nicht vor. Passarge akzeptiert für Ostdeutschland allerdings ein eigenständiges "Polygono-Chenopodietum muralis Mucina 1987" innerhalb des Sisymbrion-Verbandes.

 

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Vorschlag ASS - Chenopodietum muralis Br.-Bl. et Maire 1924  [-] D D - D Ruderal-

 

VBD x           Salsolion ruthenicae Philippi 1971  
Anmerkung SyntaxonomieDie "Corispermum marschallii-Gesellschaft" ist ohne größeren syntaxonomische Wert und kann für die Bundesliste entfallen. Ähnliches gilt für die Salsola ruthenica-Gesellschaft (= "Salsoletum ruthenicae Philippi 1971"). Passarge (in litt. 23.6.2000) empfiehlt hier die zusätzliche Aufnahme eines "Amarantho-Gypsophiletum scorzonerifoliae Passarge 1996". [[was ist davon zu halten ????]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!
ASS x                 Bromo-Corispermetum leptopteri Sissingh 1950  

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Bromo-Corispermetum leptopteri Sissingh 1950 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Setario-Plantaginetum indicae Passarge 1988  
Anmerkung SyntaxonomieDer von Passarge vorgeschlagene Name "Plantaginetum indicae Paun 1964" hätte eindeutig Priorität. Mucina (1993) lehnt dessen Synonymisierung mit dem Setario-Plantaginetum indicae aber als unzutreffend ab. Dengler (email 26.6.2000) kommentiert: "· Setario-Plantaginetum indicae Passarge 1988: Plantaginetum indicae Paun 1964 ist nach Mucina & al. (1993) nicht mit der Gesellschaft in Deutschland/Österreich identisch (ich habe die Originaldiagnose bislang nicht gesehen). Es gibt aber trotzdem einen älternen gültigen Namen für die Ass.: Plantagini indicae-Senecionetum viscosi Elias 1986 (im Gegensatz zu Mucina halte ich die Aufnahmen von Elias für die gleiche Ass. wie jene in D)". Bis zur allgemeinen Akzeptanz dieses Vorschlages soll der hier gewohnte Name unter Vorbehalt beibehalten werden.
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Setario-Plantaginetum indicae Passarge 1988 * * - * Ruderal-
Anmerkung GefährdungIm Flachland und Bergland regional auch als gefährdet betrachtet.

 

ZEH -                 Chenopodietum botryos Sukopp 1971  
Anmerkung Syntaxonomie[[warum wurde die Einheit im workshop ohne Kommentar gestrichen ? wo gehört sie hin ??]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ZEH - Chenopodietum botryos Sukopp 1971   * D - * Ruderal-
Anmerkung GefährdungIm Flachland nur regional als gefährdet betrachtet; die Einstufungen im Bergland schwanken zwischen D, 1, R und *.

 

ASS x                 Kochietum densiflorae Gutte et Klotz 1985  
Anmerkung SyntaxonomieVon Nezadal mit dem Hinweis "ohne syntaxonomischen Wert" abgelehnt, sonst als Assoziation akzeptiert.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Kochietum densiflorae Gutte et Klotz 1985 * - - * Ruderal-

 

KLA x   Bidentetea tripartitae Tx. et al. in Tx 1950  
ORD x       Bidentetalia tripartitae Br.-Bl. et Tx. ex Klika et Hadac 1944  
VBD x           Bidention tripartitae Nordhagen 1940  
Anmerkung SyntaxonomieHier in der emendierten Form von R. Tüxen in Poli et J. Tüxen (1960).
ASS -                 Polygonum mite-Gesellschaft   

 

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Vorschlag ASS - Polygonum mite-Gesellschaft    * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Bidenti-Polygonetum hydropiperis Lohmeyer in Tx. 1950 nom. invers. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieDie Gesellschaft wird hier sehr weit gefaßt. Einbezogen werden nicht nur "Bidentetum tripartitae" und "Polygonetum minori-hydropiperis", sondern auch die "Bidens frondosa-Gesellschaft", die "Bidens connata-Gesellschaft" nicht aber die "Bidens cernua-Gesellschaft". Letztere wird von einigen ostdeutschen Mitarbeitern als Assoziation empfohlen, von Klotz aber mit dem Hinweis "Dominanzbestände" abgelehnt. Dierßen möchte die Gesellschaft als Teil der Basalgesellschaft des Verbandes sehen.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Bidenti-Polygonetum hydropiperis Lohmeyer in Tx. 1950 nom. invers. propos. * * - * Ruderal-

 

ASS +                 Bidentetum cernuae (Kobendza 1948) Slavnic 1951  
Anmerkung SyntaxonomieDas Bidentetum cernuae oder die "Bidens cernua-Gesellschaft" wird von einigen ostdeutschen Mitarbeitern als Assoziation empfohlen, von Klotz aber mit dem Hinweis "Dominanzbestände" abgelehnt. Dierßen möchte die Gesellschaft als Teil der Basalgesellschaft des Verbandes sehen. Der Workshop "Ruderal-, Ackerunkraut-Gesellschaften" (unter Leitung von Herrn Klotz) empfahl die Aufnahme der Assoziation in die Liste.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop + Bidentetum cernuae (Kobendza 1948) Slavnic 1951 D D - D Ruderal-

 

ASS x                 Rumici-Alopecuretum aequalis Cirtu 1972  
Anmerkung Syntaxonomie[[Frage: ist eventuell doch der Name von Runge 1966 der gültige ??]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Bewertung im Workshop ASS   Rumici-Alopecuretum aequalis Cirtu 1972 * V - * Ruderal-

 

ASS x                 Bidenti-Ranunculetum scelerati (Miljan 1933) Tx. 1978  
Anmerkung Syntaxonomie[[nach Workshop: "Nomenklatur prüfen"]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Bewertung im Workshop ASS   Bidenti-Ranunculetum scelerati (Miljan 1933) Tx. 1978 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Rumicetum maritimi Sissingh ex Tx. 1950  
Anmerkung SyntaxonomieHier mit einbezogen wurde die "Bidens radiata-Gesellschaft", als dessen schwache Kennart Bidens radiata gilt.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Rumicetum maritimi Sissingh ex Tx. 1950 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Rumicetum palustris (Timár 1950) W. Fischer 1978  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Rumicetum palustris (Timár 1950) W. Fischer 1978 V V - V Ruderal-

 

ASS x                 Senecionetum tubicaulis Burrichter 1970  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Senecionetum tubicaulis Burrichter 1970 * * - * Ruderal-

 

VBD x           Chenopodion glauci Hejný 1974  
Anmerkung SyntaxonomieGeißelbrecht-Taferner & Mucina (1993) akzeptieren für Österreich ein "Echinochloo-Polygonetum Soó et Csurös 1947", das Schubert auch für Ostdeutschland als Assoziation akzeptiert und mit der "Chenopodium ficifolium-Chenopodion rubri-Gesellschaft" gleichsetzt. Da die Assoziation keinerlei Kennarten aufweist, wäre sie allenfalls als - hier belanglose - Zentralassoziation zu interpretieren. Nicht als Assoziation oder Gesellschaft akzeptiert wird hier das "Pulicarietum vulgaris Slavnic 1956" bzw. das "Bidenti-Pulicarietum vulgaris Fijalkowski 1978"; es vermittelt stark zu den Agrostietalia und bleibt ohne Kennarten. Böhnert erwähnt aus Sachsen noch eine "Inula brittanica-Allium schoenoprasum-Gesellschaft", die er ins Chenopodion glauci stellt und kommentiert: "auf Elbschotter und Pflasterfugen am Elbufer (mit Tendenz zum Agropyro-Rumicion); ob synonym mit Allium schoenoprasum-Agrostis stolonifera-Ges. ? (Agropyro-Rumicion), Potentilla reptans-Inula britannica-Ges. ? Inuletum britannicae Pass. 83 (Agropyro-Rumicion)".
ASS x                 Chenopodietum rubri Timár 1947  
Anmerkung SyntaxonomieProvisorisch hier einbezogen wurde die "Chenopodium ficifolium-Chenopodion rubri-Gesellschaft", deren Bestände meist hier angegliedert werden können.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Chenopodietum rubri Timár 1947 V V - V Ruderal-
Anmerkung GefährdungEin typisches Beispiel von Bettinger aus dem Saarland: "mit dem Saarausbau sind die natürl. Standorte weitgehend verschwunden, ehemals viel häufiger; Rückzug auf Sekundärstandorte"

 

ASS x                 Chenopodio rubri-Polygonetum brittingeri Lohmeyer 1950  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Chenopodio rubri-Polygonetum brittingeri Lohmeyer 1950 V V - V Ruderal-

 

ASS x                 Xanthio albini-Chenopodietum rubri Lohmeyer et Walther in Lohmeyer 1950  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Xanthio albini-Chenopodietum rubri Lohmeyer et Walther in Lohmeyer 1950 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Rorippo-Corrigioletum littoralis Malcuit 1929  
Anmerkung SyntaxonomieEin eigenes "Corrigioletum litoralis Malcuit 1929" innerhalb der Trittrasen ist nicht zwingend. Es wird hier mit einbezogen.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Rorippo-Corrigioletum littoralis Malcuit 1929 3 3 - 3 Ruderal-

 

ASS x                 Atriplex prostrata-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieHier prallen die Vorstellungen unserer Mitarbeiter heftig aufeinander: Klotz vermerkt, daß die Gesellschaft gültig auf Assoziationsebene als "Bidenti-Atriplicetum prostratae Poli et J. Tx. corr. Guttermann et Mucina 1993" beschrieben wurde, was er unterstützt. Auch Schubert und Pietsch lassen hier den Assoziationsrang gelten. Da Atriplex prostrata aber auch in Salzpflanzen-Gesellschaften wächst und dort als Kennart geführt wird, hat die Gesellschaft hier keine Kennart mehr. Dierßen läßt eine "Atriplex prostrata-Chenopodion glauci-Basalgesellschaft" zu, die aber noch andere Gesellschaften aufnimmt. Andere Mitarbeiter lehnen die Gesellschaft ganz ab.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Atriplex prostrata-Gesellschaft  * * - * Ruderal-

 

KLA x   Galio-Urticetea Passarge et Kopecky 1969  
Anmerkung SyntaxonomieBeschluß Workshop "Ruderal-, Ackerunkraut-Gesellschaften": "Neophytendominanzbestände lassen sich z.T. in bestehende Gesellschaften einordnen und wurden in den meisten Fällen nicht getrennt aufgeführt !" Wir folgen hier dem Konzept der Trennung von Artemisietea und Galio-Urticetea auf Klassenebene. Sie entspricht im wesentlichen der Aufteilung der Klasse Artemisietea in zwei Unterklassen (Galio-Urticenea und Artemisienea) bei Oberdorfer 1994. In keiner anderen Klasse spielen Neophyten eine so große Rolle wie bei den Galio-Urticetea und hier vor allem bei den Convolvuletalia sepium und dem Senecionion fluviatilis. Viele dieser Neophyten neigen zur Faziesbildung und treten daher bestandsbildend auf, so daß für sie - insbesondere in der "ostdeutschen Schule" - schon eine Vielzahl von Assoziationsnamen vorgeschlagen wurden. Dazu kommen eine Vielzahl rangloser Gesellschaften, die teilweise als Basalgesellschaften von Verbänden, Ordnungen oder der Klasse geführt werden. Nicht wenige dieser Neophyten dringen in ganz verschiedene Gesellschaften ein. Oftmals ist die Zuordnung zur früheren Assoziation noch erkennbar, ansonsten die Zuordnung zu höheren Einheiten. Für die Vegetationskartierung vor Ort ist die Abgrenzung und Benennung dieser Gesellschaften unverzichtbar, für die Standardliste sind diese Fragmente, Überlagerungen und Fazies hingegen verzichtbar, erst recht für die Rote Liste. Sie werden hier deshalb nicht einzeln dargestellt sondern nur summarisch bei der Klasse erwähnt: Impatiens glandulifera-Convolvuletalia-Gesellschaft (= Impatiens glandulifera-Calystegietalia-Gesellschaft, Impatiens glandulifera-Convolvulus sepium-Gesellschaft, Impatiens glandulifera-Gesellschaft, Impatienti-Convlvuletum Hilbig 1972, Impatienti glanduliferae-Convolvuletum sepium Hilbig 1972, Impatienti glanduliferae-Calystegietum Hilbig 1972, p.p. Impatienti-Solidaginetum Moor 1958), Artemisia verlotiorum-Convolvuletalia-Gesellschaft (= Artemisia verlotiorum-Calystegietalia-Gesellschaft, Artemisia verlotiorum-Gesellschaft (= Artemisia verlotiorum-(Senecionion fluviatilis)-Gesellschaft, incl. Artemisietum verlotiorum Lang 1967), Polygonum cuspidatum-Convolvuletalia-Gesellschaft (= Polygonum cuspidatum-Calystegietalia-Gesellschaft, Reynoutria japonica-Calystegietalia-Gesellschaft, Polygonum convolvulus-Gesellschaft, Polygonum cuspidatum-Dominanzgesellschaft, Fallopia japonica-(Senecionion fluviatilis)-Gesellschaft, Polygonetum cuspidati Görs 1974, Polygonetum cuspidati (Moor 1958) Oberd. et al. 1967, Reynoutrietum japonicae Görs 1974 corr. Hilbig 1995), Polygonum cuspidatum-Aegopodion-Gesellschaft, Helianthus tuberosus-Convolvuletalia-Gesellschaft (= Helianthus tuberosus-Calystegietalia-Gesellschaft, p.p. Helianthus tuberosus-Gesellschaft), Solidago gigantea-Convolvuletalia-Gesellschaft (Solidago gigantea-Calystegietalia-Gesellschaft, Solidago gigantea-Gesellschaften), Solidago canadensis-Gesellschaft (= Solidago canadensis-(Senecionion fluviatilis)-Gesellschaft Rudbeckia laciniata-Gesellschaft (= Rudbeckia laciniata-(Senecionion fluviatilis)-Gesellschaft, Humulus lupulus-(Senecionion fluviatilis)-Gesellschaft (= Humulus lupulus-Gesellschaft), Rubus caesius-Gesellschaft, Aster lanceolatus-(Senecion fluviatilis)-Gesellschaft (=Calystegio-Asteretum lanceolatae Passarge 1993), Aster tradescantii-Gesellschaft, Aster-Gesellschaften, Bunias-orientalis-Gesellschaft. Eine ganze Reihe dieser Neophyten-Arten verbindet die Galio-Urticetea mit den Artemisietea vulgaris. Die neophytische Rubus armeniacus-Gesellschaft wird hier als rangloses Syntaxon bei den Galio-Urticetea erwähnt, aber nicht getrent bewertet. Sie könnte mit dem gleichen Recht zu den Artemisietea gestellt werden; Weber und Pott möchten die gesellschaft überhaupt in eine klassenlose Reihe anthropogen-urbaner Gehölze (Gesellschaftskreis neophytischer Ruderalgesellschaften) stellen. Tab. 4 bei Weber (1987 [Zur Kenntnis einiger bislang wenig dokumentierter Gebüschgesellschaften]) zeigt, daß die Beziehungen zu den Rhamno-Prunetea äußerst schwach sind. Auch Schubert et al. (1995) stellen die Gesellschaft (die sie als Assoziation "Rubetum armeniacae Wittig et Gödde 1985" anerkennen) nicht zu den Prunetalia, sondern zu den Nitrophilen sommergrünen Laubgebüschen (Urtico-Sambucetea). Rubus armeniacus verwildert sehr leicht aus Gärten und besiedelt dann Bahnböschungen, Deponien, ehemalige dorfnahe Wiesen, Heckenränder etc.
ORD x       Convolvuletalia sepium Tx. 1950  
Anmerkung SyntaxonomieHier in der emendierten Form von Mucina (1993). Aus Mecklenburg wird auch das "Althaeo officinalis-Oenanthetum lachenalii Weevers 1940 em. Van 't Veer et al. in Stortelder et al. 1999" angeführt; Vorkommen und Syntaxonomie in Deutschland sind noch zu prüfen.
VBD x           Senecionion fluviatilis Tx. 1950  
Anmerkung SyntaxonomieAuf die floristisch nur schwer zu begründende Trennung in zwei Verbände (Senecion fluviatilis und Convolvulion sepium) wird hier verzichtet. Nicht als eigenständige Gesellschaft bewertet werden soll hier die "Rumex aquaticus-Epilobium parviflorum-Gesellschaft" von Görs (1968). Ebenfalls nicht als eigenständige Assoziationen anerkannt werden hier das Cuscuto europaeae-Humuletum lupuli Passarge (1965) 1993, die "Humulus lupulus-Gesellschaft" das Fallopio dumetorum-Cucubaletum bacciferi (= Cucubaletum bacciferi) und das Leonuretum marrubiastri (Urtico-Leonuretum marrubiastri Passarge 1993) [insbesondere die letzten beiden sollten nach Passarge (in litt. 23.6.2000) als eigene Assoziationen geführt werden)]. Nicht als eigenständige Gesellschaft oder Assoziation akzeptiert werden ferner die "Senecio paludosus-Gesellschaft" und die "Cuscuta lupuliformis-Gesellschaft". Senecio paludosus-Vorkommen gibt es nicht nur im Senecionion fluviatilis, sondern auch im Magnocaricion. Nicht als Assoziation akzeptiert werden können dabei das "Calystegio-Senecionetum paludosi Tx. (1955) ex Passarge 1993" und das "Senecionetum paludosi", da Senecio paludosus viel zu oft auch im Magnocaricion zu finden ist und damit nicht als Kennart einer Convolvuletalia-Assoziation gelten kann. Bei der "Cuscuta lupuliformis-Gesellschaft", von Passarge als "Cuscutetum lupuliformis" bezeichnet und bei Schubert et al. (1995) "Achilleo salicifoliae-Cuscutetum lupuliformis (Hueck 1930) R. Tx. 1950" genannt, handelt es sich um eine Schleiergesellschaft im brandenburgischen Odertal und im Mittelelbegebiet, deren Artengarnitur überwiegend aus Filipendulion-Hochstauden besteht.
ZEH -                 Senecio paludosus-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieHier nicht als Gesellschaft akzeptiert; nicht einbezogen sind hier Senecio paludosus-Vorkommen innerhalb des Magnocaricion. Nicht als Assoziation akzeptiert werden können das "Calystegio-Senecionetum paludosi Tx. (1955) ex Passarge 1993" und das "Senecionetum paludosi", da Senecio paludosus viel zu oft auch im Magnocaricion zu finden ist und damit nicht als Kennart einer Convolvuletalia-Assoziation gelten kann.

 

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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ZEH - Senecio paludosus-Gesellschaft    2 D - 2 Ruderal-
Anmerkung GefährdungNach Scheuerer (email 3.7.2000): "auch in Süddeutschland zumindest gefährdet".
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ZEH -                 Cuscuta lupuliformis-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieAls eigenständige Gesellschaft (Assoziation ?) abgelehnt wird die "Cuscuta lupuliformis-Gesellschaft", von Passarge als "Cuscutetum lupuliformis" bezeichnet und bei Schubert et al. (1995) "Achilleo salicifoliae-Cuscutetum lupuliformis (Hueck 1930) R. Tx. 1950" genannt. Es handelt sich dabei um eine Schleiergesellschaft im brandenburgischen Odertal und im Mittelelbegebiet, deren Artengarnitur überwiegend aus Filipendulion-Hochstauden besteht.

 

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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ZEH - Cuscuta lupuliformis-Gesellschaft    2 - - 2 Ruderal-

 

ASS x                 Soncho-Archangelicetum litoralis Tx. 1937  
Anmerkung SyntaxonomieAkzeptiert man die inhaltliche Übereinstimmung von "Soncho-Archangelicetum litoralis Tx. 1937" und "Convolvulo-Archangelicetum Passarge 1964" (was längst nicht alle Mitarbeiter tun), so hat der ältere Name Priorität.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Soncho-Archangelicetum litoralis Tx. 1937 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Senecionetum fluviatilis Th. Müller ex Straka in Mucina 1993  
Anmerkung SyntaxonomieDer in der Literatur am meisten verwendete Name "Senecionetum fluviatilis (Zahlheimer 1979) Th. Müller in Oberd. 1983" ist laut Mucina ungültig, da Müller (1983) keinen nomenklatorischen Typus festlegte. Zahlheimer (1979) beschrieb eine ranglose "Senecio fluviatilis-Gesellschaft". Die Assoziation wird fast allgemein akzeptiert und soll hier beibehalten werden. Empfohlen wurde von unseren Mitarbeitern aber auch die Ausweisung als "Senecio sarracenicus(Senecion)-Basalgesellschaft" und die Zuordnung zu einem weit gefaßten Cuscuto-Convolvuletum sepium.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Senecionetum fluviatilis Th. Müller ex Straka in Mucina 1993 2 3 - 3 Ruderal-
Anmerkung GefährdungStarke Rückgänge u.a. an Elbe und Saale (Scheuerer, email 3.7.2000).

 

ASS x                 Cuscuto europaeae-Convolvuletum sepium Tx. 1947  
Anmerkung SyntaxonomieFast alle Mitarbeiter sind sich darin einig, daß das "Urtico-Convolvuletum sepium Görs et Th. Müller 1969" bzw. die Urtica-Convolvulus sepium-Gesellschaft sensu Lohmeyer (1975) hier eingeschlossen werden müssen, obwohl das dazu führt, daß keine Kennarten mehr vorhanden sind und die Gesellschaft als Zentralassoziation aufzufassen ist.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Cuscuto europaeae-Convolvuletum sepium Tx. 1947 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Epilobio hirsuti-Convolvuletum sepium Hilbig et al. 1972  
Anmerkung SyntaxonomieKoska (email 28.6.2000) bemerkt zum Epilobio hirsuti-Convolvuletum und Convolvulo-Eupatorietum cannabini: "Diese beiden Assoziationen sind anzuzweifeln und werden für die Gliederung in Mecklenburg-Vorpommern sehr wahrscheinlich nicht als Assoziationen akzeptiert, weil sowohl Eupatorium als auch Epilobium hirsutum weit verbreitet sind und in verschiedenen Assoziationen aus Phragmito-Magnocaricetea, Scheuchzerio-Caricetea fuscae und Filipendulion mit ähnlich hoher Stetigkeit wie im Convolvulion vorkommen. Es handelt sich wahrscheinlich um Dominanzsortierungen ohne gute Differenzierung. Nach unserer Auffassung kommt übrigens Filipendula ulmaria als Differential-Art im Convolvulion nicht in Betracht, da sie in stark überflutungsgeprägten Auen (Convolvulion s.str.) weitgehend ausfällt. Sie kommt nur in kürzerfristig überfluteten Auen bzw. an Ufern kleinerer Gewässer vor, die besser zum Filipendulion zu rechnen sind."

 

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Bewertung im Workshop ASS   Epilobio hirsuti-Convolvuletum sepium Hilbig et al. 1972 * * - * Ruderal-

 

ZEH s                 Convolvulo-Eupatorietum cannabini Görs 1974 nom. invers. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieDierschke möchte diese Gesellschaft und das Eupatorietum cannabini Tx. 1937 zusammenfassen, vermerkt aber dabei, daß manche Bestände besser in den Aegopodion-Verband zu stellen wären. Die anderen Mitarbeiter begrüßen die Trennung in eine Convolvuletalia- und eine Atropetalia-Gesellschaft, die hier beibehalten werden soll. Da beide Assoziationen durch Eupatorium cannabinum gekennzeichnet sein sollen, fehlen allerdings gute Kennarten. Einige Mitarbeiter empfehlen die Einbeziehung des Convolvulo-Eupatorietum cannabini beim Convolvulo-Epilobietum hirsuti. Dieser Empfehlung folgte der Workshop "Ruderal-, Ackerunkraut-Gesellschaften".

 

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Bewertung im Workshop ASS   Convolvulo-Eupatorietum cannabini Görs 1974 nom. invers. propos. * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Veronico longifoliae-Euphorbietum palustris Korneck 1963  
Anmerkung SyntaxonomieSynsystematische Stellung umstritten. Oft beim Filipendulion zu finden, vielleicht aber doch besser zu den Galio-Urticetea (Senecionion fluviatilis; hochstetes Auftreten von Convolvulus sepium, Symphytum officinale und Phalaris arundinacea) oder (als "Phragmiti-Euphorbietum palustris Issler 1932" zu den Phragmiti-Caricetea. Zacharias / von Drachenfels empfehlen, das norddeutsche "Poo palustris-Lathyretum palustris" als eigenständige Assoziation zu bewerten. Es nimmt insofern eine Sonderstellung ein, als es noch in der Regel jährlich gemäht wird. Schubert empfiehlt, das "Veronico longifoliae-Scutellarietum hastifoliae Walther in Tx. 1955" als eigenständige Gesellschaft (im Convolvulion-Verband) zu führen, was mit der Kennartenmethode aber schwer vereinbar ist.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Veronico longifoliae-Euphorbietum palustris Korneck 1963 3 3 - 3 Ruderal-

 

ASS x                 Veronico longifoliae-Euphorbietum lucidae Balátová-Tulacková et Knezevic 1975  [-]
Anmerkung SyntaxonomieSynsystematische Stellung umstritten. Oft im Filipendulion geführt, vielleicht aber doch besser zu den Galio-Urticetea (Senecionion fluviatilis) oder eventuell auch den Phragmiti-Caricetea. Eventuell beim Veronico longifoliae-Euphorbietum palustris einzubeziehen.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Veronico longifoliae-Euphorbietum lucidae Balátová-Tulacková et Knezevic 1975 - R - R Ruderal-
Anmerkung Gefährdung[[Achtung !!! Hier ist dringend eine Korrektur angebracht: 1 statt R !!!!]] Walentowski et al. (1992) hatten die Assoziation mit 1 in die Rote Liste Bayerns aufgenommen. Im unveröffentlichten "Abschlußbericht des Projekts "Bayernweite Erfassung der Gefährdungskategorien 0 und 1 der Vorläufigen Roten Liste der in Bayern nachgewiesenen oder zu erwartenden Pflanzengesellschaften durch den Arbeitskreis Botanik des LBV (Raab et al. [2000]) werden erstmals auch Vegetationsaufnahmen aus dem Bereich der Isarmündung vorgelegt; Außerdem wird die Einstufung in Kategorie 1 ausdrücklich bestätigt. Dazu Anmerkungen von Bernd Raab zum Rote Liste-Entwurf (email 27.6.2000): "Das Veronico longifoliae-Euphorbietum lucidae ist für Bayern (Isarmündungsgebiet tabellarisch belegt, ist also für die BRD existent". Scheuerer (email 3.7.2000) kommentiert: "Euphorbia lucida macht im Isarmündungsgebiet Hochstaudenfluren, die standörtlich vom Euphorbietum palustris abweichen (stärker wechselfeucht bis wechseltrocken) und wohl doch noch die Gesellschaft repräsentieren, wenn auch Veronica longifolia nur selten beteiligt ist. RL 1 für das Bergland."
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ASS x                 Veronica longifolia-Filipendula ulmaria-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieMitunter zum Filipendulion gestellt, mit hochstetem Convolvulus sepium, Symphytum officinale und Phalaris arundinacea aber doch besser beim Senecionion fluviatilis unterzubringen. Hier wegen fehlender Kennarten (allenfalls Zentralassoziation) als "Veronica longifolia-Filipendula ulmaria-Gesellschaft" geführt, sonst meist als "Veronico longifoliae-Filipenduletum ulmariae". Eventuell ist die Filipendula-Thalictrum flavum-Gesellschaft hier einzubeziehen.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Veronica longifolia-Filipendula ulmaria-Gesellschaft  3 3 - 3 Ruderal-

 

ASS x                 Filipendula-Thalictrum flavum-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieSynsystematische Stellung umstritten. Teilweise im Filipendulion geführt, vielleicht aber doch besser zu den Galio-Urticetea (Senecionion fluviatilis). Von Dierßen als "Filipendulo-Petasition-Basalgesellschaft, undifferenziert" bezeichnet, von Pietsch ("Thalictro-Filipenduletum ulmariae Tx. 1975") und Weber ("Thalictro-Filipenduletum ulmariae Weber 1978") hingegen als Assoziation geführt. Eventuell auch als "Thalictro flavi-Filipenduletum ulmariae Hülbusch et Tx. 1968" zu fassen. Hier angeschlossen wurde die "Thalictrum flavum-Gesellschaft" verschiedener Autoren.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Filipendula-Thalictrum flavum-Gesellschaft  3 3 - 3 Ruderal-

 

ASS x                 Bidenti-Brassicetum nigrae Allorge 1921  
Anmerkung SyntaxonomieTeilweise auch zum Chenopodion glauci (Bidentetea) gestellt.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Bidenti-Brassicetum nigrae Allorge 1921 * * - * Ruderal-

 

ORD x       Lamio-Chenopodietalia boni-henrici Kopecký 1969  
Anmerkung SyntaxonomieDie Mitarbeiter sind unterschiedlicher Meinung, ob der gebräuchlichere Name "Glechometalia hederaceae R. Tx. in R. Tx. et Brun-Hool 1975" zur Konservierung empfohlen werden soll oder nicht. Nicht gesondert ausgeschieden wird hier u.a. die "Lamio-Chenopodietalia boni-henrici-Basalgesellschaft".
VBD x           Aegopodion podagrariae Tx. 1967  
Anmerkung SyntaxonomieNicht getrennt ausgeschieden wird hier die "Anthriscus sylvestris-Gesellschaft" zu der Müller (1983) schreibt: "Die Gesellschaft finden wir eigentlich nur als anthropogene Saumgesellschaft von dorfnahen Hecken, die an Wiesen grenzen, an Gartenzäunen, in aufgegebenen Gärten und dorfnahen Wiesen, entlang von Dorfwegen, an eutrophierten Grabenrändern usw." Als Assoziation bzw. Gesellschaft hier ebenfalls nicht anerkannt werden die "Heracleum mantegazzianum-Gesellschaft" (= Urtico-Heracleetum mantegazziani Klauck 1988"), die "Sisymbrium strictissimum-Gesellschaft" und die "Myrrhis odorata-Gesellschaft". Letztere wird auch als "Myrrhidetum odoratae Gutte 1969" geführt und von Hilbig, Klotz und Schubert als eigenständige Assoziation verteidigt. Böhnert schlägt vor, im Aegopodion eine eigene "Geranium phaeum-Gesellschaft" auszuscheiden. Passarge empfiehlt das "Carduo-Dipsacetum sylvestris Passarge 1993" und das "Chondrillo-Verbascetum lychnitis Tillich 1969" als Asssoziation aufrecht zu erhalten.
ASS x                 Chaerophylletum bulbosi Tx. 1937  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Chaerophylletum bulbosi Tx. 1937 * V - * Ruderal-

 

ASS x                 Phalarido-Petasitetum hybridi Schwickerath 1933 nom. mutat. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieMit hier einbezogen werden soll das "Cardamine amarae-Petasitetum hybridi Hilbig, Heinrich et Niemann 1972". Hilbig und Schubert empfehlen allerdings, diese als Assoziation beizubehalten. Soziologisch schließen sie beide Gesellschaften in einem Verband "Petasito hybridi-Chaerophyllion hirsuti" und einer Ordnung "Petasito hybridi-Chaerophylletalia hirsuti" zusammen, die sie einer Klasse "Stellario nemorum-Geranietea sylvatici" hochmontan-alpiner Hochstauden-, Reitgras- und Uferfluren zuordnen. Unter Vorbehalt ebenfalls hier einbezogen wird das Chaerophyllo hirsuti-Petasitetum hybridi Kaiser 1926 [wenn der Vorbehalt fällt, wäre dies der gültige Name !], das Schubert et al. (1995) ebenfalls zum "Petasito-Chaerophyllion hirsuti Sillinger 1933 em. Niemann, Heinrich et Hilbig 1973" und zum "Petasito hybridi-Chaerophylletalia hirsuti Morariu 1967" stellen.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Phalarido-Petasitetum hybridi Schwickerath 1933 nom. mutat. propos. * * - * Ruderal-
Anmerkung GefährdungNatürliche Bestände auf Kiesinseln im Rückgang !

 

ASS x                 Chaerophylletum aurei Oberd. 1957  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Chaerophylletum aurei Oberd. 1957 - * D * Ruderal-

 

ASS x                 Chaerophylletum aromatici Neuhäuslová-Novotná et al. 1969  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Chaerophylletum aromatici Neuhäuslová-Novotná et al. 1969 D * - * Ruderal-

 

ASS x                 Urtico-Aegopodietum (Tx. 1963) Görs 1968 nom. invers. propos.  
Anmerkung Syntaxonomiehier - trotz einiger Bedenken - als Zentralassoziation des Verbandes geführt.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Urtico-Aegopodietum (Tx. 1963) Görs 1968 nom. invers. propos. ** ** * ** Ruderal-

 

ZEH s                 Anthrisco nitidae-Aegopodietum podagrariae Kopecký 1974  
Anmerkung SyntaxonomieAnthrisco nitidae-Aegopodietum podagrariae Kopecký 1974; hier als Untereinheit zum Urtico-Aegopodietum gestellt.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Anthrisco nitidae-Aegopodietum podagrariae Kopecký 1974 - R D D Ruderal-
Anmerkung GefährdungNur im Südschwarzwald und in den Alpen.

 

ASS x                 Euphorbietum strictae (Oberd. et al. 1967) Th. Müller ex Mucina 1993  
Anmerkung SyntaxonomieDie Gesellschaft wird von manchen Autoren zum Geo-Alliarion, von anderen zum Aegopodion gestellt. Sie wird meist mit Autor "Th. Müller in Oberd. 1983" zitiert, was nach Mucina (1993) aber falsch ist, da in jener Arbeit kein nomenklatorischer Typus festgelegt wurde, wodurch die Beschreibung ungültig blieb.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Euphorbietum strictae (Oberd. et al. 1967) Th. Müller ex Mucina 1993 - * - * Ruderal-

 

ASS -                 Sisymbrietum strictissimi Brandes in Mucina et al. 1993  
Anmerkung Syntaxonomievon Dengler als eigenständiges Syntaxon aus Mecklenburg-Vorpommern angeführt; vom Workshop "Ruderal-, Ackerunkraut-Gesellschaften" als selbständige Einheit für Deutschland gestrichen.

 

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Vorschlag ASS - Sisymbrietum strictissimi Brandes in Mucina et al. 1993   D D - D Ruderal-
Anmerkung Gefährdung[[Achtung: Die Beschreibungen bei Brandes (1987) und Mucina (1993) legen für Österreich durchaus die Eigenständigkeit als Assoziation oder zumindst Gesellschaft nahe; sollten entsprechende Bestände für Mecklenburg-Vorpommern oder andere Gebiete Ostdeutschlands dokumentiert werden können, wäre die Aufnahme der Gesellschaft erneut zu prüfen]] Scheuerer (email 3.7.2000) meldet: "Im Flachland kommt die Kennart nur unbeständig verschleppt vor, die Gesellschaft fehlt dort. Im Bergland selten und rückläufig: RL 2."
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

VBD x           Galio-Alliarion (Oberd. 1957) Lohmeyer et Oberd. in Oberd. et al. 1967  
Anmerkung SyntaxonomieEine Reihe von meist fragmentarischen Gesellschaften von oft nur lokaler oder regionaler Bedeutung wird nicht mit in die Standardliste aufgenommen: "Geum urbanum-Festuca gigantea-Gesellschaft" (= "Geum urbanum-Galio-Alliarion-Gesellschaft"), "Chelidonium-Gesellschaft", "Stachys sylvatica-Gesellschaft", "Circaea lutetiana-Gesellschaft", "Lamium galeobdolon-Gesellschaft", "Artemisia verlotiorum-Alliarion-Gesellschaft", "Campanula trachelium-Gesellschaft", "Impatiens parviflora-Gesellschaft", Impatientetum noli-tangere". Unklar ist, ob es hier noch weitere Gesellschaften gibt. Mucina (1993) akzeptiert z.B. ein "Circaeetum lutetianae Kaiser 1926", in dessen Synonymie er das "Galio aparines-Impatientetum noli-tangere Tx. et Brun-Hool 1975" und das "Stachyo sylvaticae-Impatientetum noli-tangere (Passarge 1967) Holzner et al. 1978 stellt. Der Name von Kaiser 1926 ist äußerst unglücklich und nach der neueren Fassung des ICPN wohl auch nicht mehr gültig. Trotz erheblicher Bedenken wird auch das "Fallopio dumetorum-Cucubaletum bacciferi Passarge (1965) 1976" hierhergestellt, das vom Beschreiber einem eigenen Verband "Humulo-Fallopion dumetori Passarge 65" zugeordnet wurde.
ZEH s                 Urtico-Cruciatetum Dierschke 1973  
Anmerkung SyntaxonomieDierschke korrigiert das übliche Autorenzitat "Dierschke 1974" zu "Dierschke 1973". Hier als nicht näher zuordenbare Untereinheit zum Galio-Alliarion gestellt.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Urtico-Cruciatetum Dierschke 1973 * * - * Ruderal-

 

ASS n                 Sambucus ebulus-Gesellschaften Felföldy 1942  
Anmerkung SyntaxonomieSambucus ebulus-Bestände incl. Sambucetum ebuli Felföldy 1942 und incl. Heracleo-Sambucetum ebuli Brandes 1985

 

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Bewertung im Workshop ASS   Sambucus ebulus-Gesellschaften Felföldy 1942 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Cephalarietum pilosae Jouanne 1927  
Anmerkung SyntaxonomieNach Dengler lautet der gültige Name "Cephalarietum pilosae Jouanne 1927". Die Gesellschaft wird sonst meist als "Dipsacetum pilosi Tx. 1942" oder als Cephalarietum pilosae Tx. ex Oberd. 1957" geführt.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Cephalarietum pilosae Jouanne 1927 V V - V Ruderal-

 

ASS x                 Alliario-Chaerophylletum temuli Lohmeyer 1949  
Anmerkung SyntaxonomieDie "Alliaria petiolata-Gesellschaft" wird hier als Fragment mit einbezogen; sie dürfte mitunter aber auch zu anderen Gesellschaften gehören.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Alliario-Chaerophylletum temuli Lohmeyer 1949 * * - * Ruderal-

 

ZEH s                 Chaerophyllo-Geranietum lucidi Oberdorfer 1957  
Anmerkung SyntaxonomieGesellschaft nur schwach begründet und hier als Untereinheit zum Alliario-Chaerophylletum gestellt. Hilbig schlägt vor: "kann zu Alliario-Chaerophylletum temuli gestellt werden, unterscheidet sich nur durch 100 % Geranium lucidum". Die anderen Mitarbeiter plädieren hingegen für eine Beibehaltung der Assoziation. Müller (1991) formulierte: "In den warmen und wintermilden Gebieten des Mittelrheins, des Nahetales und des Donnersberggebietes, gelegentlich auch im Taunus, im Mosel- und Ahrtal, wird das Alliario-Chaerophylletum temuli durch das vikariirende Chaerophyllo-Geranietum lucidi ersetzt, dessen Kennart der subatlantisch-submediterran verbreitete Glänzende Storchschnabel (Geranium lucidum) ist. Wie schon Oberdorfer 1957 feststellte, handelt es sich beim Chaerophyllo-Geranietum lucidi um den Ausklang der im südlichen und westlichen Europa weit verbreiteten Geranium lucidum-Heckensaumgesellschaften ..."

 

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Bewertung im Workshop ASS   Chaerophyllo-Geranietum lucidi Oberdorfer 1957 * * - * Ruderal-
Anmerkung GefährdungNach von Drachenfels / Zacharias in Niedersachsen selten, im Ith aber größere Bestände ohne erkennbaren Rückgang.

 

ZEH s                 Alliario-Cynoglossetum germanici Géhu, Richard et Tx. 1972  
Anmerkung SyntaxonomieHier als Untereinheit zum Alliario-Chaerophylletum gestellt.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Alliario-Cynoglossetum germanici Géhu, Richard et Tx. 1972 - R - R Ruderal-

 

ZEH s                 Urtico-Parietarietum officinalis Klotz 1985  
Anmerkung SyntaxonomieHier als Untereinheit zum Alliario-Chaerophylletum gestellt. Das Chelidonio-Parietarietum Brandes 1985 ist ein Synonym (im gleichen Jahr, aber später publiziert).

 

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Bewertung im Workshop ASS   Urtico-Parietarietum officinalis Klotz 1985 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Torilidetum japonicae Lohmeyer ex Görs et Th. Müller 1969  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Torilidetum japonicae Lohmeyer ex Görs et Th. Müller 1969 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Epilobio-Geranietum robertiani Lohmeyer ex Görs et Th. Müller 1969  
Anmerkung Syntaxonomie[[ist hier doch der von Passarge empfohlene Name "Epilobio-Geranietum robertiani Lohmeyer ex Bornkamm 1967" gültig ??]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Bewertung im Workshop ASS   Epilobio-Geranietum robertiani Lohmeyer ex Görs et Th. Müller 1969 * * * * Ruderal-

 

VBD x           Rumicion alpini Rübel ex Klika in Klika et Hadac 1944  
Anmerkung SyntaxonomieDie Gesellschaften dieses Verbandes stehen zwischen Artemisietea, Galio-Urticetea und Betulo-Adenostyletea (= Mulgedio-Aconitetea). Zu letzteren bestehen erhebliche Affinitäten, weshalb Karrer & Mucina (1993) sie auch dorthin stellen. Bis zu einer Neubearbeitung sollen sie hier am "klassischen" Platz bleiben.
ASS x                 Rumicetum alpini Beger 1922  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Rumicetum alpini Beger 1922 - * * * Ruderal-

 

ASS x                 Peucedanetum ostruthii Rübel 1911  
Anmerkung SyntaxonomieWir folgen hier der Auffassung von Karner & Mucina, die das "Peucedano-Cirsietum spinosissimi G. et J. Br. Bl. 1931" in die Synonymie des Peucedanetum ostruthii Rübel 1911 stellen. Dengler (email 26.6.2000) weist darauf hin: "· Peucedanetum ostruthii Rübel 1911 und Gutte 1969 sind nicht synonym! Ersteres ist die alpine Gesellschaft, letzteres meint neophytische Vorkommen der Art in einigen deut-schen Mittelgebirgen (Verwilderungen aus alter Kultur), die wohl eher als Fazies zu Ar-temisietalia-Gesellschaften zu stellen sind (eine eigene Ass. für die Mittelgebirgsvor-kommen wie von Gutte gedacht, ist mangels Kennarten nach der RLPGMV-Methode nicht möglich, scheint auch angesichts der Tatsache, dass es sich nur um Einbürgerungen an wenigen Punkten vermutlich ohne einheitliches floristisches Gefüge handelt, nicht sinnvoll)."

 

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Bewertung im Workshop ASS   Peucedanetum ostruthii Rübel 1911 - 3 * * Ruderal-

 

ASS x                 Senecionetum alpini Bolleter 1921  
Anmerkung SyntaxonomieAssoziationsrang umstritten, vielleicht doch besser als ranglose "Senecio alpinus-Chaerophyllum hirsutum-Gesellschaft".

 

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Bewertung im Workshop ASS   Senecionetum alpini Bolleter 1921 - * * * Ruderal-

 

KLA x   Artemisietea vulgaris Lohmeyer et al. in Tx. 1950  
Anmerkung SyntaxonomieAnmerkung Workshop "Ruderal-, Ackerunkraut-Gesellschaften": "Neophyten-Dominanzbestände lassen sich z.T. in bestehende Gesellschaften einordnen und wurden in den meisten Fällen nicht getrennt aufgeführt !" Als Fragment mit hier einbezogen wird die "Saponaria officinalis-Gesellschaft". Als eigenständiges Syntaxon abgelehnt wird darüber hinaus das "Euphorbio esulae-Carduetum (acanthoidis) (Lohmeyer 1975 ass. prov.)". Passarge sieht in ihr einen "Auenkomplex von Poo angustifoliae-Euphorbietum esulae (Raabe 1956) Passarge 1989 (Agropyretalia repentis) x Carduetum acanthoidis (Onopordetalia) !"
ORD x       Onopordetalia acanthii Br.-Bl. et Tx. ex Klika et Hadac 1944  
Anmerkung Syntaxonomiehier einschließlich "Artemisietalia". Nicht getrennt ausgeschieden werden die "Arctium-Dipsacus fullonum-Gesellschaft" (evtl. zur Basalgesellschaft der Ordnung), "Anchusa officinalis-Gesellschaft" (zur Basalgesellschaft der Ordnung), "Onopordetalia-Basalgesellschaft".
ASS -                 Cirsium arvense-Cirsium vulgare-Gesellschaft (sensu Th. Müller in Seybold et Th. Müller 1972)  
Anmerkung Syntaxonomie[[Ob nicht sinnvollerweise hier als Basalgesellschaft der Ordnung zu fassen ???]] Die "Cirsium arvense-Cirsium vulgare-Gesellschaft" sensu Th. Müller in Seybold et Th. Müller 1972 ist in Deutschland weit verbreitet und relativ gut charakterisiert. Mehrere Mitarbeiter empfehlen deshalb, sie auch in die Standardliste und Rote Liste aufzunehmen und ins Arction zu stellen. Eine Fassung als Assoziation - wie sie Mucina (1993) ("Cirsietum lanceolati-arvensis Morariu 1972") oder Schubert et al. (1995) ("Cirsietum vulgaris-arvensis Morariu 1972") scheidet mangels Kennarten aus. Kritische Stimmen kommen von Klotz ("Fragmente") und Dierßen ("Vorschlag: Cirsium arvense-Onopordetalia-Basalgesellschaft"). In Deutschland weit verbreitet und nicht gefährdet.
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Vorschlag ASS - Cirsium arvense-Cirsium vulgare-Gesellschaft (sensu Th. Müller in Seybold et Th. Müller 1972)   ** ** - ** Ruderal-

 

VBD x           Onopordion acanthii Br.-Bl. in Br.-Bl. et al. 1936  
Anmerkung SyntaxonomieNicht getrennt gefaßt und bewertet werden hier "Onopordion-Basalgesellschaft", "Solidago gigantea-Onopordion-Gesellschaft"
ASS x                 Onopordetum acanthii Br.-Bl. in Br.-Bl. et al. 1936  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Onopordetum acanthii Br.-Bl. in Br.-Bl. et al. 1936 3 3 - 3 Ruderal-

 

ASS x                 Resedo-Carduetum nutantis Sissingh 1950  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Resedo-Carduetum nutantis Sissingh 1950 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Cirsietum eriophori Oberd. ex Th. Müller 1966  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Cirsietum eriophori Oberd. ex Th. Müller 1966 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Lappulo squarroso-Cynoglossetum officinalis Klika 1935 nom. mut. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieUnter Vorbehalt hier einbezogen werden die Cynoglossum officinale-Gesellschaft und das "Cynoglosso officinalis-Carduetum nutantis Passarge 1960".

 

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Bewertung im Workshop ASS   Lappulo squarroso-Cynoglossetum officinalis Klika 1935 nom. mut. propos. G G - G Ruderal-
Anmerkung GefährdungScheuerer (email 3.7.2000) meldet: "Im Flachland mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt fast erloschen (RL 2), im Bergland nur mehr punktuell (RL 1)."
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ASS x                 Stachyo germanicae-Carduetum acanthoidis Weinert in Gutte 1966  
Anmerkung SyntaxonomieNach dem Workshop "Ruderal-, Ackerunkraut-Gesellschaften": "Carduetum acanthoidis Felföldy 1942 incl. Stachyo germanicae-Carduetum acanthoidis Weinert in Gutte 1966". Da unter dem "Onopordetum acanthii Felföldy 1942" meist eine Ordnungs-Basalgesellschaft verstanden wurde und sich die Originalbeschreibung nicht zwangsläufig auf unser Gebiet übertragen läßt, wird hier doch der Name von Weinert in Gutte (1966) bevorzugt. Hier einbezogen wird als Fragment die "Carduus acanthoides-Gesellschaft" ("Carduetum acanthoidis Felföldy 1942" sensu auct.).
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Bewertung im Workshop ASS   Stachyo germanicae-Carduetum acanthoidis Weinert in Gutte 1966 3 3 - 3 Ruderal-
Anmerkung GefährdungDengler (email 26.6.2000) kommentiert: "Subsummiert man unter diesem Namen - wie wohl in der RL D - auch das Carduetum acanthoidis wahrscheinlich 3 in NO-D, versteht man darunter die Ass. i. e. S., dann habe ich sie in NO-D noch nicht gesehen, nach dem starken Bestandsrückgang von Stachys germanica laut Atlas, wäre sie aber wohl in 1 einzustufen".

 

VBD x           Dauco-Melilotion Görs ex Gutte 1972  
Anmerkung SyntaxonomieHier nicht getrennt dargestellt und bewertet werden: Fallopia japonica-Dauco-Melilotion-Gesellschaft, Helianthus tuberosus-Dauco-Melilotion-Gesellschaft (= Artemisia vulgaris-Helianthus tuberosus-Gesellschaft), Rudbeckia hirta-Dauco-Melilotion-Gesellschaft (= Daucus carota-Rudbeckia hirta-Gesellschaft), Erigeron annuus-Dauco-Melilotion-Gesellschaft (= Daucus carota-Erigeron annuus-Gesellschaft), Solidago canadensis-Dauco-Melilotion-Gesellschaft (= Daucus carota-Solidago canadensis-Gesellschaft). Unter Vorbehalt hier einbezogen, auf jeden Fall aber als Syntaxon abgelehnt wird das "Campanulo rapunculoidi-Agropyretum caninae Mskr. R. Tx. 75". Eine andere Gesellschaft, das "Gypsophilo perfoliatae-Diplotaxietum tenuifoliae Klotz 1981" ist hingegen eher eigenständig. Kennart ist allerdings lediglich eine regional massiv in Ausbreitung befindliche Adventivart (Gypsophila perfoliata), deren soziologisches Verhalten noch nicht abschließend beurteilt werden kann. Schubert et al. (1995) schreiben dazu: "Neben den beiden namengebenden Arten und Vertretern der Onopordetalia treten salsolion-Arten auf (Salsola kali ssp. ruthenica). Typisch für Industriedeponien, häufig auf Braunkohlenbergbauflächen. Es handelt sich meist um technogene Substrate und nicht um gewachsene Böden. Sie sind oft salzhaltig (Aschen) und basisch. Verbreitete Gesellschaft in Sachsen-Anhalt und Nordwest-Sachsen. In den letzten zwei Jahrzehnten starke Ausbreitung". Passarge dringt darauf, das "Artemisio-Oenotheretum rubricaulis Passarge 1977" als eigenständige Assoziation zu führen [[was ist davon zu halten ??]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!
ASS x                 Tanaceto-Artemisietum vulgaris Br.-Bl. 1931 corr. 1949  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Tanaceto-Artemisietum vulgaris Br.-Bl. 1931 corr. 1949 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Berteroetum incanae Sissingh et Tideman in Sissingh 1950  
Anmerkung SyntaxonomieSchubert et al. (1995) unterscheiden zwischen dem "Berteroetum incanae Sissingh et Tideman in Sissingh 1950" ( zu dem sie als Synonym das "Verbasco-Berteroetum incanae Passarge 1959" stellen) und dem "Centaureo diffusae-Berteroetum incanae Oberd. 1957". Zur Differenzierung dient dabei nicht nur das Vorhandensein von Centaurea diffusa, sondern auch die verstärkte Anwesenheit von Salsolion-Arten. Mucina (1993) plädiert ebenfalls für die Trennung dieser Einheiten auf Assoziationsebene, kennt aus Österreich aber keine Bestände aus eigener Anschauung. Wir folgen hier Müller (1983) der schreibt: "Das Berteroetum incanae ist von Sissingh 1950 aus den Niederlanden mit Aufnahmen beschrieben worden. Inzwischen sind verschiedene Berteroa-Gesellschaften (Centaureo-Berteroetum Oberd. 57, Verbasco-Berteroetum Pass. 59) publiziert worden, die sich unserer Meinung nach nur im Range von Rassen unterscheiden und sich zwanglos zum Berteroetum incanae vereinigen lassen."

 

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Bewertung im Workshop ASS   Berteroetum incanae Sissingh et Tideman in Sissingh 1950 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Dauco-Picridetum hieracioidis Görs 1966  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Dauco-Picridetum hieracioidis Görs 1966 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Echio vulgaris-Melilotetum albi Tx. 1947  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Echio vulgaris-Melilotetum albi Tx. 1947 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Glaucium flavum-Gesellschaft   

 

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Bewertung im Workshop ASS   Glaucium flavum-Gesellschaft  * - - * Ruderal-
Anmerkung GefährdungGesellschaft unklar. Von Klotz für das Flachland in Kategorie * gestellt, von Schubert für das Bergland in Kategorie R. Scheuerer (email 3.7.2000) konstatiert hingegen: "Gl. flavum am Meer rezent nur mehr auf Sylt, an den Salzstellen des Binnenlandes stark rückläufig Flachland RL 1. Zählt man das Thüringer Becken zum Bergland, dann hier RL 0, ansonsten im Bergland nur unbeständig".
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ASS s                 Poo compressae-Anthemidetum tinctoriae (Th. Müller et Görs 1969) Oberd. 1970  
Anmerkung SyntaxonomieHier zum Dauco-Melilotion gestellt; ansonsten z.T. auch zum Convolvulo-Agropyrion repentis.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Poo compressae-Anthemidetum tinctoriae (Th. Müller et Görs 1969) Oberd. 1970 * * - * Ruderal-

 

ASS s                 Potentillo argenteae-Artemisietum absinthii Falinski 1965  
Anmerkung SyntaxonomieHier zum Dauco-Melilotion gestellt; ansonsten z.T. auch zum Convolvulo-Agropyrion repentis.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Potentillo argenteae-Artemisietum absinthii Falinski 1965 * D - * Ruderal-

 

VBD x           Arction lappae Tx. 1937  
Anmerkung SyntaxonomieNicht getrennt gefaßt und bewertet werden "Artemisia verlotiorum-Arction-Gesellschaft", "Solidago gigantea-Arction-Gesellschaft" ("Artemisia verlotiorum-Gesellschaft"), "Artemisia tournefortiana-Gesellschaft", "Arction-Basalgesellschaft", "Arctium lappa-Gesellschaft" u.a.
ASS x                 Lamio albi-Ballotetum albae Lohmeyer 1970  
Anmerkung SyntaxonomieLeonuro-Ballotetum nigrae (östlich) und Lamio albi-Ballotetum albae (westlich) sind nahe verwandt, nach Müller (1983) aber eindeutig vikariierende Assoziationen. Nach Mucina (1993) und auch einigen unserer Mitarbeiter sollten sie - zusammen mit dem Arctio-Artemisietum - in einem weit gefaßten "Arctietum lappae Felföldy 1942" zusammengefaßt werden. da die Trennung der Einheiten vertretbar, in Deutschland üblich und für die Rote Liste auch sinnvoll ist, soll sie hier beibehalten werden. Der Klärungsbedarf ist noch hoch.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Lamio albi-Ballotetum albae Lohmeyer 1970 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Leonuro-Ballotetum nigrae Slavnic 1951  
Anmerkung SyntaxonomieLeonuro-Ballotetum nigrae (östlich) und Lamio albi-Ballotetum albae (westlich) sind nahe verwandt, nach Müller (1983) aber eindeutig vikariierende Assoziationen. Nach Mucina (1993) und auch einigen unserer Mitarbeiter sollten sie - zusammen mit dem Arctio-Artemisietum - in einem weit gefaßten "Arctietum lappae Felföldy 1942" zusammengefaßt werden. da die Trennung der Einheiten vertretbar, in Deutschland üblich und für die Rote Liste auch sinnvoll ist, soll sie hier beibehalten werden. Der Klärungsbedarf ist noch hoch. Mit hier einbezogen wird das "Balloto-Malvetum sylvestris". Bei letzterem besteht noch Klärungsbedarf: Hier bestehen noch erhebliche Unklarheiten in bezug auf die Abgrenzung zu anderen Arction-Gesellschaften. Nach Mucina (1993) gilt nur Malva sylvestris als Kennart. Diese Pflanze steht im Westen Deutschlands kaum jemals in Verbindung mit Ballota-Arten.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Leonuro-Ballotetum nigrae Slavnic 1951 * * - * Ruderal-
Anmerkung GefährdungRegional auch V oder 3. Dengler (email 26.6.2000) kommentiert: "In NO-D kommt Ballota nigra ssp. nigra praktisch in jedem Quadrantenfeld vor (vgl. Atlas) und ist dort eine häufige und mit Sicherheit völlig ungefährdete Ass.; auch in O-Niedersachsen ungefährdet; am westlichen Arealrand (Westteile von SH bzw. Niedersachsen) wohl Bestandsrückgänge (Atlas); bei Gesamtbetrachtung des Tieflandes oder Deutschlands keinesfalls gefährdet "

 

ZEH -                 Balloto-Malvetum sylvestris Gutte 1966  
Anmerkung SyntaxonomieHier bestehen noch erhebliche Unklarheiten in bezug auf die Abgrenzung zu anderen Arction-Gesellschaften. Nach Mucina (1993) gilt nur Malva sylvestris als Kennart. Diese Pflanze steht im Westen Deutschlands kaum jemals in Verbindung mit Ballota-Arten. Dengler möchte die Gesellschaft in das Leonuro-Ballotetum nigrae einschließen. Diesem Vorschlag wird hier gefolgt.

 

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Vorschlag ZEH - Balloto-Malvetum sylvestris Gutte 1966   V V - V Ruderal-

 

ASS x                 Urtico urentis-Chenopodietum boni-henrici Tx. 1937  
Anmerkung SyntaxonomieDer Name "Urtico urentis-Chenopodietum boni-henrici" ist eindeutig prioritär, fraglich ist nur, ob das, was Tüxen beschrieb, eine Arction-Gesellschaft beschreibt, die mit dem "Chenopodietum boni-henrici Th. Müller in Seybold et Th. Müller 1972" übereinstimmt (in letzterer fehlt Urtica urens nahezu ganz !)

 

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Bewertung im Workshop ASS   Urtico urentis-Chenopodietum boni-henrici Tx. 1937 3 3 * * Ruderal-

 

ZEH -                 Arctio tomentosi-Rumicetum obtusifolii Passarge 1959  
Anmerkung SyntaxonomieLaut Dengler eigenständige Assoziation im Arction lappae-Verband. Von Schubert (1995) unter den Bezeichnungen "Arctio-Chenopodietum boni-henrici Oberd. 1957" und "Chenopodio-Rumicetum obtusifolii Oberd. 1957" ins Urtico urentis-Chenopodietum boni-henrici Tx. 1937 einbezogen; von Oberdorfer (1994) längst ganz verworfen.
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Vorschlag ZEH - Arctio tomentosi-Rumicetum obtusifolii Passarge 1959   D D - D Ruderal-

 

ASS x                 Arctio-Artemisietum vulgaris Oberd. et al. ex Seybold et Th. Müller 1972  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Arctio-Artemisietum vulgaris Oberd. et al. ex Seybold et Th. Müller 1972 * * D * Ruderal-

 

ASS x                 Hyoscyamo-Conietum maculati Slavnic 1951  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Hyoscyamo-Conietum maculati Slavnic 1951 * 3 - * Ruderal-

 

ORD x       Agropyretalia intermedio-repentis Oberd. et al. ex Müller et Görs 1969  
Anmerkung SyntaxonomieTrotz einiger Bedenken folgen wir hier dem Vorschlag von Mucina (1993) und mehreren Mitarbeitern, die die Grobgliederung in zwei Klassen Galio-Urticetea (= Unterklasse Galio-Urticenea bei den Artemisietea vulgaris bei Müller 1983) und Artemisietea vulgaris (mit der Unterklasse Artemisienea bei Müller 1993 und der dort in einer eigenen Klasse Agropyretea intermedii-repentis geführten Agropyretalia repentis). Auf die teilweise vorgeschlagene weitere Untergliederung der Queckenrasen in mehrere Verbände wurde verzichtet. Türk empfiehlt: "M.E. sollte die Klasse Agropyretea intermedio-repentis beibehalten werden, da in typischen Beständen kaum Arten der Artemisietea anzutreffen sind". Nicht als eigenständig bewertet und provisorisch als Fragment hierher gestellt wurde die "Chondrilla juncea-Gesellschaft". Gänzlich zu streichen (hierher oder zu Flutrasen ?) ist das "Convolvulo-Caricetum hirtae Jehlik 1994". Trotz einiger Bedenken nicht mit aufgenommen wurde die "Bromus inermis-Gesellschaft" bzw. das "Convolvulo arvensis-Brometum inermis Eliᚠ1979". Zu oft beruhen diese Bestände noch unmittelbar auf Einsaaten.
VBD x           Convolvulo-Agropyrion repentis Görs 1966  
Anmerkung SyntaxonomieNicht als eigenständige Gesellschaft geführt wird hier das "Poetum ancipiti-compressae Bornkamm 1961" da es auf einer Pflanzensippe von unklarem Status fußt. Die später vorgenommene Umbennung zum "Poetum pratensis-compressae Bornkamm 1974" mit Poa pratensis s.l. führt dazu, daß dem Syntaxon jetzt Kennarten fehlen. Als rangloses Syntaxon wäre es zur Basalgesellschaft des Verbandes zu stellen. Ebenfalls nicht getrennt bewertet werden die von Oberdorfer (1994) in dieser Ordnung geführte "Galeopsis tetrahit-Elymus repens-Gesellschaft" (= "Galeopsio tetrahiti-Agropyretum repentis Görs 1968") sowie die "Calamagrostis epigejos-Convolvulo-Agropyrion-Gesellschaft" (= "Elymus repens-Calamagrostis epigejos-Gesellschaft"). Wenigstens teilweise hierher (z.T. auch in andere Klassen) gehört die "Poa compressa-Gesellschaft". Mit großem Vorbehalt hierher gestellt werden die "Agropyron-Cirsium arvense-Gesellschaft" und die "Cirsium arvense-Calamagrostis epigejos-Gesellschaft". Dazu kommen noch eine ganze Reihe von teilweise sehr komplex gefaßten "Gesellschaften" oder "Assoziationen", die - so sie überhaupt haltbar sind - keine Kennarten aufweisen und allenfalls lokal von Bedeutung sind. Passarge (in litt. 23.6.2000) verlangt hier insbesondere die Aufrechterhaltung von "Gageo pratensis-Allietum oleracei Passarge 1985" und Rumici thyrsiflori-Eryngietum plani Passarge 1989". Mangels besseren Wissens wird auch das "Poo angustifoliae-Euphorbietum esulae (Raabe 1956) Passarge 1989" hier eingeschlossen.
ASS x                 Diplotaxio tenuifoliae-Agropyretum repentis Philippi in Th. Müller et Görs 1969  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Diplotaxio tenuifoliae-Agropyretum repentis Philippi in Th. Müller et Görs 1969 * * - * Ruderal-

 

ZEH s                 Asparago officinalis-Chondrilletum junceae Passarge 1978  
Anmerkung SyntaxonomieKlotz und Dierßen möchten die Assoziation ins Diplotaxio-Agropyretum einziehen (hier als dessen Untereinheit getrennt bewertet); die Arbeitsgruppe zur Roten Liste von Mecklenburg führt sie hingegen als selbständig.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Asparago officinalis-Chondrilletum junceae Passarge 1978 * - - * Ruderal-

 

ASS n                 Convolvulus arvensis-Elymus repens-Gesellschaft Felföldy 1943 nom. invers. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieDiese Gesellschaft wird in der Literatur meist unter dem Namen "Convolvulo arvensis-Agropyretum repentis" geführt. Ihr fehlen eigene Kennarten, so daß vielleicht besser von einer "Convolvulus arvensis-Agropyron repens-Gesellschaft" zu reden wäre. Da sie einen Großteil der Bestände des Verbandes in Deutschland beinhaltet, soll sie hier doch als Zentralassoziation beibehalten und getrennt bewertet werden. Alternativ wäre Zuordnung zu einer Basalgesellschaft des Verbandes. Einbezogen wird hier das "Agropyro-Equisetetum arvensis Passarge 1989".

 

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Bewertung im Workshop ASS   Convolvulus arvensis-Elymus repens-Gesellschaft Felföldy 1943 nom. invers. propos. * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Lepidio drabae-Agropyretum repentis Th. Müller et Görs 1969  
Anmerkung SyntaxonomieDer gebräuchliche Namen "Cardario drabae-Agropyretum" stellt eine nach ICPN zumindest vorläufig unberechtigte Änderung des ursprünglichen Namens dar. Der von Schubert et al. (1995) bevorzugte Name "Elymetum repentis Felföldy 1943" ist nicht eindeutig auf diese Gesellschaft zu beziehen, wird hier also als nomen ambiguum betrachtet.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Lepidio drabae-Agropyretum repentis Th. Müller et Görs 1969 * * - * Ruderal-
Anmerkung GefährdungDengler (email 26.6.2000) kommentiert: "Die mir bekannten adventiven Vorkommen von Cardaria draba in NO-D gehören nach meinem Verständnis nicht zu dieser Ass.!"

 

ASS x                 Falcario vulgaris-Agropyretum repentis Th. Müller et Görs 1969  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Falcario vulgaris-Agropyretum repentis Th. Müller et Görs 1969 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Melico transsilvanicae-Agropyretum repentis Th. Müller in Görs 1966  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Melico transsilvanicae-Agropyretum repentis Th. Müller in Görs 1966 R R - R Ruderal-
Anmerkung GefährdungDengler (email 26.6.2000) kommentiert: "Fehlt in NO-D, selbst wenn Herr Passarge die 4 Vorkommen der Art im Bereich des Oderbruchs, deren Indigenat noch nicht einmal sicher ist, wahrscheinlich unter dieser Ass. subsummieren wird. Sie haben damit aber nach meinem Verständnis nichts zu tun".

 

ASS n                 Tussilago farfara-Gesellschaft Tx. 1931  
Anmerkung SyntaxonomieHier als ranglose Tussilago farfara-Gesellschaft gefaßt. Von Mucina (1993) als Assoziation Poo-Tussilaginetum farfarae anerkannt und ins Dauco-Melilotion gestellt, hier aber doch im Convolvulo-Agropyrion belassen. Mit hier einbezogen wird das "Agropyro repentis-Tussilaginetum Passarge 1989", das - noch stärker als das Poo-Tussilaginetum - zum Convolvulo-Agropyrion gehört.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Tussilago farfara-Gesellschaft Tx. 1931 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Petasitetum tomentosi Steffen 1931  
Anmerkung SyntaxonomiePassarge (in litt. 23.6.2000) schrieb zur Assoziation: "... Petasitetum tomentosi Steffen 1931. Der Autor beschreibt eine Dünen-Ass. an der Kurischen Nehrung. Die Kennart tritt in Mecklenburg-Vorpommern vereinzelt im ElymoAmmophiletum auf; die o.g.Ass. wurde aber in Deutschland noch nicht belegt ! Im binnenländischen Stromtalareal lebt Petasites in abweichender Artenverbindung und wurde wiederholt als saponario-Petasitetum/Convolvulo-Agropyrion an Elbe, Havel und Oder bestätigt." Dieser Trennung von Petasitetum tomentosi und Saponario-Petasitetum paradoxi liegt allerdings ein anderer Assoziationsbegriff zugrunde. Mit der Kennarten-Methode läßt sich die Trenung der beiden Einheiten nicht aufrechterhalten. Dengler erläutert daher: "Petasitetum tomentosi Steffen 1931 - Filzpestwurz-Gesellschaft; Basionym: Petasites tomentosus-Ass. (Steffen 1931); Syn.: Saponario officinalis-Petasitetum spurii Passarge ex Walther 1977 [Syntax. Syn.]; Inkl.: Petasites spurius-Saponaria alluvionalis-[Onopordion acanthii]-Ges. sensu Passarge (1964)".

 

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Bewertung im Workshop ASS   Petasitetum tomentosi Steffen 1931 D - - D Ruderal-
Anmerkung Gefährdung[[noch Info einholen]]
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ASS n                 Elymus repens-Rumex thyrsiflorus-Gesellschaft Passarge 1989  
Anmerkung SyntaxonomieHier als Elymus repens-Rumex thyrsiflorus-Gesellschaft incl. Agropyro-Rumicetum thyrsiflori Passarge 1989 und incl. Rumici thyrsiflori-Allietum schoenoprasi Passarge 1989 gefaßt. Nach Dierßen ist letztere Gesellschaft ein "gut entwickelter Vegetationstyp". Unklar ist die Übereinstimmung mit oder Abgrenzung gegen das Agropyro repentis-Rumicetum thyrsiflori Passarge 1989, das die Autoren der Roten Liste von Mecklenburg-Vorpommern als gültige Assoziation akzeptieren.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Elymus repens-Rumex thyrsiflorus-Gesellschaft Passarge 1989 * * - * Ruderal-

 

ASS -                 Rumici thyrsiflori-Allietum schoenoprasi Passarge 1989  
Anmerkung SyntaxonomieNach Dierßen ein "gut entwickelter Vegetationstyp". Unklar ist die Übereinstimmung mit oder Abgrenzung gegen das Agropyro repentis-Rumicetum thyrsiflori Passarge 1989, das die Autoren der Roten Liste von Mecklenburg-Vorpommern als gültige Assoziation akzeptieren.

 

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Vorschlag ASS - Rumici thyrsiflori-Allietum schoenoprasi Passarge 1989   * * - * Ruderal-

 

ASS +                 Rubus caesius-Gesellschaften   
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Bewertung im Workshop + Rubus caesius-Gesellschaften  * * - * Ruderal-

 

ZEH -                 Rubo caesii-Calamagrostietum epigeji Coste (1974) 1975  
Anmerkung SyntaxonomieAls Assoziation "Rubo caesii-Calamagrostietum epigeji Coste (1974) 1975 aus Mecklenburg-Vorpommern angeführt, wohl teilweise identisch mit der "Rubus caesius-Gesellschaft". Dengler (email 26.6.2000) erläutert: "1.6.4.1.1 Rubo caesii-Calamagrostietum epigeji Coste (1974) 1975 - Ruderale Landschilf-Dominanzgesellschaft Syn.: Calamagrostietum epigeji Juraszek 1927 nom. amb. prop. p. p. Inkl.: Calamagrostis epigejos-[Agropyretalia repentis]-Ges. sensu Mucina (in Mucina & al. 1993) Calamagrostis epigejos-[Carici piluliferae-Epilobion angustifolii]-Ges. sensu Mucina in Mucina & al. 1993 p. p. Anm.: Der Name Calamagrostietum epigeji Juraszek 1927 wird als Nomen ambiguum zur Verwerfung vorgeschlagen, da die Originalbeschreibung sowohl Aufnahmen von Waldschlägen enthält (zum kleineren Teil), die zum Senecioni-Epilobietum angustifolii Hueck 1931 gehören, als auch solche von Dünen, die teils zum Rubo caesii-Calamagrostietum epigeji Coste (1974) 1975 gehören, teils aber noch als fazielle Ausbildungen von Trockenrasen zu betrachten sind. Im Widerspruch zur Ori-ginalbeschreibung wurde in der späteren Literatur der Name Calamagrostietum epigeji Juraszek 1927 meist nur noch für Calamagrostis epigejos-dominierte Schlagfluren verwendet."
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Vorschlag ZEH - Rubo caesii-Calamagrostietum epigeji Coste (1974) 1975   D D - D Ruderal-

 

ZEH -                 Elymo repentis-Rubetum caesii Dengler 1997  
Anmerkung SyntaxonomieDengler (email 26.6.2000) erläutert: "Elymo repentis-Rubetum caesii Dengler 1997 - Halbruderales Kratzbeeren-Gestrüpp Basionym: Elymo-Rubetum caesii (Dengler 1997) Inkl.: Rubus caesius-[Galio-Urticetea]-Ges. sensu Mucina in Mucina & al. 1993 Typus: Dengler (1997: Tab. 8, Aufn. 16) [Holotypus]" Aus Mecklenburg-Vorpommern angeführt, wohl teilweise identisch mit der "Rubus caesius-Gesellschaft", die Dengler (1994) aus der Schorfheide Chorin beschreibt: "Es handelt sich hierbei um Bestände der Kratzbeere (Rubus caesius) auf brachgefallenen trockenen Wiesen, ungenutzten Trockenrasen sowie an Böschungen ... Die Einordnung der hier beschriebenen Gesellschaft in das pflanzensoziologische System bereitet erhebliche Probleme. Die bezeichnende Art wird von den meisten Autoren als Charakterart der Klasse Galio-Urticetea ... bzw. der Ordnung Convolvuletalia sepium ... also von nitrophilen Staudenfluren frischer bis feuchter Standorte, betrachtet. Dies trifft für weiter westlich gelegene Gebiete sicherich zu ... Dagegen kommt Rubus caesius in Ostbrandenburg unter kontinentaleren Klimabedingungen nach meinen Beobachtungen zumindest in gleicher Häufigkeit auch auf trockenen Standorten vor, so etwa als regelmäßiger begleiter in Trockenrasen des Verbandes Cirsio-Brachypodion pinnati ... Die hier vorgestellte Gesellschaft ist keinesfalls mit der Rubus caesius-(Galio-Urticetea)-Gesellschaft von Mucina (in Mucina et al. 1993: 245) identisch. Auch der Kratzbeeren-Saum, den Dierschke (1974a) aus dem Göttinger Raum beschreibt, ist von den hier beschriebenen beständen verschieden. Jener weist ein deutliches Übergewicht stark nitrophiler Arten frischer Standorte auf ... und dürfte Mucinas Gesellschaft entsprechen." Dengler (1997) weitet den Umfang seiner Assoziation aus, sie umfaßt jetzt praktisch alle Landschilfbestände.
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Vorschlag ZEH - Elymo repentis-Rubetum caesii Dengler 1997   D D - D Ruderal-

 

KLA x   Polygono-Poetea annuae Rivas-Martinez 1975  
ORD x       Polygono arenastri-Poetalia annuae Tx. in Géhu et al. 1972  
VBD x           Matricario discoideae-Polygonion arenastri Rivas-Martinez 1965 corr. Rivas-Martinez et al. 1991  
Anmerkung SyntaxonomieNicht als eigenständiges Syntaxon geführt werden hier die "Poa annua-Gesellschaft" (= Poetum annuae Gams 1927) und das schwer zuordenbare "Plantagini-Cynodontetum dactyloni Brun-Hool 1962". Als eigenständige Assoziationen abgelehnt werden für Deutschland ferner "Amaranthetum crispi Mititelu 1972" und "Oxalidetum corniculatae Lorenzoni 1964".
ASS x                 Sclerochloo-Polygonetum arenastri (Gams 1927) Soó ex Korneck 1969  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Sclerochloo-Polygonetum arenastri (Gams 1927) Soó ex Korneck 1969 3 2 - 3 Ruderal-

 

ASS x                 Matricario-Polygonetum arenastri Th. Müller in Oberd. 1971  
Anmerkung SyntaxonomieEine hinsichtlich des Namens und der Abgrenzung noch immer umstrittene Gesellschaft, die in jedem Fall häufig und nicht gefährdet ist.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Matricario-Polygonetum arenastri Th. Müller in Oberd. 1971 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Polygonetum calcati Lohmeyer 1975  
Anmerkung SyntaxonomieAnmerkung Workshop "Ruderal- und Ackerunkraut-Gesellschaften": "Nomenklatur unklar (incl. Eragrostio-Polygonetum)". Die von Mucina (1993) vorgenommene Synonymisierung mit dem Eragrostio minoris-Polygonetum arenastri Oberd. 1954 corr. Mucina 1993 und damit die Umstellung zu den Stellarietea mediae wird nicht als zwangsläufig betrachtet, die Assoziation also unter Vorbehalt beibehalten.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Polygonetum calcati Lohmeyer 1975 * * - * Ruderal-

 

ASS x                 Poo-Coronopodetum squamati Gutte 1966  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Poo-Coronopodetum squamati Gutte 1966 3 3 - 3 Ruderal-
Anmerkung GefährdungRegional z.T. noch stärker gefährdet.

 

ASS x                 Sagino procumbentis-Bryetum argentei Diemont et al. 1940  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Sagino procumbentis-Bryetum argentei Diemont et al. 1940 * * * * Ruderal-

 

ASS x                 Rumici-Spergularietum rubrae Hülbusch 1973  
Anmerkung SyntaxonomieHier incl. Herniarietum glabrae.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Rumici-Spergularietum rubrae Hülbusch 1973 * * - * Ruderal-
Anmerkung GefährdungWährend das Rumici-Spergularietum rubrae bei enger Fassung ziemlich selten und teilweise wohl auch gefährdet ist, ist das hier mit einbezogene Herniarietum glabrae viel häufiger und in Ausbreitung begriffen.

 

VBD x           Alchemillo-Poion supinae Ellmauer et Mucina 1993  
Anmerkung SyntaxonomieMitunter zu den Arrhenatheretalia gestellt. Ob eigener Verband ?
ASS x                 Alchemillo-Poetum supinae Aichinger 1933  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Alchemillo-Poetum supinae Aichinger 1933 - * * * Grünland f

 

KLA x   Isoëto-Nanojuncetea Br.-Bl. et Tx. 1943 ex Westhoff, Dijk et Paschier 1946  
Anmerkung SyntaxonomieAls Initialphase hierher gestellt aber nicht weiter zugeordnet oder bewertet wurde die "Callitriche palustris-Gesellschaft".
ZEH -                 Myosuro-Ranunculetum sardoi (Diemont, Sissingh et Westhoff 1940) Oberd. 1957  
Anmerkung SyntaxonomieOberdorfer (1983) formulierte: "Ähnlich wie die Juncus compressus-Gesellschaften sind auch die Bestände mit Myosurus minimus oder Ranunculus sardous synsystematisch umstritten ...". Das gilt noch immer, so daß diese Assoziation hier nur unter großem Vorbehalt zunächst bei den Agrostietalia stoloniferae untergebracht, vom Workshop "Grünland feucht" aber zu den Isoeto-Nanojuncetea gestellt wurde.

 

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Vorschlag ZEH - Myosuro-Ranunculetum sardoi (Diemont, Sissingh et Westhoff 1940) Oberd. 1957   3 V - V Grünland f

 

ASS x                 Juncus bufonius-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieAls Kern der Basalgesellschaft der Klasse Isoeto-Nanojuncetea aufzufassen. Sehr heterogen und wohl verzichtbar. Von Pietsch allerdings als eigenständige Assoziation "Juncetum bufonii Felföldy 1942" empfohlen.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Juncus bufonius-Gesellschaft  ** ** ** ** Röhrichte

 

ASS x                 Elatine hexandra-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieVon Täuber (1999, 2000) als eigenständiges Syntaxon geführt und zum Elatino-Eleocharition ovatae gestellt, jetzt von Täuber Zuordnung zur Klasse empfohlen.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Elatine hexandra-Gesellschaft  3 3 - 3 Röhrichte

 

ASS x                 Juncus capitatus-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieVon Täuber (1999, 2000) als eigenständiges Syntaxon geführt und zum Radiolion linoidis gestellt; jetzt von Täuber Zuordnung zur Klasse empfohlen.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Juncus capitatus-Gesellschaft  2 2 - 2 Röhrichte
Anmerkung GefährdungScheuerer (email 3.7.2000) meint: "Zerstreut und stark rückläufig. Rezenter Schwerpunkt: Lausitz. Flachland = 1, Bergland = 2"

 

ASS x                 Centaurium pulchellum-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieVon Täuber (1999, 2000) als eigenständiges Syntaxon geführt und zum Radiolion linoidis gestellt; jetzt von Täuber Zuordnung zur Klasse empfohlen.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Centaurium pulchellum-Gesellschaft  V V - V Röhrichte
Anmerkung GefährdungNach Scheuerer: "Als Pioniergesellschaft auf Auerohböden recht unbeständig, aufgrund fehlender Flussdynamik sicherlich rückläufig."

 

ASS x                 Peplis portula-Gesellschaft   
Anmerkung Syntaxonomievon Pietsch als Assoziation "Peplido-Eleocharitetum ovatae (Philippi 1968) Pietsch 1973" geführt, sonst als basalgesellschaft der Klasse oder der Ordnung Nanocyperetalia.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Peplis portula-Gesellschaft  V V - V Röhrichte

 

ORD x       Nanocyperetalia Klika 1935  
Anmerkung SyntaxonomieTraxler (1993:199) verwendet ohne weitere Diskussion den Namen "Nanocyperetalia Klika 1935". Konsequent sieht er in den "Cyperetalia fusci Pietsch 1963" eine unberechtigte Umbenennung. Täuber (1999) benutzt hingegen letzteren Namen, und kündigt an, daß dieser auch in der "Synopsis der Pflanzengesellschaften Deutschlands" Verwendung finden wird. Allerdings ist der ältere Name hier nach dem ICPN gültig und der jüngere kann auch nicht als nomen conservandum geschützt werden. Nicht näher zugeordnet werden kann die "Callitriche palustris-Gesellschaft", die Pott (1995) im Zusammenhang mit dieser Ordnung bespricht und beschreibt als "Initialgesellschaft trockenfallender Teichböden und eutropher Tümpelränder"; in Roten Listen fand der Name nur bei Verbücheln et al. (1995) für Nordrhein-Westfalen Anwendung, wobei die Autoren ihre Einheit zu den "Wasserpflanzengesellschaften stehender Gewässer" stellen. Auch Täuber betont, daß die Einheit nicht zu den Cyperetalia fusci gehört. Nicht näher zuzuordnen ist ferner das Schoenoplectetum supini Passarge 1999, das nach Täuber keine eigenständige Gesellschaft darstellt und von dem manche Bestände zum Elatino alsinastri-Juncetum tenageiae gehören. Als Cyperetalia fusci-Gesellschaft abgelehnt wird das Samolo-Cyperetum fusci Müller-Stoll et Pietsch 1985. Nach Traxler (1993) kommt diese Gesellschaft nur in Österreich und der ehemaligen DDR vor. Nach Täuber gehören die Aufnahmen meist zum Samolo-Littorelletum innerhalb der Littorelletea. Hierher gestellt aber nicht näher zugeordnet wird als Fragment auch die "Veronica scutellata-Gesellschaft"; außer bei den Cyperetalia wäre sie aber auch teilweise bei den Flutrasen und bei den Littorelletea unterzubringen. Das "Juncenion bufonii Philippi 1968" wird hier nicht als getrennter Verband geführt.
VBD n           Elatino-Eleocharition ovatae (Pietsch et Müller-Stoll 1968) Piesch 1973  
ASS x                 Eleocharito-Caricetum bohemicae Klika 1935  
Anmerkung SyntaxonomieTäuber teilt mit: "Der Name Polygono-Eleocharitetum ovatae mag als älteres Synonym zwar formal gültig sein, ist aber unüblich und umfaßt nicht exakt die Bestände, die als Eleocharito ovatae-Caricetum bohemicae nicht nur in weiten Teilen Deutschlands bekannt sind. Der zweitgenannte Name wird in der Synopsis verwendet !" Ebenso auch hier. Mit hier einbezogen werden das "Eleocharito-Lindernietum Pietsch 1973" bzw. dessen Fragment, die "Lindernia procumbens-Gesellschaft". Auch sie sind hochselten und durchweg stark gefährdet.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Eleocharito-Caricetum bohemicae Klika 1935 2 3 - 2 Röhrichte

 

ASS x                 Cypero fusci-Limoselletum aquaticae (Oberd. 1957) Korneck 1960  
Anmerkung SyntaxonomieDas in Deutschland meist unter dem Namen "Cypero-Limoselletum" geführte Syntaxon müßte nach Traxler (1996:201) "Heleocharito acicularis-Limoselletum aquaticae Wendelberger-Zelinka 1952" heißen. Eine Anpassung des seit langem nicht mehr gebräuchlichen Gattungsnamens (Eleocharis statt Heleocharis) erscheint angebracht. Täuber verwendet in der "Synopsis der Pflanzengesellschaften Deutschlands" weiterhin den Namen "Cypero fusci-Limoselletum" und teilt mit: "Der Name Eleocharito acicularis-Limoselletum ist nicht in vollem Umfang synonym zu dem in der Synopsis verwendeten (und weit verbreiteten) Namen Cypero fusci-Limoselletum, da erstgenannter bei Grabherr & Mucina (1993) auch das eigenständige Elatino alsinastri-Juncetum tenageiae umfaßt und bei Schaminée et al. (1998) zu den Bidentetea gestellt wird. Der Workshop "Röhrichte, Moore" schloß sich dieser Haltung an. Dem soll hier ebenfalls gefolgt werden.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Cypero fusci-Limoselletum aquaticae (Oberd. 1957) Korneck 1960 3 3 - 3 Röhrichte

 

ASS x                 Elatino alsinastri-Juncetum tenageiae Libbert 1932  
Anmerkung Syntaxonomie[[Hat Passarge recht und ist die Beschreibung von Libbert 1932 unzureichend ? Muß die Gesellschaft also "Elatino-Juncetum tenageiae Libbert 1932 ex Fischer 1973" heißen ?]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Bewertung im Workshop ASS   Elatino alsinastri-Juncetum tenageiae Libbert 1932 2 2 - 2 Röhrichte

 

ASS x                 Elatine triandra-Elatine hydropiper-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieTäuber vermerkt zur Elatine triandra-Gesellschaft: "Aufgrund gemeinsamer Vorkommen muß die Gesellschaft Elatine triandra-Elatine hydropiper-Gesellschaft heißen (Täuber 1999, 2000)". Er stellt die Gesellschaft zum Elatino-Eleocharition ovatae. Dierßen sieht in ihr einen Teil der Nanocyperetalia-Basalgesellschaft und Illig teilt mit: "Elatine triandra tritt im Herbst massenhaft in abgelassenen Fischteichen auf und bildet dort dominante Ausbildungen in Littorelletea-Gesellschaften". Wir folgen hier dem Vorschlag Täubers.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Elatine triandra-Elatine hydropiper-Gesellschaft  2 2 - 2 Röhrichte
Anmerkung GefährdungLausitz Gefährdungskategorie 3

 

ASS x                 Cyperus fuscus-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieDominanzbestände ohne Differentialarten. Von Täuber (1999, 2000) als eigenständiges Syntaxon geführt und zum Elatino-Eleocharition ovatae gestellt.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Cyperus fuscus-Gesellschaft  V V - V Röhrichte

 

VBD x           Radiolion linoidis (Rivas-Goday 1961) Pietsch 1973  
Anmerkung SyntaxonomieTäuber formuliert zum hier eingezogenen "Hypericetum humifusi": "Keine eigenständige Gesellschaft, keine Kennarten. Hypericum humifusum kann in allen Gesellschaften des Radiolion linoidis vorkommen." Illig argumentiert: "Hypericum hum. kann auf Äckern, Wegen, in Fahrspuren, auch nach Waldbodenumbruch massenhaft auftreten, bildet aber als Pionier keine eigenständige Ges. aus !"
ASS x                 Cicendietum filiformis Allorge 1922  
Anmerkung SyntaxonomieKenarten sind Radiola linoides, Anagallis minima, Juncus pygmaeus, Cicendia filiformis. Hier incl. "Ranunculo-Radioletum Hueck 1932 ex Libbert 1939" und "Centunculo-Caricetum pulchellae". Zu ersterem schreibt Täuber: "Diese Gesellschaft gibt (und gab) es noch nie. Alle Aufnahmen gehören zum Cicendietum filiformis (siehe Täuber 1999, 2000, Petersen 1999); keine eigenen Kennarten. Kennarten des Cicendietum sind: Cicendia filiformis, Radiola linoides, Anagallis minima und Juncus pygmaeus." Zum "Centunculo-Caricetum pulchellae" schreibt Täuber dann: "Es handelt sich um Bestände des Cicendietum filiformis ! (von der Küste). Carex serotina (= Carex viridula ssp. viridula) inkl. der var. pulchellum (= C. scandinavica) ist Trennart des Cicendietum; Anagallis minima (= Centunculus minimus) ist Kennart des Cicendietum (siehe Petersen 1999, Täuber 1999, 2000)."

 

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Bewertung im Workshop ASS   Cicendietum filiformis Allorge 1922 2 1 - 2 Röhrichte

 

ZEH -                     Cicendietum filiformis juncetosum pygmaei   

 

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Vorschlag ZEH - Cicendietum filiformis juncetosum pygmaei    1 - - 1 Röhrichte

 

ZEH -                     Cicendietum filiformis centaurietosum littoralis   

 

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Vorschlag ZEH - Cicendietum filiformis centaurietosum littoralis    2 - - 2 Röhrichte

 

ASS x                 Spergulario-Illecebretum verticillati Diemont et al. 1940 em. Sissingh 1957 nom. mutat. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieTäuber - und mit ihm der Workshop "Röhrichte Moore" - akzeptiert den Namen Spergulario-Illecebretum verticillati, vermerkt aber: "Da die genannten Autoren die Gesellschaft Panico-Illecebretum genannt haben, muß der Name korrekterweise den Zusatz em. Sissingh 1957 erhalten". Ob diese Emendation aber nötig war und dies zur Namensänderung führen muß, erscheint fraglich. Passarge (1999) ersetzt den Originalnamen "Panico-Illecebretum" durch "Digitario-Illecebretum verticillati", ein Vorgehen, das durch die seit Jahrzehnten übliche Verwendung des Sippennamens Digitaria ischaemum gerechtfertigt ist.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Spergulario-Illecebretum verticillati Diemont et al. 1940 em. Sissingh 1957 nom. mutat. propos. 2 1 - 2 Röhrichte

 

ASS x                 Junco bufonii-Gypsophiletum muralis (Ambroz 1939) Pietsch 1995  
Anmerkung SyntaxonomieDie Gesellschaft wird hier mit großem Vorbehalt akzeptiert. Täuber stellt fest: "Passarge hat die Veröffentlichungen von Pietsch übersehen: Junco bufonii-Gypsophiletum muralis (Ambroz 1939) Pietsch 1995. Bisher wenig beachtete Gesellschaft, die überwiegend an Sekundärstandorten (Abbaugebiete, Wegränder) vorkommt." Passarge (1999) hatte allerdings auch keine neue Assoziation, sondern eine neue "ass. coll." benannt. In ihr vereinigt er das Gypsophilo muralis-Potentilletum supinae (Ambroz 1939) Pietsch 1963 und das Gypsophilo-Gnaphalietum uliginosi Pignatti 1957 [[hat eventuell einer dieser Namen, bzw. der von Pietsch empfohlene Name "Gypsophilo-Potentilletum supinae (Ambroz 1939) Pietsch 1961" Gültigkeit für die Gesellschaft im Umfang Täubers ?]] Die Gesellschaft wird von den meisten Mitarbeitern abgelehnt. Dierßen rechnet sie zur Basalgesellschaft der Nanocyperetalia (Cyperetalia fusci) und Illig formuliert: "Im Gebiet tritt G. muralis z.T. massenhaft in Juncenion bufonii-Ges. auf staunassen Äckern auf. Von einer eigenen Ges. kann keine Rede sein."

 

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Bewertung im Workshop ASS   Junco bufonii-Gypsophiletum muralis (Ambroz 1939) Pietsch 1995 3 3 - 3 Röhrichte

 

ASS x                 Centunculo-Anthocerotetum punctati Koch ex Libbert 1932  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Centunculo-Anthocerotetum punctati Koch ex Libbert 1932 1 2 - 2 Röhrichte

 

ASS x                 Stellario uliginosae-Isolepidetum setaceae Libbert 1932  
Anmerkung SyntaxonomieHier incl. artenarmen Isolepis setacea-Beständen (= "Isolepis setacea-Gesellschaft"). Nach Traxler (1993: 203) ist die Originaldiagnose der "Isolepis-Stellaria uliginosa-Ass. Koch 1926" unzureichend. Koch entfällt also als Autor. Eine Anpassung des Gattungsnamens (Isolepis statt Scirpus) ist noch nicht zwingend, da die Kombination Scirpus setaceus noch keineswegs ganz aus den neueren Florenwerken verschwunden ist. Ebenso ist kein zwingender Grund für eine Namensinversion zu erkennen. Auch die Erwähnung von Moor als Emendationsautor ist überflüssig. Nach Täuber (2000, und Synopsis der Pflanzengesellschaften Deutschlands in Vorbereitung) lautet der gültige Name aber "Stellario uliginosae-Isolepidetum setaceae Libbert 1932". Der Workshop "Röhrichte, Moore" einigte sich auf "Stellario uliginosae-Isolepidetum setaceae Libbert 1932 em. Moor"

 

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Bewertung im Workshop ASS   Stellario uliginosae-Isolepidetum setaceae Libbert 1932 3 3 - 3 Röhrichte

 

ZEH -                 Isolepis setacea-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieVon Täuber (1999, 2000) als eigenständiges Syntaxon geführt und zum Radiolion linoidis gestellt. Hier jetzt ins Stellario uliginosae-Isolepidetum setaceae einbezogen und nicht getrennt bewertet.

 

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Vorschlag ZEH - Isolepis setacea-Gesellschaft    V V - V Röhrichte

 

ASS x                 Cyperetum flavescentis W. Koch 1926  
Anmerkung SyntaxonomieIm Sinne der Emdendierung durch Aichinger (1933).

 

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Bewertung im Workshop ASS   Cyperetum flavescentis W. Koch 1926 0 2 - 1 Röhrichte

 

ASS -                 Veronico anagalloides-Lythretum hyssopifoliae Wagner ex Holzner 1973  
Anmerkung SyntaxonomieDie Gesellschaft wurde aus Österreich beschrieben. Täuber schreibt zum Kenntnisstand für Deutschland: "Vorkommen ist möglich. Bisher liegen aber keine Vegetationsaufnahmen vor, die die Gesellschaft deutlich kennzeichnen". Er ergänzt (in litt. 16.06.2000): "Nach Abschluß der Arbeiten an der Synopsis hat sich nun auch herausgestellt, daß ein eigeständiges Veronico anagalloides-Lythretum hyssopifoliae zur Zeit aus Deutschland nicht belegt werden kann (Es fehlen Aufnahmen, die eine eigene Trennartengruppe aufweisen)." So bleibt für Deutschland nur der Kommentar von Traxler (1993:208): "In Mittelfranken ist die Gesellschaft an Flachufergräben, die bei der Flurbereinigung angelegt werden, bekannt (Franke, mündl. Mitt.)". Der Workshop "Röhrichte, Moore" kam zu dem Schluß, daß das noch keine Aufnahme in Kategorie "D (Datenmangel)" der Roten Liste rechtfertigt. Die Gesellschaft wird für Deutschland als nicht nachgewiesen betrachtet.

 

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Vorschlag ASS - Veronico anagalloides-Lythretum hyssopifoliae Wagner ex Holzner 1973   3 2 - 3 Röhrichte

 

ASS x                 Erythraeo-Blackstonietum Oberd. 1957  
Anmerkung SyntaxonomieDie Gesellschaft wird hier unter Vorbehalt akzeptiert und für die Rote Liste von Deutschland in Kategorie 3 gestellt. Sie stheht innerhalb der Klasse recht isoliert da. Philippi (in Oberdorfer 1977) notierte: "Gesellschaft frischer bis feuchter, kalkreicher Schluffböden. Im Gebiet nur aus dem Oberrheingebiet bekannt. Als submediterran-atlantische Artenverbindung steht sie hier an der Ostgrenze ihres Vorkommens." Täuber bemerkte aber dazu: "Aufnahmen gibt es nur aus den 50er und 60er Jahren aus dem Oberrheingebiet (wenige von 1971). Die Artenkombination zeigt, daß die Bestände z.T. nicht zu den Isoeto-Nanojuncetea gehören (siehe Täuber 1999, 2000)". Täuber (in litt. 16.06.2000) faßt zusammen: "Das Erythraeo-Blackstonietun gibt es nicht und gab es wohl auch nie (keine Kennarten, keine Trennartengruppen)." Andere Mitarbeiter sahen das allerdings anders und Täuber ließ sich im Workshop "Röhrichte, Moore" davon überzeugen. Die bei Philippi (1977) verarbeiteten (immerhin 42 !) Vegetationsaufnahmen von Oberdorfer (1957), Korneck (1960) Philippi (1968) und Müller (publiziert in Müller et Görs 1974) umreißen das Bild einer Gesellschaft, die neben typischen Isoeto-Nanojuncetea-Elementen von Arten ganz anderer Gesellschaftsanschlüsse durchsetzt ist. Blackstonia acuminata (= Blackstonia perfoliata ssp. serotina) gibt es in der Oberrheinebene noch immer, vornehmlich als ganz schmaler Streifen unmittelbar neben Fahrspuren der Rheindämme. Eine Vegetationsaufnahme von Klaus Rennwald (unpubliziert) aus dem Jahr 1987 in einem 100 m langen, sehr schmalen Streifen mit reichlich Blackstonia perfoliata weist statt Centaurium pulchellum Centaurium minus auf. Von den Differentialarten wurde nur Linum catharticum gefunden, die Gattungen Juncus, Gnaphalium und Cyperus (und damit die Verbands- und Ordnungs-Kennarten) fehlten ganz. Stattdessen drangen sehr viele Arten der angrenzenden mageren Arrhenathereten ein. Kurzum: es besteht Forschungsbedarf.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Erythraeo-Blackstonietum Oberd. 1957 - 3 - 3 Röhrichte
Anmerkung GefährdungNur Oberrheingraben, dort zumindest als gefährdet einzustufen.

 

KLA x   Potamogetonetea Klika in Novák et Klika 1941  
Anmerkung SyntaxonomieNach Schratt (1993) müßte die Klasse nicht "Potamogetonetea" sondern "Potametea" heißen, und zwar nicht aus Prioritätsgründen, sondern rein aus orthographischen Gründen. Entsprechendes gilt für die Ordnung, die Verbände und die Assoziationen. In Deutschland wird dieses Vorgehen - obwohl Code-gerecht - nahezu einhelig abgelehnt. Weber teilt hierzu mit: "Potamogetonetea - Potametea. - Nach dem derzeit auf dem Markt befindlichen Code (ed. 2), geht nur die Kurzform. Ich habe aber dafür gesorgt, dass in ed. 3 (erscheint hoffentlich noch 2000) wahlweise auch die Langform verwendet werden darf. Also können Sie nach Herzenslust entscheiden." Da die Umstellung auf die Kurzform keinerlei Vorteile hat, soll an dieser Stelle darauf verzichtet werden. Abgelehnt werden hier auch die Eigenständigkeit der "Potamogeton crispus-Gesellschaft" (= "Potamogetonetum crispi (Ass.-Gr.)"), der "Elodea canadensis-Gesellschaft" (= "Elodeetum canadensis Pignatti 1953") und der "Elodea nuttallii-Gesellschaft" (wohl meist Potamogetonion pectinati). Nicht anerkannt wird hier auch das "Ranunculetum circinati Sauer 1937": Hilbig meint zu dieser Gesellschaft": "vielleicht auch als Ranunculo circinati-Myriophylletum spicati (Tomasz. 69) Pass. 82 ins Potamion pectinati". Andere Mitarbeiter empfehlen ebenfalls eher Zuordnung zum Potamogetonion pectinati. Dierßen und Pätzold betonen, daß Ranunculus circinatus eher als Polykormon statt als Gesellschaftsbildner in verschiedenen Assoziationen der Verbände Potamogetonion und Nymphaeion wächst. Nicht gesondert dargestellt werden sollen "Potamogeton natans-Gesellschaft" und "Polygonum amphibium natans-Gesellschaft", beide zusammen von ostdeutschen Mitarbeitern als "Polygono-Potamogetonetum natantis Soó (27) 64" oder "Potameto-Polygonetum natantis Soó 1964" geführt. Schratt (1993) und Dierßen sehen in entsprechenden Beständen nicht näher zuordenbare artenarme Gesellschaften der Klasse, die laut Dierßen zur Basalgesellschaft der Klasse gerechnet werden sollten. Gefährdet sind diese Einheiten jedenfalls nicht. Insgesamt ist die hier vorgelegte Gliederung in viele Einart-Splittergesellschaften noch alles andere als befriedigend. Begrüßenswerte Ansätze zur Neugliederung der Klasse und zur Zusammenfassung der Splittergesellschaften liefern noch keine überegional befriedigenden Ergebnisse.
ORD x       Potamogetonetalia W. Koch 1926  
Anmerkung SyntaxonomieNicht aufgenommen wird das "Myriophylletum alterniflori Chouard 1924", das überwiegend hierher (bes. zum Callitriche hamulatae-Myriophylletum alterniflori), teilweise wohl auch zu den Littorelletea gehört.
VBD x           Ranunculion fluitantis Neuhäusl 1959  
Anmerkung SyntaxonomieEine Reihe von Gesellschaften lassen sich zwar regional fassen, haben aber keine nennenswerte Bedeutung für Deutschland bzw. die zugehörige Rote Liste: "Ranunculus trichophyllus-Ranunculion fluitantis-Gesellschaft" (von Wiegleb als "Ranunculus trichophyllus-Basalgesellschaft" als eigenständig anerkannt, sonst abgelehnt), "Callitriche platycarpa-Ranunculion fluitantis-Gesellschaft" (von Wolff als eigenständig akzeptiert, ebenso von Wiegleb unter dem Namen "Callitriche platycarpae-Basalgesellschaft", "Potamogeton crispus-Myriophyllum spicatum-Gesellschaft des Ranunculion fluitantis" und "Potamogeton pectinatus-Gesellschaft des Ranunculion fluitantis" (jeweils von Wolff aus der Pfalz erwähnt).
ZEH -                 Callitricho hamulatae-Ranunculetum fluitantis Oberd. 1957  

 

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Vorschlag ZEH - Callitricho hamulatae-Ranunculetum fluitantis Oberd. 1957   3 * - * Wasserpfla

 

ASS x                 Ranunculetum fluitantis (Allorge 1922) W. Koch 1926  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Ranunculetum fluitantis (Allorge 1922) W. Koch 1926 2 V - 3 Wasserpfla

 

ASS x                 Ranunculo trichophylli-Sietum erecto-submersi Th. Müller 1962  
Anmerkung SyntaxonomieDie Gesellschaft ist heftig umstritten; sie wird hier nur in der engeren Fassung akzeptiert. Wiegleb schreibt dazu: "Ranunculo trichophylli-Sietum erecto-submersi s.str. in Hartwässern des Berglandes mit spezifischen hydrochemischen und hydrologischen Bedingungen." Er lehnt die Synonymisierung von Beruletum submersae Roll 1939 und Ranunculo-Sietum erecti-submersi durch Schratt (1993) ab: "Das ist nicht das Gleiche ! = Fragmentarische Bestände von Berula und anderer verbreiteter Arten am Rand schmaler Flachlandgewässer". Dierßen gibt zu bedenken: "m.E. nicht als Assoziation zu führen. Eine taxonomisch befriedigende Abgrenzung von Submers-Formen von Berula existiert nicht. Die Abgrenzung gegenüber Röhrichten ist fließend. Vorschlag: Sparganium erectum-Berula erecta-Basalgesellschaft beim Glycerio-Sparganion (Phragmiti-Magnocaricetea). Wir sollten aufpassen, daß nicht der identische Bestand je nach Wasserstand zwischen verschiedenen Klassen wandert !" Aus im wesentlichen den gleichen Gründen lehnt auch Passarge die Assoziation als Überlagerungskomplex verschiedener Klassen ab. Remy (1993) diskutierte recht ausführlich die verschiedenen Ansätze zur Fassung und Gliederung der Gesellschaft. Er akzeptierte die Gesellschaft als "Ranunculo-Sietum erecti-submersi (Roll 1939) em. Th. Müller 1962" was nomenklatorisch nicht ganz korrekt ist. Wie Wiegleb schließt er die stark zu den Röhrichten vermittelnden Flachland-Bestände aus. Akzeptiert werden nur Bestände an Stellen mit weitgehend konstantem Wasserregime. Mit hier einbezogen wird auch das "Lemno-Callitrichetum cophocarpae (Mierwald 1988) Passarge 1992"; Dierßen bevorzugt Zuordnung zu einer "Ranunculus aquatilis-Basalgesellschaft".

 

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Bewertung im Workshop ASS   Ranunculo trichophylli-Sietum erecto-submersi Th. Müller 1962 V * - * Wasserpfla

 

ASS x                 Callitrichetum obtusangulae Seibert 1962  
Anmerkung SyntaxonomieDer Neophyt Elodea nuttallii ist vielfach in die Gesellschaft eingedrungen und prägt sie mit. Wolff stellt fest daher zu unserer Assoziation fest: "zumindest in der Pfalz "Elodea nuttallii-Callitriche obtusangula-Gesellschaft" (Wolff 1999); beide Arten ökologisch sehr ähnlich".

 

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Bewertung im Workshop ASS   Callitrichetum obtusangulae Seibert 1962 * * - * Wasserpfla

 

ASS +                 Callitricho hamulatae-Myriophylletum alterniflori (Steusloff 1939) Weber-Oldekop 1967  
Anmerkung SyntaxonomieDas Callitricho hamulatae-Myriophylletum alterniflori wird meist als Untereinheit eines weiter gefaßten Callitricho hamulatae-Ranunculetum fluitantis interpretiert. Der Workshop Wasserpflanzen beschloß hingegen, letztere Einheit zu streichen und das Callitricho hamulatae-Myriophylletum alterniflori als Assoziation zu akzeptieren.

 

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Bewertung im Workshop + Callitricho hamulatae-Myriophylletum alterniflori (Steusloff 1939) Weber-Oldekop 1967 3 * 3 Wasserpfla

 

ASS x                 Veronico beccabungae-Callitrichetum stagnalis Th. Müller 1962  
Anmerkung Syntaxonomie[[Frage an die Mitarbeiter: zu "Oberdorfer 1957" als Klammerautor erhielt ich widersprüchliche Meldungen; bitte um Klärung]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Bewertung im Workshop ASS   Veronico beccabungae-Callitrichetum stagnalis Th. Müller 1962 * * - * Wasserpfla

 

ASS x                 Potamogetonetum colorati Allorge 1922  
Anmerkung SyntaxonomieDierßen, Hinterlang und Pietsch sind übereinstimmend der Meinung, daß die "Potamogeton coloratus-Gesellschaft" besser als Assoziation "Potamogetonetum colorati Allorge 1922" zu fassen sei. Dem Schloß sich die Mehrheit des Workshops Wasserpflanzen an.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Potamogetonetum colorati Allorge 1922 1 2 - 1 Wasserpfla

 

ASS x                 Groenlandietum densae De Bolòs 1957  
Anmerkung Syntaxonomie[[Frage an die Mitarbeiter: Nach Wiegleb muß "(Oberd. 1957) Korneck 1962" als Autor der Gesellschaft gelten; was ist nach dem Code richtig ?]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Bewertung im Workshop ASS   Groenlandietum densae De Bolòs 1957 R 3 - 3 Wasserpfla

 

ASS x                 Ranunculetum hederacei Schnell 1939  
Anmerkung SyntaxonomieDie Gesellschaft wird des öfteren bei den Montio-Cardaminetea untergebracht. Flintrop / Nowak möchten sie hier ins "Stellario-Montietum" einbeziehen, Ellenberg (1973) empfahl die Einordnung beim Caricion remotae. Hinterlang und Dierßen bestehen allerdings darauf, daß sie nicht hierher, sondern zu den Potamogetonetea, und hier zum Ranunculion fluitantis gehört, einem Vorschlag, dem hier gefolgt werden soll. [[Im Workshop "Wasserpflanzen-Gesellschaften" wurde die Assoziation zwar bewertet, aber zu den Montio-Cardaminetea geschoben; der für jene Klasse zuständige Workshop "Röhrichte, Moore, lehnte die Aufnahme dieser Gesellschaft aber ab und möchte sie wieder zum Ranunculion fluitantis zurückschieben. Wohin damit ???????????]] [[Frage an die Mitarbeiter: was ist nach dem Code richtig: "Ranunculetum hederaceae (Tx. et Diemont 1936) Libbert 1940" oder "Ranunculetum hederacei Schnell 1939" ?]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Bewertung im Workshop ASS   Ranunculetum hederacei Schnell 1939 2 1 - 2 Wasserpfla

 

ASS x                 Sparganio emersi-Potamogetonetum pectinati Hilbig et Reichhoff 1971  
Anmerkung SyntaxonomieDie - umstrittene - Assoziation wird des öfteren unter "Sparganio-Potamogetonetum interrupti" geführt. Dieser Name ist in jedem Fall abzulehnen. Wiegleb begründet das damit, daß Potamogeton pectinatus var. interruptus eine Ökomorphose ohne taxonomischen Wert ist und daher nicht als Kenntaxon zur Verfügung stehen kann. Er empfiehlt die Benutzung der ursprünglichen Bezeichnung "Sparganio emersi-Potamogetonetum pectinati Hilbig 1971". Diese weit gefaßte Assoziation wird hier als kennartenlose (fast alle typischen Arten sind Fließwasserformen von Potamogetonion-Arten) Zentralassoziation unter Vorbehalt akzeptiert. Eingeschlossen werden "Sagittaria vallisneriifolia-Gesellschaft" und "Butometum vallisneriifolii".

 

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Bewertung im Workshop ASS   Sparganio emersi-Potamogetonetum pectinati Hilbig et Reichhoff 1971 * * - * Wasserpfla

 

ASS x                 Callitricho-Ranunculetum penicillati Dethioux et Noirfalise 1985  
Anmerkung SyntaxonomieDie Eigenständigkeit dieser Gesellschaft ist fraglich. Diverse Mitarbeiter möchten sie im "Callitricho hamulatae-Ranunculetum fluitantis Oberd. 1957" einschließen, zumal bei Vegetationsaufnahmen mitunter nicht zwischen Ranunculus fluitans und R. penicillatus unterschieden wurde. Letzten Endes geht es um die Frage, ob R. penicillatus als eigenständige Art haltbar ist.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Callitricho-Ranunculetum penicillati Dethioux et Noirfalise 1985 2 3 - 2 Wasserpfla

 

ASS x                 Potamogeton nodosus-Gesellschaft des Fließwassers   
Anmerkung SyntaxonomieDie Gesellschaft wird unter großem Vorbehalt akzeptiert. Passarge, Wolff und Wiegleb betonen die Eigenständigkeit einer "Potamogeton nodosus-Gesellschaft des Ranunculion fluitantis"; Wolff begründet das damit, daß es gegenüber dem Ranunculetum fluitantis nicht nur floristische Unterschiede gibt (was bei extrem artenarmen Fazies nicht viel zu sagen hat), sondern auch standörtliche. Wiegleb vermerkt allerdings, daß die überregional klar abgrenzbare Gesellschaft an der Arealgrenze, also im Gebiet, syntaxonomische Schwierigkeiten bereitet. Andere Mitarbeiter möchten entsprechende Bestände beim Ranunculetum fluitantis, beim Potamogetonetum perfoliati oder auch beim Nymphaeion einziehen. Zu letzterem bemerkt Hilbig: "als Potamogetonetum nodosi Segal (1964) 1965 zum Nymphaeion". Blümel (email 4.7.2000) lehnt die Abgrenzung gleich zweier Potamogeton nodosus-Gesellschaften ab.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Potamogeton nodosus-Gesellschaft des Fließwassers  2 3 - 3 Wasserpfla

 

VBD x           Potamogetonion pectinati (W. Koch 1926) Görs 1977  
Anmerkung SyntaxonomieNicht als Assoziation anerkannt wird hier das "Myriophylletum spicati Soó 1927". Hilbig formuliert: "entweder (wenn Schwimmblatt-Arten vorhanden, mit hoher Artmächtigkeit von Myriophyllum) zum Myriophyllo-Nupharetum oder (ohne diese) zum Ranunculo circinati-Myriophylletum spicati (zu Potamion)". Wolff, Wiegleb, von Drachenfels / Zacharias empfehlen, die artenarmen Myriophyllum-Bestände als ranglose Gesellschaft innerhalb des Verbandes zu führen. Als Kartierungseinheit (z.B. in Baggerseen) durchaus wichtig, ist diese "Myriophyllum spicatum-Gesellschaft" für die Übersichtsliste und für die Rote Liste (Bestände sicher nicht gefährdet) verzichtbar. Nicht als eigenständiges Syntaxon geführt werden soll hier auch das "Zannichellietum polycarpae Markgraf 1981", dessen synsystematische Eigenständigkeit und Zugehörigkeit (hierher oder zum Ruppion ?) keineswegs geklärt ist. Außerdem ist der sippentaxonomische Status von Zannichellia palustris ssp. polycarpa keineswegs gesichert. Gleiches gilt für das "Zannichellietum pedicellatae Nordhagen 1954 em. Pott 1992", das teilweise zum Zannichellietum palustris gerechnet wird, teilweise zu anderen Potamogetonion-Gesellschaften, teilweise zum Ruppion maritimae. Ebenfalls nicht als eigene Gesellschaft oder Assoziation geführt wird hier die Ceratophyllum demersum-Gesellschaft, die teilweise auch als "Ceratophylletum demersi" geführt wird. Einige Autoren und Mitarbeiter bringen sie beim Potamogetonion pectinati unter, Dierßen sieht hier einen Teil der Basalgesellschaft der Klasse Potamogetonetea und Hilbig vertritt die Auffassung: "als Ceratophylletum demersi (Soó 27) Hild 56. Zum Ceratophyllion demersi den Hartog et Segal 64 innerhalb der Hydrocharitetalia morsus-ranae Rübel 33, sind Wasserschweber !"
ASS x                 Potamogetonetum filiformis W. Koch 1928  
Anmerkung SyntaxonomieHier nur Kleinlaichkrautbestände ohne Potamogeton alpinus oder P. praelongus.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Potamogetonetum filiformis W. Koch 1928 1 2 1 2 Wasserpfla

 

ASS x                 Potamogetonetum alpini Podb. 1967  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Potamogetonetum alpini Podb. 1967 3 3 - 3 Wasserpfla

 

ASS x                 Najadetum intermediae Lang 1973  
Anmerkung SyntaxonomieWiegleb lehnt die Assoziation ab mit der Begründung "N. "intermedia" ist Ökomorphose von N. marina". Andere Mitarbeiter sehen das anders. Hier besteht also noch Klärungsbedarf.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Najadetum intermediae Lang 1973 3 2 - 2 Wasserpfla

 

ASS n                 Potamogetono-Zannichellietum palustris W. Koch 1926  
Anmerkung SyntaxonomieÄltester - und damit nomenklatorisch korrekter Name - der meist als "Zannichellietum palustris Lang 1967" bezeichneten Gesellschaft ist "Potamo-Zannichellietum palustris W. Koch 1926" bzw. "Potamogetono-Zannichellietum palustris W. Koch 1926".

 

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Bewertung im Workshop ASS   Potamogetono-Zannichellietum palustris W. Koch 1926 * * - * Wasserpfla

 

ASS x                 Potamogetonetum lucentis Hueck 1931  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Potamogetonetum lucentis Hueck 1931 V V - V Wasserpfla

 

ASS x                 Najadetum marinae Fukarek 1961  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Najadetum marinae Fukarek 1961 2 V - 3 Wasserpfla
Anmerkung Gefährdungam Oberrhein in Ausbreitung

 

ASS x                 Potamogetonetum trichoidis Freitag 1958  
Anmerkung Syntaxonomie[[Von unseren Mitarbeitern werden 4 verschiedene Autorenzitate angeboten - was ist denn nun nomenklatorisch korrekt: "Freitag et al. 1956", "Freitag et al. 1958" (nach Hilbig und dem Workshop Wasserpflanzengesellschaften das zutreffende Publikationsjahr !), "(Freitag et al. 1956) Tx. 1974" oder "J. & R. Tx. in R. Tx. 1965" (nach Wolff die erste gültige Publikation) ???]] Von den meisten Mitarbeitern (Ausnahme Dierßen, der hier eine Basalgesellschaft der Klasse sieht) akzeptierte Assoziation.
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Bewertung im Workshop ASS   Potamogetonetum trichoidis Freitag 1958 3 3 - 3 Wasserpfla

 

ASS x                 Potamogetonetum praelongi Sauer 1937  
Anmerkung SyntaxonomieDie meisten Mitarbeiter akzeptieren diese Assoziation; nur Wiegleb lehnt sie ab mit dem Hinweis: "Das Original ist eine Fazies des P. lacustris; aber P. praelongus tritt auch anderswo auf. Schwierig."

 

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Bewertung im Workshop ASS   Potamogetonetum praelongi Sauer 1937 1 2 R 2 Wasserpfla

 

ASS x                 Callitrichetum hermaphroditicae Looman 1985  
Anmerkung SyntaxonomieDierßen lehnt die Assoziation ab: "in verschiedenen Potamogetonion-Gesellschaften; Klassen-Kennart, keinem eigenen Vegetationstyp zuzuordnen; z.B. Potamogetono-Ranunculetum circinati". Die anderen Experten akzeptieren die Assoziation hingegen, wobei sie sich darin einig sind, daß sie zum Potamogetonion gehört. Hilbig empfiehlt: "als Lemno-Callitrichetum hermaphroditicae Cernokous et Husak 86 ex Pass. 92 zu Potamion".

 

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Bewertung im Workshop ASS   Callitrichetum hermaphroditicae Looman 1985 1 - - 1 Wasserpfla

 

ASS x                 Potamogeton perfoliatus-Gesellschaft   

 

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Bewertung im Workshop ASS   Potamogeton perfoliatus-Gesellschaft  V V - V Wasserpfla

 

ASS x                 Potamogeton pectinatus-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieDie Gesellschaft wird meistens anerkannt, vielfach auch als Assoziation ("Potamogetonetum pectinati Carst. 1955"). Nur Dierßen lehnt sie gänzlich ab: "Basalgesellschaft der Klasse; nicht aufnehmen".

 

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Bewertung im Workshop ASS   Potamogeton pectinatus-Gesellschaft  * * - * Wasserpfla

 

ASS x                 Potamogeton obtusifolius-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieHier als ranglose Gesellschaft innerhalb des Potamogetonion-Verbandes geführt. Dierßen empfiehlt Zuordnung zur Basalgesellschaft der Klasse, Schubert und Hilbig hingegen empfehlen Fassung als Assoziation "Potamogetonetum obtusifolii (Sauer 1937) Neuhäusl 1959"

 

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Bewertung im Workshop ASS   Potamogeton obtusifolius-Gesellschaft  V 3 - 3 Wasserpfla

 

ASS x                 Potamogeton acutifolius-Gesellschaft   
Anmerkung Syntaxonomiehier als ranglose Gesellschaft (sensu Herre 1985) geführt. Dierßen empfiehlt Einbeziehung in Basalgesellschaft des Verbandes, etliche andere Mitarbeiter akzeptieren eine Assoziation (mit verschiedenen Namen und verschiedenen Autoren).

 

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Bewertung im Workshop ASS   Potamogeton acutifolius-Gesellschaft  3 2 - 3 Wasserpfla

 

ASS x                 Potamogeton compressus-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieHier, in Übereinstimmung mit etlichen Mitarbeitern, als ranglose Gesellschaft geführt. Dierßen empfiehlt Einbeziehung in Basalgesellschaft des Verbandes, Pietsch befürwortet die Fassung als Assoziation ("Potamogetonetum compressi Tomaszewicz 1979").

 

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Bewertung im Workshop ASS   Potamogeton compressus-Gesellschaft  3 2 - 3 Wasserpfla

 

ASS x                 Ceratophyllum submersum-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieMit Ausnahme von Dierßen, der die Gesellschaft in die Basalgesellschaft der Klasse Potamogetonetea einbeziehen möchte, akzeptieren oder betonen alle anderen Mitarbeiter die Selbständigkeit der Gesellschaft, wobei nur offen bleibt, ob von einer ranglosen Gesellschaft im Potamogetonion-Verband (nach Wolff "eigenständige Gesellschaft unbelasteten Wassers über Tonschlamm") oder von einer eigenen Assoziation (so Schubert, Hilbig, Pietsch) auszugehen ist. Letztere möchte Hilbig nicht ins Potamogetonion stellen sondern er schreibt: "Sind Wasserschweber, zu Ceratophyllion demersi - Hydrocharitetalia morsus-ranae".

 

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Bewertung im Workshop ASS   Ceratophyllum submersum-Gesellschaft  2 2 - 2 Wasserpfla

 

ASS x                 Potamogeton friesii-Gesellschaft   

 

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Bewertung im Workshop ASS   Potamogeton friesii-Gesellschaft  V V - V Wasserpfla

 

ASS x                 Potamogeton rutilus-Gesellschaft   

 

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Bewertung im Workshop ASS   Potamogeton rutilus-Gesellschaft  D 1 - 1 Wasserpfla

 

ASS x                 Potamogeton gramineus-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieDas "Potamogetonetum panormitano-graminei" wird überwiegend abgelehnt. Das hängt mit verschiedenen Dingen zusammen. Zum einen gibt es in Deutschland vielfach reine Potampogeton gramineus-Bestände (die oftmals als "Potamogeto gramineus-Gesellschaft" oder "Potamogetonetum graminei" geführt werden), zum anderen sind "Potamogeton panormitanus" und "P. berchtoldii" wahrscheinlich nichts anderes als Ökomorphosen von P. pusillus, so daß sie nicht als Kenntaxa von Assoziationen geführt werden können. Bis zu einer befriedigenderen Lösung wird hier nur zwischen zwei ranglosen Gesellschaften (Potamogeton gramineus-Gesellschaft und Potamoteton pusillus-Gesellschaft) unterschieden.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Potamogeton gramineus-Gesellschaft  2 2 - 2 Wasserpfla

 

ASS x                 Potamogeton pusillus-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieHier excl. Potamogeton berchtoldii-Gesellschaft Das "Potamogetonetum panormitano-graminei" wird überwiegend abgelehnt. Das hängt mit verschiedenen Dingen zusammen. Zum einen gibt es in Deutschland vielfach reine Potampogeton gramineus-Bestände (die oftmals als "Potamogeto gramineus-Gesellschaft" oder "Potamogetonetum graminei" geführt werden), zum anderen sind "Potamogeton panormitanus" und "P. berchtoldii" wahrscheinlich nichts anderes als Ökomorphosen von P. pusillus, so daß sie nicht als Kenntaxa von Assoziationen geführt werden können. Bis zu einer befriedigenderen Lösung wird hier nur zwischen zwei ranglosen Gesellschaften (Potamogeton gramineus-Gesellschaft und Potamoteton pusillus-Gesellschaft) unterschieden.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Potamogeton pusillus-Gesellschaft  D D - D Wasserpfla

 

ASS +                    
Anmerkung SyntaxonomieHier getrennt bewertet, eventuell besser in die Potamogeton pusillus-Gesellschaft einzubeziehen.

 

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Bewertung im Workshop +   D D - D Wasserpfla

 

ASS +                 Ceratophyllum submersum-Gesellschaft   

 

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Bewertung im Workshop + Ceratophyllum submersum-Gesellschaft  * * - * Wasserpfla

 

ASS +                 Elodea nuttallii-Gesellschaft   

 

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Bewertung im Workshop + Elodea nuttallii-Gesellschaft  * * - * Wasserpfla

 

ASS +                 Potamogeton zizii-Gesellschaft   

 

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Bewertung im Workshop + Potamogeton zizii-Gesellschaft  2 3 - 2 Wasserpfla

 

VBD x           Nymphaeion albae Oberd. 1957  
Anmerkung SyntaxonomieNicht als eigenständige Gesellschaft anerkannt wird hier die "Hippuris vulgaris-Gesellschaft (des Nymphaeion albae)" ( = "Hippuris vulgaris mod. fluviatilis-Gesellschaft (Görs 1973)". Entsprechende Bestände lassen sich entweder dem Hippuridetum (Phragmito-Magnocaricetea) zuordnen oder aber als Polykormon innerhalb anderer Potamogetonetalia-Gesellschaften werten. Zwar zumindest regional als Gesellschaft faßbar sind die von Wolff für das Saarland und die Pfalz angeführten Einheiten "Potamogeton nodosus-Gesellschaft des Nymphaeion albae" und "Callitriche platycarpae-Gesellschaft des Nymphaeion albae". Für die Bundesliste können diese Einheiten aber entfallen.
ASS x                 Myriophyllo-Nupharetum Koch 1926  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Myriophyllo-Nupharetum Koch 1926 * * - * Wasserpfla

 

ASS x                 Nymphoidetum peltatae Bellot 1951 nom. mutat. propos.  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Nymphoidetum peltatae Bellot 1951 nom. mutat. propos. 2 3 - 3 Wasserpfla

 

ASS x                 Trapetum natantis Th. Müller et Görs 1960  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Trapetum natantis Th. Müller et Görs 1960 2 2 - 2 Wasserpfla

 

ASS x                 Potamogetono-Nymphaeetum candidae Hejný 1948  
Anmerkung SyntaxonomieNach Dierßen lautet der korrekte Name "Potamogetono-Nymphaeetum candidae Hejný 1948". Es wäre hiere zu überlegen, ob der einzige gebräuchliche Name "Nymphaeetum albo-candidae (Hejný 1950) Passarge 1957" nicht als nomen conservandum vorgeschlagen werden sollte.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Potamogetono-Nymphaeetum candidae Hejný 1948 3 1 - 2 Wasserpfla

 

ASS x                 Nymphaeetum minoris Vollmar 1947  
Anmerkung SyntaxonomieDie Gesellschaft ist äußerst umstritten, was mit dem nach wie vor unklaren Status von "Nymphaea alba var. minor" zusammenhängt.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Nymphaeetum minoris Vollmar 1947 2 2 - 2 Wasserpfla

 

ASS x                 Nupharetum pumilae Oberd. 1957 ex Th. Müller et Görs 1960  
Anmerkung SyntaxonomieDierßen meint: "zum Potamogetono-Nymphaeetum candidae, nicht eigener Typ "; die anderen Mitarbeiter akzeptieren hingegen die Assoziation.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Nupharetum pumilae Oberd. 1957 ex Th. Müller et Görs 1960 1 1 - 1 Wasserpfla

 

ASS +                 Potamogeton nodosus-Gesellschaft des Stillwassers   

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop + Potamogeton nodosus-Gesellschaft des Stillwassers  - * - * Wasserpfla

 

ASS +                 Potamogeton natans-Gesellschaft   

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop + Potamogeton natans-Gesellschaft  * V * * Wasserpfla

 

ASS +                 Polygonum amphibium-Bestände   

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop + Polygonum amphibium-Bestände  * V - * Wasserpfla

 

ASS +                 Hippuris vulgaris-Gesellschaft   

 

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Bewertung im Workshop + Hippuris vulgaris-Gesellschaft  1 3 - 3 Wasserpfla

 

VBD x           Ranunculion aquatilis Passarge 1964  
ASS n                 Ranunculetum aquatilis Sauer 1945  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Ranunculetum aquatilis Sauer 1945 3 3 - 3 Wasserpfla

 

ASS x                 Ranunculetum peltati (Segal 1965) Weber-Oldecop 1969  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Ranunculetum peltati (Segal 1965) Weber-Oldecop 1969 3 3 - 3 Wasserpfla

 

ASS x                 Hottonietum palustris Tx. 1937  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Hottonietum palustris Tx. 1937 3 3 - 3 Wasserpfla
Anmerkung GefährdungNach Scheuerer (email 3.7.2000): "Im Bergland wesentlich seltener als im Flachland und stark rückläufig: RL 2."
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ASS x                 Ranunculetum baudotii Hocquette 1927  
Anmerkung SyntaxonomieDie Gesellschaft wird hier nur unter Vorbehalt akzeptiert, da der taxonomische Status binnenländischer "Ranunculus baudotii"-Formen noch keineswegs geklärt ist. Mit Passarge (1996) wird die Gesellschaft - wieder unter Vorbehalt - zum Ranunculion aquatilis gestellt.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Ranunculetum baudotii Hocquette 1927 V - - V Wasserpfla

 

VBD -   Ruppietea J. Tx. 1960  
ORD -       Ruppietalia J. Tx. 1960  
VBD s           Ruppion maritimae Br.-Bl. 1931  
Anmerkung SyntaxonomieWährend viele Autoren die Klasse Ruppietea und die Ordnung Ruppietalia akzeptieren, empfiehlt Dierßen, deren einzigen Verband im Gebiet (Ruppion maritimae), den Potamogetonetalia zuzuordnen. Diesem Vorschlag folgten auch die Mitarbeiter des Workshop Salzpflanzen, so daß er hier umgesetzt werden soll.
ASS x                 Ruppietum maritimae Hocquette 1927  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Ruppietum maritimae Hocquette 1927 2 1 - 2 Salzpflanz

 

ASS x                 Ruppietum cirrhosae Iversen 1934  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Ruppietum cirrhosae Iversen 1934 3 - - 3 Salzpflanz

 

ASS x                 Eleocharitetum parvulae (Christiansen 1933) Gillner 1960  
Anmerkung Syntaxonomie[[Autoren: (Christiansen 1933) Libbert 1940 ?? oder (Libb. 1940) Gilln. 1960 ??]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Bewertung im Workshop ASS   Eleocharitetum parvulae (Christiansen 1933) Gillner 1960 1 - - 1 Salzpflanz
Anmerkung Gefährdunggefördert durch leichte Störung

 

ASS x                 Tolypelletum nidificae Kornas 1959  
Anmerkung SyntaxonomieVon Dierßen (als "Tolypelletum nidificae Kornas 1959") und Pietsch (als "Charo-Tolypelletum nidificae Kornas 1959") in den Ruppion maritimae-Verband gestellt. Pott (1995) oder auch Vahle bevorzugen die Zuordnung zu den Charetea fragilis und dort zum (umstrittenen) Verband Charion canescentis. [[was ist nach dem ICPN richtig: mit oder ohne "Charo" ?]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Tolypelletum nidificae Kornas 1959 2 - - 2 Salzpflanz
Anmerkung GefährdungEinstufung etwas unsicher, eventuell Kategorie 1.

 

KLA x   Utricularietea intermedio-minoris Den Hartog et Segal 1964  
Anmerkung SyntaxonomieHier im Sinne der Emendierung durch Pietsch (1965). Die Klasse wird meist akzeptiert, ist aber keineswegs unangefochten. Koska lehnt sie nach seinem Tabellenmaterial aus Mecklenburg-Vorpommern ganz ab: "Utricularietea intermedio-minoris Den Hartog et Segal 1964 em. Pietsch 1965: Die ganze Klasse wird für M-V (s. auch Vegetatie van Nederland) abgelehnt und in die Scheuchzerio-Caricetea fuscae aufgelöst, weil die fraglichen Wasserschläuche und Moose (z.B. Scorpidium) als Ch.A. unhaltbar sind denn sie kommen erstens mit hoher Stetigkeit in unzweifelhaften Gesellschaften der Scheuchzerio-Caricetea fuscae vor, zweitens wurde früher auch sehr flache Schlenken separat aufgenommen, wodurch der natürliche Komplex von Bulten und Schlenken in Mooren künstlich zerrissen wird (heute nicht mehr allgemein üblich), und drittens ist bekannt, daß die fraglichen Arten in tieferem Wasser kaum noch vorkommen, also an Flachwasser- und Schlenkenstandorte gebunden sind, die in den Moorklassen unterkommen."
ORD x       Utricularietalia intermedio-minoris Pietsch 1965  
Anmerkung SyntaxonomiePietsch (1965) untergliedert die Ordnung in 2 Verbände, wobei das Sphagno-Utricularion Th. Müller et Görs 1960 em. Pietsch 1965 bei ihm die sauren, das Scorpidio-Utricularion Pietsch 1965 die neutralen bis alkalischen Bereiche besiedelt. Wallnöfer (1993) unterstützt diese Gliederung, die hier, trotz Mangel an guten Kennarten, übernommen werden soll.
VBD x           Scorpidio-Utricularion minoris Pietsch 1965  
Anmerkung SyntaxonomiePietsch (1965) untergliedert die Ordnung Utricularietalia in 2 Verbände, wobei das Sphagno-Utricularion Th. Müller et Görs 1960 em. Pietsch 1965 bei ihm die sauren, das Scorpidio-Utricularion Pietsch 1965 die neutralen bis alkalischen Bereiche besiedelt. Wallnöfer (1993) unterstützt diese Gliederung, die hier, trotz Mangel an guten Kennarten, übernommen werden soll.
ASS x                 Scorpidio-Utricularietum intermediae Ilschner ex Müller et Görs 1960  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Scorpidio-Utricularietum intermediae Ilschner ex Müller et Görs 1960 3 2 V 2 Wasserpfla
Anmerkung Gefährdung[bitte prüfen: Gesamtbewertung 2 ?]

 

VBD x           Sphagno-Utricularion Th. Müller et Görs 1960  
Anmerkung SyntaxonomiePietsch (1965) untergliedert die Ordnung Utricularietalia in 2 Verbände, wobei das Sphagno-Utricularion Th. Müller et Görs 1960 em. Pietsch 1965 bei ihm die sauren, das Scorpidio-Utricularion Pietsch 1965 die neutralen bis alkalischen Bereiche besiedelt. Wallnöfer (1993) unterstützt diese Gliederung, die hier, trotz Mangel an guten Kennarten, übernommen werden soll.
ASS +                 Utricularietum ochroleucae Pietsch (1963) 2000  

 

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Bewertung im Workshop + Utricularietum ochroleucae Pietsch (1963) 2000 3 R - 2 Wasserpfla
Anmerkung GefährdungLectotypus aus Pietsch (1963) ist noch auszuwählen, außerdem muß auf Homonymie hin geprüft werden, sowie auf eventuell doch schon anderweitig erfolgte gültige Beschreibung.

 

ASS x                 Sphagno-Utricularietum stygiae (Schumacher 1937) Oberd. 1957 crr. Dierßen 1996  
Anmerkung SyntaxonomieDie Beschreibung des "Sphagno-Utricularietum ochroleucae (Schumacher 1937) Oberd. 1957" beruhte nicht auf Utricularia ochroleuca, sondern auf U.stygia, was Dierßen (1996) auch in bezug auf die Assoziation korrigierte. Daneben gibt es aber auch noch eine Gesellschaft mit Kennart U.ochroleuca, die neu zu benennen ist.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Sphagno-Utricularietum stygiae (Schumacher 1937) Oberd. 1957 crr. Dierßen 1996 1 2 - 2 Wasserpfla

 

ASS x                 Sparganio minimi-Utricularietum intermedii Tx. 1937  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Sparganio minimi-Utricularietum intermedii Tx. 1937 3 2 3 2 Wasserpfla

 

ASS x                 Sphagno denticulati-Sparganietum angustifolii Tx. 1937 nom. invers. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieNicht allgemein akzeptierte Assoziation. Wiegleb kritisiert: "Die Ordnung dieser Übergangsgesellschaften (Potamion - Littorellion - Agropyro-Rumicion) gefällt mir nicht. Kann ich deshalb nicht beurteilen, da ich eine andere Wahrnehmung habe." Er möchte hier von einer ranglosen Sparganium minimum-Gesellschaft sprechen. Mit einbezogen wurde hier die "Sparganium angustifolium-Gesellschaft", die teilweise aber sicher auch in andere Klassen gehört. Pietsch schreibt zu dieser "Sparganium angustifolium-Gesellschaft": "a) artenarme Dominanzbestände der Lobelia-Seen gehören zum Lobelio-Isoëtion; b) charakteristische Art innerhalb der Juncetalia bulbosi und Juncion bulbosi (Segal 1964) Pietsch 1973" Dierßen empfiehlt: "zu Sphagno denticul.-Sparganietum angustifol. --> Utricularietea"

 

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Bewertung im Workshop ASS   Sphagno denticulati-Sparganietum angustifolii Tx. 1937 nom. invers. propos. 2 - - 2 Wasserpfla

 

ASS +                 Sparganium angustifolium-Gesellschaft   

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop + Sparganium angustifolium-Gesellschaft  1 1 - 1 Wasserpfla

 

ASS +                 Sphagno-Utricularietum minoris Fialkowski 1966  

 

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Bewertung im Workshop + Sphagno-Utricularietum minoris Fialkowski 1966 3 3 - 3 Wasserpfla

 

KLA x   Littorelletea Br.-Bl. et Tx. ex Westhoff, Dijk et Paschier 1946  
Anmerkung SyntaxonomiePietsch gibt aus Ostdeutschland eine Reihe von Regionalgesellschaften an, die nach der "ostdeutschen Schule" gebildet sind, keine Kennarten haben und hier nicht einzeln dargestellt werden sollen (Junco bulbosi-Myriophylletum heterophylli Pietsch 1989, Charito-Myriophylletum alterniflorae (Fijalkowski 1959) Pietsch 1984, Junco bulbosi-Potametum polygonifolii (Allorge 1921) Pietsch 1986, Ranunculo-Juncetum bulbosi Oberd. 1957, Sphagno-Juncetum bulbosi Großer 1960). Besonders kontrovers diskutiert wird die "Myriophyllum alterniflorum-Gesellschaft", unter der jeder offensichtlich etwas ganz anderes versteht, und die deshalb hier ganz weggelassen wird. Die "Ranunculus reptans-Odontites rubra-Gesellschaft"wird nahezu einhellig abgelehnt und dabei meist als Überlagerungsstadium von Littorelletea und Potentillion reptans interpretiert. Walentowski et al. (1992) hatten diese Gesellschaft zu den Littorelletea gestellt und sie für die Umgebung von Berchtesgaden angeführt. Zu den Klassenfragmenten gestellt und nicht getrennt bewertet werden die "Juncus bulbosus-Gesellschaft" (im Bereich extrem saurer Braunkohlengewässer mitunter gesellschaftsbildend) und die "Apium inundatum-Gesellschaft".
ZEH -                 Ranunculetum ololeuci Weber 1988  
Anmerkung SyntaxonomieDie Gesellschaft ist umstritten und wird hier gänzlich gestrichen. Dierßen lehnte sie ab und begründete: "Dominanzbestände einer seltenen Art, nicht aufnehmen, nicht R.L.".

 

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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ZEH - Ranunculetum ololeuci Weber 1988   1 0 - 1 Röhrichte

 

ASS +                 Littorella uniflora-Gesellschaft   

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop + Littorella uniflora-Gesellschaft  3 2 - 2 Röhrichte

 

ASS +                 Juncus bulbosus-Gesellschaft   

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop + Juncus bulbosus-Gesellschaft  ** ** - ** Röhrichte

 

ASS +                 Potamogeton polygonifolius-Gesellschaft   

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop + Potamogeton polygonifolius-Gesellschaft  3 2 - 3 Röhrichte

 

ORD x       Littorelletalia W. Koch 1926  
VBD x           Deschampsion littoralis Oberd. et Dierßen in Dierßen 1975  
ASS x                 Deschampsietum rhenanae Oberd. 1957 ex Th. Müller et Görs 1960  
Anmerkung SyntaxonomieDie Assoziation heißt Deschampsietum rhenanae. In Bezug auf den Autor gibt es allerdings unterschiedliche Auffassungen darüber, ob die Originaldiagnose von Oberdorfer (1957) ausreichend ist oder nicht.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Deschampsietum rhenanae Oberd. 1957 ex Th. Müller et Görs 1960 - 1 - 1 Röhrichte

 

VBD x           Littorellion uniflorae W. Koch 1926  
Anmerkung SyntaxonomieNach Dierßen Teil des Littorellion.
ASS n                 Isoëtetum echinosporae W. Koch 1926  
Anmerkung SyntaxonomieHier einbezogen wird die "Isoëtes lacustris-Gesellschaft" (tiefgelegene Bestände ohne Lobelia).

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Isoëtetum echinosporae W. Koch 1926 0 1 - 1 Röhrichte

 

ASS x                 Isoëto-Lobelietum Tx. 1937  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Isoëto-Lobelietum Tx. 1937 1 - - 1 Röhrichte

 

VBD x           Eleocharition acicularis Pietsch 1967  
ASS x                 Littorello-Eleocharitetum acicularis Jouanne 1925  
Anmerkung Syntaxonomie[[Frage: wieso wird der von Pietsch vorgeschlagene älteste Name "Littorello-Eleocharitetum acicularis Chouard 1924" abgelehnt ???]] Trotz erheblicher Bedenken wird die seltene, und im Vergleich zu den Littorella-freien Eleocharis-Beständen wesentlich stärker gefährdete "Littorella uniflora-Gesellschaft" hier mit einbezogen. Die "Eleocharis acicularis-Alisma gramineum-Assoziation (Kallen 1994)" wird als Überlagerung dieser Gesellschaft mit Röhrichten interpretiert.
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Littorello-Eleocharitetum acicularis Jouanne 1925 3 3 - 3 Röhrichte

 

VBD x           Hydrocotylo-Baldellion Tx. et Dierßen in Dierßen 1972  
ASS x                 Eleocharitetum multicaulis (Allorge 1922) Tx. 1937  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Eleocharitetum multicaulis (Allorge 1922) Tx. 1937 2 1 - 2 Röhrichte

 

ZEH x                 Carici-Deschampsietum setaceae Pietsch 1964  
Anmerkung SyntaxonomieEine Gesellschaft, über die fast nichts bekannt ist, und die hier nur mit großem Vorbehalt angeführt werden soll. In Übereinstimmung mit einem Beschluß des Workshops "Röhrichte, Moore" wird sie als untergeordnete Einheit zum Eleocharitetum multicaulis gestellt. Illig & Klemm (1985) schrieben über sie: "Borstenschmielen-Rasen (Carici-Deschampsietum setaceae Pietsch 64) !! Die sehr seltene Gesellschaft besiedelt den verlandenden Inundationsbereich von Heideseen und Fischteichen auf fein- bis mittelsandigen, nährstoff- und humusarmen, sauren Böden. Verschiedentlich sind Reinbestände der atlantisch verbreiteten Borsten-Schmiele (Deschampsia setacea) ausgebildet, die nur noch für kurze Zeit im Jahr überflutet werden. Mitte der 60er Jahre galt die Gesellschaft in der Lausitz bereits als ausgestorben. Später stellte sich heraus, daß sie meist übersehen worden war. Die Hauptverbreitung liegt in der Umgebung von Ruhland. Deschampsia setacea bildet zusammen mit Knollenbinse (Juncus bulbosus), Brennendem hahnenfuß (Ranunculus flammula), Vielstengeliger Sumpfsimse (Eleocharis multicaulis) und vereinzelt auch Strandling (Littorella uniflora) eine charakteristische Vegetation, die im NSG Sorgenteich seit vielen Jahren zu beobachten ist. Neuerdings tritt die Gesellschaft auch als Rohbodenpionier im Uferbereich von Bergbaugewässern auf. Vorkommen innerhalb von Heidemoorkomplexen, wie sie für W- und NW-Europa typisch sind, konnten dagegen bisher noch nicht beobachtet werden. Es handelt sich bei den Vorkommen um die einzigen innerhalb der DDR, die aber zugleich stark gefährdet sind."

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Carici-Deschampsietum setaceae Pietsch 1964 2 - - 2 Röhrichte

 

ASS n                 Pilularietum globuliferae Th. Müller et Görs 1960  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Pilularietum globuliferae Th. Müller et Görs 1960 2 2 - 2 Röhrichte

 

ASS -                 Hyperico-Potamogetonetum polygonifolii Br.-Bl. et Tx. 1952  
Anmerkung SyntaxonomieDierßen schlägt vor, das Scirpetum fluitantis in das Hyperico-Potamogetonetum polygonifolii einzubeziehen. Andere möchten die Assoziation getrennt lassen. Wiegleb schließlich empfiehlt, das Scirpetum fluitantis ganz aus den Littorelletea zu entfernen und den Potam(ogeton)etea zu unterstellen. Jedenfalls besteht hier noch Klärungsbedarf.

 

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Vorschlag ASS - Hyperico-Potamogetonetum polygonifolii Br.-Bl. et Tx. 1952   3 3 - 3 Röhrichte

 

ASS x                 Samolo-Littorelletum Westhoff 1943  
Anmerkung SyntaxonomieNach Täuber gehören hierher auch die meisten Aufnahmen des als Assoziation der Isoeto-Nanojuncetea publizierten Samolo-Cyperetum fusci Müller-Stoll et Pietsch 1985.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Samolo-Littorelletum Westhoff 1943 1 - - 1 Röhrichte

 

ASS x                 Scirpetum fluitantis Allorge 1922  
Anmerkung SyntaxonomieVom Workshop "Röhrichte, Moore" als Assoziation innerhalb der Littorelletea akzeptiert mit dem Vermerk "incl. Hypericum elodes-Bestände ohne Eleocharis multicaulis". Dierßen schlägt vor, das Scirpetum fluitantis in das Hyperico-Potamogetonetum polygonifolii einzubeziehen. Andere möchten die Assoziation getrennt lassen. Wiegleb schließlich empfiehlt, das Scirpetum fluitantis ganz aus den Littorelletea zu entfernen und den Potam(ogeton)etea zu unterstellen. Jedenfalls besteht hier noch Klärungsbedarf.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Scirpetum fluitantis Allorge 1922 2 - - 2 Röhrichte

 

ASS +                 Apium inundatum-Peplis portula-Gesellschaft   

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop + Apium inundatum-Peplis portula-Gesellschaft  2 - - 2 Röhrichte

 

KLA x   Phragmito-Magnocaricetea Klika in Klika et Novák 1941  
Anmerkung SyntaxonomieNicht als überregional bedeutsame eigenständige Syntaxa bewertet werden hier die "Veronica comosa-Gesellschaft" (sensu Seibert 1962), die Alisma lanceolatum-Gesellschaft"(sensu Christiansen 1954; = "Alismetum lanceolati Zahlheimer 1979"), die "Alisma plantago-aquatica-Gesellschaft" (= "Alopecuro-Alismetum plantagini-aquaticae Bolbrinker 1984") und die "Alisma gramineum-Gesellschaft".
ORD x       Phragmitetalia australis W. Koch 1926  
VBD x           Phragmition australis W. Koch 1926  
ASS +                 Schoenoplecto-Phragmitetum W. Koch 1926 nom. mutat. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieDie Zusammenfassung des Teichbinsen-Röhrichts mit Schilfröhrichten und Rohrkolbenröhrichten zu einem "Schoenoplecto-Phragmitetum" wurde von den meisten Mitarbeitern abgelehnt, dann aber doch mehrheitlich im Workshop "Röhrichte, Moore" beschlossen. Die oft monodominanten Bestände der einzelnen Arten werden als Untereinheiten getrennt bewertet.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop + Schoenoplecto-Phragmitetum W. Koch 1926 nom. mutat. propos. V V V V Röhrichte
Anmerkung Gefährdung[[V für Alpen prüfen !!!]]
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ZEH s                 Scirpetum lacustris Chouard 1924  
Anmerkung SyntaxonomieDie Zusammenfassung des Teichbinsen-Röhrichts mit Schilfröhrichten und Rohrkolbenröhrichten zu einem "Schoenoplecto-Phragmitetum" wurde von den meisten Mitarbeitern abgelehnt, dann aber doch mehrheitlich im Workshop "Röhrichte, Moore" beschlossen. Die oft monodominanten Bestände der einzelnen Arten werden als Untereinheiten getrennt bewertet.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Scirpetum lacustris Chouard 1924 V V - V Röhrichte

 

ZEH s                 Phragmitetum australis Schmale 1939  
Anmerkung SyntaxonomieDie Zusammenfassung des Teichbinsen-Röhrichts mit Schilfröhrichten und Rohrkolbenröhrichten zu einem "Schoenoplecto-Phragmitetum" wurde von den meisten Mitarbeitern abgelehnt, dann aber doch mehrheitlich im Workshop "Röhrichte, Moore" beschlossen. Die oft monodominanten Bestände der einzelnen Arten werden als Untereinheiten getrennt bewertet.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Phragmitetum australis Schmale 1939 V V V V Röhrichte
Anmerkung Gefährdungvon Drachenfels / Zacharias erläutern am Beispiel von Niedersachsen: "Regional deutliche Rückgänge, bei Einbeziehung von Grabenröhrichten aber als Vegetationstyp noch nicht gefährdet (?)" Große, flächige, noch nicht entwässerte Schilfröhrichte haben Kategorie 3. Nach Quinger in den Alpen Kategorie 1. [[bitte Workshop-Ergebnis Kategorie V für Alpen prüfen !!!]]
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ZEH s                 Typhetum angustifoliae (Allorge 1922) Pignatti 1953  
Anmerkung SyntaxonomieDie Zusammenfassung des Teichbinsen-Röhrichts mit Schilfröhrichten und Rohrkolbenröhrichten zu einem "Schoenoplecto-Phragmitetum" wurde von den meisten Mitarbeitern abgelehnt, dann aber doch mehrheitlich im Workshop "Röhrichte, Moore" beschlossen. Die oft monodominanten Bestände der einzelnen Arten werden als Untereinheiten getrennt bewertet.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Typhetum angustifoliae (Allorge 1922) Pignatti 1953 * 3 - V Röhrichte
Anmerkung GefährdungZumindest regional gefährdet. Flintrop / Nowak kommentieren: "Primäre, natürliche Bestände haben Gefährdungsgrad "3" !"

 

ZEH s                 Typhetum latifoliae (Soó 1927) Nowinski 1930  
Anmerkung SyntaxonomieDie Zusammenfassung des Teichbinsen-Röhrichts mit Schilfröhrichten und Rohrkolbenröhrichten zu einem "Schoenoplecto-Phragmitetum" wurde von den meisten Mitarbeitern abgelehnt, dann aber doch mehrheitlich im Workshop "Röhrichte, Moore" beschlossen. Die oft monodominanten Bestände der einzelnen Arten werden als Untereinheiten getrennt bewertet.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Typhetum latifoliae (Soó 1927) Nowinski 1930 ** ** - ** Röhrichte

 

ASS x                 Glycerietum maximae Hueck 1931  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Glycerietum maximae Hueck 1931 ** ** - ** Röhrichte

 

ASS x                 Glycerio-Sparganietum neglecti Br.-Bl. 1925  
Anmerkung SyntaxonomieHier im Sinne der Emendierung durch Philippi (1973).

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Glycerio-Sparganietum neglecti Br.-Bl. 1925 * * - * Röhrichte
Anmerkung GefährdungNach Zahlheimer in Bayern: "Rückgangstendenz infolge Extensivierung der Gewässerunterhaltung"

 

ASS n                 Sparganietum erecti Roll 1938  
Anmerkung SyntaxonomieHier verwendet in der emendierten Form von Philippi (1973).

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Sparganietum erecti Roll 1938 * * - * Röhrichte

 

ASS x                 Acoretum calami Schulz 1941  
Anmerkung SyntaxonomieDie Assoziation wird allgemein akzeptiert, Nowak / Flintrop lehnen sie allerdings ab mit der Begründung: "keine einheitliche Gesellschaft, Ausbildung jeweils verschiedener Phragmition-Gesellschaften"

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Acoretum calami Schulz 1941 * V - * Röhrichte
Anmerkung GefährdungZwar relativ selten und regional gefährdet, überregional aber noch nicht; Zahlheimer notiert: "Ausfall von Altwasser-Vorkommen infolge Donauausbau".

 

ASS x                 Cicuto-Caricetum pseudocyperi Boer et Sissingh in Boer 1942  
Anmerkung SyntaxonomieBettinger möchte für das Saarland besser von einer "Carex pseudocyperus-Gesellschaft" sprechen, da Cicuta virosa dort seit langem verschollen ist.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Cicuto-Caricetum pseudocyperi Boer et Sissingh in Boer 1942 3 3 - 3 Röhrichte

 

ASS x                 Butometum umbellati Konczak 1968  
Anmerkung SyntaxonomieNowak / Flintrop sehen in der Gesellschaft eine "Ausbildung des Sagittario-Sparganietum emersi"; alle anderen Mitarbeiter akzeptieren sie hingegen als eigenständig

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Butometum umbellati Konczak 1968 V * - * Röhrichte
Anmerkung GefährdungDonaugebiet Gefährdungskategorie 3. Auch sonst im Bergland vielfach gefährdet, in der Oberrheinebene aber mit Sicherheit ungefährdet (Rademacher). Nach von Drachenfels / Zacharias auch "im nds. Tiefland z.T. relativ häufig und z.T. nicht gefährdet (insbesondere nicht an der Mittelelbe) !" [[Ob nicht besser V für Bergland und D ??? Außer am Rhein fast überall deutliche Rückgänge !]]
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ASS x                 Sagittario-Sparganietum emersi Tx. 1953  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Sagittario-Sparganietum emersi Tx. 1953 * V - * Röhrichte
Anmerkung GefährdungVielfach als gefährdet oder stark gefährdet angesehen, von anderen aber als ausdrücklich ungefährdet.

 

ASS x                 Oenantho-Rorippetum amphibiae Lohmeyer 1950  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Oenantho-Rorippetum amphibiae Lohmeyer 1950 * 3 - V Röhrichte

 

ASS x                 Scirpetum radicantis Hejný in Hejný et Husék 1978  
Anmerkung Syntaxonomie[[Frage: Erstautorenschaft eventuell bei "Hejny in Dykyjová et Yvet 1978" ???]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Scirpetum radicantis Hejný in Hejný et Husék 1978 2 2 - 2 Röhrichte
Anmerkung GefährdungNach Scheuerer (email 3.7.2000): "Im Flachland fast erloschen (RL 1), im Bergland sind mit dem Ausbau der Donau die grössten Bestände verschwunden (RL 2)."
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ASS x                 Equiseto-Typhetum minimae Br.-Bl. in Volk 1940  
Anmerkung SyntaxonomieWorkshop-Notiz: Die Originalaufnahme enthält neben Typha minima Caricetalia davallianae-Arten". Dennoch wird die Gesellschaft hier nicht ins Caricion maritimae (das es damit in Deutschland nicht gibt), sondern ins Phragmition australis gestellt.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Equiseto-Typhetum minimae Br.-Bl. in Volk 1940 - 0 0 0 Röhrichte

 

ASS x                 Equisetum fluviatile-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieDie "Equisetum fluviatile-Gesellschaft" wird hier unter Vorbehalt akzeptiert; Nowak / Flintrop lehnen sie als "unsinnig" ab. Schubert, Hilbig und Pietsch empfehlen hingegen die Fassung als Assoziation.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Equisetum fluviatile-Gesellschaft  V V * V Röhrichte

 

ASS x                 Sium latifolium-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieDie "Sium latifolium-Gesellschaft" von Philippi (1973) wird weitgehend akzeptiert. Dierßen möchte sie in die Basalgesellschaft des Phragmition eingliedern, Zacharias / von Drachenfels halten sie für "fragwürdig".

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Sium latifolium-Gesellschaft  D 3 - V Röhrichte
Anmerkung GefährdungNach Flintrop / Nowak in Südwestdeutschland Kategorie 3, bei Rademacher in der Oberrheinebene hingegen Kategorie **. Scheuerer (3.7.2000) ergänzt: "im Bergland als Gesellschaft sicherlich gefährdet (auch am Rhein!), hier mindestens RL 3 (an Donau und Main RL 2!)."

 

ASS -                 Hippuridetum vulgaris Rübel 1912  
Anmerkung SyntaxonomieVon Nowak / Flintrop wegen der weiten ökologischen Amplitude von Hippuris vulgaris als Gesellschaft abgelehnt, sonst zumindest als Gesellschaft, meist auch als Assoziation akzeptiert. Dierßen empfiehlt, den Verband "Oenanthion aquaticae Hejny ex Neuhäusl 1959" zuzulassen und die Assoziation dorthin zu stellen.

 

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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ASS - Hippuridetum vulgaris Rübel 1912   2 3 - 3 Röhrichte
Anmerkung GefährdungNach Rademacher in der Oberrheinebene Kategorie **; alle anderen Mitarbeiter benötigten die Kategorien 3, 2 oder 1.

 

ASS x                 Eleocharis palustris-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieDie Eigenständigkeit einer "Eleocharis palustris-Gesellschaft" oder gar eines "Eleocharitetum palustris Schennikow 1919" innerhalb des Phragmition australis wird von erstaunlich vielen Mitarbeitern aus den verschiedensten Regionen Deutschlands anerkannt. Ob alle das Gleiche darunter verstehen, bleibt offen. Die Gesellschaft wird also auch hier - unter Vorbehalt - beibehalten. Die Gesellschaft bezieht sich dabei auf Eleocharis palustris agg.

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Eleocharis palustris-Gesellschaft  * * * * Röhrichte

 

ASS n                 Eleocharis mamillata-Gesellschaft Passarge 1999  
Anmerkung SyntaxonomieHier als Eleocharis mamillata-Gesellschaft geführt und dem Phragmition australis unterstellt. Die Assoziation wird von Dierschke abgelehnt, von Dierßen in die Phragmition-Basalgesellschaft einbezogen, von einer Reihe weiterer Mitarbeiter aber akzeptiert. Hinsichtlich der synsystematischen Stellung gibt es einen abweichenden Vorschlag von Nowak / Flintrop: "Die Art und die von ihr charakterisierten Bestände zählen primär zum Caricion lasiocarpae; daher gehört die Assoziation dort hin."

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Eleocharis mamillata-Gesellschaft Passarge 1999 3 V V V Röhrichte

 

ASS x                 Bolboschoenus maritimus-Phragmition australis-Gesellschaft   

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Bolboschoenus maritimus-Phragmition australis-Gesellschaft  * * - * Röhrichte
Anmerkung GefährdungDonauraum Gefährdungskategorie 3

 

ASS +                 Schoenoplectus tabaernaemontanus-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieBinnenland-Vorkommen

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop + Schoenoplectus tabaernaemontanus-Gesellschaft  * 3 - * Röhrichte
Anmerkung Gefährdungprimäre Vorkommen gefährdet; sekundäere (Einartvorkommen) ungefährdet

 

ASS +                 Alisma plantago-aquatica-Gesellschaft   

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop + Alisma plantago-aquatica-Gesellschaft  * * * * Röhrichte

 

ASS +                 Alismetum lanceolatae Zahlheimer 1979  

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop + Alismetum lanceolatae Zahlheimer 1979 2 3 - 3 Röhrichte

 

VBD x           Magnocaricion elatae W. Koch 1926 nom. conserv. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieNicht als getrennte Einheiten geführt werden hier das "Oenanthetum fistulosae" und das "Scolochloetum festucaceae Passarge 1999". Beide ließen sich in eine Basalgesellschaft des Verbandes integrieren. Ebenfalls nicht als getrennte Gesellschaft zu fassen ist in Deutschland die aus dem benachbarten Elsaß beschriebene "Carex buxbaumii-Gesellschaft" (sensu Issler 1932). Nicht als eigenständige Gesellschaft akzeptiert wurde die "Iris pseudacorus-Gesellschaft", die mitunter Dominanzbestände ausbildet. Nicht getrennt dargestellt werden soll hier die "Carex lasiocarpa-Magnocaricion-Gesellschaft", die wohl doch weitgehend dem Caricion lasiocarpae randlich zugeordnet werden kann.
ASS x                 Caricetum elatae W. Koch 1926  

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Caricetum elatae W. Koch 1926 3 3 3 3 Röhrichte

 

ASS x                 Caricetum paniculatae Wangerin 1916 ex v. Rochow 1951  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Caricetum paniculatae Wangerin 1916 ex v. Rochow 1951 3 V V V Röhrichte
Anmerkung GefährdungOligo- und mesotrophe Standorte (Quellmoore) stark gefährdet

 

ASS n                 Galio palustris-Caricetum ripariae Balátová-Tulacková et al. 1993  
Anmerkung SyntaxonomieBalátová-Tulacková et al. (1993) weisen darauf hin, daß das aus Nordafrika beschriebene Caricetum ripariae Maire 1924 nicht mit dem mitteleuropäischen Caricetum ripariae Soó 1928 gleichgesetzt werden kann. Letzteres ist damit ein Homonym und zu verwerfen. [[Achtung: letzterer Name wurde im workshop vorgeschlagen, soll hier aber verworfen werden !!!]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Galio palustris-Caricetum ripariae Balátová-Tulacková et al. 1993 * V - V Röhrichte

 

ASS n                 Caricetum randalpinae in prep. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieAchtung hier bestehen noch Unklarheiten: Der Name Carex x oenensis bezieht sich auf den Bastard C.acuta x C.randalpina; die eigentliche Innsegge heißt C.randalpina; ob das syntaxonomische Konsequenzen hat, kommt auf die Typus-Aufnahme an der Typus-Lokalität an; je nachdem, ob dort Carex x oenensis oder Carex randalpina vorkommt. Schuhwerk und der Workshop "Röhrichte, Moore" schlagen den Namen "Caricetum randalpinae" vor.
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Caricetum randalpinae in prep. propos. - V V V Röhrichte
Anmerkung GefährdungQuinger verwendet Kategorie 3 und erläutert:: "im AV räumlich stark eingeschränkt bei gleichzeitiger Verwundbarkeit durch Entwässerungen, daher Gefährdet".

 

ASS x                 Caricetum vesicariae Chouard 1924  
Anmerkung SyntaxonomieEinem Vorschlag von Dierßen folgend wird das weitgehend unbekannte "Caricetum atheroidis W. Fischer 1974" mit hier einbezogen.

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Caricetum vesicariae Chouard 1924 V v V V Röhrichte

 

ASS x                 Caricetum gracilis Almquist 1929  
Anmerkung SyntaxonomieNicht einbezogen werden hier faziesbildende Bestände der Galio-Urticetea

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Caricetum gracilis Almquist 1929 V V V V Röhrichte

 

ASS x                 Caricetum vulpinae Soó 1927  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Caricetum vulpinae Soó 1927 3 3 - V Röhrichte

 

ASS x                 Caricetum buekii Hejný et Kopecký 1965  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Caricetum buekii Hejný et Kopecký 1965 - 3 - 3 Röhrichte

 

ASS n                 Calamagrostis canescens-Gesellschaft Simon 1960  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Calamagrostis canescens-Gesellschaft Simon 1960 * * - * Röhrichte

 

ASS n                 Carex acutiformis-Gesellschaft Eggler 1933  
Anmerkung SyntaxonomieHier als Carex acutiformis-Gesellschaft geführt. Carex acutiformis ist in vielen Seggenried-Gesellschaften, aber auch in Molinietalia-Gesellschaften u.a. zu finden. Entsprechend ist diese Pflanze als Kennart einer Assoziation nur bedingt geeignet. Trotzdem beharren eine ganze Reihe Mitarbeiter darauf, die Gesellschaft weiterhin als Assoziation zu führen.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Carex acutiformis-Gesellschaft Eggler 1933 * * - * Röhrichte

 

ASS x                 Cladietum marisci Allorge 1922  
Anmerkung SyntaxonomieDie Zuordnung der Assoziation ist umstritten. Im Workshop "Röhrichte, Moore" wurde für eine Zuordnung zum Magnocaricion plädiert, der hier gefolgt werden soll. Zacharias / von Drachenfels notieren: "es gibt sehr unterschiedliche Cladium mariscus-Gesellschaften (Röhrichte (--> Phragmition) in Gewässern unterschiedl. Trophie, in kalkarmen Niedermooren (--> Caricion nigrae o. elatae ?) und in Kalkflachmooren/-sümpfen (Caricion davallianae ?)". Dierßen möchte die Assoziation zum Caricion elatae stellen. Nowak / Flintrop plädieren für eine Zuordnung zum Caricion lasiocarpae: "Originalbeschreibung bei Allorge dürfte ausreichen (ohne Zobrist). Die Art und die Gesellschaft haben primären Schwerpunkt im Caricion lasiocarpae. Daher gehört die Assoziation dorthin. Die Bestände im Phragmition sind eutrophiert."

 

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Bewertung im Workshop ASS   Cladietum marisci Allorge 1922 2 3 G 2 Röhrichte

 

ASS x                 Phalaridetum arundinaceae Libbert 1931  
Anmerkung SyntaxonomieVom Workshop "Röhrichte, Moore" als Assoziation akzeptiert mit dem Vermerk: "nicht einbezogen faziesbildende Bestände der Galio-Urticetea". Nowak / Flintrop lehnen die Assoziation ab und begründen: "Phalaris arundinacea ist in verschiedensten Klassen so weit verbreitet, dass nach dieser Art keine Assoziation konstruiert werden kann." Dierschke plädiert für eine inhaltliche Beschränkung auf Fließwasserröhrichte: "Der Name Phalaridetum arundinaceae wird für alle möglichen Phalaris-Bestände verwendet. Das echte Fließwasserröhricht sollte besser als Rorippo-Phalaridetum arundinaceae Kopecký bezeichnet werden. Es gehört dann eher zum Phragmition."

 

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Bewertung im Workshop ASS   Phalaridetum arundinaceae Libbert 1931 * * - * Röhrichte

 

ASS s                 Juncetum subnodulosi W. Koch 1926  
Anmerkung SyntaxonomieJuncus subnodulosus kommt sowohl im Calthion, Caricion davallianae, Molinion, teilweise auch im Magnocaricion aspektbestimmend vor. Ein "Juncetum subnodulosi" - egal welchem Verband zugeordnet - hat also keine gute Kennart. Dennoch bestehen unsere Mitarbeiter zum großen Teil auf der Beibehaltung der Assoziation meist beim Caricion davallianae-Verband, wo die Binse relativ naturnahe Vorkommen hat. Flintrop / Nowak plädieren für die Einbeziehung der Gesellschaft ins Junco subnodulosi-Schoenetum nigricantis. Nach den Ergebnissen des Workshop "Röhrichte, Moore" wird die "Juncus subnodulosus-Gesellschaft" zum Magnocaricion gestellt, da sie dort ihre Primärbestände haben dürfte. Auf die Ausweisung weiterer Juncus subnodulosus-Gesellschaften bei anderen Verbänden wird hingegen verzichtet.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Juncetum subnodulosi W. Koch 1926 2 2 2 2 Röhrichte
Anmerkung GefährdungPrimärbestände im Magnocaricion. Auch Juncus subnodulosus-Bestände im Molinion, Calthion und Caricion davallianae haben hohen Naturschutzwert.

 

VBD x           Glycerio-Sparganion Br.-Bl. et Sissingh in Boer 1942  
Anmerkung Syntaxonomie[[nach Philipi: "unmöglicher Name" - was heißt das ???]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!
ZEH -                 Veronicetum anagallidis-aquaticae Kaiser 1926  
Anmerkung SyntaxonomieDie Gesellschaft wird nicht von allen Mitarbeitern als Assoziation akzeptiert, sondern teilweise der Basalgesellschaft des Verbandes zugeschlagen. Insgesamt bestehen auch beziehungen zu den Potamogetonetea pectinati. Hier einbezogen und als Ausbildung interpretiert wird das "Veronico-Sietum erecti (Philippi 1973) Passarge 1982" (= Sium erectum-Gesellschaft, Berula erecta-Gesellschaft).

 

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Vorschlag ZEH - Veronicetum anagallidis-aquaticae Kaiser 1926   * * - * Röhrichte

 

ASS x                 Glycerietum fluitantis Eggler 1933  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Glycerietum fluitantis Eggler 1933 * * - * Röhrichte

 

ASS x                 Glycerietum plicatae Kulczynski 1928  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Glycerietum plicatae Kulczynski 1928 * * * * Röhrichte

 

ASS x                 Apietum nodiflori Br.-Bl. ex Boer 1942  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Apietum nodiflori Br.-Bl. ex Boer 1942 2 2 - 2 Röhrichte

 

ASS +                 Berula erecta-Gesellschaft   

 

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Bewertung im Workshop + Berula erecta-Gesellschaft  * V D V Röhrichte

 

ASS x                 Nasturtietum officinalis Seibert 1962  
Anmerkung SyntaxonomieDer Artstatus von Nasturtium microphyllum ist noch immer umstritten; etliche Bearbeiter plädieren daher, und wegen der sehr ähnlichen Standortsverhältnisse, für die gemeinsame Bewertung von Nasturtietum officinalis s.str. und Nasturtietum microphylli Philippi 1973. Der Workshop "Röhrichte, Moore" empfiehlt hingegen die getrennte Bewertung der beiden Einheiten.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Nasturtietum officinalis Seibert 1962 3 3 - 3 Röhrichte

 

ASS +                 Nasturtietum microphylli Philippi 1973  
Anmerkung SyntaxonomieDer Artstatus von Nasturtium microphyllum ist noch immer umstritten; etliche Bearbeiter plädieren daher, und wegen der sehr ähnlichen Standortsverhältnisse, für die gemeinsame Bewertung von Nasturtietum officinalis s.str. und Nasturtietum microphylli Philippi 1973. Der Workshop "Röhrichte, Moore" empfiehlt hingegen die getrennte Bewertung der beiden Einheiten.

 

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Bewertung im Workshop + Nasturtietum microphylli Philippi 1973 * D D D Röhrichte

 

ASS x                 Leersietum oryzoidis Eggler 1933  
Anmerkung SyntaxonomieDie Gesellschaft wird hier nur unter Vorbehalt akzeptiert und beim Glycerio-Sparganion belassen, da dies den standörtlichen Verhältnissen, der Physiognomie und der Artenzusammensetzung am besten entspricht. Balátová-Tuláckova et al (1993) und Dierßen empfehlen die Eingliederung beim Phragmition. Schubert et al. (1995) und schon vor ihnen diverse andere Autoren diskutierten immer wieder die Einordnung bei den Bidentetea, mit denen die Reißquecken-Röhrichte in der Tat oft eng verzahnt und kaum zu trennen sind.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Leersietum oryzoidis Eggler 1933 2 3 - 3 Röhrichte

 

ASS x                 Catabrosetum aquaticae Lang 1967  
Anmerkung SyntaxonomieFür die Gesellschaft wird - wie für das Leersietum oryzoidis - immer wieder auch die Zuordnung zu den Bidentetea erwogen.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Catabrosetum aquaticae Lang 1967 2 2 - 2 Röhrichte

 

ASS x                 Glycerietum nemorali-plicatae Kopecký 1972  
Anmerkung SyntaxonomieEin Teil der Mitarbeiter empfiehlt Zuordnung zum Glycerietum plicatae.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Glycerietum nemorali-plicatae Kopecký 1972 G - - G Röhrichte

 

ASS x                 Veronica beccabunga-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieQuasi die Basalgesellschaft ds Verbandes. Als durchaus eigenständige, immer wiederkehrende Artenverbindung mit klar ansprechbaren Standortsansprüchen hier als Gesellschaft akzeptiert.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Veronica beccabunga-Gesellschaft  * * - * Röhrichte

 

KLA x   Montio-Cardaminetea Br.-Bl. et Tx. ex Klika 1944  
Anmerkung Syntaxonomie"Br.-Bl. et Tx. 1943" als Autor sind abzulehnen, da bei ihnen eine ausreichende Originaldiagnose mit Zuordnung entsprechender Untereinheiten fehlt. Die Fassung der Klasse ist nicht unumstritten. Einige Mitarbeiter befürworten ihre völlige Auflösung. Hier wird die Klasse akzeptiert, Philonotidion seriatae und Cratoneurion commutatae sollen aber doch besser zu den Moosgesellschaften der Klasse Adiantetea gestellt werden; diesem Vorgehen widerspricht Hinterlang ausdrücklich. Knackpunkt dieser unterschiedlichen Zuordnung ist anscheinend die Frage, ob es überhaupt eigenständige Moosgesellschaften geben kann, oder ob das alles Synusien sind, die mit dem System der Phanerogamen-Gesellschaften nichts zu tun haben. Hier soll - der Mehrzahl der Mitarbeiter folgend - die Eigenständigkeit von Moosgesellschaften akzeptiert werden, was dazu führt, daß Philonotidion seriatae und Cratoneurion commutati aus den Montio-Cardaminetea ausgelagert und zu den Adiantetea gestellt werden. Nach Flintrop kommt Cratoneurum commutatum grundsätzlich nicht als Kennart eines Montio-Cardaminetea-Verbandes in Frage, da die Art hochstet auch im Caricion maritimae (bei Bressoud (1986) mit Stetigkeit 4 im Caricion maritimae) und zumindest teilweise auch im Caricion davallianae auftritt. Philonotis seriata scheidet als Verbandskennart ebenfalls aus, da die Art auch in nahezu jeder Aufnahme des Montio-Bryetum schleicheri auftritt.
ORD x       Montio-Cardaminetalia Pawlowski in Pawlowski et al. 1928  
Anmerkung SyntaxonomieAuf die Abtrennung einer eigenen Ordnung "Cardamino-Cratoneuretalia Maas 1959" wird verzichtet. Hinterlang (1992) folgend wird aber für das Caricion remotae eine eigene Ordnung "Cardamino-Chrysosplenietalia Hinterlang 1992" akzeptiert.
ASS x                 Cardamine amara-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieInhaltlich - darin sind sich die meisten Mitarbeiter einig - handelt es sich um eine ranglose Gesellschaft innerhalb der Montio-Cardaminetea. Bei Akzeptanz des Verbandes Caricion remotae kann sie als dessen Basalgesellschaft gefaßt werden (wobei sie nach Hinterlang korrekt "Basalgesellschaft Cardamine amara [Caricion remotae]" zu heißen hat). Dierßen unterscheidet zwischen einem enger gefaßten Caricetum remotae, einem Cardaminetum flexuosae Oberd. 1957 und einem "Cardamino-Chrysosplenietum alternifolii Maas 1959 em. Zechmeister 1993". Letzteres synonymisiert er - Zechmeister (1993) folgend - mit der Cardamine amara-Basalgesellschaft. Die Emendation durch Zechmeister (1993) beruht auf der Zusamenfassung zweier Gesellschaften von Maas (1959), wobei außer der namengebenden Gesellschaft noch das "Pellio-Conocephaletum Maas 1959" einbezogen wird. Letztere wird von unseren Mitarbeitern sonst aber grundsätzlich als Kryptogamen-Synusie oder Kryptogamen-Gesellschaft (mit entsprechender Zuordnung zu einer Kryptogamenklasse) gewertet.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Cardamine amara-Gesellschaft  V * * * Röhrichte

 

VBD x           Cardamino-Montion Br.-Bl. 1925  
Anmerkung Syntaxonomie[[bitte um Begründung warum Publikationsjahr "1925" oder "1926"]] Auf die Aufteilung in Unterverbände wird hier verzichtet. Hier einbezogen wird das "Cardamino-Cratoneuretum Kornas et Medwecka-Kornas 1967"; nach Hinterlang handelt es sich dabei um die "Zentralassoziation, oft mit Philonotis calcarea" im von ihm zu den Montio-Cardaminetea gestellten Verband Cratoneurion commutati.
Bitte Name kritisch prüfen !!!
ASS n                 Montio-Bryetum schleicheri Br.-Bl. 1925  
Anmerkung SyntaxonomieDas "Bryo-Philonotidetum seriatae Luquet 1926" wird hier als Ausbildung des Montio-Bryo schleicheri Br.-Bl. 1925 betrachtet.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Montio-Bryetum schleicheri Br.-Bl. 1925 - 2 2 2 Röhrichte

 

ASS x                 Philonotido fontanae-Montietum rivularis Büker et Tx. in Büker 1942  
Anmerkung SyntaxonomieDas "Stellario alsines-Montietum fontanae Franzi 1984" wird hier mit ins Philonotido fontanae-Montietum rivularis einbezogen (Beschluß Workshop "Röhrichte, Moore"). Vorher gab es dazu folgende Stimmen: Flintrop / Nowak und Wolff befürworteten ausdrücklich die von Hinterlang (1992) vorgenommene Fassung der Gesellschaft als Assoziation ("Stellario alsinis-Montietum rivularis Hinterlang 1992"); Hinterlang selbst wies darauf hin, daß "seine" Assoziation bereits als "Stellario alsines-Montietum fontanae Franzi 1984" beschrieben war. Abgelehnt wurde die Gesellschaft durch Mast ("Bestände lassen sich dem Philonotio-Montietum zuordnen"), die Assoziation durch Dierßen ("Stellaria alsine (Cardamino-Montion)Basalgesellschaft").

 

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Bewertung im Workshop ASS   Philonotido fontanae-Montietum rivularis Büker et Tx. in Büker 1942 1 3 - 2 Röhrichte

 

ZEH -                 Stellario alsines-Montietum fontanae Franzi 1984  
Anmerkung SyntaxonomieDas "Stellario alsines-Montietum fontanae Franzi 1984" wird hier mit ins Philonotido fontanae-Montietum rivularis einbezogen (Beschluß Workshop "Röhrichte, Moore"). Vorher gab es dazu folgende Stimmen: Flintrop / Nowak und Wolff befürworteten ausdrücklich die von Hinterlang (1992) vorgenommene Fassung der Gesellschaft als Assoziation ("Stellario alsinis-Montietum rivularis Hinterlang 1992"); Hinterlang selbst wies darauf hin, daß "seine" Assoziation bereits als "Stellario alsines-Montietum fontanae Franzi 1984" beschrieben war. Abgelehnt wurde die Gesellschaft durch Mast ("Bestände lassen sich dem Philonotio-Montietum zuordnen"), die Assoziation durch Dierßen ("Stellaria alsine (Cardamino-Montion)Basalgesellschaft").

 

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Vorschlag ZEH - Stellario alsines-Montietum fontanae Franzi 1984   2 3 3 3 Röhrichte

 

ASS x                 Arabido bellidifoliae-Cratoneuretum W. Koch 1928 nom. invers. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieVon Hinterlang (1992) in den Verband Cratoneurion commutati und mit diesen zu den Montio-Cardaminetea gestellt.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Arabido bellidifoliae-Cratoneuretum W. Koch 1928 nom. invers. propos. - - * * Röhrichte

 

ASS n                 Chrysosplenietum oppositifoliae Oberd. et Philippi in Oberd. 1957  
Anmerkung SyntaxonomieVon Hinterlang (vgl. Hinterlang 1992) in den Verband Caricion remotae und mit diesem in eine eigene Ordnung "Cardamino-Chrysosplenietalia Hinterlang 1992" gestellt. Andere Mitarbeiter und der Workshop "Röhrichte, Moore" bevorzugen hingegen mehrheitlich die "klassische" Unterbringung beim Cardamino-Montion, der hier gefolgt werden soll.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Chrysosplenietum oppositifoliae Oberd. et Philippi in Oberd. 1957 3 V - V Röhrichte

 

ORD -       Cardamino-Chrysosplenietalia Hinterlang 1992  
Anmerkung SyntaxonomieDie Cardamino-Chrysosplenietalia Hinterlang 1992 sind als Ordnung nicht allgemein akzeptiert. Im Workshop "Röhrichte, Moore" wurden sie gänzlich abgelehnt, ebenso die dort zugeordneten Einheiten Caricion remotae und Caricetum remotae.
VBD -           Caricion remotae Kästner 1941  
Anmerkung SyntaxonomieEin heftig umstrittener Verband; von Hinterlang befürwortet, vom Workshop "Röhrichte, Moore" aber mitsamt dem "Caricetum remotae" verworfen.
ASS -                 Caricetum remotae (Kästner 1941) Schwickerath 1944  

 

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Vorschlag ASS - Caricetum remotae (Kästner 1941) Schwickerath 1944   * * * * Röhrichte

 

ORD +       Cratoneuretalia commutati   
Anmerkung Syntaxonomie[[Autor ???? Der Workshop "Röhrichte, Moore" stellte die Cratoneuretalia commutati (warum nicht "Cardamino-Cratoneuretalia Maas 1959") in eine eigene Klasse, für die er aber keinen Namen vergab (Adiantetea ???), die Adiantetea selbst wurden nicht bearbeitet; hier gibt es im Moment noch große Unstimmigkeiten; bitte ausräumen !!!!!!!!]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!
VBD +           Cratoneurion commutati W. Koch 1928  
Bitte Name kritisch prüfen !!!
ASS s                 Cratoneuretum commutati Aichinger 1933  
Anmerkung SyntaxonomieVon Hinterlang (1992) in den Verband Cratoneurion commutati und mit diesen zu den Montio-Cardaminetea gestellt. Flintrop / Nowak - die das Cratoneurion ins System von Kryptogamen-Gesellschaften stellen möchten - äußern sich: "als Phanerogamengesellschaft sollte die Ass. ins Cardamino-Montion gestellt werden." [[Das Workshop-Ergebnis ist aus den Unterlagen nicht klar erkennbar !! Bitte melden !!!]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Bewertung im Workshop ASS   Cratoneuretum commutati Aichinger 1933 2 3 * 3 Röhrichte

 

ASS +                 Cochlearia pyrenaica-Gesellschaft   
Anmerkung Syntaxonomie[[hierher oder zum Cardamino-Momntion ?????]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Bewertung im Workshop + Cochlearia pyrenaica-Gesellschaft  - 2 - 2 Röhrichte

 

KLA x   Scheuchzerio-Caricetea nigrae Tx. 1937 nom. mutat. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieDer Name "Carex fusca", ein Synonym zu Carex nigra, ist noch keineswegs ganz aus der botanischen Literatur verschwunden. Insofern gibt es nach dem ICPN noch keinen zwingenden Grund, eine Namensveränderung hin zu (dem mittlerweile oft, aber zumindest zunächst Code-widrig verwendeten) "Scheuchzerio-Caricetea nigrae" statt "Scheuchzerio-Caricetea fuscae" vorzunehmen, wie dies z.B. Steiner (1993) getan hat. Dennoch wird auch hier - der Praxis folgend - die entsprechende Umbenennung vorgeschlagen. Dies liegt schon deshalb nahe, weil der Name einer der wichtigsten Gesellschaften, das "Caricetum goodenowii Braun 1915" in jedem Fall zu "Caricetum nigrae Braun 1915 nom. mutat. propos." umgeformt werden muß. Gänzlich abzulehnen und nur mit Vorbehalt hier zu integrieren sind einige Durchdringungskomplexe verschiedener Klassen, so die "Sphagnum fallax-Calamagrostis canescens-Gesellschaft" (= "Sphagno-Calamagrostidetum canescentis Pietsch 1976"), die wohl besser zu den Phragmito-Magnocaricetea zu stellen wäre, und die "Sphagnum fallax-Molinia caerulea-Gesellschaft".
ORD x       Scheuchzerietalia palustris Nordhagen 1937  
Anmerkung SyntaxonomieNoch am ehesten getrennt auszuscheiden wäre hier eine "Eriophorum angustifolium-Scheuchzerietalia-Gesellschaft", der dann auch einige Fragmente, wie die "Comarum palustre-Menyanthes trifoliata-Gesellschaft" zugeordnet werden könnten. Trotz Bedenken ganz eingezogen wird hier die "Calamagrostis neglecta-Gesellschaft". Philippi (in Oberdorfer 1977) erwähnte die Gesellschaft gleich anzwei verschiedenen Stellen. Am Ende des Magnocaricion (Phragmito-Magnocaricetea) schreibt er unter "fragliche oder wenig bekannte Gesellschaften": "Calamagrostis neglecta-Stadium (Calamagrostietum neglectae Steff. 31, Soó 38): Folgegesellschaft bzw. Abbaustadium verschiedener Magnocaricion-Gesellschaften wie des Caricetum elatae; von L.Kuhn (1961) aus dem Federseegebiet belegt." Unter "weitere Gesellschaften der Scheuchzerietalia palustris" ist dann zu erfahren: "Eine Calamagrostis neglecta-Gesellschaft, die L.Kuhn (1954) vom Federsee (Oberschwaben) im Rahmen des Magnocaricion, analog dem Calamagrostietum neglectae Steffen 1931 und Soó 1938 beschreibt, muß als Anfangsstadium einer Caricion lasiocarpae-Gesellschaft betrachtet werden. Die Art verhält sich ähnlich wie Carex lasiocarpa selbst, hat aber wie diese ihren eigentlichen Massenschwerpunkt in Verbindung mit zahlreichen Kennarten in den Scheuchzerietalia". Dierßen sieht einen anderen Bezug und möchte von einer "Calamagrostis stricta(Caricion nigrae)-Gesellschaft" sprechen. Passarge, Großer, Pietsch und Passarge bevorzugen die Fassung als Assoziation ("Calamagrostietum strictae Nordhagen 1927", "Calamagrostietum neglectae Nordhagen 1927", bzw. "Calamagrostietum neglectae Steffen 1931, Soó 1938"), was das Problem des Fehlens einer Kennart aber nicht löst. Als Einheit gänzlich abgelehnt wird die "Pedicularis palustris-Gesellschaft" (sensu Preising 1952), die als Pedicularis palustris-Fazies im Caricion nigrae und Caricion lasiocarpae, aber auch im darauf folgenden Calthion auftritt.
ASS +                 Eriophorum angustifolium-Sphagnum fallax / cuspidatum-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieNicht getrennt dargestellt werden die "Sphagnum cuspidatum-Gesellschaft [des Rhynchosporion albae]" (z.T. identisch mit "Sphagnum denticulatum-cuspidatum-Gesellschaft" und die "Eriophorum angustifolium(-Rhynchosporion)-Basalgesellschaft") , die "Sphagnum cuspidatum-Eriophorum angustifolium-Gesellschaft", die "Eriophorum angustifolium-Sphagnum fallax-Gesellschaft" u.a. Erstere (die "Sphagnum cuspidatum-Gesellschaft [des Rhynchosporion albae]") wird von einem Teil der Mitarbeiter akzeptiert, von anderen abgelehnt. Überregional hat sie keine Bedeutung. Hier mit einbezogen wird die oft zu den Utricularietea gestellte "Sphagnum cuspidatum-Gesellschaft (= Sphagnetum cuspidato-obesi). Nach Pietsch handelt es sich um "eine wichtige Pioniergesellschaft bzw. edaphische Dauergesellschaft, gehört zum Sphagno-Utricularion und auch zum Rhynchosporion und Caricion lasiocarpae (Scheuchzeretalia)". In der vorliegenden Liste findet sie sich als Sphagnum cuspidatum-Sphagnum denticulatum-Gesellschaft beim Rhynchosporion albae.

 

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Bewertung im Workshop + Eriophorum angustifolium-Sphagnum fallax / cuspidatum-Gesellschaft  * * * * Röhrichte
Anmerkung GefährdungIn Ausbreitung begriffen
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

VBD x           Rhynchosporion albae W. Koch 1926  
Anmerkung SyntaxonomieNicht getrennt dargestellt werden die "Sphagnum cuspidatum-Gesellschaft [des Rhynchosporion albae]" (z.T. identisch mit "Sphagnum denticulatum-cuspidatum-Gesellschaft" und die "Eriophorum angustifolium(-Rhynchosporion)-Basalgesellschaft") , die "Sphagnum cuspidatum-Eriophorum angustifolium-Gesellschaft", die "Eriophorum angustifolium-Sphagnum fallax-Gesellschaft" u.a. Erstere (die "Sphagnum cuspidatum-Gesellschaft [des Rhynchosporion albae]") wird von einem Teil der Mitarbeiter akzeptiert, von anderen abgelehnt. Überregional hat sie keine Bedeutung. Hier mit einbezogen wird die oft zu den Utricularietea gestellte "Sphagnum cuspidatum-Gesellschaft (= Sphagnetum cuspidato-obesi). Nach Pietsch handelt es sich um "eine wichtige Pioniergesellschaft bzw. edaphische Dauergesellschaft, gehört zum Sphagno-Utricularion und auch zum Rhynchosporion und Caricion lasiocarpae (Scheuchzeretalia)". In der vorliegenden Liste findet sie sich als Sphagnum cuspidatum-Sphagnum denticulatum-Gesellschaft beim Rhynchosporion albae. Hier einbezogen wurde ferner die "Lycopodiella inundata-Gesellschaft", die Passarge neuerdings als "Lycopodielletum inundati (Jonas 1935) Passarge 1999" geführt [und in litt. 23.6.2000 ausdrücklich als Assoziation verteidigt] wird.
ASS x                 Caricetum limosae Br.-Bl. ~ 1928  
Anmerkung SyntaxonomieInsgesamt besteht hier noch erheblicher Klärungsbedarf. Meist werden das "Scheuchzerietum Paul 1910" (Beschreibung ungültig, da unzureichende Originaldiagnose), bzw. das "Scheuchzerietum Tx. 1937" und das "Caricetum limosae" der verschiedensten Autoren gleichgesetzt und in den Rhynchosporion albae-Verband gestellt, dem dann als Synonym das "Scheuchzerion palustris Nordhagen 1936" zugesellt wird. Flintrop / Nowak widersprechen diesem Vorgehen heftig: "Korrektur: Carex limosa-Caricion lasiocarpae-Gesellschaft. Carex limosa hat so weite Amplitude, daß sie keine Assoziations-Kennart ist. Daher nur Gesellschaft, die im Gegensatz zum Scheuchzerietum ins Caricion lasiocarpae zu stellen ist". Bei Anerkennung als Assoziation muß die Gesellschaft "Caricetum limosae Osvald 1923 em. Dierßen 1982" heißen, zumindest dann, wenn man nicht mit dem Code sämtliche Osvald-Namen ablehnt. Schuhwerk (email 27.6.2000) plädiert ebenfalls für die Zusammenfassung der beiden Einheiten: "da es auch extrem arme, teilweise mit Scheuchzeria gemischte Cariceta limosae gibt, würde ich die beiden doch synonymisieren wollen; die Trennung beider führt in de Konsequenz zur Unterscheidung weiterer C. limosa-Assoziationen wie z. B. bei Krisai." [[der Workshop "Röhrichte, Moore" schlug "Caricetum limosae Br.-Bl. ~ 1928" als gültigen Namen vor. Um ein genaueres Zitat wird gebeten und auch um eine Begründung, warum der Osvald'sche Namen nicht konserviert werden soll !!!!]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Bewertung im Workshop ASS   Caricetum limosae Br.-Bl. ~ 1928 2 3 3 3 Röhrichte

 

ZEH -                 Scheuchzerietum palustris Tx. 1937  
Anmerkung SyntaxonomieFlintrop / Nowak lehnen die übliche - und auch vom Workshop "Röhrichte, Moore" beschlossene - Synonymisierung von Scheuchzerietum und Caricetum limosae strikt ab. Flintrop / Nowak begründen: "Durch Scheuchzeria als Kennart und typische Artenkombination (artenarme Hochmoorschlenken) vom Caricetum limosae (Nieder- und Übergangsmoore) deutlich getrennt." Mit einbezogen wird hier das "Scheuchzerio-Sphagnetum maji".

 

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Vorschlag ZEH - Scheuchzerietum palustris Tx. 1937   1 1 2 2 Röhrichte

 

ASS +                 Sphagno tenelli-Rhynchosporetum albae Osvald 1923 nom. conserv. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieHier im Sinne der Emendierung durch Dierßen (1982). Name und Autorenschaft der an sich klar umgrenzten Assoziation sind noch immer unsicher. Flintrop / Nowak halten den Verweis auf Osvald für "nomenklatorisch unsinnig". Bei Akzeptanz der anstehenden Neufassung des ICPN wären die Osvald-Namen sowieso zu verwerfen. Aber auch beim Rhynchosporion albae W. Koch 1926 sind die "Typusaufnahmen von Koch so komplex, daß sie verworfen werden müssen" (Flintrop / Nowak). Der Workshop "Röhrichte, Moore" empfahl die Konservierung des Osvald-Namens.
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS + Sphagno tenelli-Rhynchosporetum albae Osvald 1923 nom. conserv. propos. 3 3 * 3 Röhrichte

 

VBD x           Caricion lasiocarpae Vanden Berghen in Lebrun et al. 1949  
Anmerkung SyntaxonomieNicht getrennt ausgeschieden und bewertet werden hier die "Trichophorum alpinum-Gesellschaft [des Caricion lasiocarpae]", Gänzlich abgelehnt wird das "Caricetum hartmannii Denisiuk 1967", das Passarge (in litt. 23.6.2000) als Caricion nigrae-Assoziation erhalten haben will. Carex hartmanni siedelt in Niedersachsen innerhalb basenreicher Pfeifengraswiesen (Zacharias / von Drachenfels), in Sachsen "im Übergang zwischen Calthion und Caricion fuscae" (Böhnert) und ist in Deutschland insgesamt eher "Molinion-Art" (Dierßen) bzw. hat den "Schwerpunkt in Molinietalia" (Flintrop / Nowak). Nirgendwo tritt sie hier wirklich gesellschaftsbildend auf.
ASS n                 Caricion lasiocarpae-Basalgesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieZusamengefaßt werden hier (eutrophierte) bestände des Caricion lasiocarpae (mit Carex rostrata, C. lasiocarpa, C. appropinquata) Die Gesellschaft wird fast durchweg als Assoziation akzeptiert, wobei man sich im klaren darüber ist, daß Carex rostrata keine gute Kennart sein kann. Der Vorschlag, neutraler von einer "Carex rostrata-Caricion lasiocarpae-Gesellschaft" zu sprechen, wurde dennoch nahezu einhellig abgelehnt. Lediglich Flintrop / Nowak vertraten die Meinung, daß die Gesellschaft verworfen und in eine "Eriophorum angustifolium-Scheuchzerietalia-Gesellschaft" einbezogen werden sollte. Das "Caricetum rostratae" wird hier dennoch nur als Gesellschaft akzeptiert, wobei Carex rostrata-Bestände des Magnocaricion ebenso ausgeschlossen bleiben, wie solche, die dem Rhynchosporion albae zugeordnet werden können. Auf eine getrennte Darstellung der beiden letzten wird allerdings verzichtet; ein Teil der zum Magnocaricion vermittelnden bestände kann sicher noch als Eutrophierungsstadium randlich hier angeschlossen werden. Nach Dierßen gehört auch das "Caricetum distichae Steffen 1931" zum Caricion lasiocarpae. Dort hatte Carex disticha möglicherweise ihren natürlichen Schwerpunkt. Eine eigenständige Magnocaricion-Gesellschaft ist nur schwer zu definieren. Heute - darüber sind sich die Mitarbeiter weitgehend einig - hat Carex disticha ihren Schwerpunkt in Calthion-Wiesen. Eine wirklich eigenständige Gesellschaft ist aber auch dort nicht auszumachen. Dargestellt wird hier deshalb - unter Vorbehalt - eine Carex disticha-Caricion lasiocarpae-Gesellschaft - und sonst gar nichts. Diese wird zudem in die allgemeine Basalgesellschaft des Verbandes einbezogen und nicht getrennt bewertet.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Caricion lasiocarpae-Basalgesellschaft  3 3 * 3 Röhrichte

 

ZEH -                 Carex disticha-Caricion lasiocarpae-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieNach Dierßen gehört das Caricetum distichae Steffen 1931 zum Caricion lasiocarpae. Dort hatte Carex disticha möglicherweise ihren natürlichen Schwerpunkt. Eine eigenständige Magnocaricion-Gesellschaft ist nur schwer zu definieren. Heute - darüber sind sich die Mitarbeiter weitgehend einig - hat Carex disticha ihren Schwerpunkt in Calthion-Wiesen. Eine wirklich eigenständige Gesellschaft ist aber auch dort nicht auszumachen. Dargestellt wird hier deshalb - unter Vorbehalt - eine Carex disticha-Caricion lasiocarpae-Gesellschaft - und sonst gar nichts. Diese wird zudem in die allgemeine Basalgesellschaft des Verbandes einbezogen.

 

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Vorschlag ZEH - Carex disticha-Caricion lasiocarpae-Gesellschaft    3 3 3 3 Röhrichte

 

ASS x                 Caricetum lasiocarpae Osvald 1923 nom. conserv. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieHier in der emendierten Form von Dierßen (1982) verwendet. Bei Ablehnung der Osvald-Namen wäre "Caricetum lasiocarpae W. Koch 1926" gültig.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Caricetum lasiocarpae Osvald 1923 nom. conserv. propos. 2 2 V 2 Röhrichte

 

ASS x                 Caricetum diandrae Osvald 1923 nom. conserv. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieBei Ablehnung der Osvald-Namen "Caricetum diandrae Jonas 1932".

 

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Bewertung im Workshop ASS   Caricetum diandrae Osvald 1923 nom. conserv. propos. 1 2 2 2 Röhrichte

 

ZEH +                     Carex heleonastes-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieZwei kritische Stimmen zum hier zum Caricetum diandrae gestellten aber getrennt bewerteten "Caricetum heleonastae Warén 1926": "kein eigener, klar abgrenzbarer Vegetationstyp, nicht R.L. (ggf. zu Drep.-Caricetum chordorrhizae" (Dierßen); "Korrektur: Die Arbeit von Warén ist für Mitteleuropa irrelevant. Das korrekte Zitat lautet: Caricetum heleonastes Paul et Lutz 1941 ex. Oberdorfer 1957. Die Ass. wird zum Caricetum diandrae gestellt, da dieses sonst ohne Kennarten wäre; daher als eigene Gesellschaft zu streichen." (Flintrop / Nowak).

 

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Bewertung im Workshop + Carex heleonastes-Gesellschaft  0 1 1 1 Röhrichte

 

ASS x                 Drepanoclado-Caricetum chordorrhizae Osvald 1925 nom. conserv. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieBei Ablehnung der Osvald-Namen "Caricetum chordorrhizae Paul et Lutz 1941".

 

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Bewertung im Workshop ASS   Drepanoclado-Caricetum chordorrhizae Osvald 1925 nom. conserv. propos. 1 2 2 2 Röhrichte

 

ASS s                 Scorpidium scorpidioides-Carex elata-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieVon Braun (1968) als Assoziation ("Scorpidio-Caricetum dissolutae") mit Carex elata ssp. dissoluta aus dem Bayerischen Alpenvorland beschrieben, in der Roten Liste von Walentowski et al. (1992) als "Scorpidio-Caricetum e. * dissolutae" geführt. Nach Flintrop / Nowak: "Typische Gesellschaft mit eigener Artenkombination im Caricion lasiocarpae". Auch vom Workshop "Moore, Röhrichte" zum Caricion lasiocarpae gestellt. Bei Balátová-Tuláckova et al. (1993) allerdings ohne jegliche Diskussion als Assoziation beim Magnocaricion untergebracht.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Scorpidium scorpidioides-Carex elata-Gesellschaft  G 2 G G Röhrichte

 

ASS x                 Sphagno-Caricetum appropinquatae (Swartz 1948) Rybnicek 1974  
Anmerkung SyntaxonomieDie Gesellschaft wurde in Deutschland meist unter dem Namen "Caricetum appropinquatae (W. Koch 1926) Soó 1938" geführt und dem Magnocaricion elatae zugeordnet. Das "Sphagno-Caricetum appropinquatae (Swartz 1948) Rybnicek 1974" ist hingegen eine eindeutige Caricion lasiocarpae-Gesellschaft. Steiner führt diese Gesellschaft u.a. aus dem österreichischen Alpenvorland an, und offensichtlich entsprechen ihr auch die deutschen Vorkommen. Eine eigenständige Magnocaricion elatae-Gesellschaft mit Vorkommen von Carex appropinquata scheint es nicht zu geben.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Sphagno-Caricetum appropinquatae (Swartz 1948) Rybnicek 1974 2 2 V 2 Röhrichte

 

ASS x                 Lysimachio thyrsiflorae-Caricetum aquatilis Neumann ex Dierschke 1967  
Anmerkung SyntaxonomieHier als Ganzes zum Caricion lasiocarpae gestellt, wenn es auch Übergänge zum Magnocaricion elatae gibt. Dierschke empfiehlt - wie auch bisher meist üblich - für Deutschland den Namen "Lysimachio thyrsiflorae-Caricetum aquatilis Neum. ex Dierschke 1967" und vermerkt: "Drepanoclado-Caricetum aquatilis Nordhagen 1928 ist vermutlich etwas anderes !" Unter letzterem Namen wird die Assoziation für Deutschland vor allem durch Dierßen erwähnt, der sie dem Caricion lasiocarpae zuordnen möchte. Er sieht in der Gesellschaft von Dierschke "eutrophe Abbaustadien, stabil infolge vegetativer Ausbreitung der Bestände".

 

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Bewertung im Workshop ASS   Lysimachio thyrsiflorae-Caricetum aquatilis Neumann ex Dierschke 1967 2 - - 2 Röhrichte

 

ORD x       Caricetalia nigrae W. Koch 1926 nom. mutat. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieHier im Sinne der Emendierung durch Braun-Blanquet (1949).
VBD x           Caricion nigrae W. Koch 1926 nom. mutat. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieHier im Sinne der Emendierung durch Klika (1934). Hier einbezogen und nicht weiter bewertet wird das "Carici nigrae-Sphagnetum recurvi" (Sphagno-Caricetum nigrae Osvald 1925), das zumindest teilweise als Moossynusie zu verstehen ist und allenfalls Subassoziationen im Caricetum nigrae (bzw. "Carici canescenti-Agrostietum") bildet. Abgelehnt wird auch das "Paludello-Caricetum Succow ex Knapp et al. 1985"; es ist nicht gültig beschrieben und als "Ausbildung des Parnassio-Caricetum bzw. des Bartsio-Caricetum" (Flintrop /Nowak) zu interpretieren. Abgelehnt wird ferner das "Sphagno teretis-Caricetum Succow ex Knapp et al. 1985", das ebenfalls nicht gültig beschrieben ist und als Ausbildungsform des Parnassio-Caricetum bzw. des Bartsio-Caricetum bzw. eines weit gefaßten Caricetum nigrae aufgefaßt werden kann; letzteres wird von Dierßen allerdings mit dem "Menyantho-Sphagnetum teretis Warén 1926 em. Dierßen 1982" und unter diesem Namen als Caricion nigrae-Assoziation akzeptiert. Abzulehnen ist ferner das "Junco effusi-Caricetum nigrae Tx. ex Passarge 1964" (Original: "Junco-Caricetum fuscae"), das als Ausbildungsform verschiedener anderer Caricion nigrae-Gesellschaften (nach Pietsch insbesondere Carici canescenti-Agrostietum caninae) interpretiert werden kann. Von nahezu allen Mitarbeitern abgelehnt wird das von Pietsch ausdrücklich befürwortete und zum Caricion nigrae gestellte "Caricetum serotinae Pietsch 1968".
ASS x                 Eriophoretum scheuchzeri Fries 1913  

 

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Bewertung im Workshop ASS   Eriophoretum scheuchzeri Fries 1913 - - * * Röhrichte

 

ASS x                 Caricetum nigrae Braun 1915 nom. mutat. propos.  
Anmerkung Syntaxonomie[[Der Workshop "Röhrichte, Moore" kam zu dem Schluß, daß auf eine getrennte Bewertung der an sich gut ansprechbaren zugeordneten Einheiten des Caricetum nigrae - also das Caricetum nigrae s.str. der Hochlagen, das Carici canescentis-Agrostidetum der Mittelgebirge und Tieflagen und das Salici argenteae-Caricetum nigrae der Küsten - verzichtet werden soll - sollte man diese Einheiten nicht doch als "ZEH" erhalten ???]] Die Gesellschaft tritt (trat) [zumindest in ihrer weiten Fassung, die von mehreren Mitarbeitern bemängelt wird] in einer großen Vielfalt an Ausbildungen auf. Im Westen sind das z.B. Ausbildungen mit Juncus acutiflorus, die Bushart / Suck getrennt als "Juncus acutiflorus-Caricion fuscae-Gesellschaft" fassen und für die Rote Liste bewerten möchten. Schuhwerk empfiehlt (Bick 1985: Diss. bot. 91 folgend) für den Südostschwarzwald die getrennte Fassung und Bewertung der "Caltha palustris-Carex nigra-Gesellschaft". Für die Rote Liste getrennt dargestellt werden könnten das Caricetum nigrae s.str. der Hochlagen (oberhalb ca. 1000 - 12000 m), das "Carici canescenti-Agrostietum caninae" (das Caricetum nigrae der tieferen Lagen, also der Großteil der Assoziation in Deutschland außerhalb der Alpen) und das "Salici arenariae-Caricetum nigrae" der Nord- und Ostfriesischen Inseln. Hinsichtlich der Gefährdung sind sich allerdings alle mehr oder weniger gleich (Kategorie 3, regional auch 2 oder gar 1). Während die Hochlagen-Formen durch eine ganze Reihe von Arten von den Mittelgebirgs- und Tieflagenformen differenziert und daher gut ansprechbar sind, gilt das für die Küstenform nicht. Entsprechend vielgestaltig sind die Vorschläge der Mitarbeiter. Das Syntaxon wird von den Mitarbeitern als Assoziation und oft auch als Gesellschaft abgelehnt. Je nach Mitarbeiter wird es als "Gesellschaftsmosaik mit Caricetum nigrae" (Dierßen), "Ausbildung des Parnassio-Caricetum nigrae" (Flintrop / Nowak) oder auch als "Carici canescentis-Agrostidetum caninae Subass. v. Salix repens" (Pietsch) interpretiert. Türk hingegen verlangt: "Die primären Braunseggen-Bestände der Dünen der Nord- und (eingeschränkter Primärcharakter!) Ostfriesischen Inseln sollten unbedingt (andere Gesamtartenkombination/Standortsbedingungen!) als Salici repentis-Caricetum fuscae Tx. 1955 vom meist sekundären Carici canescentis-Agrostietum caninae abgetrennt werden (vgl. Türk 1995)." Dieses Argument ließe sich allerdings auch auf Binnenland-Vorkommen ausweiten.
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Caricetum nigrae Braun 1915 nom. mutat. propos. 3 3 3 3 Röhrichte
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ZEH -                     Caricetum nigrae s.str.   
Anmerkung Syntaxonomie[[Der Workshop "Röhrichte, Moore" kam zu dem Schluß, daß auf eine getrennte Bewertung der an sich gut ansprechbaren zugeordneten Einheiten des Caricetum nigrae - also das Caricetum nigrae s.str. der Hochlagen, das Carici canescentis-Agrostidetum der Mittelgebirge und Tieflagen und das Salici argenteae-Caricetum nigrae der Küsten - verzichtet werden soll - sollte man diese Einheiten nicht doch als "ZEH" erhalten ???]] Fassung der Assoziation hier im Sinne von Braun 1915, also auf Hochlagen oberhalb 1000 - 1200 m beschränkt. Im engeren Sinne wahrscheinlich ohne gute Kennarten, aber sehr charakteristisch und gut gegen das "Carici canescenti-Agrostietum caninae" der tieferen Lagen differenziert.
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ZEH - Caricetum nigrae s.str.    - G 3 3 Röhrichte
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ZEH -                     Carici canescenti-Agrostietum caninae Tx. 1937  
Anmerkung Syntaxonomie[[Der Workshop "Röhrichte, Moore" kam zu dem Schluß, daß auf eine getrennte Bewertung der an sich gut ansprechbaren zugeordneten Einheiten des Caricetum nigrae - also das Caricetum nigrae s.str. der Hochlagen, das Carici canescentis-Agrostidetum der Mittelgebirge und Tieflagen und das Salici argenteae-Caricetum nigrae der Küsten - verzichtet werden soll - sollte man diese Einheiten nicht doch als "ZEH" erhalten ???]]
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ZEH - Carici canescenti-Agrostietum caninae Tx. 1937   2 3 D 3 Röhrichte
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ZEH -                     Salici argenteae-Caricetum nigrae Tx. et Hermann 1939  
Anmerkung Syntaxonomie[[Der Workshop "Röhrichte, Moore" kam zu dem Schluß, daß auf eine getrennte Bewertung der an sich gut ansprechbaren zugeordneten Einheiten des Caricetum nigrae - also das Caricetum nigrae s.str. der Hochlagen, das Carici canescentis-Agrostidetum der Mittelgebirge und Tieflagen und das Salici argenteae-Caricetum nigrae der Küsten - verzichtet werden soll - sollte man diese Einheiten nicht doch als "ZEH" erhalten ???]] Dieses Syntaxon wird von den Mitarbeitern als Assoziation und oft auch als Gesellschaft abgelehnt. Je nach Mitarbeiter wird es als "Gesellschaftsmosaik mit Caricetum nigrae" (Dierßen), "Ausbildung des Parnassio-Caricetum nigrae" (Flintrop / Nowak) oder auch als "Carici canescentis-Agrostidetum caninae Subass. v. Salix repens" (Pietsch) interpretiert. Türk hingegen verlangt: "Die primären Braunseggen-Bestände der Dünen der Nord- und (eingeschränkter Primärcharakter!) Ostfriesischen Inseln sollten unbedingt (andere Gesamtartenkombination/Standortsbedingungen!) als Salici repentis-Caricetum fuscae Tx. 1955 vom meist sekundären Carici canescentis-Agrostietum caninae abgetrennt werden (vgl. Türk 1995)."
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ZEH - Salici argenteae-Caricetum nigrae Tx. et Hermann 1939   2 - - 2 Röhrichte
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ASS x                 Parnassio-Caricetum nigrae Oberd. 1957  
Anmerkung SyntaxonomieDierßen schlägt hier den Namen "Campylio-Caricetum dioicae Osv. 1925 em. Dierßen 1982" vor. Dies entspricht dem Vorgehen von Steiner (1993) für Österreich und auch der Interpretation von Schuhwerk in bezug auf den Südschwarzwald. Andere süddeutsche Autoren und Mitarbeiter schrieben entsprechende Bestände meist (als Ausbildung) dem "Parnassio-Caricetum nigrae Oberd. 1957" zu. Da die Osvald-Namen auf einer ganz anderen Methodik beruhen, die Tabellen nur schwer zu übersetzen sind und die Übereinstimmung der skandinavischen Gesellschaft mit der in Süddeutschland keineswegs feststeht, wird hier der in Süddeutschland gewohnte Name beibehalten. Mast macht im übrigen darauf aufmerksam, daß mit der im Druck befindlichen Neufassung des ICPN die Osvald-Namen allesamt ungültig werden, bzw. im Einzelfall als nomen conservandum gesichert werden müssen. Hier einbezogen werden das Parnassio-Caricetum pulicaris und die "Parnassia-Carex pauciflora-Gesellschaft" der Hochlagen des Südschwarzwaldes. Schuhwerk (email 27.6.2000) schreibt zum Komplex Parnassio-Caricetum nigrae / Bartsio-Caricetum nigrae / Drepanoclado-Trichophoretum cespitosi: "Für diese 3 Einheiten ist primär die Stellung wichtig, erst sekundär die Namen. Alle drei gehören m. E. deutlich ins Caricion davallianae. Bleiben diese 3 hier, ist das Caricion davallianae als V nur noch schwach charakterisiert. Parnassio-Caricetum: Ich bin für Campylio-Caricetum. Das Bartsio-Caricetum nigrae lehne ich nicht ganz ab, sondern den Namen (stattdessen den Dierßen'schen verwenden) und vor allem die Stellung im Caricion nigrae! Trichophorum alpinum-Ges.'en gibt es auf der ebene mehrerer Enheiten, daher möchte ich sie auf der Verbandsebene (Caricion davallianae) ansiedeln."

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Parnassio-Caricetum nigrae Oberd. 1957 1 2 D 2 Röhrichte

 

ASS x                 Bartsio-Caricetum nigrae Bartsch 1949  
Anmerkung SyntaxonomieDierßen möchte diese aus Süddeutschland beschriebene Gesellschaft mit dem nordeuropäischen "Drepanoclado-Trichophoretum cespitosi Nordhagen 1928 em. Dierßen 1982" synonymisieren und zum Caricion davallianae stellen. Schuhwerk lehnt sie ganz ab. Hier einbezogen werden eine Reihe von Lokalgesellschaften, die von anderen Mitarbeitern aber auch zum Caricetum nigrae oder anderen Gesellschaften gezogen werden. So schreibt Schuhwerk zum "Willemetio-Caricetum nigrae": "gehört nach den Typus-Aufn. bei Phil. 1963 nicht ins Caricion nigrae". Hier einbezogen werden soll - in Übereinstimmung mit Steiner (1993) - die "Trichophorum alpinum-Gesellschaft" [des Caricion davallianae]; Schuhwerk plädiert für deren eigenständiger Behandlung, Pietsch gar für die Fassung als Assoziation (Trichophoretum alpinae). Schuhwerk (email 27.6.2000) schreibt zum Komplex Parnassio-Caricetum nigrae / Bartsio-Caricetum nigrae / Drepanoclado-Trichophoretum cespitosi: "Für diese 3 Einheiten ist primär die Stellung wichtig, erst sekundär die Namen. Alle drei gehören m. E. deutlich ins Caricion davallianae. Bleiben diese 3 hier, ist das Caricion davallianae als V nur noch schwach charakterisiert. Parnassio-Caricetum: Ich bin für Campylio-Caricetum. Das Bartsio-Caricetum nigrae lehne ich nicht ganz ab, sondern den Namen (stattdessen den Dierßen'schen verwenden) und vor allem die Stellung im Caricion nigrae! Trichophorum alpinum-Ges.'en gibt es auf der ebene mehrerer Enheiten, daher möchte ich sie auf der Verbandsebene (Caricion davallianae) ansiedeln."

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Bartsio-Caricetum nigrae Bartsch 1949 - R 3 3 Röhrichte

 

ZEH -                     Drepanoclado-Trichophoretum cespitosi Nordhagen 1928  

 

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Vorschlag ZEH - Drepanoclado-Trichophoretum cespitosi Nordhagen 1928   1 2 2 2 Röhrichte

 

ASS x                 Caricetum trinervi-nigrae Westhoff 1947  
Anmerkung SyntaxonomieDiese Assoziation wird nur mit Vorbehalt akzeptiert, Flintrop / Nowak sehen in entsprechenden Beständen nur Ausbildungen von Carici canescenti-Agrostietum bzw. Parnassio-Caricetum nigrae.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Caricetum trinervi-nigrae Westhoff 1947 2 - - 2 Röhrichte

 

ASS +                 Menyantho-Sphagnetum teretis Warén 1926  

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop + Menyantho-Sphagnetum teretis Warén 1926 1 - D 1 Röhrichte

 

ASS n                 Caricetum pauperculae Osvald 1923 nom. mutat. et conserv. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieDas aus Deutschland immer wieder angeführte "Caricetum pauperculae" wird hier unter Vorbehalt akzeptiert und ins Caricion nigrae (statt alternativ ins Rhynchosporion albae) gestellt (Empfehlung des Workshops "Röhrichte, Moore"). Zur weiteren Klärung sind Vegetationsaufnahmen aus dem Gebiet unverzichtbar. Schuhwerk schreibt: "Das Caricetum pauperculae sensu Osvald ist eine Caricion nigrae-Ges. Die Bestände der Hochlagen des Bayerischen Waldes, die ich kenne, sind aber ins Rhynchosporion zu stellen. Meines Wissens bei uns daher Carex paupercula-Ges. in Rhynchosporion, aus den Alpen meines Wissens keine publizierten Aufnahmen". Flintrop / Nowak argumentieren: "Ausbildung des Caricetum nigrae; Zitat Osvald ist illegitim aufgrund der Methodik seiner Arbeit"; ihrer Aussage liegen aber keine Tabellen aus Deutschland vor. Preiß / Mayer formulieren - ebenfalls ohne Tabellenmaterial - "eher Bestandteil oder Ausbildungsform des Parnassio-Caricetum. Aussage gilt für wenige uns bekannte Vorkommen im Alpenraum". Für Österreich akzeptier neuerdings Steiner die Osvald'sche Assoziation, auch dort wurde ansonsten meist von Ausbildungen des Caricetum nigrae s.l. ausgegangen.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Caricetum pauperculae Osvald 1923 nom. mutat. et conserv. propos. - R R R Röhrichte
Anmerkung GefährdungNach Scheuerer (email 3.7.2000): "In den Alpen wohl RL 1, im Bayerischen Wald und im damit im gesamten Bergland RL 2."
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ORD x       Caricetalia davallianae Br.-Bl. 1949  
VBD x           Caricion davallianae Klika 1934  
Anmerkung SyntaxonomieHier nicht getrennt ausgeschieden werden die "Carex lepidocarpa-Gesellschaft" bzw. die "Equisetum palustre-Carex lepidocarpa-Gesellschaft" (sensu Korsch 1994). Böhnert empfiehlt für Sachsen die Aussscheidung einer eigenen "Equisetum variegatum-Gesellschaft" innerhalb des Caricion davallianae. Ob eine solche auch überregionale Bedeutung hat, ist zu klären.
ASS x                 Junco subnodulosi-Schoenetum nigricantis Allorge 1921 nom. invers. et mutat. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieDas "Orchido-Schoenetum" wurde erst 1957 von Oberdorfer gültig beschrieben, ob es neben dem Junco subnodulosi-Schoenetum nigricantis Allorge 1921 eine Existenzberechtigung hat, ist umstritten. Preiß / Mayer machen darauf aufmerksam, daß die Kennart Orchis palustris in Bayern jedenfalls einen anderen soziologischen Anschluß hat. Die Gesellschaften werden also hier zusammengefaßt. Ebenfalls einbezogen wird das "Junco-Schoenetum nigricantis Westhoff 1947", das sich auf Juncus balticus als namengebende Art bezieht. Somit bleibt der Assoziation eine gute Kennart (Schoenus nigricans) erhalten. Flintrop / Nowak möchten noch einen Schritt weiter gehen und - entsprechend dem Vorgehen bei der Originalbeschreibung - auch das "Juncetum subnodulosi W. Koch 1926" und alle Juncus subnodulosus-Gesellschaften hier einbeziehen. Dieser Schritt geht den anderen Mitarbeitern aber eindeutig zu weit, so daß das Juncetum subnodulosi hier doch als getrennte Einheit erhalten werden soll. Im Zusammenhang mit dem Cratoneurion diskutiert wurde neuerdings die "Armeria purpurea-Gesellschaft" aus dem Benninger Ried in Bayern; diese Zuordnung wird von unseren Mitarbeitern durchweg abgelehnt. Flintrop / Nowak erläutern: "Diese Bestände im Benninger Ried zählen zu Scheuchzerio-Caricetea, Caricion davallianae. Einige Aufnahmen aus dem Benninger Ried von Langer sind spezielle Ausbildungen des Cratoneuretum commutati, andere zählen zum Junco subnodulosi-Schoenetum nigricantis (Caricion davallianae)." Wir schließen die Gesellschaft - auch in Übereinstimmung mit Mayer / Preiß deshalb bei dieser Assoziation ein.

 

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Bewertung im Workshop ASS   Junco subnodulosi-Schoenetum nigricantis Allorge 1921 nom. invers. et mutat. propos. 1 2 1 1 Röhrichte

 

ZEH x                     Junco subnodulosi-Schoenetum nigricantis, Küstenausbildung mit Juncus balticus   
Anmerkung SyntaxonomieMeist als "Junco-Schoenetum nigricantis Westhoff 1947" geführte Gesellschaft der Küstenbereiche, die nach Petersen unbedingt weiterhin als selbständige Assoziation geführt werden sollte: "die Namen sind nun wirklich überall geführt. Es gibt wirklich gute AC und Diff.-Arten (s. u.a. Petersen 2000). Die Namen sollten unbedingt erhalten bleiben "nomina conservanda" (s. Weber et al. 2000) - hier absolut angebracht!!" Die Gesellschaft wird hier trotzdem auf Empfehlung von Dierßen, Mast und Flintrop als Küstenausbildung zum Schoenetum nigricantis gestellt, das bei Akzeptanz einer eigenen Küstenassoziation keine Kennart mehr hätte. Für die Rote Liste sollen diese Küstenausbildung und die restlichen Ausbildungen aber in jedem Fall getrennt bewertet werden.

 

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Bewertung im Workshop ZEH   Junco subnodulosi-Schoenetum nigricantis, Küstenausbildung mit Juncus balticus  1 - - 1 Röhrichte

 

ZEH x                     Junco subnodulosi-Schoenetum nigricantis, excl. Küstenausbildung   
Anmerkung Syntaxonomie(Junco baltii-Schoenetum Westhoff 1947 ?)

 

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Bewertung im Workshop ZEH   Junco subnodulosi-Schoenetum nigricantis, excl. Küstenausbildung  1 2 1 1 Röhrichte

 

ASS x                 Schoenetum ferruginei Du Rietz 1925  
Anmerkung SyntaxonomieFlintrop / Nowak vermerkten: "Die Bestände aus Skandinavien sind von denen Mitteleuropas sehr verschieden. Daher korrektes Zitat: Primulo-Schoenetum ferruginei Oberdorfer 1957". Der Workshop "Röhrichte, Moore" folgte diesem Vorschlag nicht., lehnen die Synonymisierung mitr dem "Schoenetum ferruginei Du Rietz 1925" also ab.

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Hügel-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Schoenetum ferruginei Du Rietz 1925 1 3 3 3 Röhrichte

 

ASS x                 Caricetum davallianae Dutoit 1924  

 

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Hügel-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Caricetum davallianae Dutoit 1924 1 2 3 3 Röhrichte

 

ZEH -                 Astero bellidiastri-Saxifragetum mutatae Usinger et Wigger 1961  
Anmerkung Syntaxonomie[[Achtung: nach dem Eregebnis des Workshops "Röhrichte, Moore" soll die Gesellschaft ganz gestrichen werden - kann man sie nicht als "ZEH" beim Caricetum davallianae erhalten ?????]] Von Zacharias / von Drachenfels als "Caricion davallianae-Rumpfgesellschaft" angesehen. Dierßen möchte sie dem Caricetum davallianae zuordnen. Hier unter Vorbehalt als eigene Assoziation beibehalten.
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ZEH - Astero bellidiastri-Saxifragetum mutatae Usinger et Wigger 1961   - 1 2 2 Röhrichte
Anmerkung GefährdungNach Quinger: "Im Alpenvorland fast nur noch einige wenige, stark gestörte Bestände. Gesellschaft dort vom "Aussterben bedroht", in den Alpentälern der mittleren Alpen (Isar, Loisach, Ammer) "nur" stark gefährdet."
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ZEH -                 Bartsio-Caricetum davallianae Dietl 1972  
Anmerkung Syntaxonomie[[Achtung: nach dem Eregebnis des Workshops "Röhrichte, Moore" soll die Gesellschaft ganz gestrichen werden - kann man sie nicht als "ZEH" beim Caricetum davallianae erhalten ?????]] Nach Flintrop / Nowak eine "zum Caricetum davallianae korrespondierende Gesellschaft der subalpinen und alpinen Stufen (Caricion davallianae)". Schuhwerk (email 27.6.2000) meint: "Die würde ich nun als Höhenform zum Caricetum davallianae ziehen." Vom Workshop "Röhrichte, Moore" als Einheit ganz abgelehnt.
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ZEH - Bartsio-Caricetum davallianae Dietl 1972   - - 3 3 Röhrichte
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ASS x                 Caricetum frigidae Rübel 1911  
Anmerkung SyntaxonomieDas "Caricetum frigidae Rübel 1911" wird in Mitteleuropa - und auch bei den meisten unserer Mitarbeiter - allgemein akzeptiert. Auch im Workshop "Röhrichte, Moore" wurde eine entsprechende Entscheidung getroffen. Insofern soll diese Assoziation auch hier beibehalten werden. Flintrop / Nowak geben aber zu bedenken: "Zitat ist falsch, da Originalbeschreibung bei Rübel völlig fragmentarisch. Im Hügel- und Bergland Ausbildung des Bartsio-Caricetum fuscae, in Alpen z.T. Caricion maritimae-Gesellschaft oder Ausbildung des Bartsio-Caricetum davallianae". Carex frigida ist als Kennart kaum brauchbar, da sie bei Bressoud (1973) mit Stetigkeit 2 auch im Caricion maritimae vertreten ist. Schuhwerk (email 27.6.2000) widerspricht: "Die Cariceta frigidae am Feldberg, (und auch der Zentralalpen), die ich kenne, lassen sich nicht dem Bartsio-Caricetum zuordnen."

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Caricetum frigidae Rübel 1911 - R 3 3 Röhrichte

 

ASS x                 Eleocharitetum quinqueflorae Lüdi 1921 nom. mutat. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieVon Dierßen und anderen Mitarbeitern als ranglose "Eleocharis quinqueflora-Gesellschaft angesehen", von anderen aber ausdrücklich (wie bei Steiner 1993) als Assoziation anerkannt. Die Autorenschaft der Assoziation ist dabei noch unklar. Meist wird "Lüdi 1921" zitiert, Flintrop / Nowak lehnen dies aber ab,, da sich jene Originalbeschreibung auf einen Caricion maritimae-Bestand bezieht. Ihr Vorschlag auf ein "Eleocharitetum quinqueflorae Lemée 1937" innerhalb des Caricion davallianae muß verworfen werden (ungültiges Homonym).

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Eleocharitetum quinqueflorae Lüdi 1921 nom. mutat. propos. 2 2 3 2 Röhrichte

 

ASS x                 Parnassio-Juncetum atricapilli Westhoff ex Westhoff et al. 1995  
Anmerkung SyntaxonomieFlintrop / Nowak sind der Meinung: "Die Bestände gehören ins Armerion maritimae: Junco-Caricetum extensae". Petersen widerspricht dem heftig: "Parnassio-Juncetum atricapilli: ist ein Pionierstadium des Junco baltici-Schoenetum nigricantis - kann wegfallen - aber niemals im Armerion aufgeführt werden: sind Kalkflachmoor-Bestände!!" Bis zu einer Einigung wird die Gesellschaft als eigenständige Assoziation - wie bisher üblich - beim Caricion davallianae geführt.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Parnassio-Juncetum atricapilli Westhoff ex Westhoff et al. 1995 1 - - 1 Röhrichte

 

VBD -           Caricion maritimae Br.-Bl. in Volk 1939  
ASS n                 Juncus alpinus-Gesellschaft Philippi 1960  
Anmerkung SyntaxonomieJuncus alpinus-Gesellschaft als Pioniergesellschaft des Caricion davallianae. Der Verband Caricion maritimae kommt demnach in Deutschland nicht vor.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Juncus alpinus-Gesellschaft Philippi 1960 1 3 2 2 Röhrichte
Anmerkung GefährdungPreiß / Mayer schreiben: "Gesellschaft im bayer. Alpenraum noch typisch aber sehr kleinflächig, im Alpenvorland fast nur mehr als Rumpfgesellschaften ausgebildet".

 

ASS -                 Caricetum microglochinis Nordhagen (1928) 1943  

 

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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ASS - Caricetum microglochinis Nordhagen (1928) 1943   - D D D Röhrichte
Anmerkung GefährdungDie Gesellschaft war ursprünglich für Kategorie "D (Datenmangel)" empfohlen worden; der Workshop "Röhrichte, Moore" beschloß jedoch, sie für Deutschland ganz zu streichen. Einige Mitarbeiter sind der Meinung, die Assoziation sei in Deutschland verschwunden (Kategorie 0). Schuhwerk vermerkt dazu: "gleicher Fall wie Carex capitata-Ges. [meines Wissens schon weit vor ca. 1940 ausgestorben, Aufnahmen gibt es nicht]. Es ist überhaupt nicht zu verifizieren, ob die Art in der von Nordhagen gefaßten Gesellschaft vorkam oder anders eingenischt war. m.E. streichen !"

 

ASS -                 Carex capitata-Gesellschaft   

 

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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ASS - Carex capitata-Gesellschaft    - D D D Röhrichte
Anmerkung GefährdungDie Gesellschaft war ursprünglich für Kategorie "D (Datenmangel)" empfohlen worden; der Workshop "Röhrichte, Moore" beschloß jedoch, sie für Deutschland ganz zu streichen. Einige Mitarbeiter sind der Meinung, die Gesellschaft sei in Deutschland verschwunden (Kategorie 0). Schuhwerk vermerkt dazu: "m.W. schon weit vor ca. 1940 ausgestorben, Aufn. gibt es nicht, streichen"; Flintrop / Nowak formulieren kürzer: "unsinnig, nicht in Deutschland". Scheuerer (email 3.7.2000) empfiehlt hingegen ausdrücklich: "Falls eigene Gesellschaft (was man machen sollte), dann RL 0 im Bergland und in den Alpen."

 

ASS -                 Caricetum maritimae Br.-Bl. 1918  [-]

 

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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ASS - Caricetum maritimae Br.-Bl. 1918  [-] - - - - Röhrichte
Anmerkung GefährdungZentralalpen. In Deutschland fehlend !

 

ASS -                 Carici maritimae-Juncetum baltici Vanden Berghen 1969  [-]

 

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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ASS - Carici maritimae-Juncetum baltici Vanden Berghen 1969  [-] - - - - Röhrichte
Anmerkung Gefährdungin Deutschland fehlend !

 

ASS -                 Juncus arcticus-Gesellschaft   [-]

 

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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ASS - Juncus arcticus-Gesellschaft   [-] - - - - Röhrichte
Anmerkung Gefährdungin Deutschland fehlend. Zentralalpen.

 

KLA x   Molinio-Arrhenatheretea Tx. 1937  
Anmerkung SyntaxonomieHier im Sinne der Emendierung durch Tüxen 1970.
ASS +                 Molinio-Arrhenatheretea-Basalgesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieHierher "Plantago major-Trifolium repens-Gesellschaft", Prunella vulgaris-Plantago major-Gesellschaft" und Teile des "Juncetum tenuis (Diemont, Sissingh et Westhoff 1940) Tx. 1950 nom. mutat. propos.".

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop + Molinio-Arrhenatheretea-Basalgesellschaft  ** ** ** ** Grünland f

 

ZEH -                 Plantago major-Trifolium repens-Gesellschaft (sensu Oberd. 1971)  

 

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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ZEH - Plantago major-Trifolium repens-Gesellschaft (sensu Oberd. 1971)   ** ** - ** Grünland f

 

ZEH -                 Prunella vulgaris-Plantago major-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieIn der Literatur meist als "Prunello-Ranunculetum repentis Winterhoff 1963" geführt und auch von einem Teil der Mitarbeiter (Klotz, Schubert, Passarge, Dierßen) unter diesem Namen als Assoziation empfohlen. Die Zuordnung zum Cynosurion bleibt etwas unsicher, Kennarten fehlen. Deshalb hier neutral als "Prunella vulgaris-Plantago major-Gesellschaft" geführt.

 

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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ZEH - Prunella vulgaris-Plantago major-Gesellschaft    ** ** - ** Grünland f

 

ZEH -                 Juncetum tenuis (Diemont, Sissingh et Westhoff 1940) Tx. 1950 nom. mutat. propos.  
Anmerkung SyntaxonomieEventuell sehr bedingt als Cynosurion-Assoziation (mit dem Neophyten Juncus tenuis als Kennart) zu akzeptieren.

 

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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ZEH - Juncetum tenuis (Diemont, Sissingh et Westhoff 1940) Tx. 1950 nom. mutat. propos.   ** ** - ** Grünland f

 

ORD x       Molinietalia caeruleae W. Koch 1926  
Anmerkung SyntaxonomieOberdorfer (1994) führt in seiner Übersicht über die Vegetationseinheiten auch ein "Molinia caerulea-Stadium", das er als Ordnungsgesellschaft der Molinietalia caeruleae führt. Da es sich um keine eigenständige Gesellschaft handelt, wird dieses Stadium hier caeruleae eingezogen. Nach übereinstimmender Ansicht diverser Mitarbeiter ist der Anschluß bei den Molinietalia aber keineswegs zwingend. Molinia-Herden gibt es als Stadium in mehreren verschiedenen Klassen. Ebenfalls nicht getrennt bewertet wird die "Molinietalia-Basalgesellschaft", die Dierßen et al. (1988) in der Roten Liste von Schleswig-Holstein anführen. Nach Dierßen war sie "gedacht als kollektives Syntaxon ohne Verbandskennarten". Für Deutschland besonders umstritten ist der Verband "Juncion acutiflori Br.-Bl. et al. 1947", auf den hier verzichtet werden soll. Oberdorfer (1994) stellt 3 Assoziationen (Anagallido tenellae-Juncetum acutiflori, Caro verticillati-Juncetum acutiflori, Juncetum acutiflori) ud eine ranglose Gesellschaft (Juncus-Molinia-Ges.) hierher. In der Standardliste werden sie alle unter dem Dach des Calthion vereinigt. Oberdorfer (1983) begründete seine Auffassung von der Eigenständigkeit des Juncion acutiflori: "Dieser Verband wird nur verständlich, wenn man die mit Juncus acutiflorus verbundenen Artengruppierungen in Westeuropa studiert, wo die Waldbinse ihr häufigstes und Juncus acutiflorus-Gesellschaften ihr an spezifischen Begleitarten reichstes Vorkommen haben. Braun Blanquet schreibt 1967: "Die kälteharten carex-Moore des Nordens sind im Südwesten durch frostempfindliche kräuterreiche Juncus-Moore ersetzt." Zugleich treten die im Juncion acutilflori-Verband zusammengefaßten Artengruppen nach der Darstellung des Autors hier an die Stelle der mitteleuropäischen Molinietalia-Gesellschaften, so daß es verständlich wird, wenn im oberrheinischen Grenzgebiet die subatlantische Juncus acutiflorus mit ihren hier ausklingenden Verbandskennarten eine innige Verbindung mit denen des Calthion, Molinion sowie auch denen der schon übermächtigen Scheuchzerio-Caricetea fuscae eingeht ... Alle Waldbinsen-Gesellschaften stehen auf durchsickert-nassen und saueren Niedermoorböden, in luftfeuchten, wintermilden oder im gebirge während des Winters von tiefem Schnee bedeckten Standorten". In deutschsprachigen Roten Listen kam es bisher zweimal zur Bewertung des Juncion acutiflori-Verbandes: in Mecklenburg-Vorpommerm (Fukarek 1985) und in der Steiermark (Zimmermann et al. 1989). Beides ist selbst bei weiter Fassung des Verbandes alles andere als zwingend. Bei Ellmauer & Mucina (1993) wird das Juncion acutiflori für Österreich nicht einmal als Synonym oder Falschmeldung diskutiert. Nicht nachvollziehbar (zu Cnidion ?) ist das "Violo elatioris-Thalictretum flavi Mskr. R. Tx. 1975" aus der alten Roten Liste Niedersachsens von Preising et al. (1978). Ebenfalls abgelehnt werden das "Ophioglosso-Calamagrostietum epigeji Westhoff et Segal 1961" und eine gleichnamige Gesellschaft von Pietsch ("Ophioglosso-Calamagrostietum epigeji Pietsch 1998"). Erstere findet sich für Deutschland in der Roten Liste des Wattenmeeres von Westhoff et al. (1993) mit dem Vermerk "Vorkommen: NL (Terschelling), NS (Langeoog, Borkum). Überregionale Verbreitung: endemisch. Verbreitung innerhalb des Wattenmeerbereiches (regional): nur von wenigen Fundpunkten bekannt (< 10)". Letztere gilt nach Pietsch als "Pioniergesellschaft i.d. Bergbaufolgelandschaft des Lausitzer Braunkohlenrevieres". Die Wattenmeer-Gesellschaft wird als "Degenerationsstadien feuchter Dünentäler, sollte nicht in RL aufgenommen werden" (von Drachenfels / Zacharias) und ähnlich kommentiert und von keinem einzigen Mitarbeiter befürwortet. Als nicht einordenbare Syntaxa der Molinietalia betrachtet werden das "Plantago coronopodis-Caricetum distantis", das "Gratioletum officinalis (Oberd. 1964) Passarge 1999" und das "Carici otrubae-Deschampsietum cespitosae (Müller-Stoll & Götz 1987) Passarge 1999".
ASS x                 Sanguisorba officinalis-Silaum silaus-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieDas "Sanguisorbo-Silaetum Klapp ex Hundt 1964" wird bis in jüngste Zeit mißverständlich verwendet. Erschwerend kommt dazu, daß die zunächst von Klapp beschriebene Gesellschaft meist im Sinne von Vollrath (1965) verstanden wird. Wie Dierßen mitteilt, wurde sie aber von Hundt (1964) validiert. Fest steht, daß die Gesellschaft nur zum kleinen Teil mit dem "Silaetum silai Knapp 1954" identisch ist. Da die Gesellschaft ohne gute Kennarten bleibt, wird es hier besser als "Sanguisorba officinalis-Silaum silaus-Gesellschaft" geführt, wie dies z.B. auch Pott (1995) vorschlägt. Eine völlige Streichung und Verteilung der Bestände auf andere Gesellschaften mit Zuordnung des großen Restes zu einer Basalgesellschaft der Molinietalia überhaupt wäre durchaus gerechtfertigt. Als teilweise landschaftsprägendes Element von recht konstanter Artengarnitur und Physiognomie soll die Gesellschaft hier aber doch als solche beibehalten werden. Oberdorfer (1994) und andere stellten sie - für eine mehrschürige Wiese durchaus passend - ins Calthion, es gibt allerdings - nicht nur hinsichtlich ihrerer Genese - z.B. floristisch viele Gründe, sie ins Molinion zu stellen (fast keine steten Calthion-Arten, Silaum silaus ist Molinion-Kennart). Als ranglose Gesellschaft der Ordnung paßt sie wohl am besten ins System. Einige kritische Stimmen unserer Mitarbeiter: Passarge: "in Sachsen-Anhalt Cnidio-Deschampsietum c. Hundt 1958". Zacharias / von Drachenfels: "Gesellschaft schwer von anderen Feuchtwiesen-Typen zu trennen ! Fließende Übergänge zu Glatthaferwiesen, Bergwiesen, Sumpfdotterblumen-Wiesen, Pfeifengras-Wiesen und Brenndolden-Wiesen. Im Elbetal m.E. nicht vom Cnidion zu trennen." Bettinger (Saarland): "Ges. wurde aus Bayern beschrieben, für unser atlantisch getöntes Gebiet nur bedingt zutreffend". Flintrop / Nowak: "Keine Kennarten, zum Molinietum bzw. dessen Degradationsstadien; eventuell als Silaum-Molinietalia-Restgesellschaft".

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Sanguisorba officinalis-Silaum silaus-Gesellschaft  1 3 - 3 Grünland f

 

VBD x           Calthion Tx. 1937  
Anmerkung SyntaxonomieDierschke empfiehlt allgemein: "im Calthion gibt es verschiedene Dominanz-Gesellschaften von Scirpus und Juncus. Großenteils handelt es sich heute um Brachen, vielleicht auch früher. Syntaxonomisch sind dies bestenfalls Gesellschaften, aber für Rote Liste eventuell als Ass. darstellbar. Da das Calthion insgesamt heute stärker gefährdet ist, sollte man vielleicht auch eine Calthion-Basalgesellschaft aufnehmen." Beispiel für eine nicht durch Kennarten gekennzeichnete und daher nicht haltbare "Assoziation" ist das "Epilobio-Juncetum effusi Oberd. 1957". Meist dürfte es sich um beweidete Bestände des Crepido-Juncetum acutiflori handeln, die aber auch sehr stark floristisch verarmt sein können. Zacharias / von Drachenfels machen darauf aufmerksam, daß beim "Epilobio-Juncetum effusi" durchaus die Qualität der Bestände unterschieden werden muß: "Typ unklar. Beweidete, aber artenreiche Calthion-Bestände: stark gefährdet, artenärmere Flatterbinsen-Gesellschaft (z.B. an Gewässerrändern, in Gräben) weniger gefährdet. Kennartenlose Flatterbinsen-Weiden gehören keinesfalls hierher." Als weitere kennartenlose Gesellschaft zu werten ist das "Holcetum lanati Gams 1927", auch "Loto uliginosi-Holcetum lanati Passarge (1964) 1977" genannt. Es ließe sich am ehesten als ranglose "Holcus lanatus-Calthion-Gesellschaft" werten. Seine inhaltliche Umgrenzung ist allerdings unklar. Ähnliches gilt für die allenfalls lokal faßbare "Hierochloë odorata-Gesellschaft", die wohl identisch mit dem "Thalictro-Hierochloetum odoratae (Klemm et König 1993) Passarge 1999" ist, das Passarge (in litt. 23.6.2000) als für die Rote Liste relevante Assoziation empfiehlt. Hier nicht als Calthion-Assoziation akzeptiert wird das vielfach angegebene "Caricetum distichae". Nach Dierßen gehört das Caricetum distichae Steffen 1931 zum Caricion lasiocarpae. Dort hatte Carex disticha möglicherweise ihren natürlichen Schwerpunkt. Eine eigenständige Magnocaricion-Gesellschaft ist nur schwer zu definieren. Heute - darüber sind sich die Mitarbeiter weitgehend einig - hat Carex disticha ihren Schwerpunkt in Calthion-Wiesen. Eine wirklich eigenständige Gesellschaft ist hier aber nicht auszumachen. Dargestellt wird hier deshalb - unter Vorbehalt - eine Carex disticha-Caricion lasiocarpae-Gesellschaft - und sonst gar nichts. Zur Calthion-Gesellschaft schreibt Bettinger beispielhaft aus dem Saarland: "als ranglose Gesellschaft gerade akzeptiert; Carex disticha ist in unserem Gebiet allerdings sehr anspruchslos und streut über Calthion bis zu Magnocaricion-Gesellschaften; noch recht häufige Gesellschaft in Naßbrache-Komplexen".
ASS +                 Calthion-Basalgesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieDer Workshop "Grünland feucht" beschloß u.a. die Einbeziehung des "Scirpetum sylvatici" in die Calthion-Basalgesellschaft. Die Assoziation "Scirpetum sylvatici Ralski 1931" kann hier - mangels Kennarten - nicht als solche akzeptiert werden. Auch die Fassung einer ranglosen Scirpus sylvaticus-Gesellschaft ist nicht unproblematisch. Artenreiche Bestände lassen sich wohl meist anderen Calthion-Gesellschaften zuordnen, Brachestadien brauchen als Stadien eigentlich keinen Eintrag in die Standardliste. Scirpus sylvaticus hat im "Scirpetum sylvatici" zwar einen klaren Schwerpunkt, sie tritt aber auch in anderen Assoziationen z.T. hochstet auf. Zur "Assoziation" gerechnet werden in der Literatur nicht nur Scirpus sylvaticus-Dominanzbestände von Brachen (die physiognomisch an Großseggenriede erinnern), sondern vor allem auch artenreiche Wiesen ! Flintrop / Nowak lehnen die Assoziation wegen fehlender Kennarten ganz ab. Mast schreibt: "Scirpus sylvaticus kommt auch stet im Caricion fuscae vor --> keine Kennart; sollte neutral als Scirpus sylvaticus-Ges. gefaßt werden". Hilbig meldet: "ich trenne das planar-kolline Angelico sylvestris-Scirpetum sylvatici Pass. 55 em. 64 und das montane Polygono bistortae-Scirpetum sylvatici (Schwick. 44) Oberd. 57" - das Problem der fehlenden Kennart ist damit nicht gelöst.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop + Calthion-Basalgesellschaft  V V * * Grünland f

 

ZEH +                     Calthion-Basalgesellschaft, artenarme Dominanzbestände   
Anmerkung SyntaxonomieCalthion-Basalgesellschaft, artenarme Dominanzbestände z.B. von Scirpus sylvaticus, Carex disticha, Carex acutiformis

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop + Calthion-Basalgesellschaft, artenarme Dominanzbestände  V V * * Grünland f

 

ZEH +                     Calthion-Basalgesellschaft, artenreiche Bestände   
Anmerkung SyntaxonomieCalthion-Basalgesellschaft, artenreiche Bestände, incl. Angelico-Cirsietum palustris

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop + Calthion-Basalgesellschaft, artenreiche Bestände  2 3 G 3 Grünland f

 

ZEH x                 Carex cespitosa-Gesellschaft Jaatinen 1950  
Anmerkung SyntaxonomieDierßen gibt einen ausführlichen Kommentar: "Die Beschreibungen von Cajander und Steffen stützen sich auf heterogenes Datenmaterial und sind zu verwerfen. Jaatinen beschreibt eine Caricion lasiocarpae-Gesellschaft. Die Daten von Steffen lassen sich auch dahin interpretieren. Die Mehrzahl der mitteleuropäischen Bestände gehören ebenfalls nicht in das Magnocaricion, sondern in verbrachende (ruderale) Calthion-Bestände (als Basalgesellschaft oder Derivatgesellschaft). Vorschlag: hier vollständig streichen." Auch andere Mitarbeiter stellen fest, daß die Bestände nicht ins Magnocaricion gehören, sondern in andere Gesellschaften, insbesondere ins Calthion (Nowak / Flintrop) oder Cnidion (Schubert). Hier wird die Gesellschaft - einem Beschluß des Workshop "Röhrichte, Moore" folgend - ins Calthion gestellt und auf die Darstellung weiterer Carex cespitosa-Gesellschaften anderer Verbände verzichtet. Entsprechend dem Workshop "Grünland feucht" wird die Gesellschaft als zugeordnete Einheit zur Calthion-Basalgesellschaft betrachtet.

 

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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Carex cespitosa-Gesellschaft Jaatinen 1950 3 3 - 3 Grünland f

 

ZEH -                 Scirpus sylvaticus-Gesellschaft   
Anmerkung SyntaxonomieDie Assoziation "Scirpetum sylvatici Ralski 1931" kann hier - mangels Kennarten - nicht als solche akzeptiert werden. Auch die Fassung einer ranglosen Scirpus sylvaticus-Gesellschaft ist nicht unproblematisch. Artenreiche Bestände lassen sich wohl meist anderen Calthion-Gesellschaften zuordnen, Brachestadien brauchen als Stadien eigentlich keinen Eintrag in die Standardliste. Scirpus sylvaticus hat im "Scirpetum sylvatici" zwar einen klaren Schwerpunkt, sie tritt aber auch in anderen Assoziationen z.T. hochstet auf. Zur "Assoziation" gerechnet werden in der Literatur nicht nur Scirpus sylvaticus-Dominanzbestände von Brachen (die physiognomisch an Großseggenriede erinnern), sondern vor allem auch artenreiche Wiesen ! Flintrop / Nowak lehnen die Assoziation wegen fehlender Kennarten ganz ab. Mast schreibt: "Scirpus sylvaticus kommt auch stet im Caricion fuscae vor --> keine Kennart; sollte neutral als Scirpus sylvaticus-Ges. gefaßt werden". Hilbig meldet: "ich trenne das planar-kolline Angelico sylvestris-Scirpetum sylvatici Pass. 55 em. 64 und das montane Polygono bistortae-Scirpetum sylvatici (Schwick. 44) Oberd. 57" - das Problem der fehlenden Kennart ist damit nicht gelöst.

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ZEH - Scirpus sylvaticus-Gesellschaft    V V V V Grünland f

 

ASS x                 Crepis paludosa-Juncus acutiflorus-Gesellschaft Oberd. 1957  
Anmerkung SyntaxonomieNach den auf 1500 Aufnahmen beruhenden Tabellen von Verbücheln (Arbeitskreis Syntaxonomie der RTG) können Juncus effusus, Ranunculus flammula und Achillea ptarmica als Kennarten der Assoziation gelten. Dazu kommt eine große Zahl an Differentialarten. Von unseren Mitarbeitern nahezu einhellig als Assoziationen abgelehnt werden das "Anagallido tenellae-Juncetum acutiflori (Philippi 1963) Oberd. 1983" und das "Caro verticillati-Juncetum acutiflori (Korneck 1962) Oberd. 1983". Übereinstimmend wird dabei die Zugehörigkeit der beiden Gesellschaften zum Crepido-Juncetum acutiflori betont. Für die Rote Liste sollen sie als Untereinheiten, ebenso wie das Cirsio dissecti-Molinietum, als Untereinheiten des Crepido-Juncetum acutiflori aber doch getrennt bewertet werden. Beim "Anagallido tenellae-Juncetum acutiflori" handelt es sich um eine Gebietsassoziation, die sich vom Crepido-Juncetum acutiflori allein durch das Vorkommen der zarten Anagallis tenella unterscheidet; überregional ist die Assoziation nicht haltbar da die atlantisch verbreitete Anagallis tenella dort einen anderen gesellschaftlichen Schwerpunkt hat. Oberdorfer & Görs (1983) beschreiben: "Die Gesellschaft besitzt im südlichen Baden ein verhältnismäßig eng begrenztes Areal und findet oder fand sich nur in Einzelvorkommen in den unteren Lagen auf der Südabdachung des Südschwarzwaldes (Hotzenwald) und auf einer Sumpfwiese der südlichen Oberrheinebene. Aus dem Hotzenwald ist sie von Philippi (1963) als Pfeifengras- und Waldbinsen-reiche Anagallis tenella-Scutellaria minor-Gesellschaft von offenen, nassen, flachmoorartigen Standorten im Kontakt mit dicht geschlossenen Juncus acutiflorus-Beständen des Juncetum acutiflori durch 6 Aufnahmen belegt worden. Die Fundorte sind heute größtenteils zerstört. Auch ein Bestand, den Oberdorfer 1936 auf einer Sumpfwiese bei Opfingen östlich des Tuniberges aufgenommen hatte, existierte 1980 nicht mehr ... Das Vorkommen am Oberrhein wird von Braun-Blanquet (1967) als "äußerstes östliches Vorkommen, als Anagallido-Juncetalia-Insel im mitteleuropäischen Molinion-Bereich" charakterisiert." Schuhwerk vermerkt in bezug auf den Hotzenwald: "ob noch ? Jedenfalls wohl starker Wandel gegenüber der von Philippi erhobenen Gesellschaft, Rückzug auf Grabenränder". Zum "Caro verticillati-Juncetum acutiflori (Korneck 1962) Oberd. 1983" ist bei Oberdorfer & Görs (1983) zu erfahren: "Die Pfeifengras-reiche Waldbinsen-Wiese mit Carum verticillatum ist auf ein verhältnismäßig kleines Areal im deutsch-französischen Grenzgebiet östlich von Weißenburg (Elsaß) beschränkt. Sechs von Korneck auf elsässischem Boden gefertigte Aufnahmen konnten dabei durch eine auf deutscher Seite in der Lauterniederung unterhalb Schweighofen von Oberdorfer 1938 erhobene ergänzt werden (Carum verticillatum konnte hier neuerdings nicht mehr gefunden werden). In allen Fällen wächst die Gesellschaft auf nassem, sauerem, torfigem oder sandig-torfigem Substrat. Artenzusammensetzung und Gliederung der Gesellschaft ähneln dabei so sehr dem von Lemée 1937 beschriebenen Molinietum atlanticum, daß sie Korneck als einen etwas verarmten, weit nach Osten vorgeschobenen Vorposten dieser Assoziation betrachtet ..." Mit zum "Caro verticillati-Juncetum acutiflori" gerechnet wird bei Oberdorfer (1994) das "Cirsio dissecti-Molinietum Sissingh et de Vries 1942" aus dem äußersten Nordwesten Deutschlands. Zacharias / von Drachenfels vermerken: "sollte als eigene regionale Gesellschaft aufgeführt werden, wobei sie kaum von feuchten Borstgrasrasen zu trennen ist !". Synsystematisch empfehlen sie: "zum Molinion bzw. Nardetalia stellen". Ersteres ist nicht möglich, da das Molinion hier in der emendierten Form verwendet wird, in der bodensaure Molinia-Vorkommen nicht zum Molinion gestellt werden. Strittig ist nach wie vor der Name. Es wird hier die Auffassung geteilt, daß das Juncetum acutiflori im Sinne von Br.-Bl. 1915 viel zu heterogen gefaßt ist, und daß der erste Name, der eindeutig auf die bundesdeutschen Bestände paßt und diese charakterisiert der Name "Crepido-Juncetum acutiflori Oberd. 1957" ist. Trotz einiger Bedenken wird das "Juncetum filiformis Tx. 1937" hier ganz aufgelöst. Die Mehrzahl seiner Bestände dürften zum Crepido-Juncetum acutiflori gehören, der Kern derselben dürfte aber ins Caricion fuscae gehören, zu dem manche Autoren und Mitarbeiter die Gesellschaft oder Assoziation ("Pediculario palustris-Juncetum filiformis Preising 1952", Juncetum filiformis Tx. 1937) als Ganzes stellen möchten. Schubert (email 27.6.2000) kommentiert sehr kritisch: "Wenn diese 3 Kennarten sein sollen, sind aus Schwarzwald-Sicht die falschen 1500 Aufnahmen in den Tabellen. Diff. m. E. höchstens Juncus acutiflorus. Inkonsequent die Auflösung der Juncus filiformis-Ges. Deutliche Parallele zu hier: eine Binse kann sowohl im Moor wie auf der Wiesewachsen. Das Juncetum filiformis (und wohl anderes) in eine Crepis-Juncus-Ges. einzubeziehen, verwässert diese völlig."

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Hügel-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Crepis paludosa-Juncus acutiflorus-Gesellschaft Oberd. 1957 2 3 3 3 Grünland f

 

ZEH -                     Anagallido tenellae-Juncetum acutiflori (Philippi 1963) Oberd. 1983  
Anmerkung SyntaxonomieNach Beschluß des Workshops "Grünland feucht" soll das "Anagallido tenellae-Juncetum acutiflori" komplett und ersatzlos gestrichen werden. Beim "Anagallido tenellae-Juncetum acutiflori" handelt es sich um eine als Gebietsassoziation gefaßte Einheit, die sich vom Crepido-Juncetum acutiflori allein durch das Vorkommen der zarten Anagallis tenella unterscheidet; überregional ist die Assoziation nicht haltbar, da die atlantisch verbreitete Anagallis tenella dort einen anderen gesellschaftlichen Schwerpunkt hat. Oberdorfer & Görs (1983) beschreiben: "Die Gesellschaft besitzt im südlichen Baden ein verhältnismäßig eng begrenztes Areal und findet oder fand sich nur in Einzelvorkommen in den unteren Lagen auf der Südabdachung des Südschwarzwaldes (Hotzenwald) und auf einer Sumpfwiese der südlichen Oberrheinebene. Aus dem Hotzenwald ist sie von Philippi (1963) als Pfeifengras- und Waldbinsen-reiche Anagallis tenella-Scutellaria minor-Gesellschaft von offenen, nassen, flachmoorartigen Standorten im Kontakt mit dicht geschlossenen Juncus acutiflorus-Beständen des Juncetum acutiflori durch 6 Aufnahmen belegt worden. Die Fundorte sind heute größtenteils zerstört. Auch ein Bestand, den Oberdorfer 1936 auf einer Sumpfwiese bei Opfingen östlich des Tuniberges aufgenommen hatte, existierte 1980 nicht mehr ... Das Vorkommen am Oberrhein wird von Braun-Blanquet (1967) als "äußerstes östliches Vorkommen, als Anagallido-Juncetalia-Insel im mitteleuropäischen Molinion-Bereich" charakterisiert." Schuhwerk vermerkt in bezug auf den Hotzenwald: "ob noch ? Jedenfalls wohl starker Wandel gegenüber der von Philippi erhobenen Gesellschaft, Rückzug auf Grabenränder".

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Hügel-
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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ZEH - Anagallido tenellae-Juncetum acutiflori (Philippi 1963) Oberd. 1983   - 1 - 1 Grünland f
Anmerkung GefährdungBei Anerkennung der Gesellschaft oder Assoziation wäre sie in Deutschland als verschwunden (Kategorie 0) oder vom Verschwinden bedroht (Kategorie 1) zu betrachten.

 

ZEH -                     Caro verticillati-Juncetum acutiflori (Korneck 1962) Oberd. 1983  
Anmerkung SyntaxonomieNach Beschluß des Workshops "Grünland feucht" soll das "Caro verticillati-Juncetum acutiflori (Korneck 1962) Oberd. 1983" komplett und ersatzlos gestrichen werden. Zum "Caro verticillati-Juncetum acutiflori (Korneck 1962) Oberd. 1983" ist bei Oberdorfer & Görs (1983) zu erfahren: "Die Pfeifengras-reiche Waldbinsen-Wiese mit Carum verticillatum ist auf ein verhältnismäßig kleines Areal im deutsch-französischen Grenzgebiet östlich von Weißenburg (Elsaß) beschränkt. Sechs von Korneck auf elsässischem Boden gefertigte Aufnahmen konnten dabei durch eine auf deutscher Seite in der Lauterniederung unterhalb Schweighofen von Oberdorfer 1938 erhobene ergänzt werden (Carum verticillatum konnte hier neuerdings nicht mehr gefunden werden). In allen Fällen wächst die Gesellschaft auf nassem, sauerem, torfigem oder sandig-torfigem Substrat. Artenzusammensetzung und Gliederung der Gesellschaft ähneln dabei so sehr dem von Lemée 1937 beschriebenen Molinietum atlanticum, daß sie Korneck als einen etwas verarmten, weit nach Osten vorgeschobenen Vorposten dieser Assoziation betrachtet ...".

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Hügel-
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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ZEH - Caro verticillati-Juncetum acutiflori (Korneck 1962) Oberd. 1983   0 - - 0 Grünland f
Anmerkung GefährdungBei Anerkennung der Gesellschaft oder Assoziation wäre sie in Deutschland als verschwunden (Kategorie 0) zu betrachten.

 

ASS s                     Succisa pratensis-Juncus conglomeratus-Gesellschaft   
Anmerkung Syntaxonomieincl. Junco-Molinietum (Crepido-Juncetum molinietosum), Cirsio dissecti-Molinietum p.p.

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Hügel-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ZEH   Succisa pratensis-Juncus conglomeratus-Gesellschaft  2 G - 2 Grünland f

 

ZEH -                     Crepido-Juncetum acutiflori molinietosum   
Anmerkung Syntaxonomie[[Achtung: unser Workshop hat diese Gesellschaft selbst als Untereinheit des Crepido-Juncetum verworfen. Wo sind die entsprechenden Bestände gelandet ????]] Ellmauer & Mucina (1993) erkennen für Österreich das "Junco-Molinietum Preising in Tx. et Preising ex Klapp 1954" als eigenständige Assoziation innerhalb des Molinion-Verbandes an; sie betonen aber selbst das Fehlen von Kennarten und die floristische Nähe zum Calthion und weiterer Verbände anderer Klassen. In Deutschland wurde (und wird, wie die diversen Interpretationsversuche unserer Mitarbeiter zeigen !) unter dem Begriff "Junco-Molinietum" sehr Unterschiedliches verstanden. Preising (1951, 1954) beschrieb inhaltlich eine Juncus conglomeratus-Molinia-Basalgesellschaft des Calthion, die z.B. als Fragment des "Cirsio dissecti-Molinietum" gedeutet werden könnte. In Südwestdeutschland beschränkte man den Begriff auf das, was am besten als "Crepido-Juncetum acutiflori molinietosum, Rasse mit Oenanthe peucedanifolia" bezeichnet werden könnte. In beiden Fällen handelt es sich um Übergänge vom Crepido-Juncetum acutiflori zu feuchten Borstgrasrasen (mit Carex ovalis, C. pallescens u.a.) und Kleinseggenrieden. Für die Rote Liste sollen diese mageren Bestände zusammen als Crepido-Juncetum acutiflori molinietosum geführt werden. Ausgespart bleiben hingegen Juncus effusus-Molinia-Brachen.
Bitte Name kritisch prüfen !!!

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Hügel-
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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ZEH - Crepido-Juncetum acutiflori molinietosum    2 2 - 2 Grünland f
Bitte Gefährdungseinstufungen kritisch prüfen !!!

 

ASS x                 Bromo-Senecionetum aquatici Lenski 1953  

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Hügel-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Bromo-Senecionetum aquatici Lenski 1953 2 2 - 2 Grünland f

 

ASS x                 Angelico-Cirsietum oleracei Tx. 1937  
Anmerkung SyntaxonomieTrotz einiger Bedenken wird die Assoziation weit gefaßt. Sie umschließt damit auch montane Formen, die vielfach als eigene Assoziationen beschrieben wurden so das "Cirsietum rivularis Nowinski 1928" (= "Trollio europaei-Cirsietum oleracei (Kuhn 1937) Oberd. 1957") und das "Sanguisorbo-Polygonetum bistortae Bal.-Tul. 1983" (= Valeriano-Polygonetum bistortae).

 

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Hügel-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Angelico-Cirsietum oleracei Tx. 1937 2 3 3 3 Grünland f

 

ZEH +                     Cirsietum rivularis Nowinski 1927  

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Hügel-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop + Cirsietum rivularis Nowinski 1927 - 3 G G Grünland f

 

ZEH -                 Scirpo-Cirsietum cani Balátová-Tulácková 1973  
Anmerkung SyntaxonomieHilbig empfahl Einbeziehung ins Angelico-Cirsietum oleracei, ein Vorschlag dem der Workshop "Grünland feucht" folgte.

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Hügel-
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Alpen D ges. Workshop
Vorschlag ZEH - Scirpo-Cirsietum cani Balátová-Tulácková 1973   1 1 - 1 Grünland f

 

VBD x           Filipendulion ulmariae Segal ex Lohmeyer in Oberd. et al. 1967  
Anmerkung SyntaxonomieDie Klassifikation der Filipendula-Bestände und verwandter Staudenfluren ist heftig umstritten. Sie reicht von der Zuordnung der Bestände als Brache-Ausbildungen von Calthion-Wiesen, über den eigenen Verband bis hin zur Aufstellung einer eigenen Klasse. Letztere wurde schon mehrfach als perfekte Lösung angeprießen - und von der Konkurrenz postwendend wieder als absurd abgelehnt. Hier ist nicht der Platz, diese Probleme zu lösen - die Orientierung erfolgt daher am eher klassischen Konzept eines Verbandes innerhalb der Molinietalia und - im Detail - an der Arbeit über "Syntaxonomische Stellung von Hochstauden-Gesellschaften, insbesondere aus der Klasse Molinio-Arrhenatheretea (Filipendulion)" von Dierschke (1996). Hier mit erwähnt wird das "Filipendula ulmaria-Stadium", das in die verschiedensten Molinietalia-Gesellschaften als Brachestadium auftreten kann. Nicht getrennt ausgeschieden wird ferner die "Lysimachia vulgaris-Lythrum salicaria-Gesellschaft". Ein Teil der mitunter hierher gestellten Gesellschaften wird hier besser beim Senecionion fluviatilis untergebracht (z.B. Veronico longifoliae-Euphorbietum palustris).
ASS x                 Geranio sylvatici-Chaerophylletum hirsuti Kästner 1938  
Anmerkung SyntaxonomieHier im Sinne der Emendierung durch Niemann et al. (1970). Hier nur bedingt als Assoziation akzeptiert. Einige Mitarbeiter lehnen sie ganz ab, andere plädieren für eine weitere Fassung als bisher üblich. Türk empfiehlt, die Gesellschaft als Höhenform des Filipendulo-Geranietum zu führen und begründet das mit "weitgehend übereinstimmende Gesamtartenkombination !" Die Assoziation wird hier zum Filipendulion gestellt. Des öfteren wird sie auch zum Calthion gerechnet oder einem eigenen Verband (und Ordnung) (Petasito-Chaerophyllion hirsuti Sillinger 1933 em. Niemann, Heinrich et Hilbig 1973, Ordng: Petasito hybridi-Chaerophylletalia hirsuti Morariu 1967) unterstellt. Schuhwerk empfiehlt zum "Chaerophyllo-Ranunculetum aconitifolii Oberd. 1952": "als geogr. Ranunculus aconitifolius-Rasse zu Geranio sylvatici-Chaerophylletum Kästn. 38 em. Niem. et al. 73; Ranunculus aconitifolius ist keine Kennart ! Die Senecio rivularis-Chaerophyllum-Gesellschaft ist ebenfalls dieser Ass. als geogr. Rasse zuzuordnen." Diesem Vorschlag sei hier gefolgt, auch wenn dabei ein gebräuchlicher Name verschwinden muß. Hilbig formuliert: "bei mir gehört die Assoziation nicht zum Calthion (Wiesen) sondern zur eigenen Ordnung und Verband montaner Hochstaudenfluren mit Chaerophyllum hirsutum und Petasites hybridus = Petasito hybridi-Chaerophylletalia hirsuti Morariu 67". Auch sonst ist die synsystematische Stellung der maximal einschürig, oft aber jahrelang gar nicht gemähten Wiesen / Staudenfluren heftig umstritten, ihre hier vorgenommene Zuordnung zum Calthion sicher nicht die einzig mögliche. Zumindest im Schwarzwald schließen sich Chaeophyllum hirsutum und Ranunculus aconitifolius außerdem in vielen Fällen fast aus. Hier provisorisch einbezogen (besser zu Rumicion alpini ?) wird eine von Oberdorfer (1983) erwähnte "Senecio subalpinus-Gesellschaft": "Zwar gibt es im Vorderen Bayerischen Wald auch einige seltene Fundorte von Ranunculus aconitifolius, im übrigen Bayerischen oder Böhmerwald steht aber an den entsprechenden Standorten - also in Quellmulden und Quellrinnen - eine offenbar einer anderen korrespondierenden Assoziation zuzuordnende Staudenflur, für die einige ost-präalpine Arten, wie Senecio subalpinus und S.rivularis, charakteristisch sind" Angeboten werden 2 Vegetationsaufnahmen, "wobei eine wissenschaftliche Benennung noch nicht festgelegt werden soll".

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Geranio sylvatici-Chaerophylletum hirsuti Kästner 1938 - * * * Grünland f

 

ASS x                 Filipendulo-Geranietum palustris W. Koch 1926  
Anmerkung SyntaxonomieErgebnis Workshop: Synsystematische Stellung unklar; hier einbezogen wird das Valeriano-Filipenduletum, das ansonsten auch als Zentralassoziation ohne eigene Kennarten oder als "Filipendula-ulmaria-Molinietalia-Gesellschaft" geführt wird.

 

Quelle Rang Status Syntaxon Flach-
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Alpen D ges. Workshop
Bewertung im Workshop ASS   Filipendulo-Geranietum palustris W. Koch 1926 * * * * Grünland f

 

ZEH -